Ente

Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein Oktober 2017

 

noch bis 01. Oktober 2017

– just moments –
Renate Straatmann

Renate Straatmann - GriftenRenate Straatmann zeigt in ihrer Ausstellung – just moments – abstrakte Bergwelten und Landschaften in mintgrün, maritime und mediterrane Sehnsuchtsorte, Küsten, Wasserwelten und Schiffe.

Die 16 groß- und kleinformatige  Bilder der Ausstellung sind abstrakte Darstellungen der von ihr wahrgenommenen Natur und Begegnungen. Jedoch wird in jeder ihrer abstrakten Arbeiten die Verbindung zum Realen deutlich. Die Künstlerin zeigt damit eine spannungsreiche Interaktion von dem Gesehenen und tatsächlich Gemalten, von haptisch Erfahrbarem und emotional Berührtem.

Die gespachtelten und gepinselten Arbeiten in Acryl-Mischtechnik verbinden oft reale Details mit einer beeindruckenden, gewaltigen Farbführung und offenbaren bei jedem Hinsehen neue Details, die das Gesamtbild nacheinander komplettieren.

26.08.2017: Lübecker Museumsnacht ab 18:00 Uhr. Der Abend wird vom Gitarristen Harald Reinecke mit seinen „Smooth-Jazz-Interpretationen“ gestaltet und es wird auch wieder frisch zubereitete kleine Speisen für den kleinen Geldbeutel geben.
Die Künstlerin wird anwesend sein.

Öffnungszeiten:
Mi 15:00 – 18:00 Uhr
So 11:00 – 13:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Bistro Galerie Balsamico, Essigfabrik, Kanalstr. 26-28, 23552 Lübeck

www.renate-straatmann.de


noch bis 01. Oktober 2017

Sonderausstellung
„Tiere, die die (Um-)Welt verändern“

Plakat Ausstellung "Tiere, die die (Um-)Welt verändern" im EiszeitmuseumAm 06. Juli 2017 eröffnet das Schleswig-Holsteinische Eiszeitmuseum, Nienthal 7 in Lütjenburg, die neue Sonderausstellung „Tiere, die die (Um-)Welt verändern“ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ökosystemforschung der Universität Kiel (Prof. Hans-Rudolf Bork).

Die Posterausstellung zeigt bis Oktober einige markante Beispiele und Folgen einer von Menschen verursachten biologischen Globalisierung.

Seit dem Beginn der transozeanischen Seefahrten haben Menschen bewusst und unbewusst zahlreiche Tierarten von Kontinent zu Kontinent transportiert – entweder als Nutztiere, manchmal als vermeintliche Schädlingsregulierer oder häufig als blinde Passagiere.

Diese Neubürger („Neozoen“) haben die neu besiedelten Ökosysteme und damit auch die Umwelt des Menschen dramatisch verändert.

Öffnungszeiten:
Mai – September: Mo – So 10:00 – 18:00 Uhr
Oktober – April: Di – So 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 4 €, Kinder 2 €

Ort: Schleswig-Holsteinisches Eiszeitmuseum, Nienthal 7 an der L165, 24321 Lütjenburg
www.eiszeitmuseum.de


noch bis 08. Oktober 2017

Stroh, kostbar wie Gold.
Lübecker Strohmarketerien des 18. Jahrhunderts

Strohschachtel von Carl Hinrich Hering © St. Annen-Museum Lübeck_FotoarchivStroh – ein so billiges Material soll kostbar sein wie Gold?

Im St. Annen-Museum erbringt die Kabinettausstellung Stroh, kostbar wie Gold. Lübecker Strohmarketerien des 18. Jahrhunderts den Beweis:
Aus einfachen Strohhalmen stellte der Lübecker Carl Hinrich Hering um 1710 bis 1730 so wunderschön verzierte Kästchen und Dosen her, dass sie als Liebesgaben begehrt waren und als Kuriosa fürstliche Kunst- und Wunderkammern bereicherten.

Heute sind nur wenige der Stroharbeiten aus der Werkstatt des ab 1694 in Lübeck aktenkundigen Meisters Carl Hinrich Hering erhalten. Ein gutes Dutzend solcher Arbeiten in Form kleiner Dosen und größerer Schatullen, Bildtafeln und Schmuckkästchen besitzt allein das St. Annen-Museum. Dass die hochempfindlichen Arbeiten nun aus dem Depot des Museums ans Licht der Öffentlichkeit geholt werden, hat einen besonderen Anlass: die Erwerbung eines spektakulären Kabinettschranks, das mit 13 bildlichen Szenen von Elementen, Liebespaaren und Tugenden – filigran aus gebügelten Strohhalmen geschnitten – wie mit Furnier belegt ist.

Die Besonderheit der empfindlichen Kunstobjekte liegt in den zusammengesetzten bildlichen Szenen und ornamentalen Verzierungen aus eingefärbten, geplätteten und im Formen geschnittenen Strohhalmen. Sie werden passgenau auf einen Holzkorpus aufgeleimt, ähnlich wie bei Rokoko-Möbeln mit Marketerie-Furnier, und wirken wie Gemälde. Der goldene Schimmer der polierten und eingefärbten Halme machten diese Lübecker Spezialität berühmt, so dass einige Stücke sogar Eingang in die im Barock so beliebten Kunst- und Wunderkammern fanden. Dort werden sie z. T. heute noch museal präsentiert, wie etwa in Kassel, Braunschweig und Hannover.

Typisch für Werke aus der Hering-Werkstatt sind die emblematischen Szenen mit Sinnsprüchen, die sich der Funktion oder dem Anlass entsprechend deuten lassen: Die meisten solcher Kästchen sind wohl Liebesgaben gewesen. Ein sensationeller Fund in Lübecker Privatbesitz, eine Bibel von 1714 mit Strohmarketerie von C. F. Hering, ist ein Highlight der Präsentation.

Den goldfarbenen Glanz der Dosen und Kästchen aus dem Museumsdepot, die nun gemeinsam mit dem neuen Hauptstück ihrer Objektgruppe, dem Kabinettschränkchen, im St. Annen-Museum gezeigt werden, haben Potsdamer Studierende der Fachrichtung Restaurierung wieder hervorgeholt und die ursprünglichen goldenen Schimmer so wieder erfahrbar gemacht.
Die Ergebnisse der Konservierungsarbeiten und ein Werkverzeichnis der Hering-Werkstatt werden in einer reich bebilderten Begleit-Publikation mit vier wissenschaftlichen Aufsätzen (144 S., ca. 200 Farbabb., 8,00 €) dokumentiert, die im St. Annen-Museum erhältlich ist.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 123552 Lübeck
www.st-annen-museum.de

Foto © St. Annen-Museum Lübeck_Fotoarchiv


noch bis 11. Oktober 2017

„Von unterwegs“
Edith Holtz-Raber

Holzschnitt © Edith Holtz-Raber Zum zweiten Mal zeigt Edith Holtz-Raber ihre Werke im Kreismuseum. Diesmal sollen Zeichnungen und kleine Formate im Vordergrund stehen, vor allem aber Holzschnitte und Radierungen der jüngsten Zeit – betitelt „Von unterwegs“.

