Ente

Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein November 2016

 

noch bis 06. November 2016

„Gestatten, mein Name ist Geschichte!“
Jörg Immendorff – Grafische Werke

Jörg Immendorf in seinem Atelier1997 © Michael DannenmannUnter der programmatischen Überschrift „Gestatten, mein Name ist Geschichte!“ zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin vom 17. Juli bis zum 06. November 2016 ausgewählte Grafiken aus dem Œuvre von Jörg Immendorff (1945-2007).
Präsentiert werden Arbeiten aus seinen unterschiedlichen Werkphasen von den 1980er Jahren bis 2007.

Die Grafik hat den Künstler Jörg Immendorff, der als junger Maler schon einmal das Verdikt „Hört auf zu malen!“ auf eines seiner Bilder schrieb, zeit seines Schaffenslebens begleitet. Sie vervollständigte auf eine eigene Art und Weise die großen Serien in der Malerei wie „Café Deutschland“, die ästhetischen Ausflüge als Ausstatter auf der Bühne wie bei „The Rake’s Progress“ oder sein Wirken als Bildhauer wie bei der „Elbquelle“, die heute im sächsischen Riesa steht.

Jörg Immendorff zählte zu den bekanntesten Künstlern Deutschlands.
Frühzeitig malte er – im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern seiner Generation – realistisch.

Immendorffs Bilderwelt ähnelte lange Zeit einer mit Zitaten und Anspielungen auf die Geschichte und die Kunstgeschichte reich ausgestatteten, fast opulenten Bühne.
Die Protagonisten seiner Werke sind Künstlerfreunde, Lehrer, Vorbilder oder Figuren aus anderen Geschichten, zum Beispiel Opern, und immer wieder auch er selbst.

Seit 1998 veränderte sich der Stil des Künstlers stark. Selbst sagte er, er wolle seine Gemälde von dem erzählenden Lametta befreien, um zu einer reineren Malerei zu kommen. Ein Grund für den neuen Stil dürfte u. a. auch die Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) gewesen sein, an der Immendorff seit 1997 litt.

Die Ausstellung in Eutin gibt einen Überblick über das grafische Schaffen des 2007 verstorbenen Künstlers. Sie beschränkt sich bewusst nicht nur auf einzelne Mappenwerke oder Motive, sondern will einen möglichst vielgestaltigen Blick auf die reiche Motivwelt dieses faszinierenden, den Lauf der Weltgeschichte in seinen Bildern vorausahnenden Künstlers bieten. Neben den kleineren Blättern sind es insbesondere seine ungewöhnlich großformatigen Grafiken, die den Betrachter faszinieren.

„Gestatten, mein Name ist Geschichte!“ Jörg Immendorff – Grafische Werke“ ist eine Kooperation des Ostholstein-Museums Eutin mit der Galerie Breckner in Düsseldorf.
Begleitend zur Ausstellung erscheint im Kunstverlag Till Breckner ein Katalog.

Öffnungszeiten des Museums:
ab 01.11.2016
mi – fr 15:00 – 17:00 Uhr
sa, so und feiertags 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © Michael Dannenmann


noch bis 06. November 2016

„Carsten Rabe – Eden / Paradise“

Carsten Rabe - Eden / ParadiseAb dem 08. Oktober 2016 werden in der Galerie in der Wassermühle Trittau neue Fotografien des Hamburger Künstlers Carsten Rabe gezeigt.

Für Carsten Rabes (*1975 in Hamburg) Ausstellung „Eden / Paradise“ wurde Trittau selbst Gegenstand seiner künstlerischen Feldforschung.
Im Stil eines Dokumentarfotografen erkundet er die Gemeinde Trittau und ihre unmittelbare Umgebung. In seinen Werken interessieren ihn gerade die Besonderheiten und Schönheit des Alltäglichen: Straßenkreuzungen, kuriose Schaufensterauslagen oder verblichene Wandbemalungen. Skurrile Szenerien, Merkwürdigkeiten, Koinzidenzen, die Niemandem auffallen, der nicht danach sucht.

Im Kontext des Jahresthemas „Natur/Garten“ ist Carsten Rabes wiederkehrendes Interesse an der vom Menschen domestizierten Natur hervorzuheben.
Seine oftmals symmetrischen Bildkompositionen verleihen banalen Motiven eine ungewohnte Relevanz, wodurch Vorgärten oder Thujenhecken zu Kennzeichen einer Gesellschaft werden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Künstlergespräch mit Carsten Rabe:
Sonntag 06. November 2016 um 15:00 Uhr, moderiert von Dr. Katharina Schlüter
Anmeldungen sind nicht erforderlich, der Eintritt ist frei

Öffnungszeiten der Ausstellung:
samstags und sonntags 11:00 –18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Galerie in der Wassermühle Trittau, Am Mühlenteich 3, 22946 Trittau
www.galerie-wassermuehle-trittau.de

www.stiftungen-sparkasse-holstein.de


noch bis 13. November 2016

Wanderausstellung » . . .  von gar nicht abschätzbarer Bedeutung« –
Frauen schreiben Reformationsgeschichte

» . . . von gar nicht abschätzbarer Bedeutung« - Frauen schreiben ReformationsgeschichteSie waren Vorkämpferinnen der Reformation im Norden, wirkten als Theologinnen, förderten als Mäzeninnen Gesang und Bibeldruck, begründeten die diakonische Idee, wurden als erste Missionarinnen nach Indien entsendet, traten für Humanismus in Kriegszeiten ein, stritten für die Frauenordination, wurden erste Pastorinnen Deutschlands und Pionierinnen der Frauenarbeit, machten feministische Theologie populär, engagierten sich ehrenamtlich in politischen Kampagnen – Frauen aus der Geschichte der Nordkirche.

