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Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein September 2021

 

Dauerausstellung

„Vogelleben zwischen Fluss und Meer“

Ausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“ in der Naturwerkstatt Priwall © lpvIm August 2020 wurde in der Naturwerkstatt Priwall die Dauerausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“ eröffnet.

Diese erzählt von der abwechslungsreichen und faszinierenden Natur des Priwalls und der Geschichte, wie diese Halbinsel zu einem ganz besonderen Refugium für selten gewordene und gefährdete Küstenvögel wurde.

Durch verschiedene Ausstellungsobjekte, interaktive Medien und spielerische Stationen lädt sie Jung und Alt ein, die Natur des Priwalls zu entdecken und ihre gefiederten Bewohner näher kennenzulernen. Dabei darf selber ausprobiert und gerätselt werden:
Wo finde ich den besten Brutplatz für einen Kiebitz?
Und wie genau werden Vögel eigentlich gezählt?
Abgerundet wird die Ausstellung durch naturgetreue Dioramen, die die Vögel in ihren natürlichen Lebensräumen zeigen.

Die Naturwerkstatt Priwall ist ein Besucher- und Informationszentrum des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer e. V., gelegen am Rande des Naturschutzgebietes „Südlicher Priwall“. Regelmäßig starten von hier aus naturkundliche Führungen mit botanischem, vogelkundlichem oder naturhistorischem Schwerpunkt.

Öffnungszeiten:
April – Oktober: dienstags – sonntags: 12:00 – 17:00 Uhr
November – März: freitags – sonntags: 12:00 – 16:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 4 €
Kinder (ab 6 Jahre): 2 €
(inkl. Führung + 2 €)

Ort: Naturwerkstatt Priwall, Fliegerweg 5-7, 23570 Travemünde-Priwall
Tel. 04502 9996465

www.dummersdorfer-ufer.de

Foto © LPV (Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer)


noch bis 29. September 2021

„Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“

Plakat Ausstellung Anne Frank - zeiTTor Neustadt in HolsteinEntwickelt vom Anne Frank Zentrum in Berlin und dem Anne Frank Haus in Amsterdam, organisiert vom Kinder und Jugend Netzwerk e. V. und Demokratie leben!

Die Ausstellung erzählt von Anne Franks Leben und ihrer Zeit: Von den ersten Jahren in Frankfurt am Main und der Flucht vor den Nationalsozialisten in die Niederlande, über die Zeit in Amsterdam, ihr Leben im Versteck bis hin zu ihrer Entdeckung, ihrer Deportation und den letzten sieben Monaten in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Viele private Fotos geben einen intimen Einblick in das Leben von Anne Frank, ihrer Familie und ihren Freund*innen. Die persönliche Geschichte von Anne Frank wird in der Ausstellung verbunden mit der Geschichte des Nationalsozialismus, des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs. Neben der Perspektive der Verfolgten und ihrer Helfer*innen wird die Perspektive von Mitläufer*innen und Täter*innen dargestellt und ein komplexes Bild der Geschichte gezeigt.

In einem zweiten Teil wendet sich die Anne Frank Ausstellung direkt an Jugendliche mit aktuellen Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: „Wer bin ich?”, „Wer sind wir?”, „Wen schließe ich aus?” Kurze Filme mit Jugendlichen regen zur Diskussion über diese Themen an. Ausgehend von der Frage „Was kann ich bewirken?” ermutigt die Ausstellung die Besucher*innen zu eigenem Engagement. Jugendliche Peer Guides begleiten Gruppen durch die Ausstellung und ermöglichen einen jugendgerechten Zugang zu den Inhalten der Ausstellung.

Öffnungszeiten:
dienstags – samstags 10:30 – 17:00 Uhr
sonn- und feiertags 14:00 – 17:00 Uhr
und nach Vereinbarung

Eintritt:
Erwachsene 4,00 €
Erwachsene mit Ermäßigung 3,00 € (z.B. mit der Ostseecard)
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt

Ort: zeiTTor, Haakengraben 2-6, Navi: Vor dem Kremper Tor
23730 Neustadt in Holstein, Tel. 04561-619305
www.zeittor-neustadt.de


noch bis 03. Oktober 2021

Armin Mueller-Stahl
„Nacht und Tag auf der Erde“

Armin Mueller-Stahl © TraveMediaSave the Date: Ein großes Jubiläum wird ab dem 16. Juni 2021 in der Kunsthalle St. Annen begangen, die das Multitalent Armin Mueller-Stahl zu seinem 90. Geburtstag mit der Ausstellung „Nacht und Tag auf der Erde“ würdigt. Der 1930 in Tilsit / Ostpreußen geborene Maler, Musiker und Schauspieler stellt mit der Vielschichtigkeit seiner künstlerischen Ausdrucksweisen eine Ausnahmeerscheinung in der Kunst des 21. Jahrhunderts dar. In der Ausstellung steht vor allem das Schaffen Mueller-Stahls im Bereich der bildenden Kunst im Fokus. Gleichzeitig soll anhand der Gegenüberstellung von Filmsequenzen und Szenenfotos deutlich gemacht werden, dass für Mueller-Stahl sein schauspielerisches und malerisches Schaffen stets eine Symbiose eingehen und sich seine unterschiedlichen künstlerischen Aktivitäten gegenseitig beeinflussen.

So bedingt das besondere schauspielerische Interesse, verschiedene Charaktere zu ergründen und sich in sie hineinzuversetzen, eine hohe Affinität zum Zeichnen und Malen der subtilen Nuancen menschlicher Gesichter und der in ihnen verborgenen Wesenszüge. Viele Begegnungen in der Deutschen Demokratischen Republik, der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika haben Mueller-Stahl im Laufe seines Lebens dahingehend inspiriert. Sein so gewachsenes künstlerisches Werk umfasst zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken.

Die Kunsthalle St. Annen wird rund 120 Bilder des Künstlers zeigen, die zusammen mit ihm ausgewählt wurden. „Mir war es wichtig, einen Querschnitt seiner Arbeiten zu zeigen“, so die Leitende Kuratorin der Kunsthalle, Dr. Antje-Britt Mählmann. Dabei soll das Schaffen Mueller-Stahls anhand einiger exemplarisch ausgewählter Themen- und Werkblöcke dargestellt werden. Vorbilder, Erfahrungen und Werke im Bereich der Schauspielerei, der Musik sowie der bildenden Kunst werden dabei ebenso berücksichtigt wie einschneidende Erlebnisse von politischer Unterdrückung, Verrat, Spionage und Migration, die Mueller-Stahls Schaffen tief geprägt haben. Auch die spezielle Lebenssituation des Künstlers zwischen den USA und Deutschland, respektive der früheren DDR, ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung.

Die Präsentation umfasst eine große mediale Bandbreite von den frühen Gemälden über meisterhaft ausgeführte druckgrafische Zyklen und großformatige allegorische Gemälde bis zu den jüngsten Porträts Jüdischer Freunde und Weggefährten, die in dieser Form erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Darüber hinaus werden auf Monitoren Filmausschnitte Bezüge einzelner Werkblöcke zum filmischen Schaffen verdeutlichen. Videointerviews mit dem Künstler liefern weitreichende Erklärungen zu seinen Intentionen. Ein Filmraum in der Black Box der Kunsthalle soll es den Besucher:innen zudem ermöglichen, in Mueller-Stahls Biografie sowie seine schauspielerische und malerische Entwicklung im Kontext der Zeitgeschichte einzutauchen.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 8 €, Ermäßigte 4,- €, Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 2,50 €, Kinder unter 6 Jahren frei

Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.kunsthalle-st-annen.de

Foto © TraveMedia


noch bis 03. Oktober 2021

„Spuren der Jahrhunderte.
Zur Restaurierung des Gavnø-Retabels“

Restaurierung des Gavnø-Retabels © die Lübecker MuseenDas Gavnø-Retabel zählt zu den großen Schätzen des St. Annen-Museums.