Das besondere Interesse der Künstlerin gilt der Landschaft, sowohl als „Reise-Skizzen-Blatt“ als auch bei Motiven daheim im Lauenburgischen.
Vor allem Baumrinden („Baum-Häute“) mit ihren überraschenden Farben, Formen und Strukturen sind im letzten Jahr in den Blickpunkt der bildnerischen Auseinandersetzung gerückt.

Edith Holtz-Raber wurde 1941 in Stuttgart geboren, studierte Deutsch und Kunst in Kiel. Neben Schuldienst, Studienleiter-Tätigkeit und Lehraufträgen seit 1984 zeigte sie über 200 Ausstellungen ihrer Werke im In- und Ausland. Fortbildung in Malerei und Druckgraphik in der Bundesakademie Wolfenbüttel und in der Norder Sommerakademie.
2014 erhielt sie den 1. Preis für Druckgraphik Premio Letterario Internationale „Il Carro delle Muse“.
Die Künstlerin lebt und arbeitet in Pogeez, Kreis Herzogtum Lauenburg.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr
montags geschlossen

Eintritt: Erwachsene 3,- €, Schüler 1,- €
Familienkarten (2 Erwachsene und Kinder) 6,- €

Ort: Kreismuseum Herzogtum Lauenburg, Domhof 12, 23909 Ratzeburg
www.kmrz.de

www.ho-ra.de


noch bis 15. Oktober 2017

Zwischen den Zeilen
Die Kunst von Alice Teichert
im Dialog mit dem Mittelalter

Alice Teichert - landing © Archiv Alice TeichertIn der Kunst Alice Teicherts geht es um das universelle und intuitive Verstehen.
Ihre Bilder besitzen eine unendliche Tiefe, große Leuchtkraft und eine unmittelbare Verbindung zur Musik: Vom 18. Juni bis zum 15. Oktober sind im Museumsquartier St. Annen in Lübeck rund
65 Werke der kanadischen Künstlerin mit europäischen Wurzeln zu sehen.

Ihre Arbeiten korrespondieren mit 19 kostbaren und sehr selten gezeigten Handschriften des Archivs und der Stadtbibliothek Lübeck sowie mit den Altären des St. Annen-Museums.
Die Ausstellung ist zugleich die erste große Retrospektive in Europa. Die Malerin hat sich von jeher intensiv mit der alten Kunst auseinandergesetzt und sich von ihr inspirieren lassen.

Mit Linien, Formen und Farben lässt Alice Teichert eine Welt entstehen, die auf den ersten Blick scheinbar leicht verständlich ist. Bei genauerem Hinsehen jedoch entfaltet sich eine vielschichtige Welt, der sie immer wieder neue Formen verleiht. Dabei begibt sie sich in sprach- und gegenstandslose Sphären, um tiefer in das Sujet, die Bildsprache, die Schrift, die Zeichen und die Farbe einzudringen und sie zu erforschen.

Bei Alice Teichert geht es darum, die Kunst lesen zu lernen und zwar mit Mitteln des universellen Verstehens, abseits von Bild-, Sprach- und Kommunikationscodes, von Verstand und Wissen. Es geht um das Erspüren von Inhalten, bevor ein Gedanke in Worten erfassbar wird.
Alice Teichert lehrt uns die Bildhaftigkeit der Sprache und die Bedeutung der Räume dazwischen. Das, was sprichwörtlich „zwischen den Zeilen“ geschieht, ist für sie von besonderem Interesse: Sie
macht die Stille zwischen den Zeichen sichtbar, aber auch die Zwischentöne, die für jede Art von Kommunikation wesentlich sind.
Diese Annäherung geschieht auf empirischem Wege ebenso wie auf philosophischer oder naturwissenschaftlicher Basis. Stets bezieht sie die Erfahrungen ihres täglichen Lebens in die Entwicklung ihrer Kunst und in ein neues Bewusstsein ein. Das Gehirn wird zu einem Erinnerungsspeicher unendlicher Sinneseindrücke und von Gedankenschichten, die in visuelle Poesie übersetzt werden.

Wie lässt sich aber nun diese Theorie konkret in ihren Werken fassen?
Welche Schritte ist sie gegangen und wohin wird die Reise gehen?
Die Ausstellung wirft einen Blick auf ihre Werke und erfasst gleichermaßen ihre Vielfalt wie ihre Einheit. Denn wie auch immer Alice Teichert sich künstlerisch äußert, sei es in graphischen Arbeiten, in der Malerei, in der Poesie oder in Installationen, es geht stets um die Annäherung an das nicht körperlich Fassbare, das uns dennoch maßgeblich leitet und in Bewegung bringt.

Dabei setzt sie sich auch seit jeher intensiv mit alter Kunst auseinander und lässt sich von ihr inspirieren. Vor allem die mittelalterliche Buchmalerei ist für sie spannend. Sie studierte eingehend den Aufbau alter Handschriften ebenso wie ihre Bedeutungsebenen und die Liebe der Buchmaler und -schreiber zum Detail.
So werden aufwändige Initialmalereien wie beispielsweise in Evangeliaren für sie ebenso zur visuellen Poesie, wie die für uns zum Teil heute nicht mehr lesbaren alten Minuskeln. Auch die Aufteilung einer Bild- und einer Textseite, wie wir sie etwa aus Stundenbüchern des 15. Jahrhunderts kennen, findet der Betrachter in ihren “Buch-Malereien“ wieder. Alice Teichert lädt sie jedoch mit einem vollkommen eigenen Bedeutungsgehalt auf und tritt so in einen spannenden Dialog mit den alten Handschriften. Gerade in der direkten Zusammenschau wird die enge Korrespondenz
zwischen den alten Handschriften einerseits und ihren Bildern und Graphiken andererseits deutlich.
Auch ihre enge Beziehung zur Musik und der Notenschrift lässt sich hier ablesen.