Diese Frauen haben in den fünfhundert Jahren seit der Reformation unter Beweis gestellt, dass Kirche sich stets erneuert, aktuelle Fragen reflektiert und Antworten sucht.

Mit diesem Beitrag zum Reformationsjubiläum 1517 lenken das Frauenwerk der Nordkirche und die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek den Blick auf oftmals vergessene Frauen, deren Wirken bedeutsam für Kirche und Gesellschaft war – im lokalen Umfeld, überregional oder sogar international.

Aus allen Kirchenkreisen der Nordkirche in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden Frauenbiografien in der Ausstellung vorgestellt. In einer gleichermaßen informativen wie sinnlichen Inszenierung bringen sie die Ausstellungsorte zum Leuchten.

Herzstück des Ausstellungsprojektes ist die partizipative Recherche von Frauenbiografien:
Seit Sommer 2014 haben Interessierte in allen Kirchenkreisen ihr Wissen um engagierte, »reformatorisch tätige« Frauen in das Projekt eingespeist und sind in Archiven, Chroniken und Bibliotheken auf Spurensuche gegangen. Grundlegend war der reformatorische Gedanke einer Laienbewegung – jede und jeder war befähigt, die Projektarbeit inhaltlich mitzugestalten. Die Resonanz war beeindruckend – über 60 Biografien wurden zusammen getragen.

19 Frauenbiografien aus fünf Jahrhunderten sind in der Ausstellung zu sehen, knapp 20 weitere Biografien finden sich im Begleitband zur Ausstellung.

Eine Ausstellung der Frauenarbeit in der Nordkirche und der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek, unter der Schirmherrschaft von Bischöfin i. R. Maria Jepsen.

Öffentliche Führungen finden am 05. und 12. November um jeweils 15 Uhr statt.

Am 13. November 2016 wird Frau Ulrike Schierenberg um 17:00 Uhr einen Abschlussvortrag im zeiTTor halten.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
samstags und sonntags 14:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 3,50 €
2,50 € mit Gästekarte (z. B. mit der ostseecard*)
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei

Ort: zeiTTor – Museum der Stadt Neustadt in Holstein
Haakengraben 2-6, Navi: Vor dem Kremper Tor, 23730 Neustadt in Holstein, Tel. 04561-619305
www.zeittor-neustadt.de

www.frauenwerk.nordkirche.de


noch bis 13. November 2016

Ausgedacht & handgemacht.
Theaterfiguren & ihre Schöpfer

Plakat Ausgedacht und Handgemacht © Michael KerstenSchöpfer Faszinierende Figurengestalter und Figurengestalterinnen von heute stehen im Zentrum der Sonderausstellung Ausgedacht & handgemacht. Theaterfiguren & ihre Schöpfer.

Kristiane Balsevicius, Michaela Bartoňová, Jürgen Maaßen, Mechtild Nienaber, Christian Werdin, das Figurentheater Wilde&Vogel u. a. repräsentieren die ganze Bandbreite der zeitgenössischen Theaterfigurengestaltung in Deutschland.

Verschiedene Werkphasen zeigen, wie sich die Künstler und Künstlerinnen weiterentwickeln und welche unterschiedlichen Gestaltungstechniken eingesetzt werden.

Öffnungszeiten:
bis 13.11.2016 täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: 
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder (6-12):
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: TheaterFigurenMuseum Lübeck, Kolk 14, 23552 Lübeck
Tel. 0451-78626, Fax 0451-78436
www.theaterfigurenmuseum.de

www.facebook.com/theaterfigurenmuseum

www.twitter.com/TFM_Luebeck

Flyer TheaterFigurenMuseum (pdf)

Foto © Michael Kersten


noch bis 13. November 2016

Aus dem Nachlass Emil Grassert

Emil Grassert - Umwandlung, 1956Als Dora-Lisa Grassert 2009 verstarb, hinterließ sie ihr Erbe, darunter der gesamte Nachlass ihres sechs Jahre zuvor verstorbenen Mannes, des Künstlers Emil Grassert, dem St. Annen-Museum und der Kunsthalle St. Annen.

Die Ausstellung zeigt nun erstmalig eine Auswahl der Werke des Malers, Grafikers und Glasmalers Emil Grassert und ermöglicht so einen ersten umfassenderen Blick auf sein Œu­v­re.

Der 1919 im Sudetenland geborene Emil Grassert erhielt seine Ausbildung zunächst an der Staatsfachschule für Glasindustrie in Haida/Nový Bor (Tschechische Republik) bis er 1940 als Soldat in den Krieg eingezogen wurde.
1945 kam er schwer verwundet nach Lübeck, wo er noch während des Krieges (1943) Dora-Lisa Hermine Sinsel geheiratet hatte.
Ab 1949 setzte er seine künstlerische Ausbildung mit einem Studium an der Kunsthochschule Hamburg in den Fächern Malerei, Kunstgeschichte und angewandte Kunst fort und arbeitete anschließend als freiberuflicher Künstler.

Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die größeren Glasfenster, die er 1957 für die Lübecker Philippus-Kirche und 1963 für die Thomaskirche in Espelkamp/ Westfalen schuf.

