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Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein Mai 2020

 

noch bis 07. Juni 2020

„Der ganze Barlach“ –
zum 150. Geburtstag
des Bildhauers Ernst Barlach (1870–1938)

Plakat Ausstellung „Der ganze Barlach“ - Ostholstein-Museum EutinErnst Barlach gehört zu den berühmtesten deutschen Künstlern der klassischen Moderne, seine Werke sind weltweit in den großen Sammlungen zur Kunst des 20. Jahrhunderts vertreten. Den radikalen Veränderungen des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts begegnete der Bildhauer, Zeichner und Schriftsteller mit dem schlichten „Bild vom Menschen“ und artikulierte unermüdlich die Frage nach den Grundwerten unserer Existenz. Dabei ist sein Werk von den historischen, politischen und gesellschaftlichen Einflüssen seiner Zeit nicht zu trennen; dennoch gelang es Barlach, Werke zu schaffen, die auch heute noch höchst aktuelle Bedeutung haben.

Zum 150. Geburtstag von Ernst Barlach (1870-1938) zeigt das Ostholstein-Museum Eutin unter dem Titel „Der ganze Barlach“ eine große Überblicksausstellung, in der sämtliche Aspekte seines Werkes zur Sprache kommen. So wird Ernst Barlach dem Publikum als Bildhauer, Zeichner und Grafiker präsentiert, aber auch der Dramatiker und Erzähler wird vorgestellt, dessen schriftstellerischen Leistungen mit dem Bildkünstler in der Ausstellung in Korrespondenz treten.

Ernst Barlach wurde am 02. Januar 1970 in Wedel geboren. Nach dem Besuch der Gewerbeschule in Hamburg begann er sein Studium an der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Dresden, wo er ab 1892 Meisterschüler von Robert Diez wurde. Nach Aufenthalten in Paris war es vor allem eine ausgedehnte Reise nach Russland 1906, die einen Wendepunkt in seinem Leben darstellte und nachhaltigen Einfluss auf sein künstlerisches Schaffen haben sollte.

Feierte Barlach bereits nach dem Ersten Weltkrieg große künstlerische Erfolge, so wuchsen die Schwierigkeiten für ihn mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Die Bauern und Bettler, die schlichten und singenden, die trinkenden und betenden, die stillen und zweifelnden Gestalten Ernst Barlachs passten nicht in deren Kulturideologie. Ab 1933 wurden die großen öffentlichen Ehrenmale Barlachs abgebaut oder zerstört, hunderte seiner Arbeiten aus öffentlichen Museen und Galerien beschlagnahmt und der Künstler als „entartet“ eingestuft. Ernst Barlach verstarb 1938 in Rostock.

Die Ausstellung „Der ganze Barlach“ findet in Kooperation mit der Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg statt und gibt mit einer repräsentativen Auswahl an Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken und schriftlichen Arbeiten Einblick in das Gesamtwerk eines Künstlers, der zu den herausragenden Vertretern des deutschen Expressionismus zählt.

Die Ausstellung wird begleitet durch ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm. Informationen dazu finden Sie unter www.oh-museum.de.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags und feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis Oktober 2020

„Das schönste Spielzeug der Welt“
Miniaturspielzeug aus dem Erzgebirge

„Das schönste Spielzeug der Welt“ Miniaturspielzeug aus dem Erzgebirge © WeihnachtshausDas schönste Spielzeug der Welt“ – So bezeichnete der Dresdner Spielzeughändler und Sammler Richard Zeumer die Miniaturwelt aus dem Erzgebirge.

Zunächst waren es Spielzeugdesigner an der Königlichen Kunstgewerbeschule in Dresden, die mit Professor Oskar Seyffert, dem späteren Gründer des Museums für Sächsische Volkskunst in Dresden, die Idee zu einer Art Reformspielzeug hatten. Es entstand ein Heimat-Spielzeug, das die Fantasie anregen sollte und dabei die Bereiche Stadt und Land, Natur und Technik auf der Höhe der Zeit im Spiel abbilden konnte. Häuser, Tiere und Menschen in Kombination mit Fahrzeugen und auslegbaren Geländeplatten ließen sich immer wieder neu kombinieren.

Mit dem „Erzgebirgischen Dörfchen“ wurde das erste Pädagogische Spielzeug auf den Markt gebracht, das in seiner Aussagekraft bis heute fast unübertroffen ist. Betrachtet man es in seiner ganzen Vielfalt, so ergibt sich ein kulturgeschichtlicher Blick in die Zeit von der Jahrhundertwende bis zum Zweiten Weltkrieg. Was früher die Kinderherzen entzückte, gehört heute für Erwachsene zum raren Sammelobjekt.

Die Ausstellung umfasst nicht nur Miniaturspielzeug zu verschiedenen Szenen aufgebaut, sondern zeigt anhand von Originalverpackungen, alten Musterblättern und Geschäftspapieren die Idee, das Angebot und die Vermarktung der kleinen Kostbarkeiten.

Exponate aus der gegenwärtigen Produktion einiger weniger Hersteller, die noch nach alten Vorlagen arbeiten, runden die Ausstellung ab.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr
13.01. – 14.02.2020 geschlossen
15.02. – 27.03.2020 14:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 3 €, Kinder bis 14 Jahre 1€, Kinder bis 6 Jahre frei, Familien 7 €

Ort: Weihnachtshaus, Westerende 46, 25813 Husum
www.weihnachtshaus.info

Foto © Weihnachtshaus


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