Und schließlich lässt sich eine weitere Parallele finden, von der die Künstlerin immer wieder fasziniert ist: den zahlreichen Buchdarstellungen in der alten Kunst. Auch auf vielen Altären des St. Annen-Museums findet man geöffnete Bücher in den Händen der Figuren. Sie zeigen scheinbar Schriftzeichen und Texte, die aber zumeist ebenso wenig lesbar und entzifferbar sind wie jene von Alice Teicherts „Schriftzeichen“, die zu einem ihrer Markenzeichen geworden sind. Hier wie dort versteht man erst, wenn man aufhört „entziffern“ zu wollen.

So wird in dieser Crossover-Ausstellung deutlich, dass auch zeitgenössische Kunst nicht isoliert geschaffen wird, sondern in einem Kontext steht. Alice Teichert lässt sich von unseren kulturellen Wurzeln inspirieren und zeigt uns, wie aktuell diese sein können.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10:00 -17:00 Uhr

Eintritt: 12 €, ermäßigt 10 €, Kinder 6 €

Ort: St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.st-annen-museum.de

Foto © Archiv Alice Teichert


noch bis 28. Oktober 2017

Sams & Co. im Rampenlicht.
Das Figurentheater & Paul Maar

Das Sams vom ungarischen Theater Mesebolt Bábszínház Das Sams, die Opodeldoks, die Familie Gutbrod, ein süßigkeitenplünderndes Untier und ein König in der Kiste: Die Figuren des Schriftstellers Paul Maar (*1937) haben den Sprung aus dem Buch ins Figurentheater geschafft. Paul Maar, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, prägt die Kinderliteratur und das Kindertheater mit seinen Romanen, Theaterstücken und Gedichten seit über 40 Jahren. Sein Erzähltalent und sein Sprachwitz begeistern kleine wie große Leser/innen und Zuschauer/innen.

Figurentheater in Deutschland, Österreich, Ungarn und Polen haben seine Werke für sich entdeckt und inszeniert. Die Ausstellung im TheaterFigurenMuseum zeigt anhand von Tischfiguren, Marionetten, Stabfiguren, Handpuppen, Objekten, Szenenfotos sowie Filmausschnitten, wie Figurentheater die Geschichten Maars umsetzen.

Damit setzt das TheaterFigurenMuseum die erfolgreiche Reihe seiner Sonderausstellungen zum Thema Figurentheater und Kinderliteratur fort. Die Kinderliteratur ist eine der wichtigen Quellen des zeitgenössischen Figurentheaters. Bei Paul Maar sind es vor allem seine fantastischen und märchenhaften Geschichten, die die in dieser Ausstellung vertretenen Figurentheater inspirierten. In dieser Auswahl verbinden sich in idealer Weise Tradition und Modernität, denn Märchenstoffe gehören einerseits zum traditionellen Repertoire der Figurentheater, andererseits liest Paul Maar die Märchen häufig gegen den Strich und bietet überraschende Neuinterpretationen bekannter Motive: Im Theaterstück Der König in der Kiste setzen sich zwei Könige gegen eine böse Hexe zur Wehr. Überraschend ist aber ihre Haltung, denn das Musizieren ist den beiden ebenso wichtig wie das Regieren. Und in dem ironisch-komischen Kinderbuch In einem tiefen, dunklen Wald gibt es vegetarische Ungeheuer und Prinzessinnen, die von zu Hause ausziehen und den Lauf der Dinge selbst in die Hand nehmen.

Inspiriert durch die Doppelbegabung Paul Maars als Schriftsteller wie auch als Zeichner, der einigen seiner Figuren – allen voran dem Sams – auch ihre äußere Gestalt gab, setzt die Ausstellung einen weiteren Schwerpunkt auch auf Figurenentwürfe. Diese geben einen Einblick in die planerische und kreative Arbeit der Figuren- und Bühnenbildner.

Kurze Filmausschnitte der Opodeldoks-Inszenierung der Augsburger Puppenkiste und der ungarischen Sams-Inszenierung runden die Ausstellung ab. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein breit gefächertes Rahmenprogramm. Weitere Informationen dazu auf der Internetseite www.theaterfigurenmuseum.de

Öffnungszeiten des Museums:
Montag – Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: 7 €, ermäßigt 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: TheaterFigurenMuseum, Kolk 14, 23552 Lübeck
www.theaterfigurenmuseum.de


noch bis 29. Oktober 2017

Schmieden – Hobby und Leidenschaft

Drache © Felix IrmscherAus der Welt des alten Handwerks zeigen Felix und Moritz Irmscher kunstvolle und nützliche Werke.

Schmiedekunst – ein faszinierendes und traditionsreiches Handwerk: Seit Jahren wird das Schmiedehandwerk im Lübecker Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk in Workshops und Mitmachaktionen mit großem Erfolg betrieben und seine Traditionen weitergeben – Zeit, sich diesem besonderen Handwerk mit der verdienten Aufmerksamkeit zu widmen!

In der neuen Sonderausstellung zeigt das Industriemuseum eine Vielzahl von kuriosen, faszinierenden und ungewöhnlichen Kunstwerken und Gebrauchsgegenständen aus dem Schmiedehandwerk.

Das vor etwa 3800 Jahren entstandene Schmiedehandwerk ist einer der ältesten Berufe der Menschheitsgeschichte, da zu seiner Beherrschung grundsätzlich keine komplizierte Technik benötigt wurde. Jedoch waren stets Erfindergeist und Experimentierfreudigkeit notwendig, um immer wieder neuere und qualitativ hochwertigere Werkstücke zu erzeugen. Schmiede waren allzeit wegen ihres Ideenreichtums auch als Problemlöser, insbesondere von technischen Herausforderungen gefragt. Der heute noch übliche Begriff „Ideenschmiede“ zeugt von dieser Tradition.

Bis ins späte 20. Jahrhundert war der Schmied im ländlichen Raum unverzichtbar, da er sehr vielseitige Erzeugnisse anbieten konnte. Er war Schlosser, Hufschmied, Werkzeughersteller, Beschlagschmied für Wagen und immer wieder auch Kunstschmied in einer Person. Damit war ein Schmied einer der angesehensten Männer im Dorf. Um hohe Kunstfertigkeit im Schmiedehandwerk zu erreichen, ist neben einer guten Ausbildung die eigene, langjährige praktische Erfahrung wichtig. Dank ihres Erfindungsreichtums haben Schmiede Hilfsmittel entwickelt, die ihnen die schwere körperliche Arbeit erleichtern sollen. Beispiele hierfür sind mit Wasserkraft, später auch mit Dampf und Motoren betriebene Hämmer.