1964 wird Emil Grassert der erste Angestellte für medizinisch wissenschaftliche Grafik in der damals neu gegründeten Medizinischen Akademie Lübeck (später Medizinische Universität zu Lübeck), für die er u. a. das Siegel entwarf, das noch heute von der Universität zu Lübeck – mit neuer Umschrift – als Emblem verwendet wird.

Da die Lübecker Maler die Arbeiten Grasserts in der damaligen Zeit ablehnten, blieb der Maler zeit seines Lebens ein weitgehend unbekannter Einzelgänger. Viele seiner künstlerischen Werke entstanden in seinem Haus in Stockelsdorf, in dem sich auch das Atelier befand. Bis auf einige wenige kleine Ausstellungen, die er u. a. in seiner Kirchengemeinde in Stockelsdorf durchführte, wurden seine Gemälde und Grafiken – von den naturalistischen Darstellungen in der Anfangsphase bis zu den teilweise von der abstrakten Malerei der 50er Jahre beeinflussten Werken – bisher noch nie einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
03. Oktober geöffnet

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.kunsthalle-st-annen.de


noch bis 13. November 2016

KunstBetriebe 2

Tim Maertens - Richter Baustoffe © Michael HaydnZwölf Künstler, 12 Arbeiten:
Das von der Lübecker Künstlerin Bettina Thierig initiierte Projekt KunstBetriebe fand bereits bei seiner ersten Auflage 2012 große Beachtung in Wirtschaft, Kultur und Öffentlichkeit.

Zum zweiten Mal öffneten Betriebe ihre Produktionshallen und stellten die dort verwendeten Rohmaterialien zur künstlerischen Gestaltung zur Verfügung. Die IHK zu Lübeck unterstützt auch in diesem Jahr das ungewöhnliche Projekt.

„Grundsätzlich geht es darum, das Verständnis zwischen Kulturschaffenden und Unternehmen füreinander zu erhöhen“, sagte Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck. „In den Betrieben steigt die Identifikation der Belegschaft mit dem Arbeitgeber deutlich durch einen völlig neuen Blick auf die eigene Tätigkeit und die Produkte. Dieses Projekt erhöht die Attraktivität der Unternehmen für Fachkräfte, da es einen besonderen
Mehrwert gibt“, so Schöning.

Die hochinteressanten Ergebnisse des Gemeinschaftsprojekts sind ab Samstag, 01. Oktober, in der Schau KunstBetriebe 2 im Museumsquartier zu sehen.
„Die zwölf Arbeiten zeigen ein breites Spektrum skulpturaler Herangehensweisen und Sichtweisen und bieten einen interessanten Einblick in die Möglichkeiten bildhauerischen Arbeitens“, erläutert Projektleiterin Bettina Thierig. „Allen gemeinsam ist, dass sie einen realen Körper darstellen und damit dem Betrachter die Möglichkeit zu einer wirklichen Begegnung bieten.“ Thierig hofft, dass viele Besucher die Möglichkeit einer Begegnung mit diesen besonderen Skulpturen in Lübeck wahrnehmen.

Maßgeblich unterstützt wurde das Vorhaben durch die Lübecker IHK und zwölf Betriebe. Zufrieden zeigte sich Lars Schöning damit, mit „KunstBetriebe 2“ einen Bogen entlang der Fehmarnbelt- Achse von Hamburg über Stormarn, Lübeck und Ostholstein nach Lolland geschlagen zu haben.
„Die Region wächst zusammen, und die Kultur leistet dazu einen wichtigen Beitrag.“ Das finde auch seinen Ausdruck in der Projektpartnerschaft: Die Stiftungen der Sparkasse Holstein gGmbH als Projektträgerin habe sich finanziell und organisatorisch beteiligt. Sie wirkt vor allem in den Kreisen Ostholstein und Stormarn sowie im Norden Hamburgs, und die Possehl-Stiftung steht für die Hansestadt Lübeck. Auch die Stiftung der IHK zu Lübeck „Pro Economia“ beteiligt sich.

Die folgenden Künstler sind mit Arbeiten in der Ausstellung vertreten:
Janine Gerber (Christoph Kroschke GmbH), Trine Hoy (Gollan Bau GmbH), Norbert Jäger (Femern A/S), Stephan Jäschke (Freiraum24 — Gewerbepark Cruse GmbH & Co. KG S), Thomas Judisch (H. & J. Brüggen KG), Jo Kley (Grothe Bau GmbH & Co. KG), Tim Maertens (Richter Baustoffe GmbH & Co. KGaA), Anke Müffelmann (EUROIMMUN AG), Pia Obel (Sparkasse Holstein), Winnie Schaak (Hass + Hatje GmbH), Sebastian Schröder (Friedrich Klatt GmbH), Bettina Thierig (Gut Selchausdal A/S)

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
03. Oktober geöffnet

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.kunsthalle-st-annen.de

Foto © Michael Haydn


noch bis 16. November 2016

Sophie Schweighart – Das helle Zimmer

Wartezimmer © Sophie SchweighartBetritt man Sophie Schweigharts Rauminstallationen, findet man sich einer ganz eigenen, vermeintlich rationalen Systematik, einer logischen und wissenschaftlichen Ordnung ausgesetzt, die nur in ihrem inszenierten Kosmos Sinn ergeben mag.
Bühnenartige Installationen, die geheimnisvoll, traumartig, von einer surrealen  Bildvorstellung geprägt, obskur oder kafkaesk anmutend in ihren Kreislauf hineinmanövrieren – ein in sich geschlossenes System, das einem eigenen,  immanenten Rhythmus verschrieben scheint.
Theatrale Räume wie Darstellungen innerer Seelenleben, Orte von psychischer Intensität und erlebbarer Nähe bergen oftmals performative Momente im Rahmen derer sich die Künstlerin selbst als Teil einer Körperschaft, einer Art gesamten Somas begreift.
In ihrer Installation „Das helle Zimmer“ scheint man in eben einen solchen Turnus zu geraten, in ein System, das die eigenen Bewegungen anleitet. Weilen, warten, verharren – die Künstlerin  bestimmt durch ihre Gestik und atmosphärischen Arrangements die emotionale und körperliche Rezeption ihrer Arbeit und lässt gleichsam Raum für eine individuelle Suche.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag – Sonntag 11:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: St. Petri zu Lübeck (Kultur- und Universitätskirche), Petrikirchhof 1, 23552 Lübeck