Der kostbare dreiflügelige Altar wurde um 1515 von Jacob van Utrecht gemalt. Nun wurde er mehr als ein Jahr lang aufwendig von der Lübecker Firma Butt restauriert.

Unter dem Titel „Spuren der Jahrhunderte – Zur Restaurierung des Gavnø-Retabels“ können Besucher:innen ab Samstag, den 05. Juni 2021, in die spannende Restaurierungsgeschichte eintauchen und die Maßnahmen und Ergebnisse der Arbeiten nachvollziehen.

Dabei erhält man Einblick in naturwissenschaftliche, technische und handwerkliche Anteile, die in der Restaurierung zusammenfließen“, so Miriam Mayer, die als Volontärin des St. Annen-Museums die Kabinettausstellung kuratiert hat.

Bei der Bearbeitung konnten immer wieder Hinweise auf frühere Eingriffe festgestellt werden: Die Tafeln aus dem frühen 16. Jahrhundert blicken demnach auf eine lange und bewegte Restaurierungsgeschichte zurück. Die Rückführung der alten Maßnahmen ermöglicht nun erstmals wieder eine Annäherung an das originale Erscheinungsbild der Malereien. Mithilfe von Mikroskopaufnahmen wurden Details wie Werkzeugspuren, Krakelee und Absplitterungen vergrößert dargestellt. Untersuchungen mit UV-Licht machten Retuschen, ältere Übermalungen und Firnisse sichtbar. Winzige Proben aus der Malschicht gaben Aufschluss über die verwendeten Pigmente und Bindemittel sowie die Dicke verschiedener Farb- und Firnisschichten. Zudem wurden verbräunte Firnisse abgenommen, wodurch nun die volle Farbigkeit und Schönheit des Altars wieder zur Geltung kommt. Dabei fallen jetzt auch Details ins Auge, die bisher keine Beachtung fanden. Und auch die Unterzeichnung, die mittels Infrarotkamera sichtbar gemacht werden konnte, bringt neue Erkenntnisse zur Entstehung des Retabels, welches von dem reichen Lübecker Kaufmann Hermann Plönnies und seiner Frau Ida in Auftrag gegeben wurde. Beide sind auf den Seitenflügeln des Triptychons verewigt, dessen Mitteltafel die Verkündigung an Maria zeigt.

Der Name des Gavnø-Retabels leitet sich von seinem langjährigen Aufenthaltsort ab, Schloss Gavnø auf der gleichnamigen Insel in Dänemark. Hier befand sich das Triptychon in der Sammlung des dänischen Staatsministers Otto Graf Thott (1703-1785) und seiner Familie, bis es 1976 in London bei Christie‘s und erneut 2011 verkauft wurde. 2011 konnte es mit Mitteln aus dem Nachlass von Georg Bartsch sowie mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder durch das St. Annen-Museum ersteigert werden. Mit dem Nachlass konnte auch die umfangreiche Restaurierung finanziert werden.

Es ist großartig, ein weiteres Highlight der Sammlung frisch restauriert präsentieren zu können und damit einmal mehr den großen Wert der Sammlung des St. Annen-Museums deutlich machen zu können“, freut sich Museumsleiterin Dr. Dagmar Täube. Nicht nur die malerische Qualität Jacob van Utrechts kämen nun wieder zur Geltung, sondern auch erzählerische Details wie der Storch auf dem Gebäude, die Kirchtürme im Hintergrund oder die Schwäne auf dem See seien nun endlich wieder erkennbar.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 8 €, Ermäßigte 4,- €, Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 2,50 €, Kinder unter 6 Jahren frei

Ort: St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.st-annen-museum.de

Foto © die Lübecker Museen


noch bis 07. November 2021
verlängert bis 24. Juli 2022

»Hanse steinreich – eine LEGO Zeitreise«

EHM LEGO Hansekaufmann Winni Warendorp © Olaf MalzahnAb dem 15. Mai 2021 können sich LEGO Fans ein Ticket für »Hanse steinreich – eine LEGO Zeitreise« sichern. Dann startet der Vorverkauf für den Eintritt in die Sonderausstellung, die ab dem 29. Mai 2021 im Europäischen Hansemuseum gezeigt wird.

Das gab es noch nie: Die Welt der Hanse nachgebaut aus LEGO Klötzen. Mithilfe der bunten Plastiksteinchen des weltweit bekannten dänischen Spielzeugherstellers inszeniert das Europäische Hansemuseum die Geschichte der Hanse neu. Die Schau aus LEGO Steinen nimmt die Besucher:innen mit auf eine farbenfrohe Zeitreise durch verschiedene Jahrhunderte und ermöglicht einen unterhaltsamen Zugang zur Hanse – mit allerhand Details zum Entdecken.

In Zusammenarbeit mit Rene Hoffmeister, zertifiziertem LEGO Modellbauer der Firma BrickFabrik, werden sechs Hansewelten liebevoll nachgebaut. Detailreiche Dioramen mit Licht und Sound stellen Schlüsselereignisse aus der Hansegeschichte dar, wie die Anfänge des Handelsbündnisses an der Newa um 1200, einen Markt in Brügge um 1400 oder einen Hansetag in Lübeck im Jahre 1518, die auch in der Dauerausstellung des Europäischen Hansemuseums zu finden sind. Diese Lebenswelten und Großmodelle, wie eine drei Meter lange Kogge und ein annähernd lebensgroßer Kaufmann, werden so zu einem beeindruckenden und einmaligen Erlebnis für die ganze Familie.

Eine weitere Besonderheit ist die Entwicklung des Projekts als Wanderausstel-lung: Gemeinsam mit der Firma Molitor, die bereits das Ausstellungsdesign für »Störtebeker & Konsorten – Piraten der Hansezeit?« entworfen hat, wird »Hanse steinreich« als Wanderausstellung konzipiert und soll nach der Präsentation im EHM europaweit auf Tournee durch weitere Museen gehen. Interessierte Museen sind eingeladen, sich schon jetzt mit dem Europäischen Hansemuseum in Verbindung zu setzen.

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: Die Tickets sind über den Online-Shop des Museums unter www.hansemuseum.eu erhältlich und kosten 8 €, ermäßigt 4 €. Familientickets werden ebenfalls angeboten.
Der Kauf einer Eintrittskarte ist nur in Verbindung mit einem vorab ausgewählten Zeitfenster möglich.
Auch für den Besuch der Dauerausstellung zur Geschichte der Hanse bietet das Museum seit einiger Zeit Online-Tickets mit Zeitfenster an. Hier können aufgrund des niedrigen Inzidenzwertes ab sofort deutlich mehr Tickets pro Zeitfenster angeboten werden.

Ort: Europäisches Hansemuseum, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck
www.hansemuseum.eu

Foto © Europäisches Hansemuseum, Foto: Olaf Malzahn


noch bis 07. November 2021

„Der Deutschen liebstes Kind …“
– Plakate der Autowerbung

Ausstellung „Der Deutschen liebstes Kind …“ - Ostholstein-Museum Eutin aus der Sammlung des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseums

In seiner aktuellen Ausstellung zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin mit über sechzig Auto-Werbeplakaten der vergangenen sieben Jahrzehnte eine spannende Auswahl aus den umfangreichen Plakat-Sammlungsbeständen des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseums.

Die Autoindustrie der Nachkriegszeit kreierte schon früh für jede Zielgruppe die passenden Autos, deren Bewerbung durch ausgefeilte Image- und Marketingkampagnen begleitet wurde. Dazu gehörten auch Werbe-Plakate, die dem heutigen Betrachter einen eindrucksvollen Einblick in das sich stetig verändernde Grafikdesign, die facettenreiche Umsetzung von Auto-Werbung und die Schnelllebigkeit des Marketings in diesem Bereich geben – eine Ausstellung, die Kunst- und Autofans gleichermaßen anspricht und begeistert!

