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Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein Oktober 2020

 

noch bis Oktober 2020

„Das schönste Spielzeug der Welt“
Miniaturspielzeug aus dem Erzgebirge

„Das schönste Spielzeug der Welt“ Miniaturspielzeug aus dem Erzgebirge © WeihnachtshausDas schönste Spielzeug der Welt“ – So bezeichnete der Dresdner Spielzeughändler und Sammler Richard Zeumer die Miniaturwelt aus dem Erzgebirge.

Zunächst waren es Spielzeugdesigner an der Königlichen Kunstgewerbeschule in Dresden, die mit Professor Oskar Seyffert, dem späteren Gründer des Museums für Sächsische Volkskunst in Dresden, die Idee zu einer Art Reformspielzeug hatten. Es entstand ein Heimat-Spielzeug, das die Fantasie anregen sollte und dabei die Bereiche Stadt und Land, Natur und Technik auf der Höhe der Zeit im Spiel abbilden konnte. Häuser, Tiere und Menschen in Kombination mit Fahrzeugen und auslegbaren Geländeplatten ließen sich immer wieder neu kombinieren.

Mit dem „Erzgebirgischen Dörfchen“ wurde das erste Pädagogische Spielzeug auf den Markt gebracht, das in seiner Aussagekraft bis heute fast unübertroffen ist. Betrachtet man es in seiner ganzen Vielfalt, so ergibt sich ein kulturgeschichtlicher Blick in die Zeit von der Jahrhundertwende bis zum Zweiten Weltkrieg. Was früher die Kinderherzen entzückte, gehört heute für Erwachsene zum raren Sammelobjekt.

Die Ausstellung umfasst nicht nur Miniaturspielzeug zu verschiedenen Szenen aufgebaut, sondern zeigt anhand von Originalverpackungen, alten Musterblättern und Geschäftspapieren die Idee, das Angebot und die Vermarktung der kleinen Kostbarkeiten.

Exponate aus der gegenwärtigen Produktion einiger weniger Hersteller, die noch nach alten Vorlagen arbeiten, runden die Ausstellung ab.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr
13.01. – 14.02.2020 geschlossen
15.02. – 27.03.2020 14:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 3 €, Kinder bis 14 Jahre 1€, Kinder bis 6 Jahre frei, Familien 7 €

Ort: Weihnachtshaus, Westerende 46, 25813 Husum
www.weihnachtshaus.info

Foto © Weihnachtshaus


noch bis 22. November 2020

OSTHOLSTEIN
im Blick der Norddeutschen Realisten

Plakat OSTHOLSTEIN im Blick der Norddeutschen RealistenBei dieser besonderen Ausstellung OSTHOLSTEIN im Blick der Norddeutschen Realisten handelt es sich um eine Art „Geburtstagsgeschenk“ anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Kreises Ostholstein.

Bereits 2018 und 2019 fanden auf Einladung des Museums Malsymposien im Kreisgebiet statt, während derer die Mitglieder der Künstlervereinigung der Norddeutschen Realisten den Kreis Ostholstein von Fehmarn bis Bad Schwartau, von den Küsten bis ins Landesinnere erkundeten und künstlerisch in eindrucksvollen Bildern vor Ort und unter freiem Himmel umsetzten. Während der Symposien entstanden über 180 Bilder, die sowohl die attraktiven und charakteristischen als auch die weniger bekannten Seiten Ostholsteins aus der individuellen Perspektive der jeweiligen Künstlerinnen und Künstler zeigen.

Mit Margreet Boonstra, Brigitta Borchert, Tobias Duwe, André Krigar, Christopher Lehmpfuhl, Meike Lipp, Mathias Meinel, Lars Möller, Ulf Petermann, Eva Pietzcker, Nikolaus Störtenbecker, Frank Suplie und Till Warwas sind insgesamt 12 Mitglieder und ein Gast der bekannten Künstlergruppe an dem Malprojekt und seiner Ausstellung beteiligt, deren Werke auf beiden Ausstellungsetagen des Ostholstein-Museums präsentiert werden.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 23. August 2020, um 11:00 Uhr ihre Tore öffnen – aufgrund der besonderen Corona-Situation jedoch ohne Eröffnungsfeierlichkeiten am Vormittag. Stattdessen werden einige Künstlerinnen und Künstler der Gruppe der Norddeutschen Realisten an jenem Sonntag vor Ort sein und den interessierten Besuchern gerne Auskunft zur Künstlergruppe, den eigenen Werken und den Bildern der Kollegen sowie der pleinair-Malweise geben.

