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Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein August 2022

 

Dauerausstellung

„Vogelleben zwischen Fluss und Meer“

Ausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“ in der Naturwerkstatt Priwall © lpvIm August 2020 wurde in der Naturwerkstatt Priwall die Dauerausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“ eröffnet.

Diese erzählt von der abwechslungsreichen und faszinierenden Natur des Priwalls und der Geschichte, wie diese Halbinsel zu einem ganz besonderen Refugium für selten gewordene und gefährdete Küstenvögel wurde.

Durch verschiedene Ausstellungsobjekte, interaktive Medien und spielerische Stationen lädt sie Jung und Alt ein, die Natur des Priwalls zu entdecken und ihre gefiederten Bewohner näher kennenzulernen. Dabei darf selber ausprobiert und gerätselt werden:
Wo finde ich den besten Brutplatz für einen Kiebitz?
Und wie genau werden Vögel eigentlich gezählt?
Abgerundet wird die Ausstellung durch naturgetreue Dioramen, die die Vögel in ihren natürlichen Lebensräumen zeigen.

Die Naturwerkstatt Priwall ist ein Besucher- und Informationszentrum des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer e. V., gelegen am Rande des Naturschutzgebietes „Südlicher Priwall“. Regelmäßig starten von hier aus naturkundliche Führungen mit botanischem, vogelkundlichem oder naturhistorischem Schwerpunkt.

Öffnungszeiten:
April – Oktober: dienstags – sonntags: 12:00 – 17:00 Uhr
November – März: freitags – sonntags: 12:00 – 16:00 Uhr
Sonderöffnungstage: 26.12. – 31.12., 12:00 bis 16:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 4 €
Kinder (ab 6 Jahre): 2 €
(inkl. Führung + 2 €)

Ort: Naturwerkstatt Priwall, Fliegerweg 5-7, 23570 Travemünde-Priwall
Tel. 04502 9996465
www.naturwerkstatt-priwall.de

www.dummersdorfer-ufer.de

Foto © LPV (Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer)


Dauerausstellung mit wechselnden Künstlern

Plakat Kunst-Pavillon Travemünde 23. Oktober 2021 – 30. September 2022

Wechselnde Ausstellungen z. B. mit:
Thomas Radbruch www.thomas-radbruch.de

30.12.2021 – 13.01.2022
donnerstags – sonntags 14:00 – 16:00 Uhr: Inga Stöckmann www.ingasart.de/

15. 01. – 03. 02.2022
Christiane Wosnitza-Steinhof

05. – 24.02.2022
Travemünder HobbyKünstlerinnen

26.02. – 17.03.2022
ChrisTine Löwa www.kunstnet.de/chrisartelier

19.03. – 07.04.2022
Ingeborg Patri

09. – 28.4.2022
Sabine Günther, Helga Dorothea Klinger, Malerei und Druckgrafik

30.04. – 19.05.2022
Thomas Schmitt-Schech, Fotografie www.lichtblick-fotokompass.de

21.05. – 09.06.2022
Detlef Radenbach, Fotografie

11. – 30.06.2022
Sieglinde Thot www.sieglindeleier-beckum.de

Frauke Klatt www.frauke-klatt.de

Michaela Berning-Tournier www.michaela-berning-tournier.jimdofree.com

Damit ist die Absicht verbunden, dem Ort im Bereich leerstehender Laden-Schaufenster positive Akzente durch Kunst- und Kulturschaffende zu verleihen. Und zur Attraktivität und kulturellen Belebung Travemündes beizutragen – nicht nur für Gäste, sondern auch für Einheimische.

Öffnungszeiten des Pavillons:
09:00 – 12:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Pavillon, Vogteistraße 21/Ecke Rose, 23570 Lübeck-Travemünde


noch bis 07. August 2022

CÉSAR KLEIN (1876-1954)
und seine expressionistischen Bühnenwelten

César Klein, Entwurf zu DIE ZAUBERFLÖTE von W. A. Mozart, Berlin 1928 © VG Bild-Kunst, Bonn 2022Das Ostholstein-Museum widmet sich in diesem Sommer dem Maler César Klein als Bühnen- und Kostümgestalter. Dieser Bereich der angewandten Kunst machte stets einen wichtigen Teil seines künstlerischen Schaffens aus: So entstanden zwischen 1920 und 1954 unter Regisseuren wie Viktor Barnowsky, Leopold Jessner und Jürgen Fehling rund 180 Bühnenausstattungen durch seine Hand.

Die Eutiner Ausstellung mit Gouachen und Zeichnungen zu zahlreichen Opern- und Theaterinszenierungen wird durch freie Malerei, Fotografien und schriftliche Dokumente abgerundet. Die Arbeiten stammen aus musealem und privatem Besitz und sind in Teilen bislang nicht öffentlich gezeigt worden.

César Klein wurde 1876 in Hamburg geboren und ließ sich nach dem Studium 1903 in der Reichshauptstadt Berlin nieder, wo er bald als freier und angewandter Künstler ein eigenes Atelier führte und vorerst vor allem Bühnendekorationen und Kostüme, aber auch Filmszenografien für Stummfilme entwarf.

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wandte er sich sowohl in seinem malerischen Werk als auch in seiner kunstgewerblichen Arbeit dem Expressionismus zu. So war er 1910 Mitbegründer der Neuen Secession in Berlin und 1918 der Novembergruppe. Von 1919 bis 1937 übernahm er schließlich einen Lehrauftrag am Kunstgewerbemuseum Berlin und pflegte Kontakte zu so bekannten Künstlerkollegen wie Emil Nolde oder Walter Gropius.  Es war die Zeit seines großen künstlerischen Erfolges.

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten änderte sich die Lage für César Klein jedoch schlagartig; seine Werke waren ab 1937 Teil der nationalsozialistischen Ausstellung „Entartete Kunst“, in dessen Folge er Malverbot erhielt. In diesen Jahren wurde für ihn seine Tätigkeit vor allem für die Berliner Bühnen, unterstützt von so namhaften Theatergrößen wie Fehling und Gründgens, überlebenswichtig, was sich deutlich in der sehr zurückgenommenen Formensprache in seinen Entwürfen jener Jahre zeigt.

1937 verließ César Klein Berlin und siedelte endgültig ins ostholsteinische Pansdorf über, wo er bereits 1935 den „Eschenhof“ gekauft hatte und dort bis zu seinem Tode 1954 lebte. Hier schuf er in späteren Jahren – fernab der Metropolen – ein umfassendes Spätwerk, das nach wie vor auch Bühnen- und Kostümentwürfe vorrangig für die Hamburger und Lübecker Bühnen umfasste.