In der heutigen Zeit haben sich modernere und rentablere Techniken durchgesetzt und den Schmiedeberuf verdrängt. Dadurch gehen immer mehr Erfahrungen und praktische Fähigkeiten verloren. Diejenigen, die sich weiterhin mit der Geschichte des alten Handwerks auseinandersetzen, sind sich einer gewissen Verantwortung bewusst, ihr Wissen um die althergebrachten traditionsreichen Arbeitsweisen an nachfolgende Generationen weiterzugeben.

Die Vermittlung dieses Wissens steht auch für Felix und Moritz Irmscher, deren kunstfertige Exponate in der Ausstellung zu sehen sind, im Vordergrund. Die beiden erfahrenen Schmiede bieten seit ca. 2015 die erfolgreichen Schmiedeworkshops „Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist“ im Industriemuseum an und begeistern so für ihr Handwerk. Felix und Moritz Irmscher wenden bei ihren Arbeiten alte Techniken an, um das Eisen möglichst ohne Winkelschleifer und Schweißgerät zu bearbeiten.

Im Laufe der Jahre ist eine Vielzahl von teils nützlichen, teils kuriosen und ungewöhnlichen Kunstwerken entstanden, die nun im Industriemuseum ausgestellt werden.
Die Ausstellung informiert darüber hinaus umfassend in Schrift und Bild über die Schmiedekunst.
Handwerkzeuge und Materialien, die für das Schmiedehandwerk notwendig sind, runden die Ausstellung ab.

Öffnungszeiten:
Freitag 14:00 – 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 4 €, Ermäßigte 2 €, Kinder und Jugendliche (ab 6 J.) 2 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstr. 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de

Foto © Felix Irmscher


noch bis 06. November 2017

“AUGEN-BLICK III”
Renate Straatmann

Renate Straatmann - tre-nebroo - Acryl-Mischtechnik auf LW 80x100Dies ist bereits die 3. Ausstellung der Künstlerin Renate Straatmann im Rathaus der Stadt Bad Schwartau.

Zu sehen sind 22 neue Bilder von Norwegen und Schottland, von den Lofoten, Jütland und der Insel Fünen.
Die beeindruckenden Berglandschaften und das Meer lassen spüren, dass dies die Urlaubs- und Sehnsuchtsorte der Malerin sind.

Aber es gibt in dieser Ausstellung auch die anderen Bilder, die der menschenleeren Skylines, die eine eigene Anziehungskraft auf den Betrachter ausüben.

Diese Gegensätze bestimmen die  Ausstellung
– AUGEN-BLICK III –

Die abstrakten, großformatigen Bilder  mit  herausstechenden Details, sind  in Acryl-Mischtechnik gepinselt  und  gespachtelt und durch Mehrfachübermalungen entstanden.

Öffnungszeiten:
Mo 09:00 – 12:00 Uhr und 15:00 – 17:45 Uhr
Di – Fr 09:00 – 12:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Foyer, I.OG, Rathaus der Stadt Bad Schwartau, Markt 15, 23611 Bad Schwartau

www.renate-straatmann.de


noch bis 07. November 2017

„Dieter Süverkrüp – Graphiken und Malerei“

Liederbuch © Dieter SüverkrüpDas A. Paul Weber-Museum zeigt in seiner Herbstreihe mit sehenswerten Künstlern aus dem Bereich der kritischen und satirischen Graphik in diesem Jahr Werke von Dieter Süverkrüp.

Der 1934 in Düsseldorf geborene Süverkrüp ist vor allem als Autor und Liedermacher bekannt. 1957 wurde er sogar zum besten Jazz-Gitarristen Deutschlands gekürt. Für die einen galt er als linker Hardliner, für die anderen blieben seine Kinderlieder wie „Der Baggerführer Willibald“ ein Markenzeichen.

In der Liedermacherszene machte er sich vor allem in den 60er und 70er Jahren einen Namen – zusammen mit Franz Josef Degenhardt, Hanns-Dieter Hüsch und Wolfgang Neuss bildete er das „Quartett 67“. Es entstanden zahlreiche Beiträge für Rundfunk und Fernsehen, die durch Süverkrüps virtuose Gitarrentechnik und seine wortwitzigen, politisch-satirischen Texte bestachen.

Die Vielseitigkeit des auch als brillanten Kabarettisten bekannten Künstlers reicht bis hin zu Liedern für „Die Sendung mit der Maus“.

Er erhielt 1976 den Heinrich-Heine-Preis der DDR, 1987 den Deutschen Kleinkunstpreis und 1995 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Weniger bekannt ist jedoch, dass er an der Werkkunstschule in Düsseldorf studiert und auch stets als exzellenter Zeichner, Graphiker und Maler gearbeitet hat und viele Jahre als Art Director tätig war. Besonders seine grotesken Radierungen und Kupferstiche zeichnen sich durch ihre großartige handwerkliche Qualität und ihren skurrilen Einfallsreichtum aus. Seine stilistische Bandbreite ist groß: Von technisch virtuos beherrschten Graphiken mit ernsthaften, kritischen Inhalten, über surreale Ölmalerei und geistreich-witzige Karikaturen reicht der Bogen bis hin zu Plattencovern, fantasievoll bemalten Steinen und fotorealistisch gestalteten Papptellern.

Als in der Bundesrepublik die Diskussion um die Wiederbewaffnung der Bundeswehr begann, fing Süverkrüp an, politisch Position zu beziehen: „Ich bin Jahrgang ’34 und war so elf Jahre, als der Krieg zu Ende war. Ich habe eine ganze Menge vom Krieg mitgemacht und wusste ganz genau, Krieg und Militär und so etwas will ich auf gar keinen Fall.“

Öffnungszeiten:
täglich, außer montags, von 10:00 – 13:00 und 14:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 3,- €, Schüler 1,- €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 6,- €

Hinweis: Es besteht die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für beide Kreismuseen (A. Paul Weber-Museum und Kreismuseum) zu erwerben:
Kombikarte mit Kreismuseum:
Erwachsene 5,- €, Schüler 1,50 €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 10,- €

Ort: A. Paul Weber-Museum, Domhof 5, 23909 Ratzeburg
www.weber-museum.de

Foto © Dieter Süverkrüp


noch bis 19. November 2017

„What a family!“ Die Manns von 1945 bis heute

Leonie Mann in den 1940er Jahren © Akademie der Künste Berlin, Heinrich-Mann-ArchivDie Zugehörigkeit zu einer berühmten Familie bietet nicht nur Vorteile, sie kann auch eine Bürde sein.