Öffnungszeiten:
bis 31. Oktober 2021:
dienstags – sonntags und feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr
01. November 2021 – 31. Januar 2022:
dienstags – freitags: 14:00 – 17:00 Uhr
samstags, sonntags, feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de 


noch bis 14. November 2021

GastArbeiter!?

spanische Gastarbeiter mit Dolmetscher © Werkszeitschrift „Unser Schaffen“ 1961 Heft 10Ab Freitag, 25. Juni 2021, lädt das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk im Rahmen einer neuen Sonderausstellung mit dem Titel „GastArbeiter!?“ seine Besucher:innen dazu ein, sich mit der Geschichte der Gastarbeiter:innen in sowie der Arbeitsmigration nach Lübeck auseinanderzusetzen. Anlass ist das Anwerbeabkommen mit der Türkei, das sich in diesem Jahr zum 60. Mal jährt. Die Ausstellung wird bis 14. November 2021 zu sehen sein.

GastArbeiter!?“ versteht sich nicht als allgemeine Ausstellung über Migration nach Lübeck an sich, was aufgrund der Komplexität des Themenfelds nicht zu leisten wäre. Vielmehr sollen Menschen im Vordergrund stehen, die mit einem konkreten Arbeitsangebot in die Hansestadt gekommen sind – also nicht die Menschen, die in der unbestimmten Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und die eigenen Kinder nach Lübeck kamen und teilweise abwertend als „Wirtschaftsflüchtlinge“ bezeichnet wurden.

Zahlreiche Text- und Bildtafeln dokumentieren den historischen Verlauf der Arbeitsmigration von den ersten Posen und Westpreußen, die das Hochofenwerk Lübeck um 1900 aufbauten, über die Gastarbeiter:innen ab den 1960er Jahren bis hin zu dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das die heutige Arbeitsmigration regelt. Neben den Abkommen mit Ländern wie Italien, Portugal, Griechenland, Spanien oder der Türkei werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter:innen beleuchtet. Auch die Diskriminierung dieser Menschen, der Austausch von Gütern zwischen Deutschland und den Heimatländern sowie die Definition von Heimat der Gastarbeiterkinder soll thematisiert werden. Ein Blick in die Gegenwart zeigt das Leben heutiger Saisonarbeiter:innen und Arbeitsmigrant:innen wie z. B. Lastwagenfahrer:innen oder Erdbeerpflücker:innen.

Das Herzstück der Ausstellung bilden umfangreiche Zeitzeugen-Portraits von Gastarbeitern:innen aus Lübeck, die hier geblieben sind und den Besucher:innen ihre Geschichte in einem Interview-Format erzählen. Private Erinnerungsstücke dieser Menschen vervollständigen das Bild ebenso wie Tonaufnahmen türkischer Künstler, die sich damals und heute mit dem Thema der Einwanderung musikalisch auseinandergesetzt haben.

Dank gelte der Possehl-Stiftung für die finanzielle Förderung ebenso wie dem Förderverein des Museums und dem Haus der Kulturen für die Vermittlung von Kontakten.

Zum Begriff Gastarbeiter: „Beim Blick in die Ausstellung und auf das Werbematerial kommt gleich als Erstes die Frage auf: Wieso ist der Titel der Ausstellung ‚GastArbeiter!?‘ in so einer merkwürdigen Schreibweise gehalten? Die Antwort lautet: Weil das Thema der Gastarbeit sehr vielschichtig und auch der Begriff aus heutiger Sicht problematisch ist“, erklärt die Kuratorin der Ausstellung und Leiterin des Industriemuseums, Dr. Bettina Braunmüller. Die Bezeichnung „Gastarbeiter“ sei alltagssprachlich und keineswegs amtssprachlich. Sie umschreibt im allgemeinen Sprachverständnis ausländische Arbeiter, die im Rahmen von Anwerbeabkommen im Nachkriegsdeutschland des Wirtschaftswunders in die BRD gekommen sind, um hier einen Arbeitskräftemangel auszugleichen, so genannte „Arbeitsemigranten“. „Der Begriff des Gastarbeiters wurde jedoch bereits in den 1970er Jahren von einigen Soziologen als zu euphemistisch, d. h. als zu beschönigend, kritisiert. Schließlich lebten die Gastarbeiter oft unter schlechten Bedingungen und nicht unbedingt wie Gäste, denen Gastfreundschaft entgegengebracht wurde“, erläutert Frühsorge, Mitkurator und Leiter der Lübecker Völkerkundesammlung. Später wich man daher auf Bezeichnungen wie „ausländische Arbeitnehmer“ oder „Arbeitsmigranten“ aus und setzte den Terminus „Gastarbeiter“ oft in Anführungszeichen, um sich von dessen Beschönigung zu distanzieren.

Der Begriff des Gastes sei inhaltlich teils treffend, da man in der BRD nicht die Absicht hatte, die ausländischen Arbeiter in die deutsche Gesellschaft zu integrieren oder ihnen eine neue Heimat zu geben. Nach getaner Arbeit sollten sie wieder abreisen. Daher waren auch alle Arbeitsverträge über die Anwerbeabkommen mit den Partnerstaaten zeitlich befristet.

Dennoch blieben viele Gastarbeiter:innen über viele Jahre oder sogar für immer in Deutschland, heirateten hier, bekamen Kinder bekamen und wurden in der BRD alt. Aus vermeintlichen „Gästen“ wurden Einwanderer, die blieben.

Digitale Vernissage:
Die Ausstellung wird mit einer digitalen Vernissage eröffnet. Dieser Film kann ab Freitag, 25. Juni 2021, unter www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de abgerufen werden.

Begleitprogramm:
Begleitend zur Ausstellung finden einmal im Montag jeweils samstags um 10 Uhr öffentliche Führungen mit den beiden Kuratoren im Wechsel statt.
Termine: 17. Juli (Braunmüller), 14. August (Frühsorge), 18. September (Braunmüller), 23. Oktober (Frühsorge) und 13. November (Braunmüller).
Um Voranmeldung wird gebeten, da die Mindestteilnehmerzahl pro Führung bei vier, die Maximalzahl bei sieben Personen liegt.
Schulklassen oder andere Gruppen erhalten Führungen auf Anfrage.
Alle Termine und Veranstaltungen werden abhängig von der Pandemielage kurzfristig auf der Website des Industriemuseums bekannt gegeben.

Öffnungzeiten:
freitags 14:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 4 €, Kinder und Jugendliche 6 – 15 Jahre 2 €, Kinder und Jugendliche 16 – 18 Jahre 4 € Kinder unter 6 Jahren frei, Ermäßigte 3 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de

Foto © Werkszeitschrift „Unser Schaffen“ 1961 Heft 10


noch bis 14. November 2021

„In der Kunst zu Hause“
Malerei und Grafik von der Renaissance bis zur Pop Art
(aus norddeutschen Privatsammlungen)

Plakat Sonderausstellung In der Kunst zu Hause Die aktuelle Ausstellung widmet sich zwei facettenreichen, außergewöhnlichen norddeutschen Privatsammlungen, deren Spektrum von der Kunst des 16. Jahrhunderts bis heute reicht.

Es ist üblich, dass Museen für ihre Ausstellungen auf Leihgaben von Künstlern, privaten Sammlern und öffentlichen Einrichtungen im In- und Ausland zurückgreifen. Auch die nun in Eutin ausgestellten Sammlungen unterstützen seit Jahren Museen in Schleswig-Holstein mit Leihgaben, stellten bereits aber auch dem dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen und der Gemäldegalerie Dachau Exponate leihweise zur Verfügung.