Die Ausstellung des Ostholstein-Museums Eutin wird unterstützt vom Freundeskreis Cesar Klein e.V. und findet zeitgleich zur Saison 2022 der beliebten Eutiner Festspiele statt (www.eutiner-festspiele.de).

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags/feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 
Erwachsene 6 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © VG Bild-Kunst, Bonn 2022


noch bis 14. August 2022

„Im Auftrag des Werks – im Spiegel der Arbeit.
Lübecker Industriekunst vor 100 Jahren“

van Hees © Dirk van Hees – Archiv Industriemuseum Geschichtswerkstatt HerrenwykAb Freitag, 13. Mai 2022, widmet sich das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk der Industriekunst vor 100 Jahren, die zumeist als Auftragsarbeit zum Zweck der Selbstdarstellung großer Industriebetriebe zustande kam. Die Sonderausstellung mit dem Titel „Im Auftrag des Werks – im Spiegel der Arbeit. Lübecker Industriekunst vor 100 Jahren“ stellt dabei vor allem vierzehn Radierungen des Industriekünstlers Dirk van Hees in den Mittelpunkt, die dieser anlässlich des 25. Jubiläums des Hochofenwerks angefertigt hat. Die Ausstellung wird bis zum 14. August zu sehen sein. Sie wurde vom Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur sowohl finanziell als auch durch Leihgaben unterstützt.

Bei Dirk van Hees handelt sich um einen eher unbekannten, wenn auch begabten Industriekünstler. Die Radierungen von sehr hoher Qualität stammen aus einer Mappe zum 25-jährigen Werksjubiläum des Hochofenwerkes Lübeck im Jahr 1930 und kamen in einem originalen, an den damaligen Generaldirektor Dr. Moritz Neumark adressierten Paket in Lübeck an. Dieses Paket inklusive Mappe ist Kern- und Angelpunkt der Ausstellung.

Die Radierungen zeigen Szenen und Gebäude sowie Arbeitsabläufe des Lübecker Hochofenwerks in der Anfangszeit des Werksbestehens in den 1920er Jahren. Ziel dieser Kunstwerke war es, die Arbeitsabläufe und Werkstätten nicht nur darzustellen, sondern auch die Arbeit am Werk zu glorifizieren, was an der Art der Darstellung der Anlagen, aber auch der Arbeiter deutlich wird. Demzufolge ist die Schau keine reine Kunstausstellung, sondern die Radierungen sollen in einen historischen Kontext gesetzt und deren Motive hinterfragt werden. Jedes Bild begleitet eine detaillierte Erläuterung zum Motiv und zu den dargestellten Abläufen und Gebäuden bzw. den Tätigkeiten der Arbeiter. Dies war der Museumsleiterin und Kuratorin Dr. Bettina Braunmüller besonders wichtig: „Die Ausstellung ist sowohl interessant für Menschen, die Kunst zu schätzen wissen, als auch für solche, die sich für die kulturwissenschaftlichen Hintergründe der Industriekunst und Auftragsarbeiten interessieren. Gleichzeitig spricht sie Besucher:innen an, die mit Kunst nicht viel anfangen können, aber die technischen Produktionsabläufe des Hochofenwerkes im Detail erkunden wollen. Ich für meinen Teil finde, dass gerade diese Vielschichtigkeit in den Themen und Betrachtungsweisen den Reiz der Ausstellung ausmacht und somit viele Menschen aller Altersgruppen anspricht.“

Ergänzt wird die Ausstellung von weiteren Werken von Dirk van Hees sowie 15 anderen Beispielen von Industriekunst der Künstler Eschke (1921), Krausser (1925), Richter (1954), Assmann (1980/81) und Steinbrüggen (1992) aus sehr unterschiedlichen Zeitperioden und mit sehr unterschiedlichen Hintergründen. Auch ist ein überdimensionales „Werbeplakat“ der Firma Flender zu sehen, gefertigt durch Eckert & Pflug, Kunstanstalt Leipzig, einem Kunstverlag mit Schwerpunkt auf perspektivischer Darstellung von Industrieanlagen. „Dieses Werbeprodukt hängt seit Jahrzehnten ungesehen im Verwaltungsteil des Museums und wird in dieser Ausstellung nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, erklärt Braunmüller.

Jedes Bild bzw. jede Bilderserie begleitet eine detaillierte kunstwissenschaftliche Expertise der Kunsthistorikerin Andrea Haarer ebenso wie eine historische Einordnung des Dargestellten durch Kuratorin Braunmüller.

Des Weiteren wirft die Ausstellung die Frage nach der Industriekunst auf, nach ihren Künstlern und Auftraggebern, nach ihrer Motivation und Faszination, nach der Veränderung der Kulturlandschaft und der Härte der Arbeit. Daher werden die Kunstwerke ebenfalls von Informations- und Bildtafeln begleitet, die historische Hintergründe und Personenbiografien erläutern und alles in einen größeren Kontext setzen.

Die Ausstellung wird von der Possehl-Stiftung und dem Förderverein des Museums unterstützt.

Öffentliche Führungen
Führungen finden am 04. Juni, am 02. Juli und am 06. August 2022 jeweils um 11:00 Uhr durch ein Mitglied des Vereins für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e. V. statt.
Führungen für Gruppen und Schulklassen können individuell nach Absprache gebucht werden.

Öffnungszeiten:
freitags 14:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 4 €
Kinder unter 6 Jahren frei
Kinder und Jugendliche 6 – 15 Jahre 2 €
Kinder und Jugendliche 16 – 18 Jahre 4 €
Ermäßigte 3 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de

Foto © Dirk van Hees – Archiv Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk


noch bis 28. August 2022

„Das Holstentor steht Kopf.
Die Camera obscura und Werke von Martin Streit“

Holstentor steht Kopf © Martin StreitAb dem 21. Mai wird das Holstentor, Lübecks berühmtes Wahrzeichen, buchstäblich „auf den Kopf“ gestellt: Mithilfe einer großen begehbaren Camera obscura des Kölner Künstlers Martin Streit auf der Holstentorwiese kann das Bauwerk durch ein optisches Prinzip wie ein gemaltes Bild und auf dem Kopf stehend betrachtet und vollkommen neu erlebt werden. Nach dem Kölner Dom ist es das zweite bekannte Wahrzeichen Deutschlands, das von Streit mithilfe einer Camera obscura im Rahmen seines Projekts „LICHTKAMMER“ in Szene gesetzt wird.

