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Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein August 2019

 

noch bis 04. August 2019

JONATHAN MEESE
»DR. ZUHAUSE : K.U.N.S.T. (ERZLIEBE)«

JB-20181020-Meese-Berlin-Atelier-Luebeck_©_PHOTOGRAPHY_JAN BAUER_NET_COURTESY_JONATHAN_MEESE_COMKaum ein Künstler der Gegenwart steht derart in der Öffentlichkeit wie Jonathan Meese (geb. 1970) – und das seit bald zwanzig Jahren.

Sein künstlerisches Schaffen – von Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie über Film, Oper, Installation und Performance bis hin zu Gedichten und Texten – erlebt Anfang 2019 einen weiteren Höhepunkt mit dem umfangreichsten Ausstellungsprojekt, das der Künstler bisher konzipiert hat: Jonathan Meese – »Dr. Zuhause: K.U.N.S.T. (Erzliebe)«.

Mit seinem Lübeck-Projekt geht Meese konsequent neue Wege und schafft in Lübeck etwas, das es in dieser Form noch nicht gab: Er verwandelt eine ganze Stadt mit einer umfassenden Konzeption zu einem Gesamtkunstwerk, einem Zuhause für die K.U.N.S.T. und für die Liebe zu der K.U.N.S.T – mit Retrospektiven, Installationen, eigens entwickelten Arbeiten und Performances.

Dies geschieht institutionell grenzüberschreitend mit einer groß angelegten Zusammenarbeit der Kunsthalle St. Annen, der Overbeck-Gesellschaft, des Günter Grass-Hauses, der St. Petri-Kirche zu Lübeck und der Kulturwerft Gollan mit dem Künstler.

Meese ist Schleswig-Holstein eng verbunden. Er hat seine Kindheit und Jugend in Ahrensburg verbracht und hat neben Berlin noch immer einen Wohnsitz dort.

St. Petri zu Lübeck 17.02. – 31.03.2019
GROSSMUTTER / MACHT
Das Projekt »Dr. Zuhause: K.U.N.S.T. (Erzliebe)« setzt sich unter anderem mit dem Begriff »Heimat« auseinander. Diesem ist auch ein religiöser Aspekt inhärent: die philosophische Dimension der Bedeutung einer sogenannten Heim-Kehr zum Ursprung für den Menschen als Heimweg. Die hier anfallenden Paradoxien werden in der Präsentation in der Petri-Kirche zum einen in ihrer Absurdität, zum anderen in Bezug zu einer nachvollziehbaren Sinnsuche des Lebens durchleuchtet. Im sakralen Ausstellungsraum wird die große mediale Vielfalt von Jonathan Meese zum Ausdruck kommen, die sich vor allem im installativen Rahmen zeigt: Der Kirchenraum wird in seiner vollständigen räumlichen Dimension (Höhe, Länge, Breite) erfasst.
Jonathan Meese sieht in der Institution Kirche auch einen Ort, der Ideologien verbreitet, die er selbst entschieden ablehnt. Für den Künstler unterliegen Priester oder Bischöfe per se einer Ideologie, weil sie den Menschen mehr oder weniger vorschreiben, wie ein Glaube an Gott auszusehen hat. Für ihn geht die Kirche durch diese Form der Ideologisierung viel zu wenig auf die Bedürfnisse der Menschen ein. St. Petri, gemäß ihrer Programmatik eine »Kirche am Nullpunkt der Religion«, stellt sich gern dieser fundamentalkritischen Herausforderung.
Eröffnung: SO | 17.02. | 15 Uhr | St. Petri www.st-petri-luebeck.de
Es begrüßen Bernd Schwarze, Jan Lindenau und Hans Wißkirchen. Oliver Zybok führt in die Ausstellung ein und Jörg-Philipp Thomsa leitet zur anschließenden Eröffnung im Günter Grass-Haus über.
Musikalische Begleitung durch das Trio ClariNoir. Im Anschluss Transfer mit einem Oldtimerbus des Vereins historischer Stadtverkehr Lübeck zum Günter Grass-Haus.

Günter Grass-Haus 17.02. – 04.08.2019
GROSSVATER / GOLD
Die Ausstellung im Forum für Literatur und bildende Kunst widmet sich den vielfältigen künstlerischen Begabungen und Ausdrucksformen Jonathan Meeses. Den Ausstellungsraum im Günter Grass-Haus verwandelt Meese in einen intimen biografischen Raum der Kunst. Zu sehen sind Schulhefte, Bilder, Fotos, Texte, Skulpturen und Filme, die aus dem unerschöpflichen und zum Teil sehr skurrilen Fundus des Künstlers stammen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Themen Heimat und Herkunft. Die Schau bietet einen persönlichen
Einblick in die Lebensgeschichte von Jonathan Meese und seiner Familie. Meeses Großmutter
stammt wie Günter Grass aus Danzig und Brigitte Meese verbrachte das Kriegsende ebenfalls
dort. Auch deshalb wird Jonathan Meese das Werk von Grass mit seinen Helden wie dem Blechtrommler
Oskar Matzerath aus Danzig-Langfuhr als Reiz- und Referenzthema in der Glockengießerstraße
aufgreifen.
Eröffnung: SO | 17.02. | ca. 17 Uhr | Günter Grass-Haus
Eröffnung mit musikalischer Begleitung des Trios ClariNoir. Empfang mit Kaffee und Kuchen durch das Café Czudaj und Besuch der Ausstellung. Den Eintritt übernimmt der Freundeskreis des Günter Grass-Hauses. www.grass-haus.de