Dass zu Ausstellungszwecken aber nicht nur einzelne Objekte entliehen werden, sondern diesen Privatsammlungen eine komplette Ausstellung gewidmet wird, ist eher eine Ausnahme und stellt für Museen, Sammler und Besucher gleichermaßen einen besonderen Reiz dar.

Das Ostholstein-Museum konnte in der Vergangenheit bereits mehrere Ausstellungen aus privaten Sammlungen zeigen. Die Schwerpunkte der nun in Eutin präsentierten Sammlungen umfassen zum einen neben schleswig-holsteinischer Kunst vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart mit Werken von Melchior Lorck, Hans Peter Feddersen, Otto Heinrich Engel, Klaus Fußmann und weiteren zeitgenössischen Künstlern auch dänische Maler aus Skagen oder Kopenhagen wie Carl Locher und Christoffer Wilhelm Eckersberg, zum anderen internationale Künstler der Pop Art und Op Art aus der Mitte des 20. Jahrhunderts wie Andy Warhol, David Hockney oder Günter Fruhtrunk – ergänzt mit Zeitgenossen wie Victor Castillo oder Andras Bartos

Im Ostholstein-Museum in Eutin werden diese Sammlungen der anonym bleibenden Sammler in einer Einzelausstellung mit über 120 Werken erstmals der Öffentlichkeit präsentiert – dabei gilt eine besondere Liebe auch den Arbeiten auf Papier.

Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Öffnungszeiten:
01. März bis 31. Oktober:
dienstags – sonntags/feiertags 11:00 – 17:00 Uhr
1. November bis 31. Januar:
dienstags – freitags 14:00 – 17:00 Uhr
samstags/sonntags/feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis 31. Dezember 2021

Wanderausstellung
„Cap Arcona. Erinnern an ein Verbrechen“
im zeiTTor

Plakat Wanderausstellung „Cap Arcona. Erinnern an ein Verbrechen“ im zeiTTorAm 3. Mai 1945 wurden in der Lübecker Bucht die Schiffe „Cap Arcona“, „Deutschland“ und „Thielbek“ versenkt. Über 7.000 KZ-Häftlinge, die sich auf den Schiffen befunden hatten, kamen dabei ums Leben.

Die reich illustrierte Wanderausstellung dokumentiert auf 17 Aufstellern die Ereignisse in deutscher und englischer Sprache.

Die Tafeln sind bewusst in allen Museumsräumen verteilt worden und somit sowohl im vorgeschichtlichen als auch im stadtgeschichtlichen Teil zu sehen. Damit soll verdeutlicht werden, dass die Grundproblematik der Tragödie zeitlos ist. Das

Projekt ist eine Kooperation zwischen Wilhelm Lange, dem ehemaligen Leiter des Museums Cap-Arcona, und Schülerinnen und Schülern aller Neustädter Schulen. Das Bundesprojekt „Demokratie leben!“ und das Kinder und Jugend Netzwerk Neustadt in Holstein e. V. waren bei der Umsetzung der Wanderausstellung beteiligt.

Öffnungzeiten:
Ostern bis Oktober
Dienstag – Samstag: 10:30 – 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 14:00 – 17:00 Uhr
und nach Vereinbarung

Im Juli und August ist das zeiTTor auch montags geöffnet.

November bis Ostern
Samstag und Sonntag: 14:00 – 16:00 Uhr
und nach Vereinbarung

Eintritt:
Erwachsene: 4,00 €
Erwachsene mit Ermäßigung: 3,00 € (z. B. mit der Ostseecard)
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt

Ort: zeiTTor Museum der Stadt Neustadt in Holstein, Haakengraben 2-6, 23730 Neustadt in Holstein
Fürs Navi: Vor dem Kremper Tor
www.zeittor-neustadt.de


noch bis 31. Dezember 2021

Günter Grass
„INTO THE TREES“

Waldweg zwischen Buchen © Günter und Ute Grass Stiftung/Steidl VerlagDer Wald steht im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung „INTO THE TREES“, die im Günter Grass-Haus  zu sehen ist.

Günter Grass, der sich sehr gerne im Wald aufhielt, beschäftigte sich bereits in den 1980er Jahren mit dem Waldsterben, nicht zuletzt in seinem apokalyptischen Roman „Die Rättin“ von 1986. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung der Wald im Schaffen des Schriftstellers, Malers und Bildhauers Grass hatte. In Poesie und Prosa, in Aquarellen, Zeichnungen, Lithographien und Plastiken setzt sich der Künstler immer wieder mit dem Wald und der stetig fortschreitenden Zerstörung der Umwelt durch den Menschen auseinander. Schnell wird deutlich, dass die Thematik nichts an Aktualität verloren hat, im Gegenteil: Sie ist aktueller denn je. Und so regt sie auch zum Nachdenken über die eigene Beziehung zum Wald heute an.

Insgesamt sind in der Ausstellung 30 bildkünstlerische Werke sowie Manuskripte von Günter Grass zu sehen, darunter Radierungen, Kohle-, Sepia- und Rötelzeichnungen, Lithografien, Aquarelle und Bronzeplastiken. Die Schau ist in drei Themenschwerpunkte unterteilt:

Im Themenblock „Wald als Rückzugsort von Günter Grass“ wird die idyllische Seite des Waldes gezeigt. Hier sind zahlreiche Waldbilder (und auch Gedichte) zu sehen, die in den 1990er Jahren auf der dänischen Ostseeinsel Møn entstanden sind, wo sich der Literaturnobelpreisträger in den Sommermonaten aufhielt und jeden Tag durch die Wälder streifte. Gleichzeitig wird in diesem Bereich der Ausstellung ein optischer Bruch von Trugbild und Realität vorgenommen, indem an der Decke befestigte und an einen künstlichen Wald erinnernde Paneelen eine Trennung zwischen idyllischem Wald und zerstörtem Wald vollziehen und gegenüberstellen. In diesem Bereich geht es zudem um den Bildband „Totes Holz“, in dem Günter Grass seine in den Jahren 1988/1989 mit Kohle und Sepia angefertigten Zeichnungen von abgestorbenen Bäumen herausgegeben hat. Mit dieser Dokumentation von sterbenden Wäldern, für ihn gleichbedeutend mit dem Untergang einer ganzen Märchenkultur, führte er den „Waldzustandsbericht“ der damaligen Bundesregierung als Satire vor. Einige der Manuskripte sind erstmals im Original ausgestellt.

Dem Roman „Die Rättin“ kommt in der Ausstellung eine Sonderstellung zu, da darin die apokalyptische Grundstimmung der 1980er Jahre verarbeitet wurde. Dementsprechend widmet sich der zweite Themenschwerpunkt dem Märchenwald in diesem Werk. Auszüge daraus machen deutlich, in welch satirischer Form das Schicksal der darin beschriebenen Waldfiguren, die ihren Lebensraum retten wollen und kläglich scheitern, abgehandelt wird. Außerdem wird in diesem Bereich das Drehbuch für einen Stummfilm thematisiert, den Günter Grass zusammen mit Volker Schlöndorff über das Waldsterben realisieren wollte. Zwar kam es dazu nie, doch wird ein für die Ausstellung produziertes Interview mit Schlöndorff gezeigt, der darin über die Pläne für diesen Film spricht.

Im dritten Bereich schließlich geht es um die Welt der 1980er Jahre, um den Hintergrund des Entstehungszeitraumes der „Rättin“ zu beleuchten. Auf die Besucher:innen wartet darin eine eigens für die Ausstellung entwickelte Filminstallation mit Originalaufnahmen der 1980er Jahre, um den Kontext dieses widersprüchlichen Jahrzehnts zwischen Punkern und Poppern, zwischen den Grünen und Helmut Kohls „geistig-moralischer Wende“ herzustellen. Während über die Bildschirme zu Hause „Die Schwarzwaldklinik“ oder „Die Schlümpfe“ flimmerten, wuchs in Wirklichkeit die Angst vor einem Atomkrieg, vor saurem Regen und vor dem Waldsterben. Die Filminstallation, die Mikhele Apitzsch erstellte, zeigt zahlreiche Referenzen zur Popkultur, auf die sich auch Grass zum Teil bezog.