Die Kinder der Schriftsteller Heinrich Mann (eine Tochter) und Thomas Mann (drei Töchter, drei Söhne) sind mit dem Schatten, den ihre erfolgreichen Väter warfen, sehr unterschiedlich umgegangen.

Die Sonderausstellung „What a family!“ Die Manns von 1945 bis heute, die ab 25. Juni 2017 im Buddenbrookhaus zu sehen ist und neue Formen der Vermittlung im Hinblick auf den Umbau des Hauses erprobt, widmet sich den Nachfahren, zeichnet ihre Lebenswege nach und beleuchtet die Verbindungen der Verwandten untereinander.

Es ist eine intime, zutiefst menschliche Ausstellung: Sie wirft einen Blick hinter die Kulissen der berühmten Familie Mann und schenkt Einblicke in die Lebenswege und -entscheidungen der sieben Kinder:
Es geht um Persönliches, etwa um Klaus und sein Gefühl der Heimatlosigkeit, um Monika und ihre ewige Außenseiterstellung in der Familie. Es geht um Erika und ihr kompliziertes Verhältnis zum Vater. Und um Elisabeth, die von den Geschwistern als „Präsidentin der Welt“ verspottet wurde. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Michael und dessen gescheiterter Musikerkarriere, mit Golo und dessen Homosexualität.
Und schließlich betrachtet sie auch das einzige Kind von Heinrich Mann: Leonie, aus Heinrichs Ehe mit der Pragerin Maria Kanovä.

Was die Schau außerdem zeigt: Immer wieder ging es bei den Manns auch um die Literatur.

Der Schriftsteller und große Mann-Experte Tilmann Lahme hat die Schau kuratiert. Seinen Blick auf die Schau fasst er so zusammen: „Die Kinder von Heinrich und Thomas Mann suchten ihr Leben lang den eigenen Weg, wollten etwas Eigenes schaffen – und doch kamen sie nur schwer aus dem Schatten der berühmten Väter. Was das bedeutet, soll man in der Ausstellung erkennen und spüren können.“

Öffnungszeiten:
Mo – So 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, 23552 Lübeck
www.buddenbrookhaus.de

Foto © Akademie der Künste Berlin, Heinrich-Mann-Archiv


noch bis 26. November 2017

Friedensreich Hundertwasser
WEGE INS PARADIES

Friedensreich Hundertwasser-Irinaland over the Balkans-Farbserigraphie 1971-72 © 2016 NAMIDA AG, Glarus, SchweizFriedensreich Hundertwasser (1928-2000) war eine der bedeutendsten und phantasiereichsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Unter dem Einfluss von Paul Klee und Gustav Klimt entwickelte der österreichische Maler eine Farbenwelt von labyrinthischen Geheimnissen. Und niemals zuvor ist Farbe mit größerem Glanz kühner und einfühlsamer verwendet worden als in den Bildern Hundertwassers.

Hundertwassers Botschaft eines Lebens in Einklang mit den Gesetzen der Natur und sein Streben nach einer individuellen künstlerischen Gestaltung aller Lebensbereiche bildeten die Kernpunkte seines Schaffens.

Sein Anliegen war es, die Schöpfung der Natur mit der Schöpfung des Menschen wieder zu vereinen und der verborgenen Sehnsucht der Menschen nach Vielfalt und nach Schönheit in Harmonie mit der Natur zu ihrem Recht zu verhelfen.

Seine Kunst richtet sich gegen die, aus seiner Sicht, dem puren Rationalismus unterworfenen und verwalteten Lebenswirklichkeit. Gegen die als „geometrisiert“ gescholtene Welt der geraden Linien und rechten Winkel setzte er natürliche Formen. Dem allgegenwärtigen Grau begegnete er durch kraftvolle und leuchtende Farben bis hin zum glänzenden Gold.

Seine Kunst war dabei nie bloße Galerie- oder Museumskunst. Schon sehr früh forderte er, dass Kunst, wenn sie die Welt verändern will, in den Alltag der Menschen eindringen muss.
Wenn er sich daher später intensiv der „angewandten“ Kunst zuwandte und Alltagsgegenstände wie Bucheinbände, Gläser, Tassen, ja Briefmarken und am Ende gar ganze Häuser entwarf, entsprach dies nicht einer Neuausrichtung seiner Bemühungen, sondern setzte den schon zu Beginn seiner Karriere gewählten Weg lediglich konsequent fort: „Ich will den Menschen Dinge geben, die schön und brauchbar sind, die für sie etwas bedeuten und sie bereichern.“

Hundertwasser begriff seine Kunst schon früh als gesellschaftspolitische Intervention. Vor allem seine Plakate zu politischen, sozialen und ökologischen Fragestellungen aus den 1970er und 1980er Jahren verblüffen durch ihre Aktualität:„Heute , wo unsere Existenzgrundlagen verloren gehen, wo wir die Vegetation so sehr vergewaltigt haben (…), wo wir in die größte Krise kommen, die die Menschheit je gehabt hat, wo wir vorfabrizierte Dinge annehmen, sterile Architektur und giftiges Essen, ohne zu revoltieren, weil Geist und Körper sich scheinbar an diese Gifte gewöhnt haben, ist es von eminenter Bedeutung für uns alle, dass es Menschen gibt, die anders denken und anders handeln und anders leben.“ (Hundertwasser, 1981)

Die Ausstellung Friedensreich Hundertwasser — Wege ins Paradies zeigt das Genie dieses Ausnahmekünstlers und die ungeheure Vielfalt seines Schaffens.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 7,00 €, ermäßigt 5,00 €, Gruppen ab 10 Personen 5,00 €

Ort: Ernst Barlach Museum Ratzeburg, Barlachplatz 3, 23909 Ratzeburg
www.ernst-barlach.de

Foto © 2016 NAMIDA AG, Glarus, Schweiz


noch bis 26. November 2017

Sonderausstellung
„Geld. Macht. Glaube“

Einführungstafel „Geld. Macht. Glaube“, Foto: Olaf Malzahn, LübeckDritte Sonderausstellung des Europäischen Hansemuseums – Zum Ende des Reformationsjahres werden die ökonomischen Aspekte der Glaubensspaltung beleuchtet – Interaktives Ausstellungsdesign verbindet Schautafeln, Touchscreens und ausgewählte Exponate – Geschichte kehrt an ihren historischen Ort zurück.