Foto © Sophie Schweighart


noch bis 20. November 2016

„Friedrich Overbeck (1789-1869) in Wien“
Unbekannte Zeichnungen aus dem Ostholstein-Museum Eutin

Friedrich Overbeck - Der Hauptmann Cornelius und der Engel -1808In der Zeit vom 09. September bis 20. November 2016 zeigt das Ostholstein-Museum bislang unbekannte Zeichnungen des berühmten Romantikers und Nazareners Friedrich Overbeck (*1789 Lübeck – †1869 Rom) aus dem Bestand des Eutiner Museums.

Bei den in der Ausstellung präsentierten Arbeiten handelt es sich um den Inhalt eines Mappenwerkes, das im Herbst 2014 in den Museumsmagazinen zufällig entdeckt wurde und sich in der weiteren Erforschung des Inhalts als ein kleiner Sensationsfund herausstellte.

In der braunmarmorierten Mappe befanden sich zum einen 15 druckgrafische Blätter nach Zeichnungen Friedrich Overbecks und eine kleine Mappe mit sechs religiösen Allegorien, die der Künstler 1833 entworfen hatte und von einer dritten, unbekannten Person mit Bleistift kopiert und dann in Feder und Tusche farbig gefasst worden waren; zum anderen lagen darin 19 Zeichenblätter, bei denen es sich, wie sich herausstellte, um Originale von Friedrich Overbeck handelte, die in Bleistift, in Feder und in zwei Fällen in Öl ausgeführt waren und zum Teil auch rückseitig Zeichnungen aufwiesen.

Dem kunstinteressierten Publikum ist Friedrich Overbeck als führender Vertreter der romantisch-religiösen Malerei und als solcher vor allem als Mitbegründer des „Lukasbundes“, deren Mitglieder gemeinhin „Nazarener“ genannt wurden, ein Begriff.

Zu seinen bekanntesten Werken gehört mit Sicherheit das Ölbild „Italia und Germania“, das während seiner Anfangszeit in Rom zwischen 1811 und 1828 entstand. Zuvor hatte der in Lübeck geborene Friedrich Overbeck von 1806 bis 1810 an der Akademie in Wien studiert. Aus dieser Zeit stammen auch die Eutiner Zeichnungen, die z. T. in direkter Beziehung zu seinen Studienkollegen und späteren Lukasbrüdern Franz Pforr und Ludwig Vogel stehen und damit Einblicke in deren gemeinsame Studienarbeit gewähren.

Die Eutiner Zeichenblätter zeigen deutlich die akademischen Vorgaben in der Vermittlung der Zeichenkunst, belegen aber auch auf eindrucksvolle Weise die frühe künstlerische Begabung und die selbstbewusste zeichnerische Weiterentwicklung des jungen Friedrich Overbeck. Gerade hierin offenbart sich der hohe Wert der in Eutin entdeckten Blätter für die kunstgeschichtliche Forschung – ein wahrer Glücksfall für das Ostholstein-Museum.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog im Verlag Ludwig (19,90 €).

Öffnungszeiten des Museums:
28.4. – 03.10.2016
mo – do 11:00 – 18:00 Uhr
fr – so und feiertags 11:00 – 19:00 Uhr

04.10. – 31.10.2016
di – fr 11:00 – 17:00 Uhr
sa, so und feiertags 10:00 – 17:30 Uhr

ab 01.11.2016
mi – fr 15:00 – 17:00 Uhr
sa, so und feiertags 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis 20. November 2016
verlängert bis 04. Dezember 2016

„Darüber lacht die Republik –
Friedrich Ebert und ‚seine‘ Reichskanzler in der Karikatur“

Der Reichsbäcker Friedrich EbertDas A. Paul Weber- Museum in Ratzeburg zeigt vom 09. September bis zum 20. November die Sonderausstellung  „Darüber lacht die Republik – Friedrich Ebert und ‚seine‘ Reichskanzler in der Karikatur“, die am 09. November um 20 Uhr mit einem Vortrag von Dr. Michael Braun von der „Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte“ eröffnet werden wird.

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erlebte die Karikatur einen regelrechten Boom: Es gab knapp 80 humoristisch-satirische Zeitschriften, die Karikaturen veröffentlichten. Dabei standen Reichspräsident Friedrich Ebert und die jeweils amtierenden Reichskanzler als die herausragenden Repräsentanten der jungen Weimarer Republik im Fokus der satirischen Kritik.