Für kleine Besucher:innen ist eine Kinderecke vorgesehen. Dort wartet das beliebte Waldungeheuer „Grüffelo“ auf junge Talente, die es dem Maler Günter Grass gleichtun und die Wände bemalen wollen.

Begleitprogramm:

Lesung
„Eine Begegnung im Wald“
Im Lübecker Stadtwald liest Schauspielerin Susanne Höhne Texte aus dem Roman „Die Rättin“ sowie Gedichte von Günter Grass. Förster Knut Sturm erläutert zudem, wie sich der Wald im Zuge des Klimawandels verändert hat.
Freitag, 13. August und Mittwoch, 15. September 2021, 18:30 Uhr

Spaziergang
„Die Rättin im Garten“
Auf einem Literarischen Spaziergang von der Marienkirche über das Günter Grass-Haus in den Lübecker Schulgarten liest Schauspielerin Rachel Behringer Texte von Günter Grass.
Mittwoch, 25. August und Sonntag, 05. September 2021, 18:30 Uhr

Instagram-Aktion
#gghintothtrees
Waldfans sind dazu aufgerufen, ihre Bilder zum Thema „Wald“ unter #gghintothtrees auf Instagram zu posten oder per E-Mail an info@grass-haus.de zu senden. Mit den Bildern aus dieser Aktion wird eine Fotocollage für die Sonderausstellung entstehen. Zudem werden unter allen Einsendungen zehn Exemplare des neuen Buchs „Der lange Atem der Bäume“ von Peter Wohlleben verlost.

Workshops für Kinder ab 7 Jahren mit Nicole Kayser-Siewert:
Zauberwald:
Gestaltung eines Zauberwaldes mit verschiedenen Aquarelltechniken
Samstag, 18. September 2021, 14:00 – 16:30 Uhr
Waldwichtel:
Sägen, Schnitzen und Bemalen eines Waldwichtels aus Holz
Samstag, 25. September 2021, 14:00 – 16:30 Uhr
Tier-Pop-Up-Karten:
Gestaltung einer 3d-Pop-Up-Karte mit Tieren
Samstag, 23. Oktober 2021, 14:00 – 16:30 Uhr
Wald im Glas:
Erschaffung einer Miniatur-Waldlandschaft aus Naturmaterialien wie Kastanien oder Tannenzapfen
Samstag, 06. November 2021, 14:00 – 16:30 Uhr

Die Teilnahme an allen Kinderworkshops beträgt 12 €; Geschwisterkinder zahlen die Hälfte.
Anmeldung unter 0451 1224230 oder per Mail an grass-haus-shop@luebeck.de

Öffnungszeiten:
Montag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 8 €
Ermäßigte 4 €
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 2,50 €
Familienkarte 1:
9 € 1 Erwachsene/r und ihre/seine Kinder im Alter bis zu 18 Jahren
Familienkarte 2:
17 € bis zu 2 Erwachsene und deren Kinder im Alter bis zu 18 Jahren

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
www.grass-haus.de


noch bis 28. März 2023

Interimsausstellung
“Buddenbrooks im Behnhaus”

Ausstellung Buddenbrooks im BehnhausTony Buddenbrook heißt ab sofort ihre Gäste im Behnhaus willkommen

Endlich kann mit der Wiederöffnung der LÜBECKER MUSEEN seit dem 12. Mai 2020 auch die bereits Ende März fertig gestellte Ausstellung „Buddenbrooks im Behnhaus“ der Öffentlichkeit
präsentiert werden.

Seit das Buddenbrookhaus nach seiner rauschenden Umzugsparty am 28. und 29 Dezember 2019 seine Pforten in der Mengstraße 4 für den umfassenden Umbau schließen musste, wurde an der Interimsausstellung im Museum Behnhaus Drägerhaus gefeilt. Das Ergebnis wird nun bis zum Ende der Umbaumaßnahmen des Literaturhauses, die trotz Corona planmäßig verlaufen, also voraussichtlich bis Herbst 2023 zu sehen sein.

Wir freuen uns, nun endlich die Buddenbrooks an ihrem neuen Standort zu zeigen. Wer die Inhalte des Romans und das bürgerliche Leben der Manns in Lübeck darstellen will, der kann keinen besseren Ort als das Behnhaus finden. Hier gehen das großbürgerliche Wohnumfeld und die bedeutende Kunst des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne eine Symbiose ein wie kaum an einem Ort“, so der Leitende Direktor der LÜBECKER MUSEEN, Prof. Dr. Hans Wißkirchen.

Durch die Ausstellung führt Antonie „Tony“ Buddenbrook, Protagonistin aus Thomas Manns weltberühmtem Roman „Buddenbrooks“. Diese Romanfigur schien zur Präsentation der Ausstellung aufgrund ihrer Lust am Erzählen, ihrer Begeisterungsfähigkeit für Neues sowie ihres Engagements für Familie und Stadt bestens geeignet.

In einer Art „Homestory“ erzählt sie von den Romanen „Buddenbrooks“ und „Professor Unrat“, von den Schriftstellern Thomas und Heinrich Mann und vom bürgerlichen Leben im 19. Jahrhundert. Wie sah das Leben in Lübeck zu dieser Zeit aus, was bedeutete die Stadt für die Brüder und wie wurde sie Literatur? Tony lädt die Besucher:innen zu einer Zeitreise ins Lübeck der Buddenbrooks und der Manns ein. Dabei wird schnell klar, warum ausgerechnet das Museum Behnhaus Drägerhaus zur Kulisse für diese Interimsausstellung wurde: in den Räumen des klassizistischen Stadtpalais kann die Lebenswelt der Buddenbrooks authentisch erlebt werden. Tonys Anspruch an Vornehmheit wird dabei ebenfalls entsprochen. Bereits bei der Buddenbrooks-Neuverfilmung von Heinrich Breloer aus dem Jahre 2008 wurden einzelne Szenen im Behnhaus gedreht.

Die Ausstellung erstreckt sich über die historischen Wohnräume des Behnhauses im Erdgeschoss und beginnt in der Diele, wo aus der Perspektive Tony Buddenbrooks die Entstehungsgeschichte des Romans erläutert und Bezüge zu realen Vorbildern der Romanfiguren und damit natürlich auch zur Familiengeschichte der Manns hergestellt werden.

Neben der ehrerbietenden Familienbibel der Manns ist hier auch eine Tabakdose mit Darstellung einer Wintertroika ausgestellt, die vermutlich als Mitbringsel eines russischen Kunden im 19. Jahrhundert in den Mannschen Familienbesitz gekommen ist. Zuletzt befand sich die Tabakdose im Besitz von Lisa Dräger, die sie von der mit ihr befreundeten Ilse Mann geschenkt bekam. Als Leihgabe von Lisa Dräger wurde die Dose schon einmal in den frühen 1990er Jahren im Drägerhaus ausgestellt und ist damit nun gewissermaßen ins Haus „zurückgekehrt“.

Als weitere Kuriosität der Interimsausstellung gilt ein Fächer, der als Requisit in der Verfilmung von „Buddenbrooks“ 2008 von Jessica Schwarz als Tony Buddenbrook getragen wurde. Er ist mit einem Lübeck-Panorama gemalt und fasst so verschiedene, sich überlagernde Ebenen der Ausstellung zusammen: Fakt und Fiktion, Ortsgebundenheit und mediale „Emanzipation“ der Geschichte, Vergangenheit und ihre Übertragung in die Gegenwart.