Die Ausstellung wird von einem reich bebilderten Katalog (25 €) sowie Führungen und Künstlergesprächen begleitet.

Zeitnahe Informationen zu dem begleitenden Programm finden Sie unter www.oh-museum.de.

Katalog und Ausstellung werden vom Kreis Ostholstein und der Sparkassen-Kulturstiftung Ostholstein finanziell gefördert.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis 29. November 2020

Sonderausstellung „LAND KÜSTE MEER –
Einblicke in die Schatzkammern des Nordens“

Plakat „Land Küste Meer“ 2020 – Museum für Natur und Umwelt – LübeckAm 27. Februar 2020 wurde im Museum für Natur und Umwelt die Sonderausstellung „LAND KÜSTE MEER – Einblicke in die Schatzkammern des Nordens“ eröffnet, die dort bis 29. November 2020 zu sehen sein wird.

Darin geben die naturkundlichen Museen des Museumsverbundes der Nord- und Ostsee Region (NORe) Einblicke in ihre Arbeit. Jedes erzählt eine besondere Geschichte anhand ausgewählter originaler Objekte. Es wird gezeigt, welche Aufgaben Naturkundemuseen erfüllen, wozu ihre Sammlungen dienen und was ihre Forschungsarbeit auszeichnet. Im Vordergrund stehen vor allem Aspekte von Evolution und Biodiversität. Anhand von Objekten wie Fossilien wird der Wandel im Lauf der Erdgeschichte aufgezeigt. Themen sind zum Beispiel „Die Welt vor unserer Zeit“ oder „Der Mensch verändert die Welt“.

LAND KÜSTE MEER – Einblicke in die Schatzkammern des Nordens“ ist die erste gemeinsame Ausstellung des Museumsverbundes NORe, dem elf Naturkundemuseen und Forschungssammlungen aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein angehören. Sie war bereits in Rostock und Oldenburg zu sehen. Das Lübecker Museum für Natur und Umwelt ist mit Fossilfunden aus der Ur-Nordsee aus der Zeit vor etwa 11 Millionen Jahren von der Fundstelle in Groß Pampau vertreten.

Öffnungszeiten:
dienstags – freitags 09:00 – 17:00 Uhr
samstags – sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 6 €
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 2 €
Ermäßigte 3 €
Kinder unter 6 Jahren frei

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de


noch bis Herbst 2023

Interimsausstellung
“Buddenbrooks im Behnhaus”

Ausstellung Buddenbrooks im BehnhausTony Buddenbrook heißt ab sofort ihre Gäste im Behnhaus willkommen

Endlich kann mit der Wiederöffnung der LÜBECKER MUSEEN seit dem 12. Mai 2020 auch die bereits Ende März fertig gestellte Ausstellung „Buddenbrooks im Behnhaus“ der Öffentlichkeit
präsentiert werden.

Seit das Buddenbrookhaus nach seiner rauschenden Umzugsparty am 28. und 29 Dezember 2019 seine Pforten in der Mengstraße 4 für den umfassenden Umbau schließen musste, wurde an der Interimsausstellung im Museum Behnhaus Drägerhaus gefeilt. Das Ergebnis wird nun bis zum Ende der Umbaumaßnahmen des Literaturhauses, die trotz Corona planmäßig verlaufen, also voraussichtlich bis Herbst 2023 zu sehen sein.

Wir freuen uns, nun endlich die Buddenbrooks an ihrem neuen Standort zu zeigen. Wer die Inhalte des Romans und das bürgerliche Leben der Manns in Lübeck darstellen will, der kann keinen besseren Ort als das Behnhaus finden. Hier gehen das großbürgerliche Wohnumfeld und die bedeutende Kunst des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne eine Symbiose ein wie kaum an einem Ort“, so der Leitende Direktor der LÜBECKER MUSEEN, Prof. Dr. Hans Wißkirchen.