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von rund 70 Zeichnungen, die Ebert und jene Kanzler ins Visier nehmen, die er zu seinen Lebzeiten ernannt hat. Dies waren die SPD-Politiker Philipp Scheidemann, Gustav Bauer und Hermann Müller, von der Zentrumspartei Constantin Fehrenbach, Joseph Wirth und Wilhelm Marx, der DVP-Vorsitzende Gustav Stresemann sowie die parteilosen Wilhelm Cuno und Hans Luther. Zwei dieser Kanzler, Hermann Müller und Wilhelm Marx, gelangten nach dem Tod Eberts im Februar 1925 erneut ins Amt. Karikaturen aus diesen zweiten Amtszeiten finden ebenfalls Eingang in die Ausstellung, da die Kanzler im ursprünglichen Sinn zu Eberts Reichskanzlern zu zählen sind.

Die Auswahl der Karikaturen erfolgte zum einen nach optischen und künstlerischen Gesichtspunkten; zum anderen sollten die Karikaturen auch heute noch ohne komplizierte Erläuterungen verständlich sein. Auch wenn die Zeichnungen zum großen Teil auf das politische Tagesgeschehen Bezug nehmen und es widerspiegeln, so lassen sie sich zumeist auch ohne Hintergrundwissen intuitiv verstehen. Manche wirken noch heute erstaunlich aktuell. Dies spricht für die außergewöhnliche Qualität der Karikaturisten und ihrer Werke, die der Betrachter auch ohne Vorkenntnisse genießen kann.

Die Ausstellung gliedert sich in verschiedene Themenbereiche, die von den Karikaturisten besonders häufig aufgegriffen wurden. Dabei reicht die Spannweite von harmlos-lustigen Zeichnungen bis zu zutiefst verleumderischen Darstellungen. In drastischen Bildern belegen sie den Hass der politischen Gegner auf das sozialdemokratische Staatsoberhaupt und die demokratische Elite der Weimarer Republik. Sie greifen nicht nur Reichspräsident und Reichskanzler an, sondern auch das demokratische System, das diese verkörpern. Die ausgestellten Karikaturen spiegeln somit die gesellschaftlichen Gegensätze der Weimarer Republik wider. Sie werfen ein Schlaglicht auf die politische Kultur einer Epoche, in der Unsicherheit, Krisen und politische Feindschaft zur Tagesordnung gehören und das Klima prägen.

Zahlreiche Zeichnungen sind erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Fantasievolle Installationen ergänzen die Bildexponate und machen die Präsentation, die sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregt, besonders anschaulich.

Öffnungszeiten:
täglich außer montags 10:00 – 13:00 und 14:00 – 17:00 Uhr

Eintritt – Museumseintritt:
Erwachsene 3,- €
Schüler 1,- €
Familien (2 Erwachsene und Kinder) 6,- €

Hinweis:
Es besteht die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für beide Kreismuseen (A. Paul Weber-Museum und Kreismuseum) zu erwerben:
Kombikarte mit Kreismuseum:
Erwachsene 5,- €,
Schüler 1,50 €
Familien (2 Erwachsene und Kinder) 10,- €

Ort: A. Paul Weber-Museum, Domhof 5, 23909 Ratzeburg
www.weber-museum.de


noch bis 11. Dezember 2016

Sven Kroner – Walk like a giant

Sven Kroner, Atelierwand, 2015, Acryl auf Nessel, 160x230cm © Anne de Villepoix, ParisAus den Gemälden von Sven Kroner spricht eine gewisse Sehnsucht, genährt von nostalgischen Empfindungen über Gewesenes – der Wunsch nach Einfachheit und Sorglosigkeit, nach der schicksalhaften Unvorhersehbarkeit und Irrationalität von Natur.
Auch wenn in einigen Arbeiten unbezwingbare Urkräfte Gestalt gewinnen, versucht der Künstler keineswegs mythische Differenzen mit dem Irdischen darzustellen. Vielmehr wird die große Gebärde durch Ironie und Übertreibung ausgehöhlt, scheint die imposante Umgebung den Menschen nicht sonderlich zu beeindrucken.
Kroners Autos fahren auf Autobahnen unbeirrbar prachtvollen Sonnenuntergängen entgegen, seine Skiläufer sind beim Ausweichen vor Lawinen viel zu gewandt, um sich über ihr Leben Gedanken zu machen.
In einer neuen Serie von Arbeiten thematisiert Sven Kroner den „Ausblick“, indem er sich der Metapher des Fensters bedient. Hierbei handelt es sich um das klassische Motiv der malerischen Selbstreflexion. Der Blick wird gerahmt und in einen konkreten räumlichen Zusammenhang gestellt.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 3 €, ermäßigt 2 €, Mitglieder / Schüler unter 18 J. frei

Ort: Overbeck-Gesellschaft, Königstraße 11, Behnhausgarten, 23552 Lübeck

Foto © Anne de Villepoix, Paris


noch bis 30. Dezember 2016
verlängert bis 08. Januar 2017

Begegnungen. Deutsche und dänische Malerei 1860 bis 1960

Gotthardt Kuehl: Lübecker Waisenhaus, 1894 © Die Lübecker MuseenDeutschland trifft Dänemark:
Die Schau entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Fuglsang Kunstmuseum in Toreby / Dänemark. In Gegenüberstellungen werden 68 Bilder präsentiert.

Der Dialog zwischen den Werken eröffnet dem Publikum die Möglichkeit, in den klassischen Motivkreisen wie Landschaft, Porträt und Stillleben auf Entdeckungsreise zu gehen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen deutscher und dänischer Malerei herauszufinden.

Die Ausstellung wird vom Interregprogramm Deutschland Danmark der EU unterstützt und ist Teil des neugegründeten Museumsnetzwerks NORDMUS, das die deutsch-dänische Zusammenarbeit von Museen und Wissenschaft fördern will.