Zu den Highlights der Ausstellung zählt außerdem ein Klingelzug aus dem 19. Jahrhundert, mit dem die Familie Mann nach den Dienstboten geläutet haben soll und der nun erstmals museal präsentiert wird. Mit seinen 2,22 Meter Länge und der reichen Wollstickerei mit Glasperlen ist er ein besonders schönes Exponat, das viel über das Leben im Lübecker Patriziat erzählt.

Für die Ausstellung „Buddenbrooks im Behnhaus“ wurde eigens ein eGuide konzipiert, mit dessen Hilfe man sich per App kostenlos auf dem eigenen Smartphone auch in Corona-Zeiten sicher durch die Ausstellung führen lassen kann und dennoch nicht auf wertvolle Hintergrundinformationen zu verzichten braucht.

Am 09. Juni 2020 eröffnet außerdem direkt zwischen Marienkirche und Rathaus unter dem Titel „Buddenbrooks am Markt“ ein Infocenter mit Museumsshop, in dem nicht nur Souvenirs des Buddenbrookhauses erstanden, sondern auch umfassende Informationen zum Stand des Umbaus des berühmten Literaturmuseums eingeholt werden können.

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12. Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03. Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 
Erwachsene 8 €
Kinder unter 6 Jahren frei
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 2,50 €
Ermäßigte 4,- €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

www.buddenbrookhaus.de


01. September – 02. Januar 2022

Sonderausstellung
„nordisch modern.
100 Jahre Nordische Woche – 100 Jahre Museum Behnhaus“
Inklusive Sonderschau des Buddenbrookhauses:
„100 Jahre Nordische Woche – Thomas Manns Kurskorrektur“

Plakat Nordische Woche 1921 - Alfred Mahlau © die Lübecker MuseenAls die Moderne nach Lübeck kam.

Im September 1921 fand in Lübeck die „Nordische Woche“ statt, eine Festwoche mit zahlreichen Veranstaltungen, die nach dem Ersten Weltkrieg den Auftakt bilden sollte, um die Beziehungen Deutschlands zu Skandinavien in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht neu zu beleben.

Das Lübecker Behnhaus öffnete zu diesem Anlass erstmals seine Türen als Museum und beeindruckte unter der Leitung von Carl Georg Heise mit moderner Kunst. Gleichzeitig hielt Thomas Mann im Rahmen der Nordischen Woche einen Vortrag mit dem Titel „Goethe und Tolstoi“, womit er zum ersten Mal von seiner Heimatstadt mit Wohlwollen angenommen wurde und zugleich auch seine politische Kurskorrektur als Fürsprecher der Weimarer Republik erstmals erkennbar wurde. Ein Ruck ging durch Lübeck – der Umbruch in die Moderne begann.

Das 100jährige Jubiläum dieser für die Hansestadt in mehrerlei Hinsicht so bedeutenden Festwoche nehmen das Museum Behnhaus Drägerhaus als auch das derzeit mit einer Interimsausstellung darin untergebrachte Buddenbrookhaus zum Anlass für eine Sonderausstellung mit dem Titel „nordisch modern. 100 Jahre Nordische Woche – 100 Jahre Museum Behnhaus“, wobei die Sonderschau des Buddenbrookhauses den Titel „100 Jahre Thomas Manns Kurskorrektur“ trägt.

Als das Behnhaus im Jahre 1921 vom Lübecker Staat erworben und fortan als Museum genutzt wurde, legte dessen erster Museumsdirektor Carl Georg Heise mit seiner Präsentation von Künstler:innen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts den Grundstein für eine moderne Kunstsammlung. Er förderte Künstler des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit, darunter bewusst auch Lübecker Kunstschaffende wie Alfred Mahlau.

Dessen Gestaltung des Plakats zur Nordischen Woche, welches seinerzeit kontrovers diskutiert wurde, dient nun für die aktuelle Sonderausstellung bewusst wieder als Motiv. Denn ihr Ziel ist es, die Kunst, die in den 1920er Jahren im Behnhaus ausgestellt war, auch heute wieder am gleichen Ort zu zeigen. Werke von Friedrich Carl Gröger, Friedrich Overbeck, Gotthardt Kuehl. Maria Slavona, Emil Nolde, Ernst Barlach, Karl Schmitt-Rottluff, Karl Hofer, Anita Rée, Alexander Kanoldt, Ernst Wilhelm Nay sowie den Lübeckern Alfred Mahlau, Asmus Jessen und Erich Dummer sind zu sehen. Doch auch Kunsthandwerkliches wie Bildteppiche und Keramik sowie Fotografien sind in der Ausstellung vertreten und schlagen – zusammen mit dem Blick auf die skandinavische Kunst – den Bogen in die (nordische) Moderne.

In der umbaubedingten Interimsausstellung „Buddenbrooks im Behnhaus“ des Buddenbrookhauses soll es im Rahmen der thematisch passenden Sonderschau „100 Jahre Nordische Woche – Thomas Manns Kurskorrektur“ um Thomas Manns Rede zu „Goethe und Tolstoi“ auf der Nordischen Woche am 4. September 1921 im Johanneum gehen. Dabei trat der Literaturnobelpreisträger, der nach dem Erscheinen seines Romans „Buddenbrooks“ in der Hansestadt lange Zeit auf Ablehnung und Skepsis stieß, erstmals als Festredner in Lübeck auf, was die Wahrnehmung seiner Person in ein zunehmend positiveres Licht rückte und einen biografischen Wendepunkt in seinem Leben darstellte. Seine neue politische Haltung nach dem Ersten Weltkrieg als Befürworter der Weimarer Republik und Gegner des aufkommenden Nationalsozialismus kann ebenfalls als bedeutender Schritt in Richtung Moderne gewertet werden. Für ihn stand nun nicht mehr das Nordische als Gegensatz zur südlichen Sphäre im Mittelpunkt, sondern eine ausgleichende Mitte.

In der Ausstellung ist unter anderem ein Gästebuch des Katharineums zu Lübeck zu sehen, in dem sich Thomas Mann verewigte. Außerdem erklärt Lodovico Settembrini, eine Figur aus dem Roman „Der Zauberberg“, an einer der Stationen persönlich die Zusammenhänge rund um Thomas Manns politischen Wandel. Der thematische Bogen zur Ausstellung des Behnhauses wird über verschiedene Gemälde wie zum Beispiel „Die Söhne des Dr. Max Linde“ von Edvard Munch geschlagen, das als Titelmotiv einer englischen Buddenbrooksausgabe der damaligen Zeit diente, die ebenfalls zu sehen ist.

Begleitprogramm:

Führungen
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung „nordisch modern. 100 Jahre Nordische Woche – 100 Jahre Museum Behnhaus“ des Museums Behnhaus Drägerhaus finden jeweils sonntags um 11:30 Uhr statt. Die Teilnahme beträgt 4 € zzgl. Eintritt.
Buchung unter 0451 122 4260 oder behnhaus@luebeck.de

Öffentliche Führungen durch die Ausstellungen „Buddenbrooks im Behnhaus“ und „Thomas Manns Kurskorrektur“ des Buddenbrookhauses finden jeweils sonntags um 13:00 Uhr statt. Die Teilnahme beträgt 4 € zzgl. Eintritt.
Buchung unter 0451 122 4243 oder buchungen@buddenbrookhaus.de

Thomas Mann-Abend
Am 04. September 2021 um 18:00 Uhr veranstaltet das Buddenbrookhaus in der Diele des Behnhauses einen Thomas Mann-Abend anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Thomas Manns Vortrag „Goethe und Tolstoi“. PD Dr. Katrin Max und Dr. Birte Lipinski werden sich im Gespräch rund um Thomas Manns biografische und politische Wende austauschen. Schauspieler Jörn Kolpe liest aus dem Vortrag, Manns Briefen und dem Tagebuch. Abschließender Empfang und Gang durch die Ausstellung. Aufgrund der begrenzten Platzzahl ist eine vorherige Anmeldung unter 0451 1224190 oder shop@buddenbrookhaus.de erforderlich.