Ein leises Murmeln empfängt die Besucherinnen und Besucher im Beichthaus des Europäischen Hansemuseums. Es handelt sich um das Vaterunser in lateinischer Sprache – ein Geräusch, das vor 500 Jahren fest zu diesem Ort gehörte. Im Beichthaus des ehemaligen Maria-Magdalenen-Klosters nahmen die Dominikaner-Mönche den Lübeckern die Beichte ab. Gleichzeitig waren sie in das Geschäft mit dem Ablass involviert.

Schon beim Ablasshandel ging es Anfang des 16. Jahrhunderts ums Geld. Während sich die Gläubigen von ihren Sünden freikaufen wollten, rieben sich die römische Kirche und zahlreiche Fürsten angesichts der enormen Einnahmen die Hände. Luthers Vorwurf gegen die Kirche zielte somit auch auf einen wirtschaftlichen Betrug.

Die dritte Sonderausstellung „Geld. Macht. Glaube“ des Europäischen Hansemuseums, die gemeinsam mit dem Historiker Dr. Tillmann Bendikowski von der Medienagentur Geschichte realisiert wurde, greift die ökonomischen Aspekte der Glaubensspaltung auf und widmet sich damit einem bislang wenig betrachteten Teil der europäischen Geschichte.

Anhand von Schautafeln, zwei Touchscreens und ausgewählten Exponaten, die u. a. aus dem St. Annen-Museum Lübeck stammen, wird aufgezeigt, welche Folgen die Reformation für Wirtschaft
und Handel in Europa besaß.

Mit der Reformation begann zugleich der Streit um den wertvollen Besitz der Kirche:
Wem gehörten eigentlich die Klöster und die vielen anderen Immobilien der Kirche?
Was sollte aus dem Schatz der Kirchen werden?
Dieser Streit wurde zwischen dem protestantischen und katholischen Lager gerade in Deutschland erbittert geführt – es ging um viel Geld.

Über ein besonderes Exponat eröffnet die Schau dabei auch einen Lübeck-Bezug: Eine vergoldete Monstranz aus der Zeit um 1500, die einst der Vernichtung des Lübecker-Kirchenschatzes entging, weil sie aus Kupfer bestand, erzählt heute vom Umgang mit dem Kirchenbesitz in der Hansestadt.

Von Exkursen in die Lübecker Geschichte abgesehen hat sich die Ausstellung insbesondere einer europäischen Perspektive verschrieben, denn der Kontinent erlebte zahlreiche Reformationen, und früh waren Religionsflüchtlinge eine europäische Realität. Diese Fluchtbewegungen veränderten ihrerseits die Wirtschaftswelt – Migranten brachten technisches Knowhow in ihre neuen Heimaten und manche Herrscher setzen daher aus ökonomischer Vernunft auf eine intelligente Einwanderungspolitik, andere auf strikte Abschottung. Doch darüber hinaus markierte die Glaubensspaltung den Beginn einer religiösen Toleranz in Europa.
Für diese gab es praktische Gründe: Je toleranter ein Land auftrat, desto besser war es für seine ökonomische Entwicklung. Eine Einsicht, die heute wieder aktueller denn je ist.

Dank des interaktiven Ausstellungsdesigns sind am Ende der Ausstellung die Besucherinnen und Besucher gefragt: Sie haben die Gelegenheit, anhand von neun Fragen ihre persönliche Einschätzung über die Reformation und den heutigen Zusammenhang von Geld und Glauben mitzuteilen.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm setzt die Auseinandersetzung mit dem Reformationsjubiläum fort.
Erstmals werden für diese Sonderausstellung auch öffentliche Führungen angeboten und Gruppen haben die Möglichkeit, sich für diese anzumelden. Der Ausstellungseintritt beträgt 5 €(ermäßigt 2,50 €), zugleich gibt es attraktive Kombi-Preise mit der Dauerausstellung und dem Baudenkmal Burgkloster.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband, der für 13,80 € im Museumsshop erhältlich ist und Platz für eigene Notizen bietet.

Öffentliche Führungen:
September 14.09. | 19.09. | 28.09.2017
Oktober 03.10. | 12.10. | 17.10. | 26.10. | 31.10.2017
November 09.11. | 14.11. | 23.11.2017
jeweils 17:00 Uhr
Kosten: 4,00 € plus Eintritt
Gruppenführungen auf Anfrage

täglich geöffnet (außer 24. Dezember) 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt zur Ausstellung:  5 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Beichthaus im Europäisches Hansemuseum, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck
www.hansemuseum.eu

Foto © Olaf Malzahn


noch bis 26. November 2017

„THE MAKING OF“
Der Fotograf Frank Stöckel

Frank Stöckel Ausstellung im Ostholstein-Museum EutinIn der Zeit vom 15. September bis 26. November 2017 widmet sich das Ostholstein-Museum in einer Ausstellung der Produkt- und Werbefotografie des Fotografen Frank Stöckel. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf das sogenannte „Making of“ gelegt, indem unter anderem Arbeitsabläufe im Fotostudio für die Besucher nicht nur sichtbar, sondern auch nachvollziehbar gemacht werden.

Man kann den Arbeiten Frank Stöckels beinahe täglich begegnen – beim Essen von RITTER SPORT Schokolade, beim Lesen der Zeitschrift BEEF!, beim Durchblättern der Magazine des Impressionen Versand oder von Ernsting’s Family. Der gebürtige Eutiner ist seit 1990 selbständiger Fotograf mit Studio in Hamburg. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in den Bereichen Still-Life-, Food- und Interieur-Fotografie. Freiberuflich ist er für große Unternehmen tätig und widmet sich in seiner weiteren fotografischen Tätigkeit mit Vorliebe der Landschafts-Fotografie, deren Ursprung für ihn in seiner ostholsteinischen Heimat liegt. Die Fotoserien „Forest’s Eyes“ oder die weißen Hirsche aus der Serie „Eekholt“ sind vielen bekannt. Mit seinen Fotografien ist er bundesweit auf unterschiedlichsten Ausstellungen vertreten.

Darüber hinaus ist Frank Stöckel seit vielen Jahren Mitglied und aktuell Vorstandssprecher im Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. (BFF).

Einer der zentralen Aspekte, die die Ausstellung beleuchtet, ist die Frage:
Wie entstehen die Aufnahmen von appetitlichen Speisen, inszenierten Wohnräumen und aufs Wesentliche reduzierten Produkten, die uns als Betrachter in den Bann schlagen (sollen)?
Wie sieht heutzutage die Arbeit in einem großen Fotostudio aus?
Schnell wird dabei deutlich: Die Arbeitsabläufe in der professionellen Fotografie sind komplex, das Team im Studio je nach Bedarf variabel zusammengesetzt. Die Eutiner Ausstellung gibt hier nicht nur Einblicke in die Arbeitswelt eines Berufsfotografen und in die Arbeitsabläufe im Studio, sondern zeigt darüber hinaus in verschiedenen Momentaufnahmen auch die schrittweise Annäherung an das finale Foto. Ein Filminterview mit Frank Stöckel beleuchtet diese Aspekte noch einmal eingehender aus Sicht des Fotografen.