Parallel dazu gibt es im St. Annen-Museum eine Ausstellung mit den Werken des Künstlers. Neben Malereien sind auch solche Fotografien, die mit einer tragbaren Camera obscura entstanden sind, zu sehen. Sie zeigen das Grundprinzip der Kunst von Martin Streit: Ausgehend von einer schlichten Form, entstehen im Zusammenspiel mit Licht und Farbe äußerst poetische Bilder. Darunter vor allem solche, die zuletzt auf seinen Streifzügen durch Lübeck entstanden sind. Die zweiteilige Ausstellung „Das Holstentor steht Kopf. Die begehbare Camera obscura und Werke von Martin Streit“ vor dem Holstentor und im St. Annen-Museum ist vom 21. Mai bis zum 28. August 2022 zu sehen.

Holstentor steht Kopf © Martin StreitDie Camera obscura, die bereits am 4. Mai auf der Holstentorwiese aufgebaut wurde, hat eine Gesamtgröße von 13,60 Metern Länge, 2,40 Metern Breite und eine Höhe von 5,20 Metern und wiegt ca. 13 Tonnen. Bei der Installation handelt es sich um einen kleinen begehbaren Raum, der im Inneren vollkommen dunkel ist. „Daher muss sich das menschliche Auge auch erst drei bis fünf Minuten an die Dunkelheit des Innenraums gewöhnen, während das Abbild immer mehr an Präsenz und Klarheit gewinnt.“, so Dr. Dagmar Täube, Leiterin des Museums Holstentor sowie des St. Annen-Museums und Initiatorin der Doppelschau. Diese konzentrierte und nahezu meditative Atmosphäre ermögliche die bewusste Wahrnehmung des Sehens selbst sowie den bilderzeugenden Prozess.

Bei der Camera obscura handelt es sich um die Vorläuferin aller Kameras, der ein optisches Prinzip zugrunde liegt, das seit der Antike bekannt ist. Sie wiederholt im Prinzip die Wahrnehmung des menschlichen Auges: Fällt durch eine Lochblende oder Linse Licht in einen ansonsten dunklen Raum, so erzeugt es auf dessen gegenüberliegender Fläche ein seitenverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Abbild. Das menschliche Gehirn stellt dabei allerdings im Gegensatz zur Camera obscura die spiegel- und seitenverkehrten Bilder wieder richtig. „Zudem habe ich in meiner Lichtkammer bewusst auf jegliche Form von Spiegeln oder Linsen verzichtet und lediglich in der Außenwand der Installation ein Loch von ein bis zwei Zentimetern Durchmesser gelassen, durch das das Tageslicht in den Innenraum dringt. Je kleiner die Lochblende ist, desto gebündelter sind die Strahlen und desto schärfer wird das Abbild.“, erklärt Martin Streit sein ausgetüfteltes Objekt. „Das Holstentor wird dadurch in eine poetische Bildsprache transformiert und genau diese Verfremdung ist es, wodurch das weltbekannte Bauwerk neu gesehen werden kann“.

Das Projekt der begehbaren Camera obscura vor dem Holstentor fügt sich lückenlos in das Schaffen des 1964 in Koblenz geborenen Kölner Künstlers Martin Streit ein. Nach einer Ausbildung zum Kunstglaser in Trier und dem Studium an den Kunstakademien in Münster und Düsseldorf hat der Meisterschüler von Gotthard Graubner seine künstlerischen Erfahrungen in Arbeitsaufenthalten in Paris, Rom und New York vertieft. Im St. Annen-Museum werden Streits frühe Arbeiten wie beispielsweise zwei Gruppen von Ölgemälden, die so genannten Kugelbilder und Becherbilder, gezeigt. Bereits diese zeigen, wie intensiv sich der Maler mit den Prinzipien von Farbe und Malerei auseinandergesetzt hat. Die in der Schau ausgestellten Fotografien mit der tragbaren Camera obscura zeigen weitere Kriterien: Stets konzentriert Martin Streit sich auf ein Motiv und setzt es in einen zeitlosen Kontext, in dem Farbe und Licht zu den bestimmenden Koordinaten werden. Die Unschärfe der Motive, geschaffen durch feinste Nuancierungen und Abstufungen, betont die Flüchtigkeit des Moments. Auf den ersten Blick scheinbar leicht zu erfassen, gewinnen die Motive an Vielfalt und Lebendigkeit, je länger sich der Betrachtende damit auseinandersetzt. Sie werden konkreter und gleichzeitig abstrakter, räumlich und flächig zugleich; sie spielen mit der menschlichen Wahrnehmung.

Einige der Camera obscura Fotografien des Künstlers sind gezielt im Hinblick auf die bevorstehende Ausstellung im St. Annen-Museum in Lübeck entstanden. Dabei hat der Künstler ein ganz neues künstlerisches Thema für sich entdeckt: Die Gewölbe der Lübecker Kirchen.
Diese Werke werden nun erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt.

Zur Ausstellung „Das Holstentor steht Kopf. Die begehbare Camera obscura und Werke von Martin Streit“ ist ein ausführliches Begleitheft erschienen, das für 8,50 € im Museumsshop erhältlich ist.

Die Ausstellung wurde gefördert von der Possehl-Stiftung, der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck und der Friedrich Bluhme und Else Jebsen-Stiftung.

Besuch der Camera obscura
Die Eintrittskarten für die Camera obscura können für 4 € pro Person im Museum Holstentor bzw. im St. Annen-Museum erworben werden. Es dürfen sich maximal 10 Personen gleichzeitig in der Lichtkammer aufhalten.
Öffnungszeiten Holstentor und Camera obscura
täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Öffnungszeiten St. Annen-Museum:
Dienstag-Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintrittspreise:
Camera obscura und St. Annen-Museum 8 €, ermäßigt 4 €
Camera obscura und Holstentor 8 €, ermäßigt 4 €
Camera obscura 4 €
Tickets erhältlich im Holstentor und im St. Annen-Museum

Orte: 
Museum Holstentor
Holstentorplatz, 23552 Lübeck
Telefon Museumskasse 0451 122 4129
www.museum-holstentor.de

St. Annen-Museum
St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
Telefon Museumskasse 0451 122 4137
www.st-annen-museum.de

www.martinstreit.net


noch bis 18. September 2022

Till Warwas
Zufall und Wirklichkeit

Till Warwas, Blaue Komposition, 2017, Acryl auf Leinwand © VG Bild-Kunst, Bonn 2022Das Ostholstein-Museum führt in diesem Sommer erstmalig eine Sonderausstellung in seiner neuen Dependance im Kloster Cismar durch. Sie ist dem Schaffen des Bremer Künstlers Till Warwas gewidmet. Er ist Mitglied der in Schleswig-Holstein bekannten Künstlergruppe der Norddeutschen Realisten und feiert 2022 seinen 60. Geburtstag.