Durch die Ausstellung führt Antonie „Tony“ Buddenbrook, Protagonistin aus Thomas Manns weltberühmtem Roman „Buddenbrooks“. Diese Romanfigur schien zur Präsentation der Ausstellung aufgrund ihrer Lust am Erzählen, ihrer Begeisterungsfähigkeit für Neues sowie ihres Engagements für Familie und Stadt bestens geeignet.

In einer Art „Homestory“ erzählt sie von den Romanen „Buddenbrooks“ und „Professor Unrat“, von den Schriftstellern Thomas und Heinrich Mann und vom bürgerlichen Leben im 19. Jahrhundert. Wie sah das Leben in Lübeck zu dieser Zeit aus, was bedeutete die Stadt für die Brüder und wie wurde sie Literatur? Tony lädt die Besucher:innen zu einer Zeitreise ins Lübeck der Buddenbrooks und der Manns ein. Dabei wird schnell klar, warum ausgerechnet das Museum Behnhaus Drägerhaus zur Kulisse für diese Interimsausstellung wurde: in den Räumen des klassizistischen Stadtpalais kann die Lebenswelt der Buddenbrooks authentisch erlebt werden. Tonys Anspruch an Vornehmheit wird dabei ebenfalls entsprochen. Bereits bei der Buddenbrooks-Neuverfilmung von Heinrich Breloer aus dem Jahre 2008 wurden einzelne Szenen im Behnhaus gedreht.

Die Ausstellung erstreckt sich über die historischen Wohnräume des Behnhauses im Erdgeschoss und beginnt in der Diele, wo aus der Perspektive Tony Buddenbrooks die Entstehungsgeschichte des Romans erläutert und Bezüge zu realen Vorbildern der Romanfiguren und damit natürlich auch zur Familiengeschichte der Manns hergestellt werden.

Neben der ehrerbietenden Familienbibel der Manns ist hier auch eine Tabakdose mit Darstellung einer Wintertroika ausgestellt, die vermutlich als Mitbringsel eines russischen Kunden im 19. Jahrhundert in den Mannschen Familienbesitz gekommen ist. Zuletzt befand sich die Tabakdose im Besitz von Lisa Dräger, die sie von der mit ihr befreundeten Ilse Mann geschenkt bekam. Als Leihgabe von Lisa Dräger wurde die Dose schon einmal in den frühen 1990er Jahren im Drägerhaus ausgestellt und ist damit nun gewissermaßen ins Haus „zurückgekehrt“.

Als weitere Kuriosität der Interimsausstellung gilt ein Fächer, der als Requisit in der Verfilmung von „Buddenbrooks“ 2008 von Jessica Schwarz als Tony Buddenbrook getragen wurde. Er ist mit einem Lübeck-Panorama gemalt und fasst so verschiedene, sich überlagernde Ebenen der Ausstellung zusammen: Fakt und Fiktion, Ortsgebundenheit und mediale „Emanzipation“ der Geschichte, Vergangenheit und ihre Übertragung in die Gegenwart.

Zu den Highlights der Ausstellung zählt außerdem ein Klingelzug aus dem 19. Jahrhundert, mit dem die Familie Mann nach den Dienstboten geläutet haben soll und der nun erstmals museal präsentiert wird. Mit seinen 2,22 Meter Länge und der reichen Wollstickerei mit Glasperlen ist er ein besonders schönes Exponat, das viel über das Leben im Lübecker Patriziat erzählt.

Für die Ausstellung „Buddenbrooks im Behnhaus“ wurde eigens ein eGuide konzipiert, mit dessen Hilfe man sich per App kostenlos auf dem eigenen Smartphone auch in Corona-Zeiten sicher durch die Ausstellung führen lassen kann und dennoch nicht auf wertvolle Hintergrundinformationen zu verzichten braucht.

Am 09. Juni 2020 eröffnet außerdem direkt zwischen Marienkirche und Rathaus unter dem Titel „Buddenbrooks am Markt“ ein Infocenter mit Museumsshop, in dem nicht nur Souvenirs des Buddenbrookhauses erstanden, sondern auch umfassende Informationen zum Stand des Umbaus des berühmten Literaturmuseums eingeholt werden können.

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12. Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03. Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 
Erwachsene 8 €
Kinder unter 6 Jahren frei
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 2,50 €
Ermäßigte 4,- €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

www.buddenbrookhaus.de


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