Öffnungszeiten:
bis 30. Dezember 2017:
Dienstag – Freitag: 11 – 17 Uhr
Samstag/ Sonntag/Feiertag: 10 – 17:30 Uhr

01. Oktober – 29. Januar:
Mittwoch – Freitag: 15 – 17 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag: 11 – 17 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis 18. Januar 2018

100 Meisterwerke

Lyonel Feininger "Lübeck. Alte Häuser" © VG BildAb dem 24. September 2017 bietet das Museum Behnhaus Drägerhaus seiner Sammlung die große Bühne:
Unter dem Titel 100 Meisterwerke werden im gesamten Haus auf gut 1400 Quadratmetern die Highlights des Sammlungsbestandes in noch nie gesehenem Umfang präsentiert. Es wird eine Schau der Superlative – von der Kunst der Romantik über Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts und Werke deutscher Impressionisten bis hin zur klassischen Moderne.
Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Fotografien werden in neuem Zusammenhang gezeigt.

Ungewöhnlich:
Die Ausstellung wurde erstmals unter Mitwirkung der Besucher des Museums Behnhaus Drägerhaus kuratiert, die in den vergangenen Monaten durch ihre Voten die Auswahl der 100 Meisterwerke mitgestaltet haben.

Die Top10 der Besucher:

1.Platz:
Lyonel Feiningers „Lübeck. Alte Häuser“
Das Bild zeigt den Blick in die Lübecker Schmiedestraße. 1921 besuchte Feininger mit seiner Frau Lübeck; trotz der Kürze des nur dreitägigen Aufenthaltes schlugen sich die Eindrücke nachhaltig in Feiningers Werk nieder. Zehn Jahre später malte er das berühmte Lübecker Straßenbild und betitelte es „Lübeck. Alte Häuser“.

2. Platz:
Hermann Lindes „Lübecker Stadtgarten“
Das Bild zeigt den Garten und die rückwärtige Fassade von Lindes Geburtshaus in der Johannisstraße, heute die Dr.-Julius-Leber-Straße 64. Nach Aufenthalten in Sizilien, Ägypten, Tunesien und Indien malte Linde das Bild im Jahr 1891, als er in seine Heimatstadt Lübeck zurückgekehrt war.

3. Platz:
Edvard Munchs „Die Söhne des Dr. Linde“
Anfang des Jahres Anfang 1903 beauftragte der Lübecker Augenarzt und Kunstsammler Dr. Max Linde Munch seine vier Söhne zu malen. Munch realisierte daraufhin das bekannte Gruppenbild, das fast wie eine spontane Momentaufnahme erscheint.

4. Platz:
Johann Wilhelm Cordes „Der wilde Jäger“
Zwischen 1864 und 1869 entstand das Bild mit seiner düsteren Jadgszenerie nach einer Ballade von Gottfried August Bürger. Mit ihm bewarb sich Cordes für einen Auftrag der Berliner Nationalgalerie – allerdings erfolglos.

5. Platz:
Heinrich Eduard Linde-Walther „Kind im Spielzimmer“
Das Bild stammt aus dem Jahr 1901. Die Charakterstudie des kleinen Mädchens im Spielzimmer stellt Else Gensel dar, Tochter des Kunsthistorikers Walther Gensel, mit dem sich Linde-Walther 1898 in Paris angefreundet hatte. Das Bild zeigt einen Moment der Unsicherheit und Unvertrautheit mit der Situation, charaktervoll und eindrücklich.

6. Platz:
Hermann Linde „Schuhflicker in Kairo“
Das Bild von 1891 zeigt den Orient nicht verklärend als mythischen Ort der Dekadenz, sondern dokumentiert – untypisch für seine Zeit – die Arbeit und Lebensumstände in den Arbeitervierteln Kairos.

7. Platz:
Carl Blechen „Landschaft im Winter bei Mondschein“
Nach 1829 entstanden zeigt das Werk eine frostige Winterlandschaft im Licht des Monds. Als Vorbilder dienten Blechen Caspar David Friedrich und der Norweger Johan Christian Dahl.

8. Platz:
Oskar Kokoschka „Jakobikirche in Lübeck“
Im Auftrag der Hansestadt Lübeck kam der Künstler 1958 nach Lübeck, um eine Stadtansicht von Lübeck zu malen. Nach zwei Tagen Suche wurde ein passender Standort gefunden und Kokoschka entschied sich, die Jakobikirche von Norden aus, aus dem dritten Stock des Hauses Koberg 19, zu malen.

Platz 9:
Gotthardt Kuehl „Lübecker Waisenhaus“
Das Bild von 1894 zeigt das Lübecker Waisenhaus in der Nähe des Doms.

10. Platz:
Heinrich Eduard Linde-Walther „Die Hartengrube in Lübeck“
Eine moderne Stadtimpression von 1902.

Der Katalog zur Ausstellung und zur Sammlung des Museums Behnhaus Drägerhaus kann für 24,95 € im Handel oder im Museumsshop erworben werden.

Öffnungszeiten:
01.1. – 31.03. | Di -So | 11:00 – 17:00 Uhr
01.4. – 31.12. | Di -So | 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

Foto © VG Bild


noch bis 01. April 2018

Ringelnatz: Kunst und Komik

Ringelnatz, Das Urtier © Joachim Ringelnatz-Museum CuxhavenDie Gedichte von Joachim Ringelnatz erfreuen sich seit mehr als 100 Jahren ungebrochener Beliebtheit.

1883 wird der Lyriker als Hans Bötticher im sächsischen Wurzen geboren. Als er seine Verse mit 25 Jahren zum ersten Mal in der Münchener Künstlerkneipe Simplicissimus auf der Bühne vorträgt, ist das Publikum von seinem anarchischen Sprachwitz sofort gebannt. Legendär wird später seine Bühnenfigur des Matrosen Kuttel Daddeldu.

Anders als seine Lyrik ist das bildkünstlerische Werk des reisenden Artisten, als der er sich selbst bezeichnet, deutlich weniger bekannt. Bereits 1905 beginnt er während einer Ausbildung zum Kaufmann in Hamburg erste Ölbilder zu malen. Ab 1922 wendet Ringelnatz sich intensiv der Malerei zu.