Konzerte
In Kooperation mit dem Theater Lübeck

1. Kammerkonzert, Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Niels Wilhelm Gade sowie dänische Volkslieder, Montag, 06. September 2021, 19:30 Uhr, Kammerspiele Theater Lübeck, Eintritt 15 €, ermäßigt 10 €. Weitere Informationen unter https://www.theaterluebeck.de/produktionen/1-kammerkonzert_2021-22.html?m=92

2. Sinfoniekonzert, Werke von Jean Sibelius, Edvard Grieg und Niels Wilhelm Gade, Sonntag, 24. Oktober 2021, 11:00 Uhr sowie Montag, 25. Oktober 2021, 19:30 Uhr, Musik- und Kongresshalle
Eintritt zwischen 15 und 36 €. Weitere Informationen unter https://www.theaterluebeck.de/produktionen/2-sinfoniekonzert_2021-22.html?m=92

Konzertkarten sind an der Theaterkasse, telefonisch unter 0451 399600 oder unter www.theaterluebeck.de erhältlich.

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12. dienstags – sonntags 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03. dienstags – sonntags 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 8 €, Ermäßigte 4,- €, Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 2,50 €, Kinder unter 6 Jahren frei

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

www.buddenbrookhaus.de


02. – 12. September 2021

„Alles außer Hirsche“
Malerei und Skulpturen

„Alles außer Hirsche“ - Ausstellung Kunsttankstelle LübeckEine Ausstellung der Künstlergruppe „Raum 116“

Alle Künstler sind „Nordlichter“. Gegründet haben sie sich 2004 während eines Besuchs der Hamburger Sommerakademie Pentiment. Gemeinsam teilen sie die Begeisterung für die Landschaft im weitesten Kirkebyschen Sinne. Das wird von jeder Künstlerin und jedem Künstler überraschend anders umgesetzt. Und immer professionell, die meisten sind Mitglied im BBK, dem Berufsverband bildender Künstler, und/oder der Hamburger GEDOK.

Bekannt geworden sind sie u.a. durch zahlreiche Einzel- und Sammelausstellungen nicht nur bei uns im hohen Norden, sondern z.B. auch im Kunsthaus München, im Auswärtigen Amt in Berlin, in Prag, New York, Bologna, im südkoreanischen Seoul oder unserem Nachbarland Schweden.

Ingrid Friedrichsen erfindet Vogelmenschen. Ihre Tonfiguren im Bronze-Outfit sind eine Metapher auf menschliche Empfindlichkeiten, voll zarter Emotionen und anrührender Selbsterkenntnis. Ihre Bilder, streng komponierte Architekturlandschaften von hoher Ästhetik, verleiten dazu, sie betreten zu wollen. Ein Versuch ist unbedingt zu empfehlen!

Christine Grandts Werke, maritime Miniaturen, sind pures Glück! Man möchte sie alle haben und selbst einziehen in diese haptischen, aus Strandgut erfundenen Sehnsuchtsorte, diese wunderbaren kleinen Inseln mit ihren Häuschen und Treppen und Booten. Die Künstlerin findet ihre Materialien an den Stränden der beiden Meere und der Elbe.

Carina Hammer kann einfach malen! Hier trifft der akademisch ausgebildete Profi auf individuelle Freiheit. Im Mittelpunkt ihres Schaffens steht der Mensch mit seinen Emotionen, oft in Wechselwirkung mit seiner Umgebung. Das Geheimnis Natur, die Kraft des Waldes auf die Leinwand zu bannen, gelingt ihr wie nur wenigen zeitgenössischen Malern.

Michael Heine erschafft seine Bilder im spannenden Zusammenspiel von europäischer Farbigkeit und asiatisch anmutendem Strich, schreibt Prof. Sybille Kroos. Diesmal lässt er Vögel frei, endlich wieder! Mit kraftvollem Pinsel entwirft er Geschöpfe von flüchtiger, oft mehrdeutiger Existenz. Oder sind sie nur Metaphern für unsere eigenen Gedanken?

Elisabeth Holzhausen gelingt es, die Faszination Landschaft auf den Betrachter zu übertragen. Ihre farbintensiven und lichtdurchfluteten Bilder sind Mittler zwischen Mensch und Natur, sie berühren die Seele. Man möchte einsteigen in ihre Werke und dort spazieren gehen. Wem das gelingt, der wird Unerwartetes entdecken.

Alice Kaufmann ist Künstlerin aus Passion – und Lichtfängerin! Sie malt den Mythos Natur in inniger, leidenschaftlicher Umarmung mit dem Licht und schafft so Bilder von einzigartiger Kraft. In all Ihren Werken, vor allem den explosiv farbigen, aber auch den dunkleren Exponaten, ist immer ein Hauch der Schöpfungsgeschichte zu spüren. Was besonders ihre Sammler zu schätzen wissen.

Uschi McGurty verwandelt ganz normale Landschaft in Kunst. Sie überhöht sie „künstlich“ im besten Sinne des Wortes, was dazu führt, dass wir Bekanntes viel intensiver oder sogar neu erleben. So verzaubert sie Blüten in Schmetterlinge, und besonders ihre aktuellen Werke vermitteln auf wunderbare Weise die ganze Leichtigkeit des Seins.

Vernissage am 02. September 2021 um 19:00 Uhr

Öffnungszeiten:
donnerstags und freitags 15:00 – 18:00 Uhr
samstags und sonntags 11:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kunsttankstelle, Wallstr. 3-5, 23560 Lübeck
www.defacto-art.de


09. – 30. September 2021

Wanderausstellung Gemeinsam Stadt bewegen!
50 Jahre Städtebauförderung

Logo 50 Jahre StädtebauförderungLebens- und liebenswerte Orte in unseren Städten und Gemeinden – das ist das Ziel der Städtebauförderung. Als Förderinstrument reagiert sie immer wieder auf aktuelle Herausforderungen und bringt eine quartiersbezogene und integrierte Stadtentwicklung voran. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Städtebauförderung schickt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) die Ausstellung „Gemeinsam Stadt bewegen! 50 Jahre Städtebauförderung“ auf Reisen, mit Stationen in Kaiserslautern, Nürnberg, Lübeck, Halle (Saale), Cottbus und Berlin.

Die Ausstellung „Gemeinsam Stadt bewegen! 50 Jahre Städtebauförderung“ zeigt Geschichten und Projekte von Veränderung, Zusammenarbeit und Zukunft.

täglich 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kirchenhalle des Heiligen-Geist-Hospitals, Koberg 11, 23552 Lübeck

www.tag-der-staedtebaufoerderung.de


17. September – 03. Oktober 2021

Duomix

© Edda Kaven-FingerIn der Kunsttankstelle findet unter dem Motto „DUOMIX“ eine Gemeinschaftsausstellung der Künstlerinnen GABRIELE SCHAU und EDDA KAVEN-FINGER statt.

Die Werke von GABRIELE SCHAU, Mitglied bei Defacto Art e. V., zeigen eine bemerkenswerte Vielfalt, was die Motive und die Techniken betrifft. Je nach ihrer inneren Wahrnehmung und Stimmung entstehen die Bilder pastos, lasierend oder in Mischtechnik, und sie lässt sich vollständig von ihrer inneren Intuition leiten. Dadurch entstehen die unterschiedlichsten Motive. www.gabrieleschau.de

EDDA KAVEN-FINGER, Mitglied im Förderverein Bildende Kunst Ostholstein e. V., erschafft mit sehr großem Feingefühl ihre Motive durch ineinanderfließende Farbverläufe und übergreifende Abstufungen.  Durch diese Technik ergeben sich sehr interessante plastische und räumliche Darstellungen.