Führungen:
Öffentliche Führungen finden jeden Sonntag um 11:30 Uhr statt.
Eine Abendführung findet am 11. Oktober um 17 Uhr statt.
Kosten für die Führungen:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder: 11 | 7,50 | 6,50 €

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di – So 10:00 -17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

Foto © Die Lübecker Museen – Michael Haydn


noch bis 08. Januar 2017

„Fremde Heimat. Die Manns, das Exil und die deutsche Kultur“

Buddenbrookhaus in LübeckDie Sonderausstellung „Fremde Heimat. Flucht und Exil der Familie Mann“, die ab 12. Juni 2016 im Buddenbrookhaus in Lübeck zu sehen ist, geht der Frage nach, was die Flucht aus Deutschland für die Mitglieder der Familie Mann bedeutete.

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12. | Mo – So | 10:00 -18:00 Uhr
01.01. – 14.02. | Di – So | 11:00 -17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, 23552 Lübeck
www.buddenbrookhaus.de


noch bis 08. Januar 2017

Demokratie als Lebensform. Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp

Ausstellung "Demokratie als Lebensform. Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp" im Willy-Brandt-Haus LübeckVor dem Hintergrund der Wahl zum Bundespräsidenten im März 2017 erinnert das Willy-Brandt-Haus mit der Ausstellung „Demokratie als Lebensform. Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp“ an den ersten Amtsinhaber Theodor Heuss, der das Grundgesetz mitgestaltete und die Demokratie als Staats- und Lebensform etablieren wollte.

Auch das politische Wirken seiner Frau wird gezeigt: Die tatkräftige und selbstbewusste „First Lady“ Elly Heuss-Knapp nutzte die Präsidialzeit ihres Mannes zur Gründung des Müttergenesungswerks.

Öffnungszeiten:
April bis Dezember:
Di – So 11:00 – 18:00 Uhr

Januar bis März:
Di – So 11:00 – 17:00 Uhr

geschlossen: 24./25.12., 31.12. und 1.1.

Sonderöffnungszeiten für Gruppenführungen sind nach Absprache möglich.

Eintritt: frei

Ort: Willy-Brandt-Haus Lübeck, Königstraße 21, 23552 Lübeck
www.willy-brandt.de

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noch bis 08. Januar 2017

zu 2t
Jahresschau des Berufsverbandes Angewandte Kunst Schl.-Holst. e.V.

Rea Högner und Gabi Pfannenstiel - ZuZweit © Bundesverband Angewandte Kunst Schl.-Holst. e.VDer Berufsverband Angewandte Kunst Schleswig-Holstein (BAK-SH) zeigt jährlich in einer großen Ausstellung das aktuelle künstlerische Schaffen seiner Mitglieder.

In diesem Jahr feiert der Berufsverband sein 70-jähriges Bestehen und nimmt dies zum Anlass, die Vielfältigkeit im Schaffen seiner Mitglieder besonders in den Fokus zu stellen.
Unter dem Titel »zu 2t« präsentiert die Jahresschau etwa 160 Exponate und rund 75 Schmuckstücke in den Sonderausstellungsräumen des St. Annen-Museum in Lübeck.

Der Ausstellungstitel repräsentiert das Thema, zu dem die Mitglieder des BAK-SH in diesem Jahr gearbeitet haben. Das bedeutet: Zu zweit haben die KunsthandwerkerInnen an einem Objekt gearbeitet oder jeweils in ihren Werkstücken das Thema der Zweiheit exklusiv für diese Ausstellung gestaltet.
Neben diesen thematischen Arbeiten finden die Besucher auch alltagstaugliche, klassische Produkte der Kunsthandwerker in der Ausstellung sowie im Museumsshop: die Alternative für alle, die noch rechtzeitig Anregungen für qualitätvolle und ungewöhnliche Weihnachtsgeschenke suchen. Für den Museumsshop stellen einige KünstlerInnen Stücke aus dem Bereich Schmuck, Holz und Keramik zur Verfügung, die erworben werden können.

Die vielfältigen Zeugnisse aktueller kunsthandwerklicher Produktionen im Norden werden zudem ergänzt von einer kleinen Sonderausstellung mit Werken der Lübecker Weberin Ruth Löbe, die Anfang des Jahres verstarb, und ausgewählten Werken der Schmuckdesignerin Maria Konschake aus Wismar. Im Rahmen der Ausstellung wird der jungen Goldschmiedin der mit 5000 Euro dotierten „Alen Müller-Hellwig-Förderpreis“ durch den Verband „Frau und Kultur Lübeck“ überreicht. Die 26jährige absolvierte von 2008 bis 2012 eine Ausbildung zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau und begann danach ein Studium an der Hochschule Wismar in Schmuckdesign. Seit 2010 sind ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen zu sehen.

Führung:
Am Sonntag, 13. November 2016, um 12 Uhr führen Cornelia Patz-Nahm, Vorsitzende BAK S-H, und die Förderpreisträgerin Maria Konschake durch die Ausstellung.
Kosten für die Führung:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
11 | 7,50 | 6,50 €

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: St. Annen-Museum / Museumsquartier, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.st-annen-museum.de

Foto © Bundesverband Angewandte Kunst Schl.-Holst. e.V.


noch bis 15. Januar 2017

Knopfmacher, Bootsbauer, Schriftsetzer
Werkzeuge alter Berufe

Industriemuseum Geschichtswerkstatt HerrenwykMit welchen Werkzeugen arbeitete ein Holzschiffbauer?
Was machte eigentlich ein Schriftsetzer?
Welche Werkzeuge benutzte ein Stellmacher?
Auf diese und weitere Fragen will die neue Sonderausstellung Knopfmacher, Bootsbauer, Schriftsetzer … Werkzeuge alter Berufe im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk Antwort geben.