Die neue Sonderausstellung Ringelnatz: Kunst und Komik, die ab Sonntag, 10. September 2017, im Lübecker Günter Grass-Haus zu sehen sein wird, nimmt die Malerei als Ausgangspunkt, um der komplexen Persönlichkeit des Künstlers Ringelnatz nachzuspüren, der in seinen Bildern die Absurdität und Zerrissenheit einer sich im Wandel begriffenen Gesellschaft zu bannen versucht.
So öffnet die Ausstellung dem Publikum ein Fenster in die Welt des enigmatischen Artisten und setzt den zu Unrecht meist auf seine humoristischen Verse reduzierten Künstler in Bezug zu den gesellschaftlichen Entwicklungen und künstlerischen Strömungen der 1920er-Jahre. Insgesamt werden rund dreißig Aquarelle, Zeichnungen und Ölgemälde gezeigt.

Die in der Ausstellung Ringelnatz: Kunst und Komik gezeigten Werke sind u. a. Leihgaben des Joachim Ringelnatz-Museums Cuxhaven, das parallel zur Ausstellung im Günter Grass-Haus Werke von Günter Grass als Leihgaben erhält und in der Schau Plappernde Fundsachen präsentiert.

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12.2017
Montag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

01.01. – 31.03.2018
Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7,- €
Ermäßigte 3,50 €
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 2,50 €
Kinder unter 6 Jahren frei

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
www.grass-haus.de


04. Oktober 2017

Vernissage
Edeltraud Wörner – „aus meiner Sicht“
Ausstellung 04.10.2017 – 14.01.2018

Kurs - offenes Meer © Edeltraud WörnerDie ausgestellten Bilder in Acryl- und Aquarelltechnik zeigen die enge Verbundenheit der Künstlerin Edeltraud Wörner mit ihrer Heimat Schleswig-Holstein und den nördlichen europäischen Regionen, die Farbe „blau“ in allen ihren Nuancen dominiert ihre Bilder.

Die Künstlerin versucht in ihre realistischen Darstellungen, einige auch in leicht abstrakter Spachteltechnik, die Gefühle miteinfließen zu lassen, die sie im Moment des realen Sehens empfunden hat.

Im Anschluß an die Vernissage findet ein Konzert mit dem Gitarristen Robby Ballhaus statt.

Öffnungszeiten:
Mittwoch 15:00 – 18:00 Uhr
Sonntag 11:00 – 13:00 Uhr

Mittwoch 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Galerie-Bistro „Balsamico“ Essigfabrik, Kanalstraße 26-28, 23552 Lübeck

www.edeltraud-woerner.de

Foto © Edeltraut Wörner


15. Oktober 2017

Ausstellungseröffnung
„Mensch und Meer“
– Gemälde der Düsseldorfer Malerschule
aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung
Ausstellung 15.10.2017 – 28.01.2018

Carl Irmer, Maler am Ostseestrand © Dr. Axe-StiftungIn der Zeit vom 15. Oktober 2017 bis 28. Januar 2018 zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin unter dem Titel „Mensch und Meer“ rund 60 Landschafts- und Genrebilder der im 19. Jahrhundert international bekannten Düsseldorfer Malerschule aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung Bonn.
Zu den in der Ausstellung vertretenen Künstlern gehören so bekannte Düsseldorfer Maler wie Andreas Achenbach, Carl Irmer, Olof August Anders Jernberg, Rudolf Jordan, Otto Karl Kirberg und viele mehr.

Schon früh wurde von den Düsseldorfer Landschaftsmalern die pleinair-Malerei, das Malen im Freien, praktiziert. Ihre Motive fanden die Künstler dabei nicht nur im näheren städtischen Umfeld und in der Landschaft am Niederrhein, sondern vor allem auch an den Küsten: Nord- und Ostsee wurden schon bald zu einem beliebten Motiv bei den Vertretern der Landschaftsmalerei, aber auch Figuren- und Genremaler aus Düsseldorf zog es an die Küsten Norddeutschlands und der benachbarten Niederlande, wo sie das Leben der Fischer und Seeleute studierten.
Zeigen die Landschaftsbilder des 19. und frühen 20. Jahrhunderts die vielseitigen Landstriche an den Küsten in ihren unterschiedlichen charakteristischen Ausprägungen, so stellen die Genremaler den Alltag der dortigen Bevölkerung zum Teil in humoristischer, zum Teil in dramatischer Weise in ihren Bildern dar.

Die Dr. Axe-Stiftung mit Sitz in Bonn wurde im Jahr 1997 von Dr. Hans Günther Axe (1920-2008) gegründet, der nach dem Zweiten Weltkrieg ein erfolgreiches Versicherungsmaklerunternehmen aufbaute. Die Dr. Axe-Stiftung übernahm 2008 das Lebenswerk des Stifters und führt es seitdem in seinem Sinne weiter. Sie ist auf ein breites Spektrum gemeinnütziger, sozialer und mildtätiger Zwecke ausgerichtet.

Mit dem 2011 eröffneten Hasenberghof in Kronenburg/Eifel verfügt die Stiftung über ein außergewöhnliches, von Dr. Axe ausgewähltes Domizil, das die Verbindung höchst unterschiedlicher Stiftungszwecke zulässt. In dem dort neu eingerichteten Kunstkabinett finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen mit Gemälden aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung statt, deren Schwerpunkt auf Werken der Düsseldorfer Malerschule liegt.

Dr. Axe besaß selbst Werke von Künstlern wie Andreas und Oswald Achenbach, die den Grundstock der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung bilden.
Die bestehende Sammlung wird durch Neuankäufe ständig erweitert und auch an andere Museen und Institutionen ausgeliehen.

Nach der Begrüßung durch Herrn Kreispräsidenten Ulrich Rüder, Kreis Ostholstein, wird Frau Dr. Julia Hümme, Leiterin des Ostholstein-Museums, in die Ausstellung einführen.

Musikalisch begleitet wird die Eröffnung von Herrn Jörg van der Meirschen (Klavier) von der Kreismusikschule Ostholstein.

Öffnungszeiten:
bis 30. Dezember 2017:
Dienstag – Freitag: 11 – 17 Uhr
Samstag/ Sonntag/Feiertag: 10 – 17:30 Uhr

01. Oktober – 29. Januar:
Mittwoch – Freitag: 15 – 17 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag: 11 – 17 Uhr

Sonntag 11:30 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

www.axe-stiftung.de

Foto © Dr. Axe-Stiftung


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