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Ente

Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein April 2017

 

noch bis 02. April 2017

Thomas Zipp – White Rabbit (Martin Luther)

St. Petri zu LübeckThomas Zipp ist einer der wichtigsten deutschen Gegenwartskünstler. Er bewegt sich als Konzeptkünstler in diversen Medien und Genres wie Malerei, Grafik, Skulptur, Musik und Installation.

Auch in der Ausstellung „White Rabbit (Martin Luther)“, die in der Petri-Kirche realisiert wird, verbindet Zipp Performance-Kunst und Installation.

Zipps Arbeiten sind von einem intensiven Dialog zwischen Geschichte, Naturwissenschaft, Psychologie und Religion, sowie von Philosophie, Gesellschafts- und Kunstgeschichte geprägt.

Vorstellungen von Gut und Böse, Wahrheit und Unwahrheit, Norm und Abweichung, Körper und Geist, Besessenheit, Ekstase, Spiritualität und Sexualität sind Zipps Inspirationsquellen.

Öffnungszeiten der Ausstellung in St. Petri:
Di – So 11:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort:St. Petri zu Lübeck, Petrikirchhof 1, 23552 Lübeck
www.st-petri-luebeck.de

Flyer zu Ausstellung » Thomas Zipp – White Rabbit (Martin Luther) «


noch bis 20. April 2017

Renate Straatmann – F a r b C o n c e p t

Teigen - Acryl-Mischtechnik auf Leinwand 80x100 © Renate StraatmannIn ihrer Ausstellung FarbConcept zeigt die Bad Schwartauer Malerin Renate Straatmann mit 14 ausgewählten Gemälden modernes Wanddesign passend zum urbanen Einrichtungs-Konzept von BoConcept.

Hier verbinden sich Stimmungsbilder von Großstädten sowie Ruhe und Klarheit nordischer Insel- und Bergwelten mit skandinavischen Einrichtungsdesign.

Die abstrakten Bilder von Renate Straatmann entstehen in Acryl-Mischtechnik.

Mehrfache Übermalungen, Wisch- und Spachteltechniken kommen beim Entwicklungsprozess der abstrakten Bilder zum Einsatz.

Alle Bilder sind handsigniert.

Öffnungszeiten des Einrichtungshauses BoConcept:
Montag –  Freitag 10:00  – 18:30 Uhr
Samstag 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: BoConcept Lübeck, Dr.-Julius-Leber-Str. 3-7, 23552 Lübeck
www.boconcept.com

www.renate-straatmann.de

Foto © Renate Straatmann


noch bis 23. April 2017

Vorhang auf für Fiete!
Das Lübecker Marionettentheater Fritz Fey sen. von 1977 bis 2006

Fey BühneAm 01. April 1977 – vor 40 Jahren – eröffnete Fritz Fey sen. das Lübecker Marionettentheater im Kolk.

Er hatte während des Krieges im Lazarett begonnen, Handpuppenköpfe zu schnitzen, und war danach mit Pferd und Wagen und seiner mobilen Handpuppenbühne über Land gefahren, um Theater zu spielen.

Sein erklärtes Ziel war es, ein festes Haus für seine „Niederdeutsche Puppenspielkunst“ zu bekommen.
Im Jahr 1977 kam er mit seiner Marionettenbühne nach Lübeck. Hier wurde mit Hilfe der Possehl-Stiftung ein denkmalgeschütztes Haus saniert und spielfertig gemacht.
1986 verstarb Fritz Fey. Seine Frau Ingeborg führte den Spielbetrieb bis 2006 weiter.

Das TheaterFigurenMuseum in Lübeck würdigt Fritz Fey sen. ab dem 26. Februar 2017 mit der Ausstellung Vorhang auf für Fiete! Das Lübecker Marionettentheater Fritz Fey sen. von 1977 bis 2006.

2016 hat das TheaterFigurenMuseum die Figuren und Bühnenbilder der letzten Feyschen Inszenierungen in die Sammlung übernommen und gibt nun erstmals einen Einblick in diesen Fundus.
Es werden Figuren und Requisiten verschiedener beliebter Inszenierungen wie Störtebeker, Julfeuer oder Das Gespenst von Canterville zu sehen sein sowie einige Filmausschnitte von alten Inszenierungen.

Öffnungszeiten:
bis 31.03. Di – So 11:00 – 17:00 Uhr
ab 01.04. täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: 
Erwachsene: 7,00 €
Ermäßigt (Kinder ab 13 J., Studenten, Behinderte ab 50%): 3,50 €
Schüler bis 18 Jahre im Klassenverband: 2,50 €
Kinder (6 – 12 Jahre): 2,50 €

Ort: TheaterFigurenMuseum, Kolk 14, 23552 Lübeck
www.theaterfigurenmuseum.de

Flyer » TheaterFigurenMuseum « (pdf)


noch bis Ende April 2017

Kunst & Wohl – Buntigramme
Harald Nöding

Plakat Harald Nöding - Ausstellung "Kunst & Wohl - Buntigramme" in MalenteNachdem ich in früheren Jahren alles von Karl May gelesen und begeistert verschlungen hatte, habe ich mich an seine Zitate zur Kunst erinnert, die ich sehr erhebend im Geiste empfinde; Geistreich, erhebend und friedenstiftend ist für mich auch in jedem Falle die Praxis des echten, leichten Humors – meine runden fröhlich-humorvollen Kreisbilder sollen auch diesen Geist in die Welt bringen, viel Spaß!

Zitate von Karl May:
„… menschliches Sein, menschliche Entwicklung  soll die Kunst,  was sie auch schaffe, nach außen darstellen und tun … und durch diese Erkenntnis des göttlichen Einen zum Frieden zwischen allen führen.“

„So tritt die Kunst,  aus dem Heiligtum des innern Menschen in die alltägliche, äußere Welt hinaus … als sinnvolle Einheit … dem Schöpfer zur Ehre und den Menschen zum wachsenden Frieden.“

„… Für die Seele des Volkes und  für die Seele des Kindes sei das Kunstwerk rein, erhebend und heilig wie ein Gebet, was die Seele erhebt …“

“ Die Kunst  ist  jene  Betätigung des menschlichen Geistes und  der menschlichen Seele, die ins Innere des Gegenstandes eindringt, um ein Wesen zu erfassen, und dann wieder nach außen zurückkehrt, um das Äußere im Einklang mit dem Innern darzustellen.“

Öffnungszeiten:
täglich 08:30 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Haus des Kurgastes, Bahnhofstraße 4a, 23714 Bad Malente

www.freiekreiskunst.de


noch bis 01. Mai 2017
verlängert bis 03. September 2017

Kaltwassserkorallenriffe in unseren Meeren

Kaltwasserkorallenriff © Tomas LundälvKorallen lassen an Strände und Palmen, an azurblaues Wasser und die bunte Unterwasserwelt der Tropen denken.
Überraschend ist, dass es manche Korallenarten kalt und dunkel mögen und dass sie in den Tiefen der Ozeane leben.

Die Schau Kaltwassserkorallenriffe in unseren Meeren, die die Schwerpunkt-Ausstellung des Museums für Natur und Umwelt im ersten Halbjahr des kommenden Jahres darstellt, präsentiert die Vielfalt, Schönheit und Bedeutung von Kaltwasserkorallen.

In den Tiefen des Nordatlantiks von Norwegen bis zu den Azoren sind sie Baumeister eines einzigartigen Lebensraumes.
Die Jahrtausende alten Riffe mit ihren verschiedenartigen Bewohnern werden erst seit den 1990er Jahren intensiv erforscht. Die „Korallendickichte“ der Riffe bieten einer Vielzahl von Lebewesen Schutz und Nahrung. So sind sie z.B. der Laichgrund und die Kinderstube vieler Fischarten. Krebse, Tiefsee-Seeigel oder Schlangenseesterne finden reiche Nahrungsgründe.

Über 4000 Arten konnten bereits in den Kaltwasserkorallenriffen bestimmt werden – und bei jedem Tauchgang entdecken die Meeresforscher neue. Mit ihrer Vielfalt und ihrem Artenreichtum stehen Kaltwasserkorallenriffe den tropischen Flachwasserriffen nur wenig nach.

Weil es in ihrem Lebensraum finster ist, ernähren sich die Kaltwasserkorallen anders als ihre tropischen Verwandten. Mit ihren klebrigen Tentakeln fangen sie Plankton und organische Partikel, die ihnen die Strömung zutreibt. Eindrucksvolle Kaltwasserkorallenriffe mit erstaunlichen Ausmaßen wachsen an den Kontinentalhängen und Seebergen – wo die Strömung stark ist.

In der Ausstellung kann der Besucher zwischen überdimensionalen Korallennachbildungen in die Tiefsee „eintauchen“. Originale Exponate von Forschungstauchgängen z.B. von Riff bildenden Kaltwasserkorallen und anderen erstaunlichen Lebewesen bereichern die Schau.
Spannende Filme ermöglichen Blicke in eine unbekannte verborgene Welt. Faszinierende Bilder geben dem Besucher einen lebhaften Eindruck der Unterwasserwelt in den Tiefen.

Eine Gefahr für Kaltwasserkorallenriffe stellt die Fischindustrie dar. Bodenschleppnetze, die heute bis in 1500 Metern Tiefe reichen, können die Korallen und damit die fragilen Lebensräume großflächig zerstören. Sie pflügen über den Meeresboden und hinterlassen innerhalb kürzester Zeit eine Schneise der Verwüstung in zum Teil Jahrtausende alten Riffen, kritisieren Umweltschützer.

In der Ausstellung wird über diese schädlichen Einflüsse informiert, auch das Thema „Plastikmüll im Meer“ wird aufgegriffen. Zugleich wird aufgezeigt, wie der Korallengürtel in europäischen Meeren geschützt werden kann.

Der WWF, der an der Konzeption der Ausstellung beteiligt war, engagiert sich für einen umfassenden Schutz der Korallen und für umweltschonende Fischereimethoden. Die Organisation konnte bereits einige Regierungen zum Umdenken bewegen. So stellte Norwegen das größte bislang bekannte Kaltwasserkorallenriff vor den Lofoten unter Schutz. Auch die irische Regierung kündigte die Einrichtung von Schutzzonen an.

Kaltwassserkorallenriffe in unseren Meeren ist eine Wanderausstellung des Deutschen Meeresmuseums (DMM), des World Wide Fund For Nature (WWF) und des Forschungsinstitutes Senckenberg am Meer, Wilhelmshaven.

Die Ausstellung ist zweisprachig (englisch / deutsch).

Öffnungszeiten:
Di – Fr 09:00 – 17:00 Uhr und Sa – So 10:00 – 17:00 Uhr
montags geschlossen

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
6 | 3 | 2 €

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

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Foto © Tomas  Lundälv, Universität Göteborg


noch bis 14. Mai 2017

„Aufgeschlossen“
– Altes und Neues aus dem Ostholstein-Museum

Ostholstein-Museum EutinIn der Zeit vom 03. März bis 14. Mai 2017 widmet sich das Ostholstein-Museum seinen eigenen Beständen, die aufgrund des rund 130-jährigen Bestehens des Museums nicht nur umfangreich sind, sondern mit Blick auf die museale Entwicklungsgeschichte auch vielfältig.

So reichen die „Schätze“ des Museums von Gemälden, Grafiken und Zeichnungen namhafter oder auch längst vergessener Künstler über historische Möbel und Waffen bis hin zu unterschiedlichen Textilien, Büchern und kunsthandwerklichen Objekten wie Glas und Keramik.

In der Ausstellung finden sich Exponate aus den Anfängen des viele Jahrzehnte als Kreisheimatmuseum betitelten Museums ebenso wie Neuerwerbungen und Schenkungen der letzten Jahre für das heutige Ostholstein-Museum; manche Stücke sind den aufmerksamen Besuchern aus Ausstellungen in der Vergangenheit bekannt, andere Exponate wiederum wurden noch nie öffentlich gezeigt.

In der Ausstellung geht es dabei nicht um eine wissenschaftliche Aufarbeitung von besonders wertvollen Stücken aus der Eutiner Sammlung, sondern darum, anhand von unterschiedlichsten Ausstellungsstücken ein wenig von der eigenen Museumsgeschichte zu erzählen, die von den Anfängen des Hauses als „Museum für Geschichte und Altertümer“ um 1889 über seine Ausrichtung als „Kreisheimatmuseum“ ab 1937 bis hin zu seiner sehr viel späteren Umbenennung in „Ostholstein-Museum“ reicht.

Ganz bewusst werden Altes und Neues, Historisches und Modernes in direkter Nähe zueinander präsentiert, um den Besuchern einen – wenn auch sehr kleinen – Ausschnitt dessen zu zeigen, was hinter den verschlossenen Türen der Museumsmagazine gemeinsam aufbewahrt wird.

Das Ostholstein-Museum hat mit dieser Ausstellung den Blick ins Innere gekehrt und lädt die Besucher nun ein, sich anhand einer repräsentativen Auswahl aus den Beständen von der Vielfältigkeit und Qualität der musealen Sammlung überraschen zu lassen.

Öffnungszeiten:
bis 31.03.2017:
Mi – Fr 15 – 17 Uhr, Sa, So, feiertags 11 – 17 Uhr
(17. – 19.03.2017 ist die Sonderausstellung geschlossen!)
ab 01.04.2017:
Di – Fr 11 – 17 Uhr, Sa, So, feiertags 10 – 17:30 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis 21. Mai 2017

Lübeck sammelt I
Von Max Beckmann bis Miroslav Tichý

Ernst Wilhelm Nay, Der Engel, 1944, Öl auf Leinwand, 81,5 x 100 cm, Kunsthalle St. Annen, Lübeck, © VG Bild-Kunst, BonnAm 05. Februar 2017 startet in der Kunsthalle St. Annen im Museumsquartier die große Ausstellung Lübeck sammelt I. Von Max Beckmann bis Miroslav Tichý.

Dabei handelt es sich um das erste gemeinsame Projekt der Kunsthalle St. Annen und der Overbeck-Gesellschaft, Lübeck.

Zu sehen sind die geheimen Bilder einer Stadt: Kostbare Werke von Lübecker Privatsammlern werden ergänzt durch Werke aus dem Depot des Museums, die selten oder noch nie zu sehen waren.

Die Schau spannt mit 137 Werken einen Bogen von der Nachkriegsmoderne bis in die Gegenwart und verdeutlicht faszinierende parallele Entwicklungen in der Kunst.

Die Ausstellung setzt sich aus neun Themenschwerpunkten zusammen, die in ihrer Präsentation von fließenden Übergängen geprägt sind. Neben den gegenständlichen, gestisch-abstrakten, geometrisch-abstrakten und rückbezüglichen Tendenzen in der Malerei werden Beispiele aus der westdeutschen Fotografie mit Vertretern der sogenannten Düsseldorfer Becher-Schule sowie Künstler der ostdeutschen Dokumentarfotografie vorgestellt.
Ebenso wird eine Gruppe mit nonkonformistischen Positionen aus der DDR gezeigt und der Aspekt „Kunst und Leben“ sowie zeitgenössische Interessensgebiete einer jungen Künstlergeneration thematisiert.

Vorgestellt werden Künstler, deren Schaffenszeit sich nach 1945 oder in der Gegenwart verorten lässt.
So sind Werke von mittlerweile historischen Positionen, unter anderem von Max Beckmann, Willi Baumeister, Hanna Jäger, Per Kirkeby, Markus Lüpertz, Ernst Wilhelm Nay, Emil Schumacher, Ulrich Rückriem und Günther Uecker, sowie solche von Vertretern der jüngeren Generation wie Vladimír Houdek, Candida Höfer, Nschotschi Haslinger, Martin Neumaier, Thomas Ruff, Thomas Schütte und Thomas Struth zu sehen.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
bis 31.03.2017 | Di – So | 11:00 – 17:00 Uhr
1.4. – 21.05.2017| Di – So | 10:00 – 17:00 Uhr

Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.kunsthalle-st-annen.de

Foto © VG Bild-Kunst, Bonn


noch bis 28. Mai 2017

»Impressionen an der Werksbahn«

Werksbahn © Helga MartensDer Ortsteil Herrenwyk entwickelte sich im 20. Jahrhundert vom kleinen Fischer- und Bauerndorf zum Industrievorort Lübecks.

1907 nahm das Hochofenwerk seinen Betrieb auf, 1917 wurde die Flenderwerft im benachbarten Siems gegründet. Beide Werke gehörten lange Zeit zu den bedeutendsten industriellen Arbeitgebern der Stadt.

Heute ist von dem riesigen Gelände des ehemaligen Hochofenwerks fast nichts mehr zu erkennen. Die Werksbahn im Innern ist nach dem Konkurs schnell dem Abbruch zum Opfer gefallen. Lediglich ein Teil des äußeren Ringes ist noch vorhanden und wird, wenn auch selten, betrieben.

Helga Martens hat das Gebiet fotografiert und Impressionen rund um die Reste der alten Bahn eingefangen.

Die Fotografien werden im Rahmen einer Sonderausstellung ab dem 29. Januar 2017 im Industriemuseum Geschichswerkstatt Herrenwyk gezeigt.

Führungen durch die Ausstellung finden statt am
Sonntag, 19.02.2017, 11:30 Uhr
Sonntag, 16.04.2017, 11:30 Uhr

Führungen über die Gleisstrecke und einen Teil des ehemaligen Hochofengeländes
Sonntag, 19.03.2017, 11:30 Uhr
Sonntag, 28.05.2017, 11:30 Uhr
Treffpunkt: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk

Öffnungszeiten der Ausstellung:
freitags 14:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
3 | 1,50 | 1,50 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de

Foto © Helga Martens


noch bis 28. Mai 2017

„Ich, Christian Buddenbrook!“

Brüder Portrait - Heinz-Joachim Draeger © Boyens BuchverlagAm 11. Februar 2017 startet im Buddenbrookhaus in Lübeck die Ausstellung Ich, Christian Buddenbrook! Skizzen eines Lübecker Kaufmannssohns.

In der Schau werden die originalen Zeichnungen des Illustrators Heinz-Joachim Draeger gezeigt, die Vorlagen für die gleichnamige Publikation sind. Der Künstler ist in die Haut von Christian Buddenbrook geschlüpft und hat unter anderem Porträts, Stadtbilder und die Lübecker Gesellschaft aus der Sicht der Romanfigur gezeichnet. Dabei wird Christians scharfer Blick auf seine Mitmenschen deutlich – und sein satirisches Talent.

„Was das Buddenbrookhaus als Ort bestimmt, nämlich die Überlagerung von Realität und Fiktion, hat Heinz-Joachim Draeger auf die Spitze getrieben: Er lässt die Romanfigur Christian Buddenbrook lebendig werden und erzählt seine Geschichte zeichnerisch nach und sogar weiter. Die Bilder passen also perfekt an diesen Ort, wo sie scheinbar ihren Ausgangspunkt hatten. Die Ausstellung ist ein großes Vergnügen für alle Buddenbrooks-Leser und ‚Krischan‘-Freunde und ein hervorragender Einstieg für solche, die es noch werden wollen“, erklärte Dr. Birte Lipinski, Leiterin des Buddenbrookhauses.

Heinz-Joachim Draeger, geboren 1935, war von 1963 bis 1997 Fachlehrer für Kunst und Deutsch an einem Lübecker Gymnasium (Johanneum). Er arbeitet seitdem als freischaffender Autor und

Illustrator. Sein erstes Buch, „Die Torstraße. Häuser erzählen Geschichte“, erschien bereits 1977 und ist bis heute aktuell. „Von Koggen und Kaufleuten“ gewährt dem Betrachter Einblicke in eine Hansestadt im Mittelalter. Beide Bücher wurden kürzlich ins Japanische übersetzt.

Sein neuestes Werk „Ich, Christian Buddenbrook. Skizzen eines Lübecker Kaufmannssohns“ ist im Boyens Buchverlag erschienen. Es hat ca. 104 Seiten, ist  durchgehend farbig illustriert und kostet 18,50 €. Die Vernissage ist zugleich die offizielle Buchvorstellung des Verlages. Im Shop des Buddenbrookhauses gibt es exklusiv vom Künstler signierte Buchexemplare.

Die Ausstellung zeigt 46 Originalzeichnungen. Über ausgelegte Bücher und ausgewählte Zitate können sich Besucher darüber hinaus  intensiv mit der Person des Christian beschäftigen und sich in die Welt  der Buddenbrooks vertiefen. Wer mag, kann eigene Eindrücke zur Ausstellung aufschreiben oder zeichnen und sie im Haus ausstellen lassen.

Rahmenprogramm zur Ausstellung:
Führung mit Annette Klockmann
Christian Buddenbrook – ein Außenseiter der Familie
Donnerstag, 09. März 2017, 15 Uhr und 13. April 2017 , 15 Uhr
Teilnahme:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
11 | 7,50 | 6,50 €

Szenische Führungen mit Jan Bovensiepen
„Das Theater habe ich immer geliebt.“
Sonntag, 12. März 2017, 14 Uhr
Donnerstag, 20. April 2017, 19 Uhr
Donnerstag, 11. Mai 2017, 19 Uhr
Teilnahme:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
11 | 7,50 | 6,50 €

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, 23552 Lübeck
www.buddenbrookhaus.de

Foto © Boyens Buchverlag


noch bis 31. Mai 2017

Brahms als Frauenschwarm und Künstlerfreund:
„Beziehungszauber“

Johannes Brahms © Foto: F. König - Brahms-Institut LübeckLübecker Brahms-Institut zeigt spektakuläres neues Autograf.

Dem Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) ist ein Neuerwerb gelungen.
Aus Privatbesitz erhielt es die Originalhandschrift eines Liedes, das Brahms seiner damaligen Verlobten Agathe von Siebold schenkte.
Das wertvolle Autograf besteht aus zwei mit Tinte beschriebenen Notenseiten und ist nun als Teil der Ausstellung „Beziehungszauber“ erstmals öffentlich zu sehen.

Im Dezember letzten Jahres erhielt das Brahms-Institut an der MHL die Originalhandschrift des Brahms-Liedes „Trennung“ op. 14 Nr. 5. „Das Scheiden, Scheiden tuet not, wie Tod ist es so harte“, heißt es in der vierten Strophe des Liedes, das Brahms 1858 vertonte. Das Manuskript schenkte er im Herbst seiner Verlobten Agathe von Siebold. Möglicherweise war dieses Geschenk bereits ein Vorbote, denn der erwartete Heiratsantrag blieb aus. Die Verbindung des ungleichen Paares, der Göttinger Professoren-Tochter mit dem damals noch mittellosen jungen Komponisten, dauerte nur wenige Monate. Agathe löste die Verlobung enttäuscht wieder auf: „Da war ja nur das Eine noch möglich – zu entsagen, und das habe ich dann, wenn auch mit blutendem Herzen, getan“, schrieb sie noch Jahrzehnte später in einem Brief an ihre Freundin, der ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist.

Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger erläutert: „Nach der Trennung vernichtete Agathe von Siebold alle Dokumente von Brahms – bis auf drei Liedautografe: Die ‘Trennung‘ erhielt ihre Freundin Franziska Rosenbach, von deren Nachfahren das Autograf ins Lübecker Brahms-Institut gelangte.“
Auch das Manuskript des Liedes „Sonett“ op. 14 Nr. 4, das Agathe ebenfalls verschenkte, gehört zur Instituts-Sammlung und ist in der Ausstellung zu sehen.
Brahms scheute fortan eine feste Bindung und blieb zeitlebens Junggeselle. An Verehrerinnen mangelte es ihm allerdings nicht: Er sammelte ihre Fotos im Portrait- und Visitformat, die in der Ausstellung unter dem Motto „Brahms und die Frauen“ ebenfalls gezeigt werden.

Die Schau „Beziehungszauber“

stellt Brahms auch in andere, vielfältige Beziehungen wie zu Freunden und Kollegen aus dem unmittelbaren Umfeld.
Musikbibliothekar Stefan Weymar, der die Schau zusammen mit Sandberger kuratiert hat: „Aus dem Zusammenspiel der beziehungsreichen Exponate ergibt sich für den Besucher ein dynamisches Brahms-Bild, das durch den Blick auf sein Netzwerk neue, auch überraschende Konturen erhält.“

Die Ausstellung zeigt unter anderem Widmungskompositionen an Brahms. So auch von Joseph Joachim und Clara Schumann, die Brahms in enger Freundschaft Werke gewidmet haben oder von Komponistenkollegen wie Johann Strauß und Hans Huber, die ihre Werke in Verehrung Brahms dedizierten. Viele Widmungswerke beziehen sich auf bevorzugte Gattungen und populäre Kompositionen von Brahms, wie etwa auf seine „Ungarischen Tänze“ oder auf seine Walzer op. 39.
Auch bedeutende grafische Arbeiten wie die „Brahms-Phantasie“ von Max Klinger sind in die Schau einbezogen.

Im Wintergarten der Villa Eschenburg sind verschiedene Brahms-Büsten zu sehen: von den naturalistischen Bildnissen Tilgners und Küchlers, die noch zu Brahms’ Lebzeiten gefertigt wurden, bis hin zu den eigenwilligen Lösungen, die Arno Breker und Milan Knobloch im ausgehenden 20. Jahrhundert schufen.

Der Ausstellungskatalog (edition text+kritik, München) zeigt 60 herausragende Exponate in hochwertigen Farbabbildungen, darunter zahlreiche Erstveröffentlichungen. Beiträge der Kuratoren Wolfgang Sandberger und Stefan Weymar führen in die Thematik und die Exponate ein. Er ist im Buchhandel für 19,90 € sowie im Brahms-Institut erhältlich.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
mittwochs und samstags 14:00 – 18:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Eintritt: frei

Ort: Brahms-Institut, Villa Eschenburg, Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck
www.brahms-institut.de

Foto © Foto: F. König – Brahms-Institut Lübeck


noch bis 05. Juni 2017

„Lübecker Bucht“
– gesehen von Lars Möller, Ulf Petermann und Till Warwas

Ostholstein-Museum EutinIn der Zeit vom 05. März bis 06. Juni 2017 zeigt das Ostholstein-Museum in seiner Frühjahrsausstellung aktuelle Bilder der drei Norddeutschen Realisten Lars Möller, Ulf Petermann und Till Warwas.

Die Arbeiten entstanden in den vergangenen zwei Jahren an der Lübecker Bucht und werden nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Es ist bereits das fünfte Mal, dass die drei Künstler Lars Möller, Ulf Petermann und Till Warwas, die alle Drei seit vielen Jahren zu der bekannten Gruppe der Norddeutschen Realisten gehören, sich gemeinsam auf den Weg machten, um neue Landstriche zu erkunden und die typischen Merkmale der jeweiligen Region auf Leinwand und Papier festzuhalten. So waren sie in der Vergangenheit bereits am Flensburg Fjord, auf Sylt, auf Föhr und in der Schleiregion.

Bei ihrem aktuellen Malprojekt steht nun die Lübecker Bucht mit ihrer landschaftlichen Vielfalt von Lübeck bis nach Fehmarn im Mittelpunkt des künstlerischen Interesses.
Während dieser Aufenthalte in Lübeck und Ostholstein entstanden Ansichten von menschenleeren und touristisch bevölkerten Stränden, von Flutsäumen und Steilküsten, von Spaziergängern auf regennassen oder winterlichen Straßen in der Lübecker Altstadt, von ostholsteinischen Feldern, Gütern und heimischen Häfen. Die Vielgestaltigkeit der Küstenlandschaft und des Binnenlandes erscheint schier unendlich und findet ihre malerische Umsetzung in den für Lars Möller typischen großformatigen Arbeiten ebenso wie in den vornehmlich mittel- und kleinformatigen Werken von Till Warwas und Ulf Petermann.

Am Ende einer gemeinsamen künstlerischen Unternehmung steht stets eine Ausstellung mit den malerischen Ergebnissen der drei Künstler – und nicht selten zeigen sich dabei zwei oder gar drei unterschiedliche Sichtweisen auf ein und dasselbe landschaftliche Motiv. Gerade diese Gegenüberstellung individueller künstlerischer Standpunkte und Ausdrucksformen macht – neben der malerischen Qualität der Werke – den besonderen Reiz dieser Künstlerunternehmungen und der sich anschließenden Ausstellungen aus.

Die Ergebnisse dieses aktuellen neuen Malprojekts an der Lübecker Bucht sind nun in den kommenden Wochen in zwei (Parallel-)Ausstellungen zu sehen: zum einen im Ostholstein-Museum in Eutin (5.3.-5.6.2017), zum anderen in der Galerie Koch-Westenhoff in Lübeck 11.3.-22.4.2017).

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Öffnungszeiten:
bis 31.03.2017:
Mi – Fr 15 – 17 Uhr, Sa, So, feiertags 11 – 17 Uhr
(am 17.03.2017 ist die Sonderausstellung geschlossen, am 18. und 19.03.2017 nur bedingt zu sehen!)
ab 01.04.2017:
Di – Fr 11 – 17 Uhr, Sa, So, feiertags 10 – 17:30 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Einladung Ausstellung » Lübecker Bucht « (pdf)


noch bis 02. Juli 2017

„Böden schreiben Geschichte“
Erdschichtenbilder von Walter Hähnel

Böden schreiben Geschichte © Museum für Natur und UmweltErdschichtenbilder zeigen die verborgenen Schönheiten des Erdreichs und geben die Folge der Ablagerungen im Boden mit ihren interessanten Schichtungen wieder.

Das Museum für Natur und Umwelt in Lübeck präsentiert in der Schau „Böden schreiben Geschichte. Erdschichtenbilder von Walter Hähnel“, die ab dem 29. September im Museum zu sehen ist, 17 Arbeiten von Walter Hähnel. Der 1913 in Hamburg-Bergedorf geborene und in Lübeck lebende geologische Präparator hat die Bilder in den 1970er Jahren angefertigt. Bei den im Museum für Natur und Umwelt ausgestellten Lackabzügen handelt es sich zu großen Teilen um Abbilder der Ablagerungen aus dem Zeitraum von vor 120.000 Jahren bis vor 250.000 Jahren, als die Gletscher der Saaleeiszeit und Weichseleiszeit die Landschaft Schleswig Holsteins veränderten.

Ursprünglich wurde die Technik der Lackfilmmethode oder Lackabzüge um 1930 durch den Geologen und Paläontologen Ehrhard Voigt entwickelt, um Wirbeltier-Fossilien zu bergen und um Boden- und Sedimentprofile zu konservieren. Voigts Methode der Erdschichtenbilder wurde in der Folge verfeinert und bis zur heutigen Perfektion weiterentwickelt.

Dabei hat Walter Hähnel entscheidende Beiträge geleistet: In einer Sandgrube werden die Sandschichten an einer senkrechten Wand mit einem Speziallack besprüht, mit einem Mulltuch bedeckt und noch einmal mit Lack bestrichen. Wenn der getrocknete „Lackfilm“ von der Wand abgezogen wird, sind die originalen Sandschichten fest durch den Lack fixiert. Dieser „Lackfilm“ wird dann auf eine Hartfaserplatte aufgeklebt. So können Bodenprofile sowie auch archäologische oder paläontologische Objekte und Spuren dauerhaft dokumentiert werden.

Neben dieser wissenschaftlichen Dokumentation stellen die Bilder ebenfalls ästhetische Unikate einzelner Orte der hiesigen Region dar.
Die Bilder zeigen Linien, Bögen, Schleifen und geheimnisvolle Figuren, die durch die Abfolge der Sedimente und die Einwirkung unterschiedlichster Kräfte entstanden sind. Sie sind einzigartige Zeugnisse der Vergangenheit und Momentaufnahmen von geologischen und bodenkundlichen Formen und Strukturen.

Besucher des Museum für Natur und Umwelt haben bis Juli 2017 die Möglichkeit, die Einmaligkeit, Vielfalt und Schönheit jahrtausend alter Prozesse der Geologie zu besichtigen.

Öffnungszeiten:
Di – Fr  09:00 – 17:00 Uhr und  Sa – So 10:00 – 17:00 Uhr
montags geschlossen

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
6 | 3 | 2 €

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

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Foto © Museum für Natur und Umwelt


noch bis 27. August 2017

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Bilder von Paul Weber zu Aussagen des Grundgesetzes

Auf seinem Rücken - A. Paul WeberAm 08. Mai 1949 nahm der Parlamentarische Rat das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland an. Am 23. Mai fand die feierliche Verkündung dieses fundamentalen Gesetzeswerks in Bonn statt, womit ein neuer Abschnitt deutscher Geschichte begann.

Trotzdem sich heutzutage so viele auf das Grundgesetz berufen, kennen doch nur wenige seine einzelnen Artikel.

A. Paul Weber hat nie direkt Bilder zum Grundgesetz im Sinne von „Illustrationen“ oder zusammenhängenden Folgen gezeichnet. Jedoch lassen sich viele seiner Graphiken thematisch zu den Aussagen und Werten des Grundgesetzes in eine spannungsreiche Beziehung stellen, welche die Betrachter zum eigenen Nachdenken herausfordern, etwa über die Würde des Menschen, Meinungsfreiheit oder Religionsfreiheit.

Ergänzt wird die Ausstellung durch etliche Bilder Webers zum Thema Justiz, mit der er während seiner politischen Haft im Dritten Reich unliebsame Erfahrungen gemacht hat.

Die über 100 Lithographien und Handzeichnungen der Ausstellung entstanden von den 30er Jahren bis hin in die 70er Jahre und werden entsprechenden Artikeln des Grundgesetzes gegenübergestellt.

Sie erlangen hierdurch eine oft erstaunliche Aktualität zu gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen, wie sie oft bei Webers Bildern zu beobachten ist. So zeigt die Graphik „Auf seinem Rücken“ etwa die Leiden der Zivilbevölkerung unter verschiedenen Kriegsparteien in einer zeitlosen Darstellungsweise, welche auch die Fähigkeit A. Paul Webers dokumentiert, für viele Aussagen bleibende Bildchiffren gefunden zu haben, die ihn als Künstler nach wie vor interessant macht.

Die Ausstellung ist ab dem 01. März 2017 zu sehen.
Offizielle Eröffnung ist jedoch erst zur Jahrestagung der A. Paul Weber-Gesellschaft am 06. Mai 2017 um 15 Uhr.
Museumsleiter Dr. Klaus J. Dorsch führt dann in die Ausstellung ein. Hierzu sind auch Nicht-Mitglieder herzlich willkommen.

Öffnungszeiten:
täglich, außer montags
10:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 3,- €, Schüler 1,- €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 6,- €

Hinweis: Es besteht die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für beide Kreismuseen (A. Paul Weber-Museum und Kreismuseum) zu erwerben:
Kombikarte mit Kreismuseum:
Erwachsene 5,- €, Schüler 1,50 €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 10,- €

Ort: A. Paul Weber-Museum, Domhof 5, 23909 Ratzeburg
www.weber-museum.de


noch bis 31. August 2017

»Verschiedene Ansichten: Böll und Grass«

Böll und Grass © Renate von Mangoldt © Hermann und Clärchen BausAls Günter Grass und Heinrich Böll sich 1957 bei einer Tagung der Gruppe 47 kennenlernten, war das der Beginn einer jahrzehntelangen Korrespondenz, die erst mit Bölls Tod ihr Ende fand.

In diesem Jahr wäre Heinrich Böll 100, Günter Grass 90 Jahre alt geworden.

Das Günter Grass-Haus in Lübeck befasst sich ab 21. Februar 2017 in der Ausstellung Verschiedene Ansichten mit den beiden Literaturnobelpreisträgern.

Günter Grass und Heinrich Böll hatten viele Gemeinsamkeiten. Beide teilten die Fronterfahrung des Zweiten Weltkriegs, beide waren nicht nur prominente Autoren, sondern auch engagierte Bürger. Als Personen des öffentlichen Lebens bezogen sie Stellung zu den wichtigen gesellschaftlichen Debatten und erfuhren dabei viel Zuspruch, häufig aber auch massive Ablehnung.

Beide trugen mit ihrer schriftstellerischen Arbeit und ihrem bürgerlichen Engagement maßgeblich dazu bei, dass nach dem Krieg deutsche Literatur und Kultur im Ausland wieder anerkannt wurden.
Beide wurden schließlich mit dem Literaturnobelpreis geehrt.

Doch noch stärker war das Verhältnis der Autoren geprägt von verschiedenen Ansichten, vor allem in politischer Hinsicht. Der Ambivalenz zwischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden waren sich beide bewusst und Böll brachte sie in einer Postkarte zum Ausdruck. Darin zeigte er sich erfreut darüber, »daß wir beide – wohl, weil wir so verschieden sind! – zusammengekommen sind«.

Anhand verschiedener Originalexponate und Zeitdokumente begleitet die Schau die Autoren zurück an die Front, an ihren Schreibtisch, in die Fremde und schließlich in die lichten und dunklen Seiten der Öffentlichkeit.
Zu den interessantesten Ausstellungsobjekten gehören die beiden Nobelpreisurkunden sowie Werkpläne, Aquarelle und persönliche Gegenstände der Schriftsteller im Original.

Die Schau wurde von der wissenschaftlichen Kuratorin des Günter Grass-Hauses, Kathrin Rädel, kuratiert.

Öffentliche Führungen:
Kurzansichten – Böll und Grass
Heinrich Böll und Günter Grass- zwei Autoren mit starken Meinungen, manchmal unbequem, aber
immer engagiert. Die Führung bietet einen 30-minütigen Streifzug durch die Sonderausstellung, wobei man Interessantes über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Literaturnobelpreisträger
erfährt.
Sonntag  26.2, 12.3., 09.4., 16.4., 23.4., 28.5., 04.6., 30.7., 06.8., 20.8.2017, jeweils 15:00 Uhr
Teilnahme: 9 / 5,50 Euro

Führung in drei Akten:
»Natürlich sind wir Narren«
Die Schauspieler Jochen Weichenthal und Rachel Behringer (Theater Lübeck) führen szenisch durch die Ausstellung.
Do 18. Mai, Mi 14. Juni und Do 13. Juli 2017, jeweils 19:00 Uhr
Teilnahme: 12 / 8 Euro, inkl. Begrüßungsgetränk
Karten unter Tel. 0451-122 4230

Angebot für Schulen:
Zur Ausstellung werden Führungen angeboten, die den abiturrelevanten Vergleich zwischen Friedrich Schillers Der Verbrecher aus verlorener Ehre (1786) mit Heinrich Bölls Die verlorene Ehre der
Katharina Blum (1974) in den Fokus nehmen.
Nähere Informationen und Buchung unter Tel. 0451-1224243

Öffnungszeiten der Ausstellung:
bis 31.03.2017 | Di – So | 11:00 – 17:00 Uhr
1.4. – 31.08.2017| Mo – So | 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 7 €, ermäßigt 3,50 €

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
www.grass-haus.de

Foto © Renate von Mangoldt © Hermann und Clärchen Baus


noch bis 24. September 2017

Lebenslange Leidenschaften
Private Sammlungen im Besitz des St. Annen-Museums

Haushaltskaffeemaschinen vor 1949 © St. Annen-Museum - Fotoarchiv der Hansestadt LübeckVier Menschen und ihre Lust am Sammeln ziehen die Besucher ab 26. März 2017 in ihren Bann.

Die Sonderausstellung Lebenslange Leidenschaften zeigt kuriose Alltagsgeräte aus Knochen aus dem 18. und 19. Jahrhundert (Sammlung Klaus G. Glüsing), edle Gold- und Silberschmiedekunst (Sammlung Erich Trautsch), wertvolles Meissener Porzellan (Sammlung C. J. Heinrich) und Elektrogeräte aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Sammlung Angelika Jensen).

Einige spektakuläre Neuerwerbungen und Kunstgegenstände aus dem Altbestand der 300-jährigen Museumssammlung ergänzen die Schau.

Sammlung Klaus G. Glüsing

Einzigartig und überregionaler Anlaufpunkt für die kulturhistorische Forschung ist die Knochensammlung des Kieler Juristen Klaus G. Glüsing.

Auf den ersten Blick hat es den Anschein, als seien die kunstvollen und fragilen Gegenstände aus kostbarem Elfenbein gefertigt. Doch der Eindruck täuscht. Eine genaue Betrachtung der Oberfläche zeigt die Porenstruktur von Knochen, zumeist Rinderknochen: Knochen, das Elfenbein des kleinen Mannes.

Klaus G. Glüsing hat innerhalb von 30 Jahren die wohl deutschlandweit größte Privatsammlung von Geräten aus Knochen des 18. und 19. Jahrhunderts zusammengetragen. Zu sehen sind Ess- und Kochgeräte, Mode- und Schmuckartikel, Handarbeitsutensilien, Hygienebedarf, Spiele, Souvenirs und Nippes.

Sammlung Erich Trautsch

Edle Meisterwerke der Lübecker Gold- und Silberschmiedekunst hat der Lübecker Erich Trautsch zusammengetragen.

Die Lübecker Goldschmiede waren einst berühmt für die hohe Qualität ihrer Arbeiten. Doch nur ein Bruchteil der Silbergeräte aus den vorigen Jahrhunderten hat sich erhalten. Denn gerade wegen ihres Edelmetallwertes boten sich Goldschmiedearbeiten in Notzeiten zum Eintauschen und Einschmelzen an.

Das St. Annen-Museum bewahrt den Großteil der heute noch bekannten Silberobjekte mit der Lübecker Stadtmarke, dem Doppeladler.

Auslöser der Sammelleidenschaft war bei Erich Trautsch eine Hansekanne von etwa 1580, die in den 1960er Jahren zum Kauf stand und 900 DM kostete. Das Museum konnte sich den Erwerb nicht leisten. Aus langjähriger Verbundenheit mit dem Museumsrat erwarb Trautsch das Stück, um es für Lübeck zu sichern. Und sammelte anschließend weiter.

Sammlung C. J. Heinrich

Wertvoll und rar ist das Porzellan aus der Manufaktur Meissen, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Nachahmung des chinesischen Porzellans entstand. Das reizte auch die Sammelleidenschaft des Kunstfreundes C. J. Heinrich.

Schon 1994 und zuletzt 2016 schenkte er dem Museum einige Ensembles. Sie zeigen den engen Zusammenhang zwischen asiatischem Porzellan und den frühen Errungenschaften der Manufaktur Meissen im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts: Phantasievolle chinesische Alltagsszenen und traditionelle japanische Dekore schmücken diese Service.

Einen zweiten Schwerpunkt setzte C.J. Heinrich auf Ansichtstassen des frühen 19. Jahrhunderts mit Motiven aus Thüringen und Sachsen.

Sammlung Angelika Jensen

Der vierte Teil der Ausstellung zeigt Elektrogeräte aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung Angelika Jensen.

Die passionierte Sammlerin von Alltagsgegenständen hat in ihrem Leben viele Sparten der Alltagskultur durchmessen, deren Zeugnisse vor der Vernichtung gerettet und norddeutschen Museumssammlungen geschenkt.

Dem St. Annen- Museum übergab sie 1999 rund 200 elektrische Geräte.
Diese schlichten Haushaltshelfer offenbaren dem Betrachter ihren großen ästhetischen Reiz. Zugleich sind sie Ikonen der Designgeschichte.

Öffnungszeiten:
01.01. – 31.03.2017
11:00 – 17:00 Uhr

01.04. – 31.12.2017
10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 7 €, Ermäßigte: 3,50 €, Kinder: 2,50 €

Ort: St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.st-annen-museum.de

Foto © St. Annen-Museum – Fotoarchiv der Hansestadt Lübeck


01. April bis 10. September 2017

„Alte Neustadtbilder. Strand und Me(e)hr“

Fischer auf einem Kutter im Neustädter HafenNeustadt wie es früher einmal war:
Thomas Schwarz, Ulrike Gollan-Lambeck und Hans-Jürgen Weßlin haben mehrere Hundert „neue“ alte Bilder aus privaten Archiven, Familienalben etc. zusammengetragen und zeigen sie vom 01. April bis 10. September im zeiTTor.

Der Titel „Alte Neustadtbilder. Strand und Me(e)hr“ verrät den Schwerpunkt: Es geht vor allem um Pelzerhaken, Rettin, Strand und den Neustädter Hafen.

Daneben werden auch alte Bilder u. a. mit den Themen „Menschen“, „Stadtansichten“, „Ereignisse“ und „Bauwerke“. Die Bilder sind selten datiert, noch seltener beschriftet. Das ist beabsichtigt, denn so können unsere Gäste miteinander ins Gespräch kommen, über die Fotos sprechen, also „klönen“ und „schnacken“, und Erinnerungen austauschen.

Gruppen können außerdem auf Wunsch Veranstaltungen buchen, z. B. im Rahmen von Klassentreffen oder Nachbarschafts- bzw. Straßenfesten.

Öffnungszeiten:
Ostern bis Oktober
Dienstag – Samstag: 10:30 – 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 14:00 – 17:00 Uhr

November bis Ostern
Samstag und Sonntag: 14:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 3,50 €
Erwachsene mit Ermäßigung 2,50 € (z. B. mit der ostseecard*)
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt

Ort: zeiTTor, Haakengraben 2-6, Navi: Vor dem Kremper Tor
23730 Neustadt in Holstein, Tel. 04561-619305
www.zeittor-neustadt.de


03. bis 28. April 2017

Der Kieler Maler Emil Höftmann

Ausstellung Emil Höftmann © Tourist Info Großer Plöner SeeDie Ausstellung gibt einen kleinen Ausschnitt vom Schaffen des Malers Emil Höftmann der 1909 in Bremen geboren wurde, einige Jahre in Hamburg und bis zu seinem Tod im Oktober 1988 in Kiel lebte.

Die meisten seiner Bilder entstanden um den Westensee, in der Landschaft um Husum und nördlich des Kanals.

Er liebte Spaziergänge mit Skizzenblock und Bleistift, er hatte immer Aquarellfarben, Palette, Wasserflasche und Pinsel im Auto.
Bäume waren ein beliebtes Motiv, aber auch viele wunderbare Landschaftsbilder und erlesene Blumenmotive.

Auf Wunsch von Emil Höftmann werden seine Werke jetzt von seiner Tochter verwaltet und regelmäßig ausgestellt.

Öffnungszeiten:
Mo – Fr 09:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Bistro der Tourist Info Großer Plöner See, Bahnhofstraße 5 (Bahnhof), 24306 Plön
www.holsteinischeschweiz.de/ploen

Foto © Tourist Info Großer Plöner See


06. April bis 07. Mai 2017

DSD-Ausstellung
„Seht, welch kostbares Erbe!“
zu Gast im Lübecker Heiligen-Geist-Hospital

DSD-Ausstellung „Seht, welch kostbares Erbe!“ © M. L. PreissVom Donnerstag, den 06. April 2017 bis zum Sonntag, den 07. Mai 2017 ist die Wanderausstellung „Seht, welch kostbares Erbe!“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in einem ihrer Förderprojekte, dem Heiligen-Geist-Hospital in Lübeck zu sehen.

35 Denkmale aus allen Bundesländern, verschiedenen Epochen und unterschiedlichen Denkmalgattungen stehen dort für die über 5.000 bedrohten Baudenkmale, die die private Denkmalschutzstiftung seit ihrer Gründung 1985 dank Spenden, Erträge ihrer Treuhandstiftungen und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, mit insgesamt über einer halben Milliarde Euro retten helfen konnte.

In Schleswig-Holstein unterstützte die Stiftung über 180 Förderprojekte, in Lübeck rund 40 Denkmale. Dazu gehören neben dem Ausstellungsort Heiligen-Geist-Hospital das in der Exposition präsentierte Holstentor, das Rathaus und die Marienkirche. Unterstützt wird die Denkmalstiftung in der Hansestadt von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium Lübeck unter der Leitung von Johannes Schindler.

Die Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz veranschaulicht eindrucksvoll die gewaltigen Anstrengungen, mit denen in den vergangenen 30 Jahren ein guter Teil unseres baulichen Kulturerbes gerettet und erhalten wurde – angefangen bei der Wismarer Georgenkirche, einem Hauptvertreter der Backsteingotik an der Ostsee, über die expressive Wandbemalung der Theodor-Storm-Schule in Bad Oldesloe bis hin zur tunnel- und brückenreichen Dampflokstrecke, der Sauschwänzlebahn genannten Wutachtalbahn nahe der Schweizer Grenze.

Für das diesjährige Reformationsjahr wurde die Ausstellung um Informationen über von der DSD geförderte Lutherstätten ergänzt, so das Luther-Geburtshaus in Eisleben, das Augustinerkloster in Erfurt und die Wartburg in Eisenach.

Trotz der eindrucksvollen Rettungsbilanz warnt die Stiftung vor einem Nachlassen der Bemühungen bei der Bewahrung der vielfältigen und regionaltypischen Denkmallandschaften. Weiterhin benötigen viele Bauten bundesweit dringend Hilfe, um sie der nächsten Generation erhalten zu können. Parallel zu den rückläufigen Denkmalschutzmitteln vieler Länder und Kommunen steigt die Zahl der Förderanträge bei der Stiftung, die bei ihrer Arbeit umso mehr auf Spenden und die Mittel der GlücksSpirale angewiesen ist.

dienstags – sonntags 10:00 Uhr – 17:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Heiligen-Geist-Hospital, Koberg 11, 23552 Lübeck

www.denkmalschutz.de

Foto © M. L. Preiss


06. April bis 31. Juli 2017

Edeltraud Wörner – „aus meiner Sicht“

der letzte Abend © Edeltraud WörnerNur Motive, die sie mit eigenen Augen gesehen hat, kann die Künstlerin Edeltraud Wörner auch mit Farbe auf die Leinwand bzw. aufs Papier bringen.

Gefühle, Empfindungen und Erinnerungen werden mit eingebracht und beeinflussen somit auch die Sichtweise des Betrachters. Wenn sie dies bewirkt, ist sie dankbar und zufrieden.

Zumeist sind es maritime Motive, denn ihr ganzes bisheriges Leben hat Edeltraud Wörner an der Küste gelebt, die Farbe „blau“ in allen ihren Nuancen dominiert ihre Bilder.

Die Altenholzer Künstlerin zeigt die Vielfalt ihres künstlerischen Schaffens. Es sind realistische, farbstarke Werke in Acryl, Gouache und Aquarelltechnik zu sehen.

Eintritt: frei

Ort: Lubinus-Clinicum, Steenbeker Weg 25-33, 24106 Kiel

www.edeltraud-woerner.de

Foto © Edeltraut Wörner


09. April bis 26. November 2017

Friedensreich Hundertwasser
WEGE INS PARADIES

Friedensreich Hundertwasser-Irinaland over the Balkans-Farbserigraphie 1971-72 © 2016 NAMIDA AG, Glarus, Schweiz Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) war eine der bedeutendsten und phantasiereichsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Unter dem Einfluss von Paul Klee und Gustav Klimt entwickelte der österreichische Maler eine Farbenwelt von labyrinthischen Geheimnissen. Und niemals zuvor ist Farbe mit größerem Glanz kühner und einfühlsamer verwendet worden als in den Bildern Hundertwassers.

Hundertwassers Botschaft eines Lebens in Einklang mit den Gesetzen der Natur und sein Streben nach einer individuellen künstlerischen Gestaltung aller Lebensbereiche bildeten die Kernpunkte seines Schaffens.

Sein Anliegen war es, die Schöpfung der Natur mit der Schöpfung des Menschen wieder zu vereinen und der verborgenen Sehnsucht der Menschen nach Vielfalt und nach Schönheit in Harmonie mit der Natur zu ihrem Recht zu verhelfen.

Seine Kunst richtet sich gegen die, aus seiner Sicht, dem puren Rationalismus unterworfenen und verwalteten Lebenswirklichkeit. Gegen die als „geometrisiert“ gescholtene Welt der geraden Linien und rechten Winkel setzte er natürliche Formen. Dem allgegenwärtigen Grau begegnete er durch kraftvolle und leuchtende Farben bis hin zum glänzenden Gold.

Seine Kunst war dabei nie bloße Galerie- oder Museumskunst. Schon sehr früh forderte er, dass Kunst, wenn sie die Welt verändern will, in den Alltag der Menschen eindringen muss.
Wenn er sich daher später intensiv der „angewandten“ Kunst zuwandte und Alltagsgegenstände wie Bucheinbände, Gläser, Tassen, ja Briefmarken und am Ende gar ganze Häuser entwarf, entsprach dies nicht einer Neuausrichtung seiner Bemühungen, sondern setzte den schon zu Beginn seiner Karriere gewählten Weg lediglich konsequent fort: „Ich will den Menschen Dinge geben, die schön und brauchbar sind, die für sie etwas bedeuten und sie bereichern.“

Hundertwasser begriff seine Kunst schon früh als gesellschaftspolitische Intervention. Vor allem seine Plakate zu politischen, sozialen und ökologischen Fragestellungen aus den 1970er und 1980er Jahren verblüffen durch ihre Aktualität:„Heute , wo unsere Existenzgrundlagen verloren gehen, wo wir die Vegetation so sehr vergewaltigt haben (…), wo wir in die größte Krise kommen, die die Menschheit je gehabt hat, wo wir vorfabrizierte Dinge annehmen, sterile Architektur und giftiges Essen, ohne zu revoltieren, weil Geist und Körper sich scheinbar an diese Gifte gewöhnt haben, ist es von eminenter Bedeutung für uns alle, dass es Menschen gibt, die anders denken und anders handeln und anders leben.“ (Hundertwasser, 1981)

Die Ausstellung Friedensreich Hundertwasser — Wege ins Paradies zeigt das Genie dieses Ausnahmekünstlers und die ungeheure Vielfalt seines Schaffens.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 7,00 €, ermäßigt 5,00 €, Gruppen ab 10 Personen 5,00 €

Ort: Ernst Barlach Museum Ratzeburg, Barlachplatz 3, 23909 Ratzeburg
www.ernst-barlach.de

Foto © 2016 NAMIDA AG, Glarus, Schweiz


10. April 2017

Vernissage
„Reflektionen“
Karen Behrendt-Voigt
Ausstellung 10.04. – 11.06.2017

Karen Behrendt-Voigt - Ausstellung in der Alten Schloßküche im Schloss EutinBilderausstellung mit klein- und großformatigen, farbintensiven, abstrakten Acrylbildern

Karen Behrendt-Voigt
Geboren 1949 in Lunden – Dithmarschen/Nordsee
seit vielen Jahren wohnhaft in Neustadt/Ostsee

–        zu Hause zwischen den Meeren        –

Als ich die Malerei für mich entdeckte, habe ich eine 5-jährige, intensive Ausbildung in überwiegend abstrakter Malerei und unterschiedlichen Gestaltungstechniken durch die diplomierte Künstlerin Lilo Müller, Eutin bekommen.
Kurse in der Kunstschule Lübeck und Ausbildung in Spachteltechnik bei der Künstlerin Claudia Kassner, Kiel, bereichern das Spektrum meiner Arbeiten.

Die Nähe des Wassers, die Farben und das Licht meiner norddeutschen Heimat sind sehr wichtig und inspirierend für mich.
Meine farbintensiven, sehr unterschiedlichen, Freude ausstrahlenden Bilder entstehen vor allem aus dem Gefühl.

Bei klassischer Musik gleiten Gedanken, Erinnerungen, Eindrücke und Erlebtes ineinander, sodass meine Bilder meist intuitiv entstehen. Ich möchte nicht stehenbleiben, immer wieder Neues für mich entdecken.
Das Spachteln, vor allem mit ausgedienten Scheck- oder Chipkarten, ergibt erst durch viele Schichten übereinander das fertige Bild. Gegenständliche Elemente werden zu Collagen verarbeitet, die interessante Geschichten erzählen.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Vernissage Montag 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Alte Schloßküche, Schloss Eutin, Schloßplatz 5, 23701 Eutin

www.behrendtvoigt.de


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