In dieser Retrospektive mit Werken aus dem Zeitraum von 1982 bis heute liegt ein besonderes Augenmerk sowohl auf seinen einfühlsamen, direkt in der Natur gemalten Pleinair-Landschaften als auch auf seinen durch ihre detailgenaue Wiedergabe bestechenden Stillleben, die einen ganz eigenen Schwerpunkt in seinem Werk ausmachen. Hinzu kommen Blumenbilder sowie frühe Landschaften und Interieurs, wodurch sich die besondere Gelegenheit bietet, auch das eher unbekannte Frühwerk von Till Warwas aus seiner Berliner Zeit zu entdecken. Auf diese Weise lässt sich die Entwicklung seines Werkes in den letzten vier Jahrzehnten nachzuvollziehen.

Besonders reizvoll ist dabei auch der Umstand, dass die Ölbilder in weiten Teilen aus Privatbesitz stammen und somit der Öffentlichkeit nur temporär präsentiert werden, bevor sie in ihre Sammlungen zurückkehren.

Till Warwas wurde 1962 in Bremen geboren und studierte ab 1984 freie Malerei an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Klaus Fußmann, bei dem er Meisterschüler war.

Seit 1990 unterhält Till Warwas ein Atelier in Bremen. Zahlreiche Arbeitsaufenthalte führten ihn u.a. nach Frankreich, England, Polen, Dänemark, Schweden, an Nord- und Ostsee sowie ins Rheingau. Seit 2002 nimmt er regelmäßig an den Pleinair-Symposien der Gruppe der Norddeutschen Realisten teil.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog, der von der Karin und Uwe Hollweg-Stiftung, Bremen, und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein gefördert wurde.

Im Rahmen der Ausstellung finden Künstlergespräche und Führungen statt. Termine finden Sie unter www.oh-museum.de.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags/feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 5 €
Bitte beachten Sie, dass die Ausstellungsräume leider nicht barrierefrei zu erreichen sind.

Ort: Kloster Cismar, Bäderstraße 42, 23743 Cismar

www.oh-museum.de

Foto © VG Bild-Kunst, Bonn 2022


noch bis 25. September 2022

„Die fantastische Welt der Tove Jansson“

Tove Jansson – Illustration zu Winter im Mumintal 1957 © Moomin CharactersGünter Grass-Haus präsentiert finnische Ausnahmekünstlerin

Ab dem 27. März steht eine starke Frau aus Finnland im Mittelpunkt einer neuen Sonderausstellung im Günter Grass-Haus: Die Malerin, Karikaturistin und Schriftstellerin Tove Jansson (1914–2001), die hierzulande vornehmlich durch die Mumins Bekanntheit erlangte. Die Geschichten über die weißen Trolle, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden, machten Jansson weltberühmt. Doch auch Gemälde und Literatur für Erwachsene gehören zu ihrem Œuvre. Sie schuf ein einzigartiges Werk, das von der Leidenschaft für Bilder und Geschichten geprägt war. Ihre Experimentierfreude und ihr Talent in verschiedenen Disziplinen schlägt die Brücke zum Günter Grass-Haus, das als Forum für Literatur und Bildende Kunst immer wieder Künstler:innen präsentiert, die ähnlich wie Günter Grass mehrfach begabt waren oder sind.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Adeline Henzschel, gestaltet von Franka Frey.

„Es ist das erste Mal, dass das künstlerische Werk Janssons in dieser Bandbreite in Deutschland gezeigt wird.“, so Dr. Jörg-Philipp Thomsa, Leiter des Günter Grass-Hauses. Alle Exponate sind Leihgaben der finnischen Körperschaft Moomin Characters Oy Ltd., die den Nachlass der Künstlerin betreut.

Rund 50 Exponate warten darauf, von den Besucher:innen entdeckt zu werden. Zu sehen sind Comics, Karikaturen, Gemälde, Entwürfe zu Buchcovern und (Bilder-)Bücher. Selbstverständlich kommt den Mumins, die seit Jahrzehnten Generationen von Kindern und Erwachsenen begeistern, dabei ein gebührender Raum zu. Jansson erschuf sie, nachdem sie sich als junge Künstlerin und Illustratorin in Helsinki bereits einen Namen gemacht hatte, als fantasievolle Gegenwelt zur bedrückenden Realität des Zweiten Weltkriegs. Der erste Band „Mumins lange Reise“ erschien 1945. Die studierte Malerin rezipiert in den Büchern, die sie schrieb und selbst illustrierte, anhand einzelner Muminfiguren auf humorvolle Art die Charaktere ihrer Mitmenschen. Doch in weiteren Bänden, vornehmlich in „Winter im Mumintal“, werden auch ernstere Töne angeschlagen. Themen wie Tod, Einsamkeit und Selbstbehauptung werden aufgegriffen, weswegen die späteren Bände nicht mehr nur als reine Kinderliteratur zu werten sind. In der Ausstellung sind zahlreiche originale Muminbücher, -grafiken und –comicstrips zu sehen, die den hohen künstlerischen Wert der Arbeiten deutlich machen.

Weniger bekannt ist, dass Tove Jansson auch Romane wie J.R.R. Tolkiens „Der Hobbit“ oder Lewis Carolls „Alice im Wunderland“ illustrierte.

Ende der 1950er Jahre werden die Mumin-Comics, die sie ab 1954 wöchentlich für die englische Tageszeitung „The Evening News“ anfertigen muss, zunehmend zu einer Belastung für die Künstlerin, auch wenn sie für sie finanzielle Unabhängigkeit und internationalen Ruhm bedeuteten. Nachdem schließlich Toves Bruder Lars Jansson deren Produktion übernommen hatte, wandte sie sich wieder der Malerei zu. Es entstanden Stillleben, Landschaften und abstrakte Werke, in denen sie sich mit zeitgenössischen Strömungen auseinandersetzte.
Auch davon sind einige Beispiele in der Schau zu sehen. Ab den 1960er Jahren schrieb sie darüber hinaus Romane und Kurzgeschichten für Erwachsene.

Das hierzulande eher weniger bekannte Leben von Tove Jansson war schillernd. Die Künstlerin lebte ihre Homosexualität frei aus – zu einer Zeit, in der gleichgeschlechtliche Liebe in Finnland strafrechtlich verfolgt wurde. Ihre langjährige Lebenspartnerin Tuulikki Pietilä war Vorbild für eine Muminfigur; zudem fand die Liebe zu ihr Einzug in Toves schriftstellerisches Spätwerk. Bis heute gilt Jansson in Skandinavien als Identifikationsfigur. Aktuell ist ein Biopic über ihr Leben im Kino zu sehen, das auch bei der Vernissage zu „Die fantastische Welt der Tove Jansson“ gezeigt wird.

In der Ausstellung gibt es eine Filmecke, in der zum einen Tove Janssons Nichte Sophia Jansson in einem Interview über die Liebe ihrer Tante zum Meer spricht, zum anderen ist ein Film zu sehen, in dem Tuulikki Pietilä das Leben ihrer Partnerin dokumentierte.