Beide Künstlerinnen haben bereits vielfach an Einzel- oder Gemeinschaftsausstellungen teilgenommen.

Sie sind auch während der Öffnungszeiten der Ausstellung anwesend.

Vernissage am 17. September 2021 um 19:00 Uhr

Öffnungszeiten:
donnerstags und freitags 15:00 – 18:00 Uhr
samstags und sonntags 11:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kunsttankstelle, Wallstr. 3-5, 23560 Lübeck
www.defacto-art.de

Foto © Edda Kaven-Finger


17. September – 17. Oktober 2021

„Climate Activists: Umweltschutz ist Friedenspolitik“

Willy-Brandt-Haus LübeckDas Willy-Brandt-Haus Lübeck zeigt die Ausstellung „Climate Activists: Umweltschutz ist Friedenspolitik“ mit 20 Porträts und Statements Lübecker Fridays for Future-Aktivisti.

Für Willy Brandt war Umweltschutz „verlängerte Friedenspolitik“. Eindringlich mahnte er schon 1972 auf einer Tagung von Nobelpreisträgern in Lindau: „Wir hätten wenig erreicht, wenn die Menschen in Zukunft nicht mehr durch Kriege, sondern durch Umweltkatastrophen ungekannten Ausmaßes in ihrer Existenz bedroht würden“. Ein Jahr zuvor hatte seine Regierung das erste Umweltprogramm der Bundesrepublik Deutschland verabschiedet.

Heute fordern weltweit junge Menschen umfassende, schnelle und effiziente Maßnahmen gegen die rasant fortschreitende Klimaerwärmung. Untrennbar verbunden sind damit Fragen von Gerechtigkeit und Frieden.

Öffnungszeiten: 
täglich 11:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Willy-Brandt-Haus Lübeck, Königstraße 21, 23552 Lübeck
https://willy-brandt.de/ausstellungen/ausstellungen/haus-luebeck/


24. September – 31. Oktober 2021

„Was bleibet aber …“ – Literatur im Land

Ausstellung „Was bleibet aber ...“ – Literatur im Land eine Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten Berlin

Deutschland gilt als Nation der Dichter und Denker (teilweise auch der Dichterinnen und Denkerinnen, derer seltener gedacht wird), denn kaum ein anderes Land blickt auf eine vergleichbar lange und facettenreiche literarische Tradition zurück. Heimatdichter oder Kosmopoliten, politische Grenzgänger oder Konformisten, Nationalheilige oder Geheimtipps, Schöngeister oder Realisten: Die Wanderausstellung „Was bleibet aber …“ – Literatur im Land stellt die Vielfalt der deutschen Literaturlandschaft dar und versammelt Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die nicht nur ihre Region prägten, sondern weit über die Landesgrenzen hinaus strahlen.

Die Besucherinnen und Besucher werden eingeladen, die Diversität des literarischen Deutschlands über Themen wie Freiheit, Widerstand, Exil oder Bündnisse kennenzulernen, die nach wie vor nichts an Aktualität verloren haben.

Literatur im Land ist als Wanderausstellung konzipiert. In jedem Bundesland gibt ein individueller Ausstellungsteil einen Einblick in die Lebenswelt ausgewählter Autorinnen und Autoren, die zu dieser Region einen besonderen Bezug haben. In der Eutiner Ausstellung sind es so bedeutende Literaten wie Theodor Storm, Johann Heinrich Voß, Klaus Groth, Friedrich Hebbel, Günter Grass und Wilhelm Lehmann, auf die ein besonderes Augenmerk gerichtet wird.

Als Dachverband von mehr als 260 literarischen Gesellschaften, Literaturmuseen und literarischen Gedenkstätten ist die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) seit über dreißig Jahren tätig. Den Facettenreichtum der unterschiedlichen, in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz verteilten Einrichtungen zu fördern, ist Ziel des Dachverbandes.

Organisiert wird die Eutiner Ausstellung von der Johann-Heinrich-Voß-Gesellschaft und dem Ostholstein-Museum.

Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Ländliche Entwicklung“ gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags/feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6 €, Familienkarte 12 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


25. und 26. September 2021

Jörg Barre
„Holzskulptouren“

Ausstellung Holzskulpturen © Jörg BarreAm Wahlwochenende öffnet die Liegehalle im Kurpark Malente für eine neue Ausstellung ihre Türen – und bei schönem Wetter sogar die großen Panoramafenster. Unter dem Titel „Holzskulptour Malente“ startet der Künstler Jörg Barre eine Ausstellungsreihe, die er in Hamburg und Düsseldorf fortsetzen wird.

„Es ist schön, hier in Malente zu starten. Schließlich kommt das Holz hier aus den umliegenden Wäldern“, erläutert der Wahl-Malenter Barre die Wahl des Ausstellungsortes. Dazu passend unterstützen auch die angebotenen Weine vom Ingenhof den regionalen Charakter der Ausstellung.

Jörg Barre studierte an der Kunstschule Alsterdamm in Hamburg in der Zeichenklasse von Lothar Walter – einem Weggefährten von Horst Janssen. Parallel zu seinem Beruf als Creativ Director in einer Hamburger Werbeagentur entdeckte er erst in Söhren seine Leidenschaft für teils großformatige Holzskulpturen, die er ausschließlich mit Motorsägen schnitzt und anschließend in seinem Atelier bearbeitet.

Samstag und Sonntag jeweils 12:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei,
unter Einhaltung der aktuellen 3G-Regelung. Die Kontaktdaten werden mittels LUCA App erhoben.

Ort: Liegehalle im Kurpark, Bahnhofstr., 23714 Malente

Foto © Jörg Barre


28. September – 31. Oktober 2021

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
Spuren jüdischen Lebens in
Niendorf und Timmendorfer Strand

Ausstellung Spuren jüdischen Lebens in Niendorf und Timmendorfer Strand © TSNTGegenstand der Ausstellung werden hier ehemals wohnende, verweilende Familien sein wie die Manns mit Thomas Mann, mit Heinrich Mann und seiner zweiten Frau Nelly Kröger-Mann und ihrem in mehreren Biografien (z. B. Evelyn Juers: „House of Exile“, New York, 2011.) als möglichen unehelichen Vater Noah Troplowitz, verwandt mit Oscar Troplowitz, mit der zweiten Frau zum Bauhaus-Begründer Walter Gropius: Ise Frank … Ernst und Alexander Oppler, Familie Landau-Mühsam, der offensichtlich auch für die weltbekannte Firma Beiersdorf tätige Fotograf Edgar Alexander und weitere mehr wie Paul Celan mit seinem wahrscheinlich ersten öffentlichen Auftritt 1952 im Hotel Kasch in Niendorf.

Ebenso werden damalige gastronomische Betriebe mit rituellem/koscherem Essen beschrieben, in Niendorf wie in Timmendorfer Strand, soweit Unterlagen zu Haus und Entwicklung uns zur Verfügung standen.

Daneben verweisen die ausgestellten Tafeln auf einzelne Personen, auf Familien oder auf Stiftungen, die in Niendorf und Timmendorfer Strand Heime für weniger privilegierte Kinder oder Jugendliche geschaffen haben wie Laura Beit, Cäcilie und Carl Schmilinsky, Eugenie und Rudolf Ballin. Geschichten und Bilder zu den Personen werden auf etwa 34 Tafeln von etwa 50×70 cm Größe präsentiert.

Außerdem liegt ein Ordner „Exodus“ bereit, aus dem können viel Details zum Thema Exodus-Flüchtlingslager Pöppendorf 1947 auf 112 Seiten des Jüdischen Museums Rendsburg aufgesucht und nachgelesen werden.

Öffnungszeiten:
montags – freitags 11:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Rotunde der Trinkkurhalle, Kurpromenade, 23669 Timmendorfer Strand

www.timmendorfer-strand.de

Foto © TSNT


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