In der heutigen Wirtschaft wird die Produktion mehr und mehr digitalisiert. Vollkommen neue Berufsbezeichnungen sind in den letzten Jahren entstanden, die diesen Wandel dokumentieren.
Aber wie haben Handwerker und  Kleinproduzenten früher gearbeitet, mit welchen Werkzeugen wurden Produkte hergestellt?

Das Museum besitzt eine große Sammlung historischer Werkzeuge, die in dieser Ausstellung präsentiert werden.

Dazu gibt es ein interessantes Rahmenprogramm.
Bei Aktionstagen können Besucher selbst tätig werden.
Unter dem Obertitel „sägen, hämmern, bohren …“  können sie verschiedene Werkzeuge der Holz- und Metallbearbeitung ausprobieren.
Im Labor können an der Feinwaage Präzisionsgewichtsbestimmungen vorgenommen werden.
An Schmiedetagen präsentieren zwei Hobbyschmiede dieses alte Handwerk in der Museumsschmiede. Wer mag, kann sich selbst am glühenden Eisen versuchen.

Öffnungszeiten des Museums:
Freitag 14:00 – 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
3 | 1,50 | 1,50 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de


noch bis 28. Februar 2017

Friedensreich Hundertwasser
WEGE INS PARADIES

Friedensreich Hundertwasser-Irinaland over the Balkans-Farbserigraphie 1971-72 © 2016 HAMIDA AG, Glarus, SchweizFriedensreich Hundertwasser (1928-2000) war eine der bedeutendsten und phantasiereichsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Unter dem Einfluss von Paul Klee und Gustav Klimt entwickelte der österreichische Maler eine Farbenwelt von labyrinthischen Geheimnissen. Und niemals zuvor ist Farbe mit größerem Glanz kühner und einfühlsamer verwendet worden als in den Bildern Hundertwassers.

Hundertwassers Botschaft eines Lebens in Einklang mit den Gesetzen der Natur und sein Streben nach einer individuellen künstlerischen Gestaltung aller Lebensbereiche bildeten die Kernpunkte seines Schaffens.

Sein Anliegen war es, die Schöpfung der Natur mit der Schöpfung des Menschen wieder zu vereinen und der verborgenen Sehnsucht der Menschen nach Vielfalt und nach Schönheit in Harmonie mit der Natur zu ihrem Recht zu verhelfen.

Seine Kunst richtet sich gegen die, aus seiner Sicht, dem puren Rationalismus unterworfenen und verwalteten Lebenswirklichkeit. Gegen die als „geometrisiert“ gescholtene Welt der geraden Linien und rechten Winkel setzte er natürliche Formen. Dem allgegenwärtigen Grau begegnete er durch kraftvolle und leuchtende Farben bis hin zum glänzenden Gold.

Seine Kunst war dabei nie bloße Galerie- oder Museumskunst. Schon sehr früh forderte er, dass Kunst, wenn sie die Welt verändern will, in den Alltag der Menschen eindringen muss.
Wenn er sich daher später intensiv der „angewandten“ Kunst zuwandte und Alltagsgegenstände wie Bucheinbände, Gläser, Tassen, ja Briefmarken und am Ende gar ganze Häuser entwarf, entsprach dies nicht einer Neuausrichtung seiner Bemühungen, sondern setzte den schon zu Beginn seiner Karriere gewählten Weg lediglich konsequent fort: „Ich will den Menschen Dinge geben, die schön und brauchbar sind, die für sie etwas bedeuten und sie bereichern.“

Hundertwasser begriff seine Kunst schon früh als gesellschaftspolitische Intervention. Vor allem seine Plakate zu politischen, sozialen und ökologischen Fragestellungen aus den 1970er und 1980er Jahren verblüffen durch ihre Aktualität:„Heute , wo unsere Existenzgrundlagen verloren gehen, wo wir die Vegetation so sehr vergewaltigt haben (…), wo wir in die größte Krise kommen, die die Menschheit je gehabt hat, wo wir vorfabrizierte Dinge annehmen, sterile Architektur und giftiges Essen, ohne zu revoltieren, weil Geist und Körper sich scheinbar an diese Gifte gewöhnt haben, ist es von eminenter Bedeutung für uns alle, dass es Menschen gibt, die anders denken und anders handeln und anders leben.“ (Hundertwasser, 1981)

Die Ausstellung Friedensreich Hundertwasser — Wege ins Paradies zeigt mit ca. 150 Werken das Genie dieses Ausnahmekünstlers und die ungeheure Vielfalt seines Schaffens.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11:00 – 18:00 Uhr
Für angemeldete Gruppen und Schulklassen: 09:00 – 19:00 Uhr

Eintritt: 8,- / ermäßigt 6,- €

Ort: Ernst Barlach Museum Wedel, Mühlenstraße 1, 22880 Wedel
www.ernst-barlach.de

Flyer » Hundertwasser – Wege ins Paradies « (pdf)

Foto © 2016 HAMIDA AG, Glarus, Schweiz


noch bis 02. Juli 2017

„Böden schreiben Geschichte“
Erdschichtenbilder von Walter Hähnel

Böden schreiben Geschichte © Museum für Natur und UmweltErdschichtenbilder zeigen die verborgenen Schönheiten des Erdreichs und geben die Folge der Ablagerungen im Boden mit ihren interessanten Schichtungen wieder.