Ebenfalls in die Ausstellung integriert wurden vier schriftliche „Mumin-Manifeste“, die von Muminliebhaber Jonathan Meese eigens für die Schau angefertigt wurden.

Für kleine Gäste
Selbstverständlich sollen kleine Besucher:innen in dieser Ausstellung nicht zu kurz kommen: Neben einem Parcours mit Zelt, Figuren und Muminbüchern können sie in einem kleinen Quiz herausfinden, welchem Mumincharakter sie am ähnlichsten sind. Zudem werden dort die einzelnen Mumins vorgestellt und beschrieben. Im Rahmen der Ausstellung gibt es darüber hinaus ein Gewinnspiel von FINNLINES, bei dem eine Schulklasse einen Aufenthalt im Themenpark Moominworld im finnischen Naantali gewinnen kann.

Begleitprogramm
Begleitend zur Ausstellung ist ein umfangreiches Programm geplant. Dieses ist auf der Homepage unter https://grass-haus.de/programm nachzulesen. Unter anderem wird es in den einzelnen Lübecker Stadtteilbibliotheken Lesungen aus den Muminbüchern mit Schauspieler Rainer Rudloff sowie am 25. Juni ein finnisches Mittsommerfest im Günter Grass-Haus geben.

Öffnungszeiten:
01.01. – 31.03. dienstags – sonntags 11:00 – 17:00 Uhr
01.04. – 31.12. dienstags – sonntags 10:00 – 17:00 Uhr
Feiertage:
Karfreitag: geöffnet
Ostersonntag: geöffnet
Ostermontag: geöffnet
1. Mai: geöffnet
Himmelfahrt: geöffnet
Pfingstsonntag: geöffnet
Pfingstmontag: geöffnet

Eintritt: 
Erwachsene 4,- €
Kinder unter 6 Jahren frei
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 1,25 €
Ermäßigte 2,- €

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
www.grass-haus.de


noch bis 25. September 2022

Die Entdeckung einer Landschaft
– Reiseland Ostholstein (1790 bis 1970)

Familienidyll Grömitz 1914 - Ausstellung © Ostholstein-Museum EutinMit der aktuellen Ausstellung „Die Entdeckung einer Landschaft – Reiseland Ostholstein (1790 bis 1970)“ widmen sich das Ostholstein-Museum und die Eutiner Landesbibliothek gemeinsam einem Thema, das vor rund 230 Jahren mit dem beginnenden Fremdenverkehr seinen Anfang nahm und durch die Jahrzehnte von wachsender Bedeutung für die Region wurde.

Heutzutage gehört Ostholstein zu einem der beliebtesten Urlaubsgebiete in Schleswig-Holstein – doch das war nicht immer so: Noch gegen Ende des 18. Jahrhunderts führte es hinsichtlich des Fremdenverkehrs ein Schattendasein. Erst mit der Veröffentlichung von Voßens Idyllendichtung „Luise“ um 1790, die in kürzester Zeit zu einem Bestseller wurde, und der zeitlich einhergehenden künstlerischen Entdeckung der hiesigen Landschaft und seiner malerischen Verbreitung durch den Hofmaler L.P. Strack wurde die Region als attraktives Reiseziel entdeckt. Besuchten die Tages- und Wochengäste vorerst vor allem das beschauliche Binnenland mit seinen Seen, Feldern und Wäldern, entdeckten sie bald auch die Reize der hiesigen Ostseeküste mit seinen Stränden und nach und nach angelegten Flaniermeilen.

Die Ausstellung will mit alten und zeitgenössischen Gemälden, Schriftstücken, Gegenständen und historischem touristischen Werbematerial kurzweilig und facettenreich Schlaglichter auf die Entwicklung Ostholsteins als Reiseland in der Zeit von 1790 bis ca. 1970 werfen, das für Urlauber, aber auch Künstler bis heute einen ungebrochenen Reiz hat.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags/feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6 €

Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis 30. September 2022

A(R)TLANTIC SKULPTURENAUSSTELLUNG

Vom 26. Mai bis zum 30. September 2022 präsentiert das ATLANTIC Grand Hotel Travemünde zum zweiten Mal eine gemeinsame Skulpturen- und Kunstausstellung zweier Galerien, die im Hotelgarten und im Bereich der Konzertmuschel zur Meerseite stattfindet. Zu sehen sind über 30 Steinskulpturen aus Zimbabwe und Malereien direkt hier aus Travemünde von der Galerie Shona von Thomas Kuhse und der Kunstwerkerin Ninette Mathiessen.

Nachfolgend geben wir Ihnen weitere Informationen zu den Galeristen:

Thomas Kuhse  – Galerie Shona
Die Galerie Shona zeigt Werke von renommierten Künstlern Zimbabwes, die von Bildhauern der „Ersten Generation“ beeinflusst wurden. Mit Werken von Nicholas Mukomberanwa, Henry Munyaradzi, Brighton Sango und vielen anderen, begeistern Steinskulpturen aus Zimbabwe, Shona Skulpturen genannt, seit Jahrzehnten Kunstliebhaber in aller Welt und finden sich in den Sammlungen des Museum of Modern Art in New York oder des Musée Rodin in Paris.

Die zeitgenössische Shona-Bildhauerei kann europäische Einflüsse nicht verleugnen. Sie hat aber ihren eigenen, eigenwilligen und ergreifenden Ausdruck erhalten, ist nicht traditionell verankert, sondern als reine Kunstform, quasi als „l´art pour l´art“ entstanden. Sie grenzt sich deshalb auch gegenüber traditioneller afrikanischer Kunst ab, die man aus Völkerkundemuseen kennt und ist dem modernen europäischen Kunstverständnis ähnlich.
www.galerie-shona.org

Ninette Mathiessen – Die Kunstwerkerin
Die 1974 in Niedersachsen geborene Künstlerin Ninette Mathiessen, hat erst 2005 zur Malerei gefunden und betreibt seit 2011 ihre Galerie mit angeschlossenem Atelier in Travemünde.

Als reine Autodidaktin hat sie sich im Selbststudium alles angeeignet, was ihre Bilder heute ausmachen. Der moderne Duktus passt in den aktuellen Zeitgeist. Ihre Leitmotive sind maritim, der stereotype Fisch ihr Markenzeichen und die Serie „FISH & SHIPS“ ein festes Programm auf Leinwand. Die Werkzeuge von Ninette sind Spachtel und Malermesser. Pinsel sind bei ihr tabu. Als Farben wählt sie Kunststoffdispersionen, von der Acrylfarbe bis hin zum Lack. Der Stil ist beeinflusst vom sogenannten „Shabby Look“. Grob gespachtelte Hintergründe, schneller Messerstrich und bloß nicht zu ordentlich. Ninette Mathiessens Werke waren seit 2011 in vielen Ausstellungen zu sehen und finden mittlerweile international Beachtung.