Kunsthalle St. Annen 30.03. – 04.08.2019
MUTTER / EVOLUTION
In der Kunstgeschichte wird Jonathan Meese vielfach mit bedeutenden Vorgängern wie Joseph Beuys oder Anselm Kiefer assoziiert. Mit dem Kunsthistorischen Museum, der Nationalgalerie Prag und der Pinakothek der Moderne zeigten allein in den letzten beiden Jahren wichtige Institutionen das bildnerische Werk des Künstlers und sorgten international für Aufmerksamkeit. Die Kunsthalle St. Annen präsentiert innerhalb des Projekts »Dr. Zuhause: K.U.N.S.T. (Erzliebe)« eine Vielzahl an eindrucksvollen großformatigen Werken der zeitgenössischen Kunst aus seinem OEuvre, das sich immer wieder auf ikonische Bilder und Vorbilder aus der Kunst und auf den Absolutheitsanspruch ihrer Freiheit bezieht. Dabei wird die Suche nach einem Lebensort thematisiert, das Wohnen des Menschen und die damit verbundene Geborgenheit.
Der Untertitel der Ausstellung »Mutter / Evolution«, lässt sich als Hinweis auf die Person der Mutter des Künstlers, Brigitte Meese, verstehen, die für ihn in jeder Hinsicht eine Schlüsselfigur ist. Er deutet zugleich auf eine universelle Bedeutung der Mutterschaft als Begründerin eines zukunftsweisenden (künstlerischen) Prozesses der Evolution hin, ein Wort, das in Meeses Werk stets eine durch Kunst bestimmte zukunftsweisende Entwicklung meint.
Die Ausstellung bietet einen Überblick über das bisherige Schaffen des Künstlers, zeigt aber auch aktuelle Werke aus dem Jahr 2019.
Eröffnung: SA | 30.03. | 16 Uhr | Kunsthalle St. Annen
Eröffnungsprogramm unter www.kunsthalle-st-annen.de

Overbeck-Gesellschaft 30.03. – 09.06.2019
VATER / LIEBE
In der Architektur bezeichnet der Fries einen waagerechten Zierstreifen mit sich wiederholenden Ornamenten, der in der Regel als Abgrenzung und Schmuck einer Wand dient. Der Unterschied zum herkömmlichen Gesims liegt in der außerordentlichen Schmuckfunktion sowie in der seriellen Anordnung der dargestellten Formen und Figuren. Diese dienten in der Vergangenheit immer auch dazu, Macht und damit einhergehend ideologisches Gedankengut anhand von Symbolen zu vertiefen und bildhaft zu verbreiten.
In der Overbeck-Gesellschaft wird Jonathan Meese die drei hufeisenförmig ineinander übergehenden Räume dafür nutzen, vor Ort erstmals in seinem künstlerischen Schaffen einen malerischen Fries anzufertigen. Gemäß seiner »totalen« Ablehnung jeglicher Form von Ideologie, die seiner Ansicht nach doktrinär auf die Menschen einwirkt und ihnen vorschreibt, wer oder was sie zu sein haben, beziehungsweise was sie tun dürfen und was nicht, wird Meese seinen für diese Ausstellung entstehenden Fries entideologisieren. Er wird ihn von seiner rein dekorativen Wirkung sowie von jeglichen funktionalen gestalterischen Vorschriften befreien, um damit seinen panoramaähnlichen Möglichkeiten neuen Raum zu bieten.
Eröffnung: SA | 30.03. | 18 Uhr | Overbeck-Gesellschaft
Eröffnungsprogramm unter www.overbeck-gesellschaft.de

Kulturwerft Gollan Dienstag, 07.05.2019
KIND / SCHLAF
Die Kulturwerft Gollan lenkt den Fokus in einer Veranstaltung auf Meeses Performance- und Theater-Aktivitäten.
Weitere Infos unter www.kulturwerft-gollan.de

www.jonathanmeese.com


noch bis 11. August 2019

Ferne Welten – weite Träume
Chinesische Theaterfiguren und die Malerei von Haiying Xu

Ausstellung Ferne Welten - weite Träume © Haiying XuMit dieser Ausstellung begibt sich das St. Annen-Museum auf eine poetische Phantasiereise. Das asiatische Verständnis der Welt wird in Romanen und Erzählungen wie etwa „Die Reise nach Westen“, „Der Päonien-Pavillon“, „die Geschichte der drei Reiche“ oder „Die Generalinnen der Familie Yang“ deutlich. Sie sind zumeist im 16. Jahrhundert in China entstanden. Grazilen und furchteinflößenden Charakteren begegnet man hier ebenso wie wilden Tierfiguren. Ihre Kostüme wie ihre Rollen sind genau festgelegt; die Geschichten, die damit erzählt werden, lassen lange Traditionen ahnen. Sie handeln von den großen Fragen des Lebens ebenso wie von abenteuerlichen und phantasievollen Reisen.