Das Museum für Natur und Umwelt in Lübeck präsentiert in der Schau „Böden schreiben Geschichte. Erdschichtenbilder von Walter Hähnel“, die ab dem 29. September im Museum zu sehen ist, 17 Arbeiten von Walter Hähnel. Der 1913 in Hamburg-Bergedorf geborene und in Lübeck lebende geologische Präparator hat die Bilder in den 1970er Jahren angefertigt. Bei den im Museum für Natur und Umwelt ausgestellten Lackabzügen handelt es sich zu großen Teilen um Abbilder der Ablagerungen aus dem Zeitraum von vor 120.000 Jahren bis vor 250.000 Jahren, als die Gletscher der Saaleeiszeit und Weichseleiszeit die Landschaft Schleswig Holsteins veränderten.

Ursprünglich wurde die Technik der Lackfilmmethode oder Lackabzüge um 1930 durch den Geologen und Paläontologen Ehrhard Voigt entwickelt, um Wirbeltier-Fossilien zu bergen und um Boden- und Sedimentprofile zu konservieren. Voigts Methode der Erdschichtenbilder wurde in der Folge verfeinert und bis zur heutigen Perfektion weiterentwickelt.

Dabei hat Walter Hähnel entscheidende Beiträge geleistet: In einer Sandgrube werden die Sandschichten an einer senkrechten Wand mit einem Speziallack besprüht, mit einem Mulltuch bedeckt und noch einmal mit Lack bestrichen. Wenn der getrocknete „Lackfilm“ von der Wand abgezogen wird, sind die originalen Sandschichten fest durch den Lack fixiert. Dieser „Lackfilm“ wird dann auf eine Hartfaserplatte aufgeklebt. So können Bodenprofile sowie auch archäologische oder paläontologische Objekte und Spuren dauerhaft dokumentiert werden.

Neben dieser wissenschaftlichen Dokumentation stellen die Bilder ebenfalls ästhetische Unikate einzelner Orte der hiesigen Region dar.
Die Bilder zeigen Linien, Bögen, Schleifen und geheimnisvolle Figuren, die durch die Abfolge der Sedimente und die Einwirkung unterschiedlichster Kräfte entstanden sind. Sie sind einzigartige Zeugnisse der Vergangenheit und Momentaufnahmen von geologischen und bodenkundlichen Formen und Strukturen.

Besucher des Museum für Natur und Umwelt haben bis Juli 2017 die Möglichkeit, die Einmaligkeit, Vielfalt und Schönheit jahrtausend alter Prozesse der Geologie zu besichtigen.

Öffnungszeiten:
Di – Fr  09:00 – 17:00 Uhr und  Sa – So 10:00 – 17:00 Uhr
montags geschlossen

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
6 | 3 | 2 €

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

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Foto © Museum für Natur und Umwelt


01. November 2016 – Ende April 2017

Kunst & Wohl – Buntigramme
Harald Nöding

Plakat Harald Nöding - Ausstellung "Kunst & Wohl - Buntigramme" in MalenteNachdem ich in früheren Jahren alles von Karl May gelesen und begeistert verschlungen hatte, habe ich mich an seine Zitate zur Kunst erinnert, die ich sehr erhebend im Geiste empfinde; Geistreich, erhebend und friedenstiftend ist für mich auch in jedem Falle die Praxis des echten, leichten Humors – meine runden fröhlich-humorvollen Kreisbilder sollen auch diesen Geist in die Welt bringen, viel Spaß!

Zitate von Karl May:
„… menschliches Sein, menschliche Entwicklung  soll die Kunst,  was sie auch schaffe, nach außen darstellen und tun … und durch diese Erkenntnis des göttlichen Einen zum Frieden zwischen allen führen.“

„So tritt die Kunst,  aus dem Heiligtum des innern Menschen in die alltägliche, äußere Welt hinaus … als sinnvolle Einheit … dem Schöpfer zur Ehre und den Menschen zum wachsenden Frieden.“

„… Für die Seele des Volkes und  für die Seele des Kindes sei das Kunstwerk rein, erhebend und heilig wie ein Gebet, was die Seele erhebt …“

“ Die Kunst  ist  jene  Betätigung des menschlichen Geistes und  der menschlichen Seele, die ins Innere des Gegenstandes eindringt, um ein Wesen zu erfassen, und dann wieder nach außen zurückkehrt, um das Äußere im Einklang mit dem Innern darzustellen.“

Öffnungszeiten:
täglich 08:30 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Haus des Kurgastes, Bahnhofstraße 4a, 23714 Bad Malente

www.freiekreiskunst.de


09. November 2016

Vernissage
Renate Straatmann – SIESTA
Ausstellung 07.11.2016 – 15.01.2017

Renate Straatmann - SIESTADie  Bad  Schwartauer Künstlerin Renate Straatmann zeigt 30 abstrakte, großformatige Bilder mit herausstechenden Details, gespachtelt und gepinselt in Acryl-Mischtechnik auf Leinwand.

Es sind malerische Beschreibungen  und  Betrachtungen von Ereignissen, Erlebtem, von Reiseeindrücken und -stimmungen, Beobachtungen von Menschen und Situationen.

„Am Anfang steht für mich immer die Wahl der Farben, noch bevor mir das Thema des Bildes klar ist. Meine Gefühle sind farbig, durch die Malerei kann ich sie zum Ausdruck bringen“.

Wo Erleben und Farbe zusammentreffen, wird die ganz eigene Spannung in diesen Bildern spürbar.

musikalische Umrahmung „Imke“ – Jazz-Standards (Swing und