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Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein Februar 2019

 

noch bis 03. Februar 2019

Grass in Farbe –
Die Aquarelle von Günter Grass

Aquadichte © Steidl Verlag, Günter und Ute Grass StiftungUnter dem Titel Grass in Farbe – Die Aquarelle von Günter Grass beschäftigt sich eine neue Sonderausstellung im Günter Grass-Haus ab dem 16. Oktober 2018 bis zum 3. Februar 2018 mit den Aquarellen des Künstlers.

„Zuletzt war ich in den sechziger Jahren mit wasserlöslichen Farben meiner Sucht nachgegangen, mir von allem – und gegen jedes Bildverbot – Bilder zu machen“, erklärt Günter Grass 1996. Von 1948 bis 1954 studiert der spätere Literaturnobelpreisträger in Düsseldorf und Berlin zunächst Bildhauerei und Grafik. Zahlreiche Bilder entstehen in dieser Zeit, in denen er mit verschiedenen Stilen der Klassischen Moderne experimentiert: Porträts von Freunden, Großstadtszenen, vereinzelt auch Landschaften.

Doch als Grass sich Mitte der 1950er-Jahre vor allem der Literatur zuwendet, legt er die Malutensilien beiseite. Erst rund 40 Jahre später packt den Schriftsteller wieder die Leidenschaft für Wasserfarben. Das Manuskript zu seinem Roman Ein weites Feld (1995), der zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung spielt, ist gerade abgeschlossen. Offenbar ahnt der Autor bereits, dass er damit heftige Diskussionen auslösen wird. So entstaubt er seinen alten Farbkasten und sucht die Ruhe des Waldes: „Und jede Buche, die ich feucht in feucht portraitierte, hielt still. Aber auch ich war, während ich aquarellierte, für den Streit dieser Welt und dessen Nebengeräusche verloren.“

Das Grass-Haus zeigt jetzt aus seiner eigenen Sammlung in einer großen Sonderschau rund 90 Aquarelle des Schriftstellers, Grafikers und Bildhauers aus sechs Jahrzehnten und zahlreiche Utensilien, mit denen der Künstler seine Werke angefertigt hat. Die BesucherInnen können in fünf Stationen die Entwicklung seiner farbigen Arbeiten verfolgen und erfahren, inwiefern sich in Grass‘ Biografie auch ein Teil der deutschen Kunstgeschichte der Nachkriegsjahre spiegelt. In der Schau wird zudem ein Film zu sehen, sein indem der Autor und Journalist Ulrich Wickert mit dem Kurator Jürgen Fitschen über die Arbeiten von Günter Grass spricht.

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12.2018
Montag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

01.01. – 31.03.2019
Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 2,50 €
Kinder unter 6 Jahren frei
Familienkarte 1: 1 Erwachsene/r und ihre/ seine Kinder im Alter bis zu 18 Jahren 8 €
Familienkarte 2: bis zu 2 Erwachsene und deren Kinder im Alter bis zu 18 Jahren 15 €

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
www.grass-haus.de

Foto © Steidl Verlag, Günter und Ute Grass Stiftung


noch bis 03. Februar 2019

Der Maler Leonhard Boldt (1875-1963)

Leonhard Boldt, Park der Villa Borghese, 1908, Öl auf Leinwand © Sparkassen-Kulturstiftung OHIn der Zeit vom 25. November 2018 bis 03. Februar 2019 widmet sich das Ostholstein-Museum dem Leben und Werk des Eutiner Malers Leonhard Boldt, der sich in den knapp sieben Jahrzehnten seines Schaffens nicht nur künstlerisch als Porträt- und Landschaftsmaler überregional einen Namen gemacht, sondern auch in der Eutiner Landschaftsgestaltung rund um die Seen großen nachhaltigen Einfluss genommen hat.

1875 in ärmlichen Verhältnissen in Eutin geboren, studierte Leonhard Boldt nach einer Barbierlehre an den Kunstakademien in Berlin und München, besuchte die Académie Julien in Paris und wurde Meisterschüler des bekannten Porträtisten Hubert von Herkomer in London, bevor er nach seiner Heirat 1905 mit der reichen Schweizerin Marie Siegrist in Berlin, Eutin und Hamburg wohnhaft wurde. Zahlreiche Studienreisen führten ihn u. a. in die Schweiz, nach Holland, Italien und Bornholm.

Seine Porträts, die Leonhard Boldt als Auftragsarbeiten zum Teil nach Fotografien schuf, bestechen zum einen durch seinen Blick für die charakteristischen Züge seines Gegenübers, zum anderen durch seine der Wirklichkeit verpflichteten Malweise, die gerade in den Kohle- und Bleistiftzeichnungen eine fotografische Wirkung entfaltet.

Die frühen Landschaftsbilder des Künstlers sind im Gegensatz dazu noch ganz dem Spätimpressionismus verpflichtet. Erst in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg gelangt Leonhard Boldt auch hier zu einer reduzierten, natur- und detailgetreuen Wiedergabe des Motivs.

In seinem ausgewogenen künstlerischen Schaffen widmete sich Leonhard Boldt der Porträt- und hiesigen Landschaftsmalerei, als Privatmann engagierte er sich in besonderem Maße für seine Heimatstadt und deren landschaftliche Umgebung, indem er am großen Eutiner See und am Kellersee Wanderwege und Uferbefestigungen anlegen ließ sowie in der Stadt die Gestaltung von Rosengarten, Stadtbucht und Seepark initiierte. Für seine Verdienste wurde er 1950 zum ersten Ehrenbürger Eutins ernannt.

Heutzutage befinden sich nur wenige Werke des Malers in öffentlichem Besitz. Für die Ausstellung wurde das Ostholstein-Museum durch zahlreiche Leihgaben aus Privatbesitz unterstützt.