Kunst ist Ninettes Lebensinhalt und so initiiert sie auch außerhalb ihrer Galerie Ausstellungen und Kunstprojekte wie z.B. die traveART im Kreuzfahrtterminal zu Travemünde oder eben die A(R)TLANTIC Skulpturenausstellung im ATLANTIC Grand Hotel Travemünde.
www.diekunstwerkerin.de

täglich 09:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei
Barrierefreiheit: die Ausstellung ist im Hotelgarten mit dem Rollstuhl befahrbar
Hunde: dürfen an der Leine mit in die Ausstellung

Ort: ATLANTIC Grand Hotel Travemünde, Hotelgarten, Kaiserallee 2/Strandpromenade, 23570 Lübeck-Travemünde
www.atlantic-hotels.de/grand-hotel-travemuende


noch bis 02. Oktober 2022

14. WindArt

Windpyramide TravemündeDer Wind als tragendes Element für bewegte Bauelemente und Kunst im Freien, verbunden mit Licht- und Sound-Effekten, für Spiele und kunstvolle Bewegungsabläufe. Innovative Windspiele an verschiedenen Plätzen in Travemünde schaffen Orte der Entdeckung, des Erholens und des Staunens.

Tipp: Folge bei einem Spaziergang durch das Seebad dem WindArt-Skulpturen Walk entlang unserer Promenaden!
Vom Fährplatz bis zum Mövenstein und am Kohlenhofkai auf der Priwallpromenade sind – überwiegend kinetische – Objekte bekannter Künstler:innen installiert, die du in ihrem Zusammenspiel von Licht, Wasser, Wellen und Wind ganzjährig bewundern kannst.

Alle Skulpturen wurden vom Verein für Kunst und Kultur zu Travemünde e. V. im öffentlichen Raum installiert und sind frei zugänglich.

Schon entdeckt? Die Objekte sind mit Hinweisschildern versehen. So kannst du über einen QR Code umfangreiche Informationen zu Skulpturen und Künstler:innen abrufen!

Programm WindArt 2022, Lageplan, Infos zu den Objekten und mehr: www.kunst-kultur-travemuende.de

Ort: diverse Orte in 23570 Lübeck-Travemünde

www.kunst-kultur-travemuende.de


noch bis Oktober 2022

Lieblingspuppen
aus Kinderstube und Künstlerhand

alte Ansichtskarte: Mädchen spielend mit Puppe um 1941 © Weihnachtshaus HusumSonderausstellung im Weihnachtshaus Husum

Denkt man an Lieblingspuppen, so sind es zunächst die liebevoll gehüteten Puppen aus der Kindheit. Je nach Generationszugehörigkeit waren sie handgearbeitet und mit selbst hergestellter Kleidung ausgestattet wie in den Kriegs- und Nachkriegsjahren oder seit der Zeit des Wirtschaftswunders nach der neuesten Mode gekleidet und mit einem breiten Angebot an Zubehör auf dem Markt. Wobei dies in der Liebe zu den „Kindern“ vermutlich keinen Unterschied machte.

Heute gibt es neben dem Angebot der Puppenhersteller für Kinder fast immer auch ein Angebot für erwachsene Sammlerinnen. Das sind Puppen, die von Künstlern nicht fürs Spielen, sondern als Kunstobjekte entworfen werden. Gleichzeitig ist das Herstellen von Puppen zu einem neuen Hobby für künstlerisch und handwerklich interessierte Sammlerinnen und Sammler geworden. Wobei diese Puppen aus handmodellierten und abgeformten Körperteilen bestehen, die dann nach Trocknung der Masse gebrannt, bemalt und ausgestattet werden. Eine Besonderheit stellen die Puppen dar, die abgesehen vom Größenverhältnis Babys oder Kinder so täuschend echt zeigen, dass man sie für lebendig halten könnte.

Die Sonderausstellung im Weihnachtshaus gibt Einblicke in die Geschichte der Puppen und zeigt punktuell die Entwicklung auf. So bekannte Marken wie Schildkröt und Käthe Kruse sind ebenso vertreten wie touristisch beliebte Trachtenpuppen. Nicht fehlen darf auch der typische Korbkinderwagen aus den 1950er-Jahren, natürlich mit den zeitgemäß gekleideten Babypuppen. Beispiele für die Herstellung von handgestrickten Socken, Höschen und Mützen sind ebenso zu sehen wie historische Belege aus der Puppenherstellung und Vermarktung.

Eine außergewöhnliche Art der Puppen stellen die hölzernen Engelpuppen dar, die besonders im Weihnachtshaus nicht fehlen dürfen. Teilweise mit kostbaren Porzellanköpfen, echten Haaren und feinen, langen Kleidern ausgestattet, gehörten sie zur vorweihnachtlichen Figurenwelt des Erzgebirges und Vogtlandes, wo sie, mit Kerzen bestückt, die Vorbeigehenden aus dem Fenster grüßten. Als weitere Spielpuppen wird an die Papierpuppen erinnert, die ganze Generationen von kleinen Mädchen dazu brachten, die Figuren und Kleidungsstücke fein säuberlich auszuschneiden, zu bespielen und dann wieder in Schachteln zu verwahren.

Der historische Laden bietet zur Ausstellung ein breites Angebot an Ausschneidepuppen und für die Liebhaber der Schildkrötpuppen auch noch einige wenige Restexemplare der 15 cm großen, liebevoll bekleideten Klassikpuppen, deren Herstellung in der Manufaktur leider bereits vor einigen Jahren ausgelaufen ist.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Kinder bis 6 Jahre frei
Kinder bis 14 Jahre 1 €
Erwachsene 3 €
Familien 7 €
Gruppen ab 10 Pers. 2,50 € p. P.

Ort: Weihnachtshaus, Museum und historischer Laden, Sammlung Alix Paulsen, Westerende 46, 25813 Husum
www.weihnachtshaus.info


noch bis 17. Dezember 2022

„Der junge Brahms –
Zwischen Natur und Poesie“

Villa Brahms - Brahms-Institut LübeckAusstellung im Lübecker Brahms-Institut eröffnet neuen Blick auf den Komponisten

Am 07. Mai 2022, dem Geburtstag von Johannes Brahms, eröffnet das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) seine neue Ausstellung: „Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie“.

Die Schau nimmt den jungen Norddeutschen in den Blick und entdeckt dabei andere Seiten des Musikers als die gängige Brahms-Rezeption. Die Ausstellung ist zugleich der Auftakt für das 30. Brahms-Festival an der MHL, das sich mit einem Schwerpunkt zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann vom 06. bis zum 15. Mai 2022 ganz der Romantik verschrieben hat.

Das populäre Bild von Johannes Brahms (1833 – 1897) prägen seine Altersfotografien: Da sitzt der bärtige Brahms im Garten und schaut versonnen-melancholisch in die Kamera. Die neue Ausstellung im Brahms-Institut an der MHL nimmt dagegen den noch jungen Komponisten in den Blick. Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger: „Der junge Brahms ist ein genialer Feuerkopf, der romantische Literatur verschlingt. Er identifiziert sich mit einer Kultfigur wie Johannes Kreisler aus der Feder von E.T.A. Hoffmann. Diese Hoffmann-Begeisterung und seine Musik liegen eng beieinander. Gerade das macht den jungen Brahms für uns heute so interessant.“

Die Ausstellung zeigt die Inspirationsquellen des jungen Komponisten in rund 80 Exponaten, die vorwiegend aus der eigenen wertvollen Sammlung des Instituts stammen. Dazu gehören Briefe, Fotografien, Noten und Bücher aus der Bibliothek von Johannes Brahms. Zahlreiche Objekte sind erstmals in einer Ausstellung für die Öffentlichkeit zu sehen. Musikbeispiele und Textlesungen ergänzen die Schau um eindrückliche Hörerfahrungen.

Der 21-jährige blonde Johannes sei einer der „schönsten und genialsten Jünglinge“ — so Robert Schumann. Die Werke von E.T.A. Hoffmann und Joseph von Eichendorff ziehen Brahms damals in ihren Bann. Mit dem ‚Kapellmeister Kreisler‘ identifiziert er sich so sehr, dass er Autografe und Briefe sogar als „Johannes Kreisler“ unterschreibt. In einem Band mit sämtlichen Erzählungen Hoffmanns zeugen zahlreiche Anstreichungen des Komponisten von seiner begeisterten Lektüre.

Der junge Brahms hat eine innige Beziehung zur Natur, die ihn ebenfalls zu Kompositionen inspiriert. Briefe und andere Exponate lenken den Blick auf seine romantische Rheinreise oder seine ebenfalls literarisch vermittelte Schottland -Begeisterung.

Zur Ausstellung „Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie“ erscheint am 01. Juli 2022 ein Katalog in Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival.

Öffnungszeiten:
mittwochs und samstags 14:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Villa Brahms, Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck
www.brahms-institut.de

www.mh-luebeck.de

noch bis 31.12.2022

Sonderausstellung
„Von Caspar David Friedrich bis Edvard Munch.
Die Highlights der Sammlung im Drägerhaus“

Caspar David Friedrich – Küstenlandschaft im Abendlicht 1816-18 © die Lübecker Museen – Museum Behnhaus DrägerhausNach dem 100jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr wird das Behnhaus im Rahmen der Sanierung für zwei Jahre geschlossen; es können in dieser Zeit nur die Räume des Drägerhauses für die Sammlungspräsentation genutzt werden. Das nimmt das Museum Behnhaus Drägerhaus zum Anlass, in einer neuen Ausstellung unter dem Titel „Von Caspar David Friedrich bis Edvard Munch. Die Highlights der Sammlung im Drägerhaus“ seine bedeutendsten Werke konzentriert und aus einem neuen Blickwinkel zu präsentieren.

So werden museale Traditionen bewusst in der Ausstellung gebrochen: Die Präsentation folgt keinem streng chronologischen Rundgang und es werden gezielt manchmal auch provokante Gegenüberstellungen gezeigt. So ist etwa im Nazarener-Raum mit der religiösen Malerei Friedrich Overbecks ein Werk der Neuen Sachlichkeit aus den 1920er Jahren zu sehen. Albert Aereboes „Totes Lamm“ erinnert thematisch zwar an die christliche Symbolik vom „Lamm Gottes“. In der Drastik der Darstellung ist es aber ganz klar ein Werk des 20. Jahrhunderts.

In dem Ausstellungsraum, welcher der Dresdner Romantik um Caspar David Friedrich gewidmet ist, findet sich neben der neuen Dauerleihgabe „Überfahrt über die Elbe am Schreckenstein“ von Ludwig Richter die impressionistische Darstellung der Elbe von Gotthardt Kuehl. Klassische akribische Malerei, der Fluss und die Menschen, die ihn mit dem Kahn überqueren, in symbolischer Überhöhung stehen somit der an Licht und Atmosphäre orientierten Stimmungsmalerei des Impressionismus gegenüber.

Von Gotthardt Kuehl ist zudem eine Neuerwerbung des Vereins der Freunde zu sehen: Die „Gesangsstunde“ von 1886 wird nun von einer Studie zu diesem Gemälde ergänzt. Kuehl hatte sich die beiden Chorknaben im Vordergrund in einer eindrucksvollen Ölstudie auf Holz malerisch erschlossen und das Leuchten ihrer Gewänder sogar noch deutlicher herausgearbeitet.

Kuehl ist es auch, der in der Drägerdiele den Auftakt macht und die Schnittstelle zur Neupräsentation von „Buddenbrooks im Behnhaus“ bildet. Die Kinder in Kuehls Gemälde „Lübecker Waisenhaus“ sind neben Kaulbachs „Kinderkarneval“ zu sehen. Die Zeitgenossen Kuehl und Kaulbach widmeten sich dabei ganz gegensätzlichen Lebenswelten. Letzterer zeigt als Münchens Salon- und Porträtmaler die kostümierten Pringsheimkinder, darunter Thomas Manns spätere Ehefrau Katia.

Die Gemälde Edvard Munchs zählen bereits seit den 1920er Jahren zur Museumssammlung. Schon der damalige Museumsdirektor Carl Georg Heise präsentierte Munch als „Ahnherrn“ der Moderne und wichtigen Impulsgeber für die deutschen Expressionisten.
Ernst-Ludwig Kirchner, der die Vorbildrolle Munchs für seine Kunst übrigens immer zurückwies, ist in der Präsentation nun ebenso wie Max Pechstein oder Paula Modersohn-Becker in einer neuen Sichtachse mit Munchs Bildern verbunden.

Begleitprogramm:
Begleitend zu „Von Caspar David Friedrich bis Edvard Munch“ wurde eine Audioguidetour speziell für Kinder konzipiert: Die vierjährige Else (das Mädchen vom Gemälde „Kind im Spielzimmer“) und der Hund Fritz führen kleine Gäste spielerisch durch die Ausstellung und stellen ihnen zehn Gemälde vor. Zu erleben sind all jene spannenden Geschichten, die hinter den Werken stehen und die Kunst lebendig machen.

Öffnungszeiten:
01.01. – 31.03. dienstags – sonntags 11:00 – 17:00 Uhr
01.04. – 31.12. dienstags – sonntags 10:00 – 17:00 Uhr
Feiertage:
Neujahr: geschlossen
Karfreitag: geöffnet
Ostersonntag: geöffnet
Ostermontag: geöffnet
1. Mai: geöffnet
Himmelfahrt: geöffnet
Pfingstsonntag: geöffnet
Pfingstmontag: geöffnet
3. Oktober: geöffnet
Heiligabend: geschlossen
1. Weihnachtsfeiertag: geschlossen
2. Weihnachtsfeiertag: geöffnet
Silvester: geschlossen

Eintritt: 
Erwachsene 8 €
Kinder unter 6 Jahren frei
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 2,50 €
Ermäßigte 4,- €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

Foto © die Lübecker Museen – Museum Behnhaus Drägerhaus


noch bis 28. März 2023

Interimsausstellung
“Buddenbrooks im Behnhaus”

Ausstellung Buddenbrooks im BehnhausTony Buddenbrook heißt ab sofort ihre Gäste im Behnhaus willkommen

Endlich kann mit der Wiederöffnung der LÜBECKER MUSEEN seit dem 12. Mai 2020 auch die bereits Ende März fertig gestellte Ausstellung „Buddenbrooks im Behnhaus“ der Öffentlichkeit
präsentiert werden.

Seit das Buddenbrookhaus nach seiner rauschenden Umzugsparty am 28. und 29 Dezember 2019 seine Pforten in der Mengstraße 4 für den umfassenden Umbau schließen musste, wurde an der Interimsausstellung im Museum Behnhaus Drägerhaus gefeilt. Das Ergebnis wird nun bis zum Ende der Umbaumaßnahmen des Literaturhauses, die trotz Corona planmäßig verlaufen, also voraussichtlich bis Herbst 2023 zu sehen sein.

Wir freuen uns, nun endlich die Buddenbrooks an ihrem neuen Standort zu zeigen. Wer die Inhalte des Romans und das bürgerliche Leben der Manns in Lübeck darstellen will, der kann keinen besseren Ort als das Behnhaus finden. Hier gehen das großbürgerliche Wohnumfeld und die bedeutende Kunst des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne eine Symbiose ein wie kaum an einem Ort“, so der Leitende Direktor der LÜBECKER MUSEEN, Prof. Dr. Hans Wißkirchen.

Durch die Ausstellung führt Antonie „Tony“ Buddenbrook, Protagonistin aus Thomas Manns weltberühmtem Roman „Buddenbrooks“. Diese Romanfigur schien zur Präsentation der Ausstellung aufgrund ihrer Lust am Erzählen, ihrer Begeisterungsfähigkeit für Neues sowie ihres Engagements für Familie und Stadt bestens geeignet.

In einer Art „Homestory“ erzählt sie von den Romanen „Buddenbrooks“ und „Professor Unrat“, von den Schriftstellern Thomas und Heinrich Mann und vom bürgerlichen Leben im 19. Jahrhundert. Wie sah das Leben in Lübeck zu dieser Zeit aus, was bedeutete die Stadt für die Brüder und wie wurde sie Literatur? Tony lädt die Besucher:innen zu einer Zeitreise ins Lübeck der Buddenbrooks und der Manns ein. Dabei wird schnell klar, warum ausgerechnet das Museum Behnhaus Drägerhaus zur Kulisse für diese Interimsausstellung wurde: in den Räumen des klassizistischen Stadtpalais kann die Lebenswelt der Buddenbrooks authentisch erlebt werden. Tonys Anspruch an Vornehmheit wird dabei ebenfalls entsprochen. Bereits bei der Buddenbrooks-Neuverfilmung von Heinrich Breloer aus dem Jahre 2008 wurden einzelne Szenen im Behnhaus gedreht.

Die Ausstellung erstreckt sich über die historischen Wohnräume des Behnhauses im Erdgeschoss und beginnt in der Diele, wo aus der Perspektive Tony Buddenbrooks die Entstehungsgeschichte des Romans erläutert und Bezüge zu realen Vorbildern der Romanfiguren und damit natürlich auch zur Familiengeschichte der Manns hergestellt werden.

Neben der ehrerbietenden Familienbibel der Manns ist hier auch eine Tabakdose mit Darstellung einer Wintertroika ausgestellt, die vermutlich als Mitbringsel eines russischen Kunden im 19. Jahrhundert in den Mannschen Familienbesitz gekommen ist. Zuletzt befand sich die Tabakdose im Besitz von Lisa Dräger, die sie von der mit ihr befreundeten Ilse Mann geschenkt bekam. Als Leihgabe von Lisa Dräger wurde die Dose schon einmal in den frühen 1990er Jahren im Drägerhaus ausgestellt und ist damit nun gewissermaßen ins Haus „zurückgekehrt“.

Als weitere Kuriosität der Interimsausstellung gilt ein Fächer, der als Requisit in der Verfilmung von „Buddenbrooks“ 2008 von Jessica Schwarz als Tony Buddenbrook getragen wurde. Er ist mit einem Lübeck-Panorama gemalt und fasst so verschiedene, sich überlagernde Ebenen der Ausstellung zusammen: Fakt und Fiktion, Ortsgebundenheit und mediale „Emanzipation“ der Geschichte, Vergangenheit und ihre Übertragung in die Gegenwart.

Zu den Highlights der Ausstellung zählt außerdem ein Klingelzug aus dem 19. Jahrhundert, mit dem die Familie Mann nach den Dienstboten geläutet haben soll und der nun erstmals museal präsentiert wird. Mit seinen 2,22 Meter Länge und der reichen Wollstickerei mit Glasperlen ist er ein besonders schönes Exponat, das viel über das Leben im Lübecker Patriziat erzählt.

Für die Ausstellung „Buddenbrooks im Behnhaus“ wurde eigens ein eGuide konzipiert, mit dessen Hilfe man sich per App kostenlos auf dem eigenen Smartphone auch in Corona-Zeiten sicher durch die Ausstellung führen lassen kann und dennoch nicht auf wertvolle Hintergrundinformationen zu verzichten braucht.

Am 09. Juni 2020 eröffnet außerdem direkt zwischen Marienkirche und Rathaus unter dem Titel „Buddenbrooks am Markt“ ein Infocenter mit Museumsshop, in dem nicht nur Souvenirs des Buddenbrookhauses erstanden, sondern auch umfassende Informationen zum Stand des Umbaus des berühmten Literaturmuseums eingeholt werden können.

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12. Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03. Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 
Erwachsene 8 €
Kinder unter 6 Jahren frei
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 2,50 €
Ermäßigte 4,- €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

www.buddenbrookhaus.de


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