Entlang dieser Geschichten wird die Ausstellung erzählt. Diese ungewöhnliche Ausstellung ist in gewinnbringender Kooperation mit dem TheaterFigurenMuseum entstanden. Die Verbindung der Figuren mit den Malereien der chinesischen Künstlerin Haiying Xu eröffnet neue Horizonte.
Haiying Xu, die seit 2001 vor allem in Deutschland lebt und an der Kunstakademie in München studierte, arbeitet nun in China und München. Sie hat sich intensiv mit der immer noch hoch angesehenen altchinesischen Malerei der Song-Dynastie (960-1276) auseinandergesetzt. In ihrer jüngsten Serie verbindet sie diese Inspirationen mit ihrem Wissen um moderne europäische Malerei. Geboren in den 70er Jahren in der Provinz Jiangxi ist die Künstlerin nicht nur mit den starken Traditionen des Landes aufgewachsen, sondern hat auch die Folgen der Kulturrevolution und den Weg zur starken Weltwirtschaftsmacht erlebt.

Die Verbindung von traditionellen Theaterfiguren mit der zeitgenössischen, poetischen und zuweilen fast surrealen Malerei von Haiying Xu eröffnet uns einen einzigartigen Einblick in die chinesische Erlebniswelt und die europäischen Einflüsse. Hier rückt die Welt einmal mehr zusammen.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.st-annen-museum.de

Foto © Haiying Xu

www.haiying-xu.com


noch bis 11. August 2019

Janosch – Maler und Illustrator

Janosch - Wondrak zieht die Tigerente © Janosch film & medien AGIn seiner Sommerausstellung im Dachgeschoss widmet sich das Ostholstein-Museum mit rund 90 Arbeiten auf Papier und Leinwand dem breitgefächerten künstlerischen Schaffen des bekannten Illustrators und Autors Janosch.

Der Name Janosch ist den meisten Menschen aus Kindertagen ein Begriff, kennt doch beinahe jeder Tiger und Bär aus den Buchklassikern „Oh, wie schön ist Panama“ oder „Post für den Tiger“. Janosch alias Horst Eckert gehört zu den bedeutendsten Kinderbuchautoren und -illustratoren des 20. Jahrhunderts. Seine Zeichnungen, Illustrationen und Geschichten wurden nicht nur mit angesehenen Literaturpreisen, sondern auch mit zahlreichen Kultur-, Kunst- und Filmpreisen ausgezeichnet.

Janoschs künstlerische Ausdrucksweise, sein Mal- und Zeichenstil sind unverkennbar. Seine Werke stecken dabei voller humoristischer Details, die nicht selten Kritik an der Gesellschaft beinhalten. Nicht nur die von ihm gewählten Farben unterstützen dabei die jeweilige inhaltliche Thematik und tragen damit Symbolcharakter, sondern vor allem die Sprache wird von Janosch als ein wichtiges gestalterisches Element eingesetzt: Gedanken, Sprüche, Reime und Konversationen sind als Teil des Ganzen in die Bildkomposition eingebunden: Ob unvermittelt im Zentrum des Blattes, als Schild oder Sprechblase sind sie ein wichtiges Stilmittel in seinen künstlerischen Arbeiten.

Janosch, der sich vor allem als Illustrator von Kinder- und Erwachsenen-Büchern, mit seiner wöchentlichen Kolumne „Wondrak“ im ZEIT-Magazin sowie vielen weiteren Publikationen einen Namen gemacht hat, geht auch als selbständiger Künstler seinen Weg. Doch nur wenigen sind seine Landschaften, Porträts und Stillleben bekannt, die im Zusammenspiel mit den Illustrationen in der Eutiner Ausstellung einen umfassenden Überblick über sein Schaffen geben.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags, feiertags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis 16. August 2019

Ausstellung – Farbe trifft Form –
Reiner Dylong – Objekte, Bronzen
Gabriele Kasten – realistische  Malerei
Renate Straatmann – abstrakte Malerei

Joyo- Objekt Beton d=50 cm © Reiner DylongDer in Lübeck lebende Künstler Reiner Dylong zeigt mit seinen Skulpturen und Objekten aus den Materialien Holz, Metall und Stein fantasievolle Arbeiten, die dem Betrachter viel Interpretationsspielraum lassen.
Seine neuesten Bronzefiguren erinnern an jene Zeit, als die Eiszeithöhlenzeichnungen ihren Ursprung hatten. Der Mantel der Patina lässt die Skulpturen in einem besonderen Licht erscheinen.
Das Ursprüngliche  handwerklich zu verändern, verleiht der Betrachtung einen prägenden Ausdruck.
Die grenzenlose Freiheit und Charakteristik beim Bearbeiten ist überall erkennbar.
www.dy-scheune.de

Gasometer Oberhausen 2013 - Öl auf Nessel, 150x120 cm © Gabriele KastenDie in Grömitz arbeitende  Malerin Gabriele Kasten zeigt naturalistische und stark an Trompe-l’oeil orientierte Bilder. Das Spiel von Wirklichkeit und Illusion zeichnen ihre Arbeiten aus. Die  sog. „Alltagsbilder“ sind realistisch dargestellte Gegenstände des täglichen Lebens, zumeist mit täuschend echtem Ergebnis.
Den Blick auf das Wesentliche zu richten, die Vielfalt natürlicher Strukturen zu interpretieren, Gegenstände des täglichen Gebrauchs künstlerisch zu arrangieren bedeutet für sie Auseinandersetzung mit der dreidimensionalen Darstellung.
Die Liebe zum Detail ist in den Arbeiten der Künstlerin deutlich sichtbar, im Stillleben sowie in der Darstellung des Menschen aber auch in den abstrakten Bildern.
www.onlinemalerei.de

Brücken verbinden- Acryl-Mischt. a.LW 70x70 © Renate StraatmannDie Malerin Renate Straatmann zeigt in Ihren Werken zumeist abstrakte Darstellungen der von ihr wahrgenommenen Natur und Begegnungen.
Jedoch wird in jeder ihrer abstrakten Arbeiten die Verbindung zum Realen deutlich. Die Künstlerin zeigt damit eine spannungsreiche Interaktion von dem Gesehenen und tatsächlich Gemalten, von haptisch Erfahrbarem und emotional Berührtem.
Die größtenteils in Mischtechnik gespachtelten und gepinselten Arbeiten verbinden dabei oft architektonisch-technische Details mit einer beeindruckenden, gewaltigen Farbführung.
Die Malerin arbeitet herausstechende Details eines Bildes so in dessen Untergrund ein, dass keines der dargestellten Elemente hervorzustechen vermag.
Straatmanns Werke zeigen damit einen in sich schlüssigen und zu keiner Zeit hierarchischen Bildaufbau, der dem Betrachter erst beim genaueren Hinsehen in seiner ganzen Bandbreite gewahr wird. Besonders die grob gespachtelten Werke der Künstlerin offenbaren bei jedem Hinsehen neue Details, die das Gesamtbild nacheinander komplettieren.
www.renate-straatmann.de

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 09:00 – 12:00 Uhr
Montag – Donnerstag 14:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: IMMO-Galerie, EUROPAHAUS, Ziegelteich 29, 24103 Kiel
www.immo-kiel.de


noch bis 25. August 2019

Der Herkunft auf der Spur –
Museumserwerbungen in der NS-Zeit

Porzellandose © St. Annen-Museum/Fotoarchiv der Hansestadt LübeckWoher stammen die Exponate in unseren Museen?
Wie kamen sie in die Sammlung?
Mit diesen Fragen nach der Herkunft beschäftigt sich die Provenienzforschung.

Ein großes Forschungsfeld ist dabei der Zeitraum 1933 bis 1945, da während der Zeit des NS-Regimes unzählige Kulturgüter beispielsweise durch Beschlagnahme oder Zwangsverkauf entwendet wurden. Um dieses Unrecht aufzuarbeiten, verpflichteten sich insgesamt 44 Staaten, darunter auch Deutschland, durch die 1998 verabschiedete „Washingtoner Erklärung“, NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut ausfindig zu machen und „faire und gerechte Lösungen“ zur Rückgabe dieser Kulturgüter zu finden.

Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes, gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, wurden auch die Sammlungen der Lübecker Museen untersucht. Alle Ankäufe, Schenkungen, Überweisungen und Tausche zwischen 1933 und 1945 wurden überprüft, um die Herkunft der Objekte zu ermitteln.

Die Information über die Herkunft eines Werkes zählt inzwischen zu den grundlegenden Hinweisen in unserer Sammlungspräsentation. Wenn die Angabe dann aber lautet »1942 im Kunsthandel erworben« wirft das Fragen nach der Rechtmäßigkeit des Erwerbs auf, die bislang unbeantwortet bleiben mussten. Der Klärung im Rahmen der Provenienzforschung nun schrittweise näher zu kommen, ist ein wichtiger Teil der Forschungsarbeit zur eigenen Sammlung,“ erklärt Dr. Alexander Bastek, Leiter des Museum Behnhaus Drägerhaus

Die Kabinettausstellung an zwei Standorten, im Museum Behnhaus Drägerhaus und im St. Annen-Museum, präsentiert die bisherigen Forschungsergebnisse und zeigt, was die Provenienzforschung in ihrer bisweilen detektivischen Arbeitsweise leistet.
Provenienzforschung ist ein Thema, das die Museumswelt noch lange beschäftigen wird“, sagt Steffi Grapenthin, Provenienzforscherin in den Lübecker Museen.

Von Gotthardt Kuehls „Braudiele“ über Silberlöffel und Tabaksteller bis hin zu Glasfragmenten reichte die rege Ankaufs- und Sammelpolitik des damaligen Museumsdirektors Hans Schröder. Er leitete die Museen für Kunst und Kulturgeschichte von 1933 bis 1946 und kaufte im gesamten Deutschen Reich bis nach Wien für die Lübecker Museen ein. Nach der für die Lübecker Museen verheerenden Palmarum-Nacht im März 1942 erhielt er eine hohe Entschädigungssumme, mit der er in den besetzten Niederlanden und in Belgien zum Ausgleich der Verluste niederländische Gemälde und Möbel einkaufte. Die Suche nach unrechtmäßig erworbenen Objekten aus seiner Amtszeit und deren Erforschung bietet auch interessante Einblicke in die Lübecker Sammlungs- und Museumsgeschichte der NS-Zeit.

Die Ausstellung ist hausübergreifend im Museum Behnhaus Drägerhaus und im St. Annen-Museum zu sehen.
Auch in den Dauerausstellungen der beiden Häuser befinden sich Objekte, die im Rahmen des Projekts untersucht wurden. Sie sind mit zusätzlichen Objektschildern gekennzeichnet, die Aufschluss über die Herkunft und den Erwerb geben.

Begleitprogramm:

Mittagsführungen im Museum Behnhaus Drägerhaus
samstags | 01.06. | 15.06. | 29.06. | 13.07. | 27.07. | 10.08.2019 jeweils 11:30 – 12:30 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt

Führungen im St. Annen-Museum
Donnerstag 13.06.2019, 15:30 – 16:30 Uhr
Samstag 15.06.2019, 15:00 – 16:30 Uhr – MuseumsMomente
Donnerstag 11.07.2019, 15:30 – 16:30 Uhr
Sonntag 21.07.2019, 15:00 – 16:00 Uhr
Samstag 17.08.2019, 15:00 – 16:30 Uhr, MuseumsMomente
Sonntag 25.08.2019, 11:00 – 12:00 Uhr
Sonntag 25.08.2019, 15:00 – 16:00 Uhr
4 € zzgl. Eintritt

Tagung „Provenienzforschung in den Lübecker Museen. Erwerbungen 1933 bis 1945“
Donnerstag 16.-17.05.2019 im Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL), Königstraße 42, 23552 Lübeck.
Anmeldung unter steffi.grapenthin@luebeck.de
Keine Tagesgebühr
Programm unter www.die-luebecker-museen.de

Internationaler Museumstag
Sonderführung
Sonntag 19.05.2019
10:15 Uhr, 4 €, zzgl. Eintritt im Museum Behnhaus Drägerhaus
12:00 Uhr, 4 €, zzgl. Eintritt im St. Annen-Museum

Individuelle Führungen
Buchung individueller Führungen im Museum Behnhaus Drägerhaus unter Tel. 0451 122 4148 oder behnhaus@luebeck.de
Buchung individueller Führungen im St. Annen-Museum unter Tel. 0451 122 4134 oder andre-a.schwarz@luebeck.de

Öffnungszeiten:
Museum Behnhaus Drägerhaus
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

St. Annen-Museum
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50, Kinder 2,50 €, Kinder unter 6 Jahren frei

Orte:
Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck

Weitere Infos und Termine unter www.museum-behnhaus-draegerhaus.de sowie unter www.st-annen-museum.de

Foto © St. Annen-Museum/Fotoarchiv der Hansestadt Lübeck


noch bis 01. September 2019

A. Paul Weber
Meisterwerke der Zeichnung

A. Paul Weber - Britische Bilder - Die KathedraleA. Paul Weber: Meisterwerke der Zeichnung aus dem Depot des Weber-Museums

Mehr als 20.000 Werke hat der kritische und satirische Zeichner A. Paul Weber in seinen 87 Lebensjahren geschaffen. 7.000 davon befinden sich im Besitz des Weber-Museums in Ratzeburg. Etwa 300 sind dort ständig ausgestellt. Viele besonders wertvolle Arbeiten, wie Federzeichnungen oder farbige Aquarelle dürfen jedoch nicht dauerhaft dem schädlichen Sonnenlicht ausgesetzt werden und sind in den lichtgeschützten und klimatisierten Depots des Museums sicher verwahrt. Nur zu besonderen Anlässen werden sie öffentlich ausgestellt.

Die neue Sonderausstellung des Museums zeigt fünfzig der besten Werke Webers in einer beeindruckenden Schau, welche die Arbeiten diesmal nicht nur mit kurzen Objektbeschriftungen, sondern auch jeweils mit ausführlichen Texten erläutert.

Mit dabei sind besonders sehenswerte Werke wie die Originalzeichnung zu Webers wohl berühmtestem Motiv „Das Gerücht“ sowie zum „Verhängnis“, das bereits 1931 den Weg der Nationalsozialisten ins Massengrab darstellte, oder die Federzeichnung „Kasper, Tod und Teufel“, die unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg entstand und als ein Selbstbildnis auch seine eigene Situation zeigt.

Drei Zeichnungen gehören zu dem Zyklus der „Britischen Bilder“, die heute wieder in erstaunlicher Weise topaktuell geworden sind.

Dass A. Paul Weber ein Platz unter den großen Zeichnern des 20. Jahrhunderts gebührt, beweisen die in dieser Ausstellung gezeigten Werke hinreichend.

Die Ausstellung fußt auf einer Präsentation von 1993 im Wilhelm-Busch-Museum Hannover zum 100. Geburtstag Webers, die aber so noch nie in Ratzeburg gezeigt wurde.

Öffnungszeiten:
täglich, außer montags, 10:00 – 13:00 und 14:00 – 17:00 Uhr
Ausnahmen:
am 24., 25., 26. und am 31. Dezember sowie am Neujahrstag bleibt das Museum geschlossen.
Am Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag, Ostermontag sowie Pfingstsonntag und Pfingstmontag ist geöffnet.

Eintritt: Erwachsene 3,- €, Schüler 1,- €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 6,- €
Hinweis: Es besteht die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für beide Kreismuseen (A. Paul Weber-Museum und Kreismuseum) zu erwerben.
Kombikarte mit Kreismuseum:
Erwachsene 5,- €, Schüler 1,50 €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 10,- €

Ort: A. Paul Weber-Museum, Domhof 5, 23909 Ratzeburg
www.weber-museum.de


noch bis 22. September 2019

ERINNERUNG UND NEUANFANG
Das Hochofenwerksgelände – wie es war – wie es ist

Kühlturm © Industriemuseum Geschichtswerkstatt HerrenwykDie Anzahl der Menschen, die das Lübecker Hochofenwerk noch erlebten oder dort arbeiteten, in der Umgebung wohnten oder sonst einen Bezug zum Betrieb haben, wird immer geringer.

Vielen Menschen ist das Thema Industrialisierung nur noch aus Schulbüchern bekannt. Verbunden ist damit der Verlust von grundlegendem Wissen über Technik und Handwerk. Das führt dazu, dass man sich heute nicht mehr vorstellen kann, unter welchen schweren und gesundheitsschädigenden Bedingungen über Jahrzehnte gearbeitet werden musste.

In der Ausstellung werden alte Fotoaufnahmen von Werkseinrichtungen mit Aufnahmen von heutigen Ansichtigen gegenübergestellt. Heute gibt es kaum noch Relikte aus dieser Zeit.

Eine Chronik stellt die Entwicklung des Werkes dar von der Gründung über den Niedergang des Werkes bis hin zur heutigen Nutzung des Geländes.

Die Fragen nach dem Warum werden mit den wichtigsten Informationen beantwortet.

Die einzelnen Werkseinheiten des ehemaligen Hochofenwerkes Lübeck sind im Wesentlichen beschrieben. Als Kontrast dazu wird die jeweilige heutige Nutzung gezeigt.

Ein besonderes Augenmerk gilt der angrenzenden „Schlackenhalde“, der Deponie des Werkes, mit einer Betrachtung der heutigen Nutzung der Schlackenhalde als Naherholungsgebiet „Metallhüttenpark“.

Aus Anlass der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e. V. ein Buch mit dem gleichnamigen Titel herausgegeben, dieses ist im Industriemuseum erhältlich.

Öffnungszeiten:
freitags 14:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Kinder und Jugendliche 6-15 Jahre 2 €, 16-18 Jahre 5 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de

Foto © Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk


noch bis 20. Oktober 2019

Sandskulpturen-Festival Travemünde
„Maritime Abenteuer“

Sandskulpturen Festival Usedom 2017 © Foto: Sebastian JohnTauchen Sie ein in eine einzigartige maritime Welt aus Sand:
Vom 11. Mai bis zum 20. Oktober 2019 können Besucher täglich von 10:00 – 18:00 Uhr eine der weltweit größten überdachten Sandskulpturen Ausstellungen in Lübeck-Travemünde besuchen.

Die Ausstellung befindet sich in großen Hallen auf dem Baggersand am Fischereihafen direkt neben der Travemünder Landstraße. Ein sechzig köpfiges Sandteam hat in großen Bootshallen auf 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche aus rund 10.000 Kubikmeter Spezialsand eine beeindruckende Sandwelt geschaffen. Unter dem Thema „Maritime Abenteuer“  werden rund 30 Bildszenen in über 100 Skulpturen präsentiert.

Themenschwerpunkte sind lokale und internationale Sagen und Geschichten rund um das Meer, sowie Einblicke in die griechische Mythologie und auf die Rolle des Meeres in Film und Fernsehen. Dabei darf der berüchtigte Pirat Klaus Störtebeker und seine Mannschaft natürlich nicht fehlen, ebenso wenig wie eine Horde Wikinger. Hinzu kommen Darstellungen aus der Natur wie Quallen, Kalmare, Rifffische und Seelöwen und die schaurigen Gestalten aus der Tiefe, wie ein Krake. Figuren aus der griechischen Mythologie, wie Poseidon und Neptun, tragen ihr erstes Gesicht ganz aus Sand und auf unsere kleinen Gäste warten bereits bekannte Charaktere aus Film und Fernsehen, wie Spongebob Schwammkopf, Arielle, die Meerjungfrau und der Clownfisch Nemo. Auch Jules Vernes „20.000 Meilen unter dem Meer“ und der berühmte Thriller „Das Boot“ wird in einzelnen Skulpturen dargestellt. Neben einem beeindruckenden Schiffsfrack, werden auch nautische Instrumente, Flaggen, Morsezeichnen, Seemannsknoten und die Geschichte der Ozeanografie in Sand geschnitzt. Natürlich dürfen das Herz und die Seele eines Schiffes nicht fehlen, sodass eine Schiffskombüse Einblick auf das Leben an Bord gibt.

Die Skulpturen haben eine Höhe von bis zu 10 Meter und bestehen aus einem ganz besonderen Sand und Wasser.

Wie ist es möglich, dass diese hohen Kunstwerke überhaupt solange stehen bleiben können?
Der Sand stammt von dem Kieswerken Ohle & Lau und dabei handelt es sich um einen besonders scharfkantigen und spitz körnigen Sand mit kleinen Quarz- und Lehmanteilen. Er lässt sich gut „stapeln“ und verdichten.

Als Mitte April die Boote zur See ausliefen, begann ein Aufbauteam vor Ort mit dem verdichteten der Sandmassen.  Egal, ob die Skulptur 16 Meter oder nur einen Meter hoch ist, das Prinzip ist immer dasselbe:
1. Loser Sand wird mit einem Radlader oder Telekran in eine Holzverschalung (eine sogenannte Malle) gefüllt. In dieser wird der Sand dann durch abwechselndes Anfeuchten und Stampfen mit Rüttlern, wie man sie aus dem Straßenbau kennt, verdichtet und komprimiert. So wird eine Sandschicht nach der anderen in die Malle gefüllt und gepresst. Höhe und Breite der Mallen sind dabei beliebig variierbar.
2. Der Zauber beginnt und die Künstler gehen ans Werk. Das „Schnitzen“ wird im englischem als „carven“ übersetzt. Die Künstler bzw. Carver müssen nun die Kunstwerke von oben nach unten herausschnitzen und dabei besonders auf Statik, Proportionen und Gewicht achten. Um die Proportionen richtig zu treffen, müssen sich die Carver noch vor dem ersten Schnitt die Skulptur in voller Größe vorstellen können. Hierzu gehört viel Erfahrung, die nur durch Übung und Training erlangt werden kann. Jeder Carver hat seine besonderen Stärken. So gelingen dem einen architektonische Bauten in höchster Perfektion, während ein anderer den Ausdruck in einem Gesicht absolut wirklichkeitstreu darstellen kann. Für die Grobarbeit werden Schaufeln verwendet, für die Details Maurerbesteck, Tonwerkzeuge, Pinsel und Strohhalme.
Anschließend heißt es für die Gäste der Sandskulpturen Ausstellung Travemünde: „Herzlich willkommen! Sie dürfen nun Staunen!“.

Dass ein Sandkorn nicht dem anderen gleicht, haben wir bereits erfahren, doch welche Rolle spielt Sand eigentlich in unserem Alltag?
Welche Bedeutung und Vielfalt steckt hinter dieser Ressource?
Während des Rundgangs können Besucher auf Informationstafeln Antworten auf viele Fragen rund ums Korn entdecken. Hinzu kommt eine Sammlung mit über 300 Sandarten, wobei sich das Sandteam natürlich über jeden interessierten Gast und über weitere Proben freut, um die Sammlung zu erweitern.

Nach einem Rundgang gelangen die Besucher dann in eine Kinderwelt, mit einem großen Sandkasten und jeglichen Werkzeugen die man benötigt, um eine erste Sandburg mit richtigem Skulpturensand zu bauen. Weiter geht es in eine gemütliche Gastronomie mit jeder Menge Platz zum Kaffee oder Tee trinken, Kuchen essen oder Suppe löffeln. Hier können die Gäste abschalten, die letzten Eindrücke Revue passieren lassen und spannende Details zur Ausstellung bei den Mitarbeitern hinterfragen. Sobald alle wieder gestärkt sind, kann es zur zweiten oder dritten Runde in die Sandwelt gehen. Die  Gastronomie des Sandskulpturen Ausstellung Travemünde hat täglich und im Rahmen der geregelten Öffnungszeiten für Gäste der Ausstellung geöffnet.
Mit der Eintrittskarte erhält zudem jeder Gast einen kleinen Rabatt auf verschiedene Kombinationen aus dem Angebot.

Die Sandskulpturen Ausstellung Travemünde ist ein Erlebnis für die gesamte Familie und ein sehenswertes Ausflugsziel für Groß und Klein!

täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 9,50 €
Kinder 4 -14 Jahre 6,50 €
Rentner (63+) und Studenten 8,50 €
Familien (2 Erwachsene + 2 Kinder) 26,50 €
Familien (2 Erwachsene + 3 Kinder) 27,50 €
Familien (2 Erwachsene + 4 Kinder) 28,50 €
bei Gruppen ab 20 Personen erhält jeder Teilnehmer 1,- € Rabatt

Ort: Bootshallen am Fischereihafen, Auf dem Baggersand 15/Travemünder Landstraße, 23570 Lübeck-Travemünde
Parkplatz „Am Fischereihafen“ ganz in der Nähe!

www.sandskulpturen-travemuende.de

www.facebook.com/sandskulpturentravemuende

Foto: Sandskulpturen Festival Usedom 2017 © Foto: Sebastian John


noch bis 30. Oktober 2019

A(R)TLANTIC
Jugendstil trifft moderne Kunst

ATLANTIC Grand Hotel TravemündeSkulpturen internationaler Künstler im Hotelgarten des ATLANTIC Grand Hotel Travemünde

Vom 18. Mai bis 30. Oktober verwandelt sich das ATLANTIC Grand Hotel Travemünde zur Kunstgalerie. Unter dem Motto A(R)TLANTIC stellen drei Galerien ihre Kunstwerke aus. Die renommierte Skulpturengalerie Sylt, dieKUNSTWERKerin sowie die Shona Galerie präsentieren im historischen Ambiente des Grand Hotels Kreationen aus aller Welt.

Thomas Kuhse und Ninette Mathiessen werden am Wochenende vom 16. bis 18. August 2019 gemeinsam mit ihren Künstlern die Ausstellung vor Ort im Hotelgarten bereichern.

»Fotogalerie 2019«

Anette Voelmy – Skulpturengalerie Sylt
Junge Kunst aus dem Süden Afrikas im altehrwürdigen Ambiente eines Grand Hotels. Für diesen reizvollen Kontrast sorgt die Sylter Galeristin Anette Voelmy. Jedes Jahr reist sie nach Simbabwe, um neue Künstler und Skulpturen für Ihre Ausstellungen zu entdecken. Darüber hinaus hat Anette Voelmy den Verein rufaro e.V. ins Leben gerufen, um den Menschen in Simbabwe etwas zurück zu geben. So sind in den letzten Jahren zwei Schulen für 650 Kinder entstanden.

Thomas Kuhse – Galerie Shona
Die Galerie Shona zeigt Werke von renommierten Künstlern aus Simbabwe, die von Bildhauern der „Ersten Generation“ beeinflusst wurden. Die zeitgenössische Shona-Bildhauerei ist stark von europäischen Einflüssen geprägt, sie hat aber ihren eigenen, ausdrucksvollen Charakter entwickelt. Diese Art der Bildhauerei ist nicht traditionell verankert, sondern als reine Kunstform, quasi als „l´art pour l´art“ entstanden. Daher grenzt sie sich auch gegenüber traditioneller afrikanischer Kunst ab.

Ninette Mathiessen – dieKUNSTWERKerin
Ninette Mathiessen ist Galeristin und Künstlerin zugleich. In der Galerie dieKUNSTWEKerin werden Werke internationaler Künstler sowie Werke von Ninette Mathiessen ausgestellt. Besonders bekannt ist die Künstlerin für die Serie „FISH &SHIPS“ und ihre maritimen Bilder. Mit grob gespachtelten Hintergründen und einem schnellen Messerstrich ist der Stil von Ninette Mathiessen vom „Shabby Look“ beeinflusst. Seit 2011 sind ihre Malereien auf zahlreichen Ausstellungen zu bewundern, in diesem Jahr sind sie auch in der A(R)TLANTIC Kunstgalerie zusehen.

Öffnungszeiten:
täglich

Eintritt: frei

Ort: ATLANTIC Grand Hotel Travemünde, Hotelgarten, Kaiserallee 2, 23570 Lübeck-Travemünde
www.atlantic-hotels.de/grand-hotel-travemuende


noch bis Oktober 2019

Schokolade –
Vom Trank der Götter zur süßen Verführung für alle

Schokolade Anzeige Fa. Kasseler 1907 © Weihnachtshaus HusumDie Geschichte der Schokolade beginnt bei den Azteken, die schon um 1500 aus Wasser, Kakao, Chili und Vanille ein berauschendes Gebräu herstellten und es Xokolatl nannten. Nach Europa kam die neue Frucht durch Christoph Kolumbus Anfang des 16. Jahr­hunderts. Bereits 1657 wurde in London das erste Schokoladencafé eröffnet.

Bis in Dresden die erste als Tafel ausgeformte Schokolade angeboten wurde, sollten noch gut 150 Jahre vergehen. Zunächst als kleine Blöcke mit Bruchrillen angeboten, wurde Schokolade später auch mittels Hohlformen gestaltet. Die älteste und später auch bedeutendste Firma wird von Anton Reiche in der Nähe von Dresden gegründet. Ihr Angebot umfasst Formen in einer Vielfalt an Modellen und Grüßen, wie man es sich heute kaum vorstellen kann.

Die Ausstellung vollzieht die Geschichte der Schokolade und ihrer Herstellung nach und zeigt Beispiele aus der vielfältigen Entwicklung von Formen und Verpackungen sowie der Schokoladen-Werbung. Verschiedene Schokoladenqualitäten, feinste handgeschöpfte Pralinen aus der Confiserie Lauenstein, der „Genussmanufaktur aus Franken“, Führungen mit Verkostung von Kakaobohnen und Heißer Schokolade vermitteln einen sinnlichen Eindruck der Vielfältigkeit dieses Genussmittels.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Kinder bis 6 Jahre frei
Kinder bis 14 Jahre 1,- €
Erwachsene 3,- €
Familien 7,- €
Gruppen ab 10 Pers. 2,50 € p.P.

Ort: Weihnachtshaus, Westerende 46, 25813 Husum
Tel. 04841-6685908 und 04841-83520
www.weihnachtshaus.info

Flyer Weihnachtshaus (pdf)

Foto © Weihnachtshaus Husum


noch bis 03. November 2019

Hochstapler, Trunkenbolde, Schnüffler – VERRÜCKTE SCHMETTERLINGE
Eine Fotoausstellung von Ingo Arndt

Der „Hochstapler“ (Sesia apiformis) = Hornissen-Glasflügler © Ingo ArndtIn der Ausstellung „Hochstapler, Trunkenbolde, Schnüffler – VERRÜCKTE SCHMETTERLINGE“ zeigt der international renommierte Naturfotograf Ingo Arndt Spannendes und Verrücktes aus der Welt der Schmetterlinge. Lübeck ist der erste Ausstellungsort.

Für die Fotos seiner neuesten Ausstellung verbrachte er zusammen mit seiner Frau Silke Arndt Monate in den unterschiedlichsten Ländern und auf mehreren Kontinenten. Manche Bilder der Ausstellung entstanden aber auch direkt vor der eigenen Haustür.

Mit seinen Bildern möchte Ingo Arndt Emotionen wecken und den Reichtum der Natur vor Augen führen. Er macht komplexe ökologische Zusammenhänge sichtbar und dokumentiert das Verhalten von Tieren in perfekten Bildern.

Öffnungszeiten:
Di – Fr 09:00 – 17:00 Uhr
Sa – So 10:00 – 17:00 Uhr
montags geschlossen
01. Mai: geöffnet, Himmelfahrt: geöffnet, Pfingstsonntag: geöffnet, Pfingstmontag: geöffnet, 03. Oktober: geöffnet

Eintritt: Erwachsene 6 €, Ermäßigte 3 €, Kinder 2 €

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

www.ingoarndt.com

Foto © Ingo Arndt


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