Öffnungszeiten:
bis 24.11.2018:
dienstags – freitags 14:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags, sowie feiertags 11:00 – 17:00 Uhr

25.11. – 30.12.2018
dienstags – sonntags 11:00 – 17:00 Uhr
(24., 25. und 31.12. geschlossen)

01.01. – 03.02.2019:
dienstags – freitags 14:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © Sparkassen-Kulturstiftung OH


noch bis 03. März 2019

Ausstellung für Kinder:
Segel, Salz und Silberlinge
Seehandel in der Hansezeit

Plakat „Segel, Salz und Silberlinge“ - Europäisches Hansemuseum Lübeck - Gestaltung Julian KlinnerEine interaktive Ausstellung für Kinder ab 6 Jahren

Unberechenbares Meer, keine Funkgeräte oder Radar und als Orientierung nur die Sterne – die Handelsschifffahrt zu Zeiten der Hanse war alles andere als einfach. Trotzdem haben die Kaufleute der Hanse regen Handel in Europa betrieben. Mit „Segel, Salz und Silberlinge“ zeigt das Europäische Hansemuseum ein ganz besonderes Ausstellungsprojekt, das sich dank seines großen aktiven Anteils an Kinder und Familien richtet. Die interaktive Wanderausstellung, die vom Deutschen Schifffahrtsmuseum, dem Kinderkulturbüro Hamburg und dem Museum Schwedenspeicher Stade entwickelt wurde, nimmt Kinder ab 6 Jahren mit auf eine spannende Seereise.

Indem sie sich verkleiden, schlüpfen die kleinen Besucherinnen und Besucher in die Rolle von Händlern und Seeleuten und lernen an insgesamt sechs Mitmach-Stationen, wie Welthandel heute funktioniert, wie mühevoll Seeleute in früheren Zeiten ihre Waren besorgt haben und dass die heutige Vielfalt des Warenangebots ein wertvolles Gut ist. Mit dem Einstieg in die Ausstellung begeben sich die Kinder buchstäblich auf eine mittelalterliche Seereise und planen ihre eigene Handelsfahrt – vom Zusammenstellen der Schiffsmannschaft im Hafen und dem Beladen des Schiffes über das Navigieren bis hin zur Ankunft am Zielhafen und dem Verkauf ihrer Waren. Unterwegs erleben die kleinen Seefahrer*innen und Kaufleute verschiedene Abenteuer. So begegnen sie Piraten und auch das Treffen mit einem selbst gebastelten Seeungeheuer steht ihnen bevor. Insgesamt dauert das mittelalterliche Seeabenteuer etwa anderthalb Stunden.

Eine weitere Besonderheit ist der kurze Trickfilm „Die Bremer Kogge“, der die Besucherinnen und Besucher gleich zu Beginn der Ausstellung auf das Thema „Seehandel im Mittelalter“ einstimmt. Gedreht wurde er von der Klasse 6c der Geestemünder Oberschule in Bremerhaven in Kooperation mit Filmemachern aus Hamburg und Antwerpen sowie der Londoner Firma Chocolate Films.

täglich geöffnet (außer 24. Dezember) 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: 7 €, erm. 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: Europäisches Hansemuseum Lübeck, Burgkloster 1. Stock, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck
www.hansemuseum.eu


noch bis 10. März 2019

„Ich und mein Selfie“
Künstlerselbstporträts von Liebermann bis Immendorff
Werke aus der Sammlung Leonie Freifrau von Rüxleben
+ Highlights der Sammlung

Andy Warhol - Holstentor 2008 © Kunsthalle St. AnnenAb 25. Januar 2019  präsentiert die Kunsthalle St. Annen die neue Sonderausstellung „Ich und mein Selfie“.
Künstlerselbstporträts von Liebermann bis Immendorff – Werke aus der Sammlung Leonie Freifrau von Rüxleben” und zeigt parallel dazu Highlights aus der Sammlung.

Heute produzieren Menschen weltweit alltäglich Selfies, um sich für die Außenwelt in Szene zu setzen. Künstlerselbstporträts, die Künstlern und Künstlerinnen schon seit Jahrhunderten zur Selbstreflektion und Selbstinszenierung dienten, treten vor diesem aktuellen Hintergrund in einen ganz neuen Diskurs. Denn auch Künstler nutzen das eigene Bild häufig dazu, ihr Verhältnis zur Umwelt zu beeinflussen, die eigene gesellschaftliche Stellung zu betonen oder die innere Befindlichkeit zu erforschen.

In Anbetracht der gravierenden gesellschaftlichen Umwälzungen der Moderne erlangten die Künstlerselbstporträts des 20. und 21. Jahrhunderts besondere Expressivität. Viele dieser Selbstdarstellungen namhafter Künstler hat die Kunstsammlerin Leonie Freifrau von Rüxleben (1920-2005) über Jahrzehnte in einer einzigartigen Sammlung zusammengetragen, die den Lübecker Museen im Jahre 2004 übereignet wurde.

Die Kunsthalle St. Annen zeigt daraus nun einen aussagekräftigen Querschnitt. Darunter befinden sich namhafte Künstler und Künstlerinnen wie Max Liebermann, Renée Sintenis, Otto Dix, George Grosz, Max Pechstein, Max Beckmann, Käthe Kollwitz, René Magritte, Salvador Dali, Bernhard Heisig, Werner Tübke, Ernst Fuchs, Dieter Roth, Günther Uecker, Paul Wunderlich, Horst Janssen, Johannes Grützke und Jörg Immendorff sowie Pop- und Medienstars, etwa Armin Mueller-Stahl, Amanda Lear und der Kultrocker Udo Lindenberg.

Highlights der Sammlung:
Ausgewählte bedeutende Werke aus der Sammlung der Kunst nach 1945 bis zur zeitgenössischen Kunst präsentieren sich im Obergeschoss des Museums. Die Schau eröffnet den BesucherInnen die Gelegenheit, die über längere Zeit im Depot verwahrten Werke von Künstlern wie z. B. Karel Appel, Willi Baumeister, K.O.Götz, Candida Höfer, Ernst Wilhelm Nay, Sigmar Polke, Thomas Ruff und Andy Warhol wieder hautnah im Original zu erleben.

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.kunsthalle-st-annen.de


noch bis 29. März 2019

Teil 2 der Gesamtausstellung
Natur und Oldtimer

Plakat Ausstellung Natur und OldtimerGezeigt werden Ölbilder auf Leinen von Doris von Klopotek und Kunst-Photographien auf Leinen von Achim Tsutsui.

Öffnungszeiten:
Mo – Do 08:00 – 16:00 Uhr
Fr 08:00 – 12:30 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Gesundheitsamt Kreis Ostholstein, Holstenstr. 52, 23701 Eutin


noch bis 06. April 2019

Ausstellung – Malerei
Barbara Pröttel

Sven © Barbara PröttelDie Bad Schwartauerin Barbara Pröttel stellt Malerei im Kolosseum  aus

Die Bilder von Barbara Pröttel sind überwiegend großformatig und entstanden in einem vielschichtigen Mal- und Entwicklungsprozess. Sie sind über wiegend figürlich gestaltet. Eine stille Sehnsucht, Gedanken, Ahnungen von Fragilität, Mystik bis androgyn spiegeln sich in Einklang  und Harmonie mit sich selbst wider. Die Inhalte vermitteln sich subtil, doch klar.

Neben Farbigkeit geben das Spiel mit Licht und Schatten eine besondere Stimmung. Dies erreicht sie durch eine Malerei in überwiegend Ölmischtechnik.

Durch eine vielschichtige Lasurtechnik und das experimentieren mit verschiedenen Materialien erscheinen ihre Bilder leicht und nebulös, bis dreidimensional.

Öffnungszeiten:
zu den Veranstaltungen im Kolosseum

Eintritt: frei

Ort: Kolosseum Lübeck, Kronsdorfer Allee 25, 23560 Lübeck

www.barbara-proettel.de

Foto © Barbara Pröttel


noch bis 28. April 2019

»VERTRIEBEN – VERLOREN – VERTEILT«
Drehscheibe Pöppendorf 1945–1951

Flüchtlinge im Lager Pöppendorf 1947 © vintage germany, Foto Theodor ScheererUnter dem Titel »VERTRIEBEN – VERLOREN – VERTEILT« Drehscheibe Pöppendorf 1945–1951 beschäftigt sich eine neue Sonderausstellung im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk mit dem größten Flüchtlingsdurchgangslager Norddeutschlands im Waldhusener Forst.

Die Geschichte beginnt etwa ein halbes Jahr nach Kriegsende im Herbst 1945 und endet nach 5 1/2 Jahren Dauer mit der Lagerauflösung im Frühjahr 1951. Mehr als eine halbe Millionen Vertriebene fanden aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Aufnahme.

Die Ausstellung veranschaulicht das Lager durch bisher unveröffentlichtes Bildmaterial, Zeugenaussagen und wertvolle Erinnerungsstücke. Es wird die Problematik von Flucht und Vertreibung der Deutschen als unmittelbare Folgen des Krieges und die damit verbundene Bevölkerungsverschiebung aufgegriffen. Verschiedene Phasen, zunächst als Wehrmachtsentlassungsstelle, dann als Durchgangslager und zuletzt als Wohnlager werden dargestellt und einzelne Vertreibungsaktionen detailliert beschrieben. Alles in allem wird ein Überblick über den organisatorischen Aufbau und alle Aspekte der Lagerbetreuung gegeben, die ein umfassendes Bild vom Schicksal der Flüchtlinge widerspiegeln.

Sammlung Gottschalk © Fotoarchiv der Hansestadt LübeckVor rund siebzig Jahren gab es eine Flüchtlingswelle. Damals klagten die Schleswig-Holsteiner: „Seit Monaten ist diese Flut von Flüchtlingen in unser Land geströmt und droht unseren nordischen Volkscharakter zu ersticken oder doch ihn biologisch zu überfremden.“ Bis Kriegsende waren hunderttausende von Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten bereits nach Schleswig- Holstein geflohen. Im Herbst 1945 begannen dann die Vertreibungen der Deutschen und es folgten weitere Hunderttausende.
Ihr Ziel: Pöppendorf.

Pöppendorf, das verbindet man mit dem dortigen Hünengrab, dem Ringwall und dem beschaulichen Dorfe, und in jüngerer Zeit auch mit dem Schicksal der Exodus-Juden, aber mit Hundertausenden von Flüchtlingen und Vertriebenen?

Im Waldhusener Forst, zwischen dem alten Bahnhof Kücknitz und Pöppendorf, befand sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges das größte Flüchtlingsdurchgangslager Norddeutschlands. Zwischen Ende 1945 und Anfang 1951 fanden hier mehr als eine halbe Million Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Aufnahme. Errichtet wurde das Lager auf Anweisung der Britischen Militärregierung, die den Ort zunächst seit Juli 1945 als Entlassungslager für die fast 80.000 Wehrmachtangehörigen der deutschen Norwegen-Armee eingerichtet hatten. Die ersten Vertriebenen trafen im November des Jahres ein.

Dieser stille Ort im Wald war damals eine Drehscheibe für die Verschiebung riesiger Menschenmengen aus Danzig, Königsberg oder Stettin in den gesamten norddeutschen Raum. 1946 wurden das ganze Jahr über durch das Lager täglich bis zu 3.000 Menschen durchgeschleust. Es war eine gewaltige logistische Leistung, diese Menschen aufzufangen, zu versorgen und an einen sicheren Bestimmungsort weiterzuleiten.

Über die Aufnahme der Flüchtlinge und Vertriebenen hinaus musste der Transport zehntausender von Menschen von einer Besatzungszone in die andere organisiert werden. Durch die Auswirkungen des Krieges waren Millionen Deutsche nicht an ihrem Wohnort; die Suche nach Angehörigen bestimmte ihren Alltag. Im Frühjahr 1947 waren die Aufnahmekapazitäten in den Städten und Kreisen Schleswig-Holsteins erschöpft und die nun eintreffenden Flüchtlinge verblieben teilweise Wochen und Monate lang im Lager. Im Herbst des gleichen Jahres wurden hier schließlich im
Rahmen der „Operation Oasis“ tausende jüdische Flüchtlinge der „Exodus“ untergebracht. Das Lager wurde danach noch bis zum Sommer 1950 als Wohn- und Durchgangslager genutzt. Im Frühjahr 1951 wurde das Lager schließlich aufgelöst und abgerissen.

Aber der Zuzug fremder Menschen, die hier heimisch werden sollten, hielt stetig an. Ab den 50er Jahren wurden tausende sogenannter Gastarbeiter vor allem aus der Türkei angeworben. Später, besonders verstärkt nach 1990, folgten noch einmal tausende Spätaussiedler aus Russland, Polen und Rumänien.
Zum Vergleich, auf dem Höhepunkt der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 nahm das ganze Land Schleswig Holstein insgesamt 55.000 Menschen auf.

Rahmenprogramm:
SO | 11.11.2018 | 11:00 – 13:00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung

SA | 17.11.2018 | 11:00 – 13:00 Uhr
Vortrag – Dänemarkrückkehrer aus dem Lager Oksbøl
mit Jane Kischel, Jugendbuchautorin

SO | 18.11.2018 | 14:00 – 16:00 Uhr
SO | 20.01.2019 | 14:00 – 16:00 Uhr
SO | 17.02.2019 | 14:00 – 16:00 Uhr
SO | 17.03.2019 | 14:00 – 16:00 Uhr
Workshop “Mit Sack und Pack”
Angebote für Kinder und deren Eltern/ Großeltern

SO | 13.01.2019 | 11:00 – 13:00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung

DO | 17.01.2019 | 18:00 – 20:00 Uhr
Vortrag – Die Vertreibungslager in Stettin mit Lea Märtens, Historikerin

SO | 03.02.2019 | 11:00 – 13:00 Uhr
Sonderführung “Archäologische Spurensuche im Waldhusener Forst” mit Dr. Holger Kähning

SO | 10.02.2019 | 11:00 – 13:00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung

MI | 13.02.2019 | 18:00 – 20:00 Uhr
Ein Nachmittag voller Erinnerungen – “Klönschnack” zum Lageralltag

SO | 10.03.2019 | 11:00 – 13:00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung

SA | 30.03.2019 | 16:00 – 18:00 Uhr
Lesung “Wie soll es weitergehen…?”
Aus Zeitzeugenerinnerungen und Fluchtberichten mit Heidi Züger, Schauspielerin aus Lübeck

SO | 31.03.2019 | 11:00 – 13:00 Uhr
Sonderführung “Exkursion zum Pöppendorfer Lager”
mit dem Revierförster a.D. Hans-Rathje Reimers

MI | 03.04.2019 | 19:00 – 21:00 Uhr
Lesung “Angekommen”
Lesung aus Zeitzeugenberichten mit Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Kulturwissenschaftlerin aus Lübeck

SO | 07.04.2019 | 11:00 – 13:00 Uhr
Sonderführung “Spurensuche im Waldhusener Forst”
besonders geeignet für Kinder und deren Eltern

SO | 14.04.2019 | 11:00 – 13:00 Uhr
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung

SO | 28.04.2019 | 11:00 – 13:00 Uhr
Finissage

Ergänzend zu der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie und Arbeiterkultur e. V. eine Dokumentation in Buchform herausgegeben.
Dieses ist zu beziehen für 10 € im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk.

Öffnungzeiten der Ausstellung:
Freitag 14:00 – 17:00 Uhr
Samstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 4 €
Kinder und Jugendliche 6 – 15 Jahre 2 €
Kinder und Jugendliche 16 – 18 Jahre 4 €
Kinder unter 6 Jahren frei

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de

Foto1 © vintage germany, Foto Theodor Scheerer
Foto 2 © Fotoarchiv der Hansestadt Lübeck


noch bis 30. Juni 2019

Harald Nöding
Kreisbilder
“WIR WESEN – WEISHEIT DES SYMBOLS …”

Plakat Ausstellung Harald Nöding - Kreisbilder "WIR WESEN - WEISHEIT DES SYMBOLS ..." Der Mensch ist es Wert, daß man ihn mit schönen Dingen umgibt – ist Selbstwert, ehrt ihn.
. . .  die  Welt  umkreisend, die Welt erkennend, den  Kern  des  SEINS – das  “Gemeinwohl” , der Künstler als Teil einer neuen großen Gemeinwohl-Bewegung  (ecogood.org ) ist sein  Beitrag!
Für neue  Impulse einer  besseren Gesellschaft; so jeder  Mensch in seine volle Blüte kommt, Ureigenes die Welt reicher macht – alle  Gewinner sind, was glücklich macht , einer gedeihliche Zukunft zur vollen Potentialentfaltung zuliebe.

Mit-Gestaltung  ist  Gemeinwohl,
Erbauung des Denkens und Handelns,
Impulse – Sinn / Geist,
Ganzheit, Heilsein, Gehaltensein,
höheres Sein und seine Aspekte im Leben =  Symbol der Kreis/schon immer!
gute Inhalte = gut im Sinne von aufbauend, integrierend und anregend:
aufbauend i. S. von  erheiternd und erneuernd;
integrierend i. S. von  warmherzigen Annehmen aller auftretenden Energien in harmonischem Miteinander;
anregend i. S. von ins Alltägliche mutig seine erneuernden Kräfte den Menschen präsentieren.

Öffnungszeiten:
täglich 08:30 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Haus des Kurgastes Malente, Bahnhofstraße 4a, 23714 Malente

www.freiekreiskunst.de


noch bis Oktober 2019

Schokolade –
Vom Trank der Götter zur süßen Verführung für alle

Schokolade Anzeige Fa. Kasseler 1907 © Weihnachtshaus HusumDie Geschichte der Schokolade beginnt bei den Azteken, die schon um 1500 aus Wasser, Kakao, Chili und Vanille ein berauschendes Gebräu herstellten und es Xokolatl nannten. Nach Europa kam die neue Frucht durch Christoph Kolumbus Anfang des 16. Jahr­hunderts. Bereits 1657 wurde in London das erste Schokoladencafé eröffnet.

Bis in Dresden die erste als Tafel ausgeformte Schokolade angeboten wurde, sollten noch gut 150 Jahre vergehen. Zunächst als kleine Blöcke mit Bruchrillen angeboten, wurde Schokolade später auch mittels Hohlformen gestaltet. Die älteste und später auch bedeutendste Firma wird von Anton Reiche in der Nähe von Dresden gegründet. Ihr Angebot umfasst Formen in einer Vielfalt an Modellen und Grüßen, wie man es sich heute kaum vorstellen kann.

Die Ausstellung vollzieht die Geschichte der Schokolade und ihrer Herstellung nach und zeigt Beispiele aus der vielfältigen Entwicklung von Formen und Verpackungen sowie der Schokoladen-Werbung. Verschiedene Schokoladenqualitäten, feinste handgeschöpfte Pralinen aus der Confiserie Lauenstein, der „Genussmanufaktur aus Franken“, Führungen mit Verkostung von Kakaobohnen und Heißer Schokolade vermitteln einen sinnlichen Eindruck der Vielfältigkeit dieses Genussmittels.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Kinder bis 6 Jahre frei
Kinder bis 14 Jahre 1,- €
Erwachsene 3,- €
Familien 7,- €
Gruppen ab 10 Pers. 2,50 € p.P.

Ort: Weihnachtshaus, Westerende 46, 25813 Husum
Tel. 04841-6685908 und 04841-83520
www.weihnachtshaus.info

Flyer Weihnachtshaus (pdf)

Foto © Weihnachtshaus Husum


01. Februar 2019

Vernissage
„Geteilte Stadt. 1945-1990“
Ausstellung 01.02.-31.03.2019

Berliner Mauer 1989 © Miniatur WunderlandGeschichte en miniature im Willy-Brandt-Haus:
Sonderausstellung zum 30. Jahrestag des Mauerfalls

Geteilte Stadt. 1945-1990“ – so heißt die Sonderausstellung, die das Willy-Brandt-Haus Lübeck in Kooperation mit dem Miniatur Wunderland zeigt.

En miniature wird die Geschichte der deutschen Teilung vom Kriegsende bis zum Mauerfall nacherzählt. Am Beispiel einer fiktiven Straßenkreuzung werden die dramatischen Auswirkungen der internationalen Politik auf den Alltag der Menschen in Ost und West sichtbar.

Dr. Bettina Greiner, Leiterin des Willy-Brandt-Hauses: „Der Mauerfall jährt sich in diesem Jahr zum dreißigsten Mal. Mit der Ausstellung ermöglichen wir einen ganz anderen Blick auf die deutsche Teilung. Die Monströsität der menschenverachtenden Mauer verlieren wir dabei nicht aus dem Blick. Dennoch können die Besucher bei der ein oder anderen Szene auch etwas kurioses entdecken.

Im Rahmen der Ausstellung wird ein umfangreiches Begleitprogramm mit Sonderführungen, Vermittlungsangeboten, Veranstaltungen und einer Foyer-Ausstellung angeboten:

Freitag, 1. Februar 2019, 13 Uhr
VERNISSAGE DER SONDERAUSSTELLUNG: Gelegenheit zum Gespräch mit Dr. Bettina Greiner, Frauke Kleine Wächter und Sebastian Drechsler

Donnerstag, 7. Februar 2019, 10 Uhr
LESUNG FUR GRUNDSCHULEN: „Hübendrüben. Als deine Eltern noch klein und Deutschland noch zwei waren“
Die Autorin Franziska Gehm erzählt und der Illustrator Horst Klein „ermalt“ die Geschichte von Ost und West.

Mittwoch, 13. Februar , 16 Uhr
LEHRERFORTBILDUNG: „Problemorientierte Geschichtserzählung selbst gestalten!“
Für Lehrkräfte Geschichte, Politik, Gesellschaftskunde ab Stufe 5 bis zum Abitur

Freitag, 15. März 2019, 19 Uhr
FUHRUNG FUR KINDER: „Mit Lampe und Lupe“
Nachts im Museum! Wenn es dunkel wird, wollen wir mit Taschenlampe und Lupe die Ausstellung genauer betrachten. Bringt Geschwister, Freunde und Eltern mit und eure Taschenlampe.
Für Kinder ab 8 Jahren.

Montag, 25. März 2019, 19 Uhr
BILDVORTRAG „Und dann war einfach zu.“
Lübeck war die einzige Großstadt an der innerdeutschen Grenze. Die Historikerin Dr. Karen Meyer-Rebentisch berichtet über den Alltag und das Leben in der Grenzstadt mit zahlreichen Bildern aus den Jahren 1945 bis 1990.

„… und die Mauer wird fallen.“
Während der gesamten Dauer der Sonderausstellung werden unter dem Titel „… und die Mauer wird fallen.“ im Foyer des Willy-Brandt-Hauses Fotografien präsentiert, die Willy Brandt vor der Berliner Mauer aus den Jahren 1961 bis 1989 zeigen.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 18:00 Uhr

Freitag 13:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Willy-Brandt-Haus Lübeck, Königstraße 21, 23552 Lübeck
www.willy-brandt.de/haus-luebeck/

Foto © Miniatur Wunderland


03. Februar 2019

Vernissage
Herbert Hoffmann
Es juckt schon wieder unterm Fell
Ausstellung 03.02.-17.03.2019

Herbert Hoffmann - Willi Pelka © Courtesy Gebr. Lehmann, DresdenDer legendäre Tätowierer Herbert Hoffmann (1919–2010) lebte und arbeitete von den 1950er- bis in die 1970er-Jahre in Hamburg, danach drei Jahrzehnte in Heiden in der Schweiz, wo er auch verstarb.

Spuren hinterließ er nicht nur in Norddeutschland und der Ostschweiz, sondern weltweit, da er schon zu Lebzeiten eine wahre Kultfigur in der Tattoo-Szene war. Weniger bekannt ist, dass Hoffmann als Fotokünstler aktiv war und eindrucksvolle Portraits von Menschen anfertigte, die er tätowiert hatte.

Die Overbeck-Gesellschaft widmet dem Künstler Herbert Hoffmann die bisher umfassendste Ausstellung, mit mehr als einhundert Werken. Neben bekannten Portraits seiner Kunden werden dem Publikum erstmals einige noch nie zuvor gesehene Arbeiten und Dokumente präsentiert, die sowohl Hoffmanns präzises fotografisches Vorgehen ersichtlich machen als auch sein Interesse für die Geschichte der Portraitierten, die er ebenfalls auf Papier – per Schreibmaschine geschrieben – festhielt. Durch Hoffmanns Arbeit entsteht folglich nicht nur ein hoch ästhetisiertes und poetisches Bild von Tätowierten, sondern auch ein eindrückliches Generationenportrait, das die jüngere Generation bis in die Gegenwart stark beeinflusst hat.

Begrüßung: Dieter Witasik,1. Vorsitzender der Overbeck-Gesellschaft – Kunstverein Lübeck
Einführung: Dr. Oliver Zybok, Direktor der Overbeck-Gesellschaft – Kunstverein Lübeck

Rahmenprogramm:
Im Kontext – Gespräche über Kunst
Sonntag 17.02. und 17.03.2019, um 15:00 Uhr

Punkt und Linie zur Fläche – Comic-Workshop
Samstag 23.02.2019, 12:00 – 16:00 Uhr
Anmeldung unter info@overbeck-gesellschaft.de

ArtTalks – International Day
Dienstag 05.03.2019, um 15:00 Uhr
Guided tour in English

OverBlick – Workshops für Kinder und Jugendliche
Samstag 09.03. und 16.03.2019, jeweils 12:00 – 16:00 Uhr
Anmeldung unter info@overbeck-gesellschaft.de

Extraschicht – Gespräche mit dem Direktor
Donnerstag 14.03.2019, um 19:30 Uhr

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Sonntag 17:00 Uhr

Eintritt: 3 €, ermäßigt 2 €
freier Eintritt für Mitglieder, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, für Mitglieder von der ADKV angeschlossenen Kunstvereinen, Mitglieder im Verband deutscher Kunsthistoriker (VDK), und Inhaber einer ICOM Karte

Ort: Overbeck-Gesellschaft, Overbeck-Pavillon, Königstraße 11, Behnhausgarten, 23552 Lübeck
www.overbeck-gesellschaft.de

www.herberthoffmann.net

Foto © Courtesy Gebr. Lehmann, Dresden


07. Februar 2019

Vernissage
Herzensheimat?
Ausstellung 08.02.-02.06.2019

Buddenbrookhaus Ausstellung "Herzensheimat" © Thomke MeyerDas Buddenbrookhaus lädt am Donnerstag, 7. Februar um 19.30 Uhr zur Vernissage der Neueröffnung ihrer Ausstellung »Herzensheimat?« ein. Die Ausstellung nimmt die Perspektive der Brüder Mann ein und zeigt deren lebenslange Beschäftigung mit der eigenen Herkunft.

Als Jugendliche rebellieren die Senatorensöhne Heinrich und Thomas gegen die muffige Bürgerwelt ihrer Heimatstadt. In den Lübeck Romanen Buddenbrooks und Professor Unrat zeichnen sie ein wenig schmeichelhaftes Bild der Heimat:
Beide Romane werden zum Skandal. Aber die LübeckerInnen sind auch stolz auf ihre berühmten Söhne. Und für Heinrich und Thomas Mann bleiben Lübeck und die Welt des Nordens trotz allem zeitlebens Herzensheimat.

Doch wie wird Lübeck zu Literatur?
Die Werke der Brüder werden im Ausstellungsraum lebendig. Die Künstlerin Thomke Meyer hat sie für das Buddenbrookhaus in Szene gesetzt.

Nach einer erfolgreichen ersten Laufzeit wird die »Herzensheimat?« erneut eröffnet – mit noch mehr Herz. Dazu wurden BesucherInnen nach ihrer Meinung gefragt und viele Wünsche umgesetzt: von der Lichtregie bis zur Präsentation einzelner Exponate. Eine Besonderheit sind die Blicke unter die Oberfläche. Die Ausstellung stellt vermeintliche Gewissheiten infrage und gibt Einblicke in ihre Entstehung und Gestaltung. Das Fragezeichen markiert nicht nur im Titel das ambivalente Verhältnis der Manns zu ihrer Heimatstadt. Es gibt auch Neugierigen einen Hinweis, wo in der Ausstellung ein Blick hinter die Kulissen möglich ist.

Öffnungszeiten:
01.02. – 31.03.2019
Montag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

01.04. – 31.12.2019
Montag – Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr

Donnerstag 19:30 – 21:00 Uhr

Eintritt: 7 €, ermäßigt 3,50 €
Karten sind im Museumsshop unter Tel. 0451 122 4190 oder per E-Mail an shop@buddenbrookhaus.de erhältlich.

Ort: Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, 23552 Lübeck
www.buddenbrookhaus.de

Foto © Thomke Meyer


09. Februar – Ende April 2019

“Schnee von gestern” –
Fotoausstellung über den Katastrophen-Winter 1978/79

Eisschollen auf der Ostsee bei Schönberg © Henning TiessenErfahren Sie wie es zu der außergewöhnlichen Wetterlage mit den starken Schneefällen in Schleswig-Holstein gekommen ist, und versetzten Sie sich mit beeindruckenden Fotos, Anekdoten, Zeitungsausschnitten und persönlichen Erinnerungen zurück in die letzte “Eiszeit” vor 40 Jahren!

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 4 €, Kinder 2 €

Ort: Schleswig-Holsteinisches Eiszeitmuseum, Nienthal 7 an der L 165, 24321 Lütjenburg
www.eiszeitmuseum.de

Foto © Henning Tiessen


17. Februar 2019

Vernissage
JONATHAN MEESE
»DR. ZUHAUSE : K.U.N.S.T. (ERZLIEBE)«
Ausstellung 17.02.-04.08.2019

JB-20181020-Meese-Berlin-Atelier-Luebeck_©_PHOTOGRAPHY_JAN BAUER_NET_COURTESY_JONATHAN_MEESE_COMKaum ein Künstler der Gegenwart steht derart in der Öffentlichkeit wie Jonathan Meese (geb. 1970) – und das seit bald zwanzig Jahren.

Sein künstlerisches Schaffen – von Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie über Film, Oper, Installation und Performance bis hin zu Gedichten und Texten – erlebt Anfang 2019 einen weiteren Höhepunkt mit dem umfangreichsten Ausstellungsprojekt, das der Künstler bisher konzipiert hat: Jonathan Meese – »Dr. Zuhause: K.U.N.S.T. (Erzliebe)«.

Mit seinem Lübeck-Projekt geht Meese konsequent neue Wege und schafft in Lübeck etwas, das es in dieser Form noch nicht gab: Er verwandelt eine ganze Stadt mit einer umfassenden Konzeption zu einem Gesamtkunstwerk, einem Zuhause für die K.U.N.S.T. und für die Liebe zu der K.U.N.S.T – mit Retrospektiven, Installationen, eigens entwickelten Arbeiten und Performances.

Dies geschieht institutionell grenzüberschreitend mit einer groß angelegten Zusammenarbeit der Kunsthalle St. Annen, der Overbeck-Gesellschaft, des Günter Grass-Hauses, der St. Petri-Kirche zu Lübeck und der Kulturwerft Gollan mit dem Künstler.

Meese ist Schleswig-Holstein eng verbunden. Er hat seine Kindheit und Jugend in Ahrensburg verbracht und hat neben Berlin noch immer einen Wohnsitz dort.

Das Lübeck Projekt von Jonathan Meese beginnt mit zwei Ausstellungen in St. Petri zu Lübeck und im Günter Grass-Haus.
Beide Ausstellungen werden am Sonntag, 17.02.2019 eröffnet.
In St. Petri findet die Vernissage um 15 Uhr statt, im Grass-Haus im Anschluss ab ca. 17 Uhr.
Der Eintritt für beide Veranstaltungen ist frei.

St. Petri zu Lübeck 17.02. – 31.03.2019
GROSSMUTTER / MACHT
Das Projekt »Dr. Zuhause: K.U.N.S.T. (Erzliebe)« setzt sich unter anderem mit dem Begriff »Heimat« auseinander. Diesem ist auch ein religiöser Aspekt inhärent: die philosophische Dimension der Bedeutung einer sogenannten Heim-Kehr zum Ursprung für den Menschen als Heimweg. Die hier anfallenden Paradoxien werden in der Präsentation in der Petri-Kirche zum einen in ihrer Absurdität, zum anderen in Bezug zu einer nachvollziehbaren Sinnsuche des Lebens durchleuchtet. Im sakralen Ausstellungsraum wird die große mediale Vielfalt von Jonathan Meese zum Ausdruck kommen, die sich vor allem im installativen Rahmen zeigt: Der Kirchenraum wird in seiner vollständigen räumlichen Dimension (Höhe, Länge, Breite) erfasst.
Jonathan Meese sieht in der Institution Kirche auch einen Ort, der Ideologien verbreitet, die er selbst entschieden ablehnt. Für den Künstler unterliegen Priester oder Bischöfe per se einer Ideologie, weil sie den Menschen mehr oder weniger vorschreiben, wie ein Glaube an Gott auszusehen hat. Für ihn geht die Kirche durch diese Form der Ideologisierung viel zu wenig auf die Bedürfnisse der Menschen ein. St. Petri, gemäß ihrer Programmatik eine »Kirche am Nullpunkt der Religion«, stellt sich gern dieser fundamentalkritischen Herausforderung.
Eröffnung: SO | 17.02. | 15 Uhr | St. Petri www.st-petri-luebeck.de
Es begrüßen Bernd Schwarze, Jan Lindenau und Hans Wißkirchen. Oliver Zybok führt in die Ausstellung ein und Jörg-Philipp Thomsa leitet zur anschließenden Eröffnung im Günter Grass-Haus über.
Musikalische Begleitung durch das Trio ClariNoir. Im Anschluss Transfer mit einem Oldtimerbus des Vereins historischer Stadtverkehr Lübeck zum Günter Grass-Haus.

Günter Grass-Haus 17.02. – 04.08.2019
GROSSVATER / GOLD
Die Ausstellung im Forum für Literatur und bildende Kunst widmet sich den vielfältigen künstlerischen Begabungen und Ausdrucksformen Jonathan Meeses. Den Ausstellungsraum im Günter Grass-Haus verwandelt Meese in einen intimen biografischen Raum der Kunst. Zu sehen sind Schulhefte, Bilder, Fotos, Texte, Skulpturen und Filme, die aus dem unerschöpflichen und zum Teil sehr skurrilen Fundus des Künstlers stammen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Themen Heimat und Herkunft. Die Schau bietet einen persönlichen
Einblick in die Lebensgeschichte von Jonathan Meese und seiner Familie. Meeses Großmutter
stammt wie Günter Grass aus Danzig und Brigitte Meese verbrachte das Kriegsende ebenfalls
dort. Auch deshalb wird Jonathan Meese das Werk von Grass mit seinen Helden wie dem Blechtrommler
Oskar Matzerath aus Danzig-Langfuhr als Reiz- und Referenzthema in der Glockengießerstraße
aufgreifen.
Eröffnung: SO | 17.02. | ca. 17 Uhr | Günter Grass-Haus
Eröffnung mit musikalischer Begleitung des Trios ClariNoir. Empfang mit Kaffee und Kuchen durch das Café Czudaj und Besuch der Ausstellung. Den Eintritt übernimmt der Freundeskreis des Günter Grass-Hauses. www.grass-haus.de

Kunsthalle St. Annen 30.03. – 04.08.2019
MUTTER / EVOLUTION
In der Kunstgeschichte wird Jonathan Meese vielfach mit bedeutenden Vorgängern wie Joseph Beuys oder Anselm Kiefer assoziiert. Mit dem Kunsthistorischen Museum, der Nationalgalerie Prag und der Pinakothek der Moderne zeigten allein in den letzten beiden Jahren wichtige Institutionen das bildnerische Werk des Künstlers und sorgten international für Aufmerksamkeit. Die Kunsthalle St. Annen präsentiert innerhalb des Projekts »Dr. Zuhause: K.U.N.S.T. (Erzliebe)« eine Vielzahl an eindrucksvollen großformatigen Werken der zeitgenössischen Kunst aus seinem OEuvre, das sich immer wieder auf ikonische Bilder und Vorbilder aus der Kunst und auf den Absolutheitsanspruch ihrer Freiheit bezieht. Dabei wird die Suche nach einem Lebensort thematisiert, das Wohnen des Menschen und die damit verbundene Geborgenheit.
Der Untertitel der Ausstellung »Mutter / Evolution«, lässt sich als Hinweis auf die Person der Mutter des Künstlers, Brigitte Meese, verstehen, die für ihn in jeder Hinsicht eine Schlüsselfigur ist. Er deutet zugleich auf eine universelle Bedeutung der Mutterschaft als Begründerin eines zukunftsweisenden (künstlerischen) Prozesses der Evolution hin, ein Wort, das in Meeses Werk stets eine durch Kunst bestimmte zukunftsweisende Entwicklung meint.
Die Ausstellung bietet einen Überblick über das bisherige Schaffen des Künstlers, zeigt aber auch aktuelle Werke aus dem Jahr 2019.
Eröffnung: SA | 30.03. | 16 Uhr | Kunsthalle St. Annen
Eröffnungsprogramm unter www.kunsthalle-st-annen.de

Overbeck-Gesellschaft 30.03. – 09.06.2019
VATER / LIEBE
In der Architektur bezeichnet der Fries einen waagerechten Zierstreifen mit sich wiederholenden Ornamenten, der in der Regel als Abgrenzung und Schmuck einer Wand dient. Der Unterschied zum herkömmlichen Gesims liegt in der außerordentlichen Schmuckfunktion sowie in der seriellen Anordnung der dargestellten Formen und Figuren. Diese dienten in der Vergangenheit immer auch dazu, Macht und damit einhergehend ideologisches Gedankengut anhand von Symbolen zu vertiefen und bildhaft zu verbreiten.
In der Overbeck-Gesellschaft wird Jonathan Meese die drei hufeisenförmig ineinander übergehenden Räume dafür nutzen, vor Ort erstmals in seinem künstlerischen Schaffen einen malerischen Fries anzufertigen. Gemäß seiner »totalen« Ablehnung jeglicher Form von Ideologie, die seiner Ansicht nach doktrinär auf die Menschen einwirkt und ihnen vorschreibt, wer oder was sie zu sein haben, beziehungsweise was sie tun dürfen und was nicht, wird Meese seinen für diese Ausstellung entstehenden Fries entideologisieren. Er wird ihn von seiner rein dekorativen Wirkung sowie von jeglichen funktionalen gestalterischen Vorschriften befreien, um damit seinen panoramaähnlichen Möglichkeiten neuen Raum zu bieten.
Eröffnung: SA | 30.03. | 18 Uhr | Overbeck-Gesellschaft
Eröffnungsprogramm unter www.overbeck-gesellschaft.de

Kulturwerft Gollan Dienstag, 07.05.2019
KIND / SCHLAF
Die Kulturwerft Gollan lenkt den Fokus in einer Veranstaltung auf Meeses Performance- und Theater-Aktivitäten.
Weitere Infos unter www.kulturwerft-gollan.de

www.jonathanmeese.com


28. Februar 2019

Ausstellungseröffnung
Edda Henschel – „Die Welt im Ei“
Ausstellung 01.03.-28.04.2019

Edda Henschel – „Die Welt im Ei“ - Motorradfahrer gen EutinIn seiner Frühjahrsausstellung im Dachgeschoss widmet sich das Ostholstein-Museum anlässlich seines im März anstehenden 25-jährigen Jubiläums des Eutiner Ostereiermarktes und des spätgelegenen Osterfestes einem unterhaltsamen wie faszinierenden Thema rund ums Ei.

Edda Henschel kreiert in Hühner- und Gänseeiern mit Humor und Geschick detailverliebte Miniaturwelten unseres alltäglichen Lebens mit Einkaufsläden, Künstlerateliers, befahrenen Alleen, Museen, Parkanlagen, Friedhöfen und vielem mehr. Die Künstlerin gestaltet Welten im Kleinformat, schrumpft förmlich unsere Lebenswelt auf kleinsten Raum und schafft es dabei dennoch, ganze Geschichten zu erzählen.

Die Vielfalt der präsentierten Eier aus rund 30 Jahren reicht von schlicht gehaltenen Landschafts- und Tiereiern bis hin zu Szenerien mit zum Teil mehreren Handlungssträngen, die den Betrachter fordern – und herausfordern. Mit Gestaltungs- und Ideenreichtum bekommen Edda Henschels Eier etwas Erzählerisches und entfalten dabei ihre Wirkungskraft über die zahlreichen Details im Miniaturformat. Dafür zweckentfremdet die Künstlerin auch die unscheinbarsten kleinen Dinge des Lebens und gibt ihnen eine neue Funktion: gelbe Stecknadelköpfe werden zu Tennisbällen, Streichhölzer zur Innenausstattung einer finnischen Sauna, ein vergoldetes Zitronennetz zu einem Fenstergitter im Mönchskloster, Paprikasamen zu Fladenbrot auf der Festtafel des Scheichs – stets proportional an die Größe des Hühner- bzw. Gänseeis angepasst.

Edda Henschel studierte an der Fachhochschule für Gestaltung Hamburg und lebt seitdem als Freie Künstlerin in der Hansestadt.

Die Möglichkeiten, die unterschiedlichsten Welten bis ins kleinste Detail naturgetreu im Ei wiederzugeben, scheinen bei Edda Henschel unendlich zu sein und stellen den faszinierten Besucher immer wieder vor die Frage: Wie macht sie das nur?

Nach der Begrüßung durch die Leiterin des Ostholstein-Museums, Frau Dr. Julia Hümme, wird Herr Augustin M. Noffke aus Ratzeburg in die Ausstellung einführen.

Musikalisch wird die Eröffnung durch Kerstin Krieger (Piano) und Matthias Schlüter (Saxophon) von der Kreismusikschule Ostholstein begleitet.

Öffnungszeiten:
01. – 31. März 2019:
Dienstag – Freitag 14:00 – 17:00 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag 11:00 – 17:00 Uhr
ab 01. April 2019:
Dienstag – Sonntag/Feiertag: 11:00 – 17:00 Uhr

Donnerstag 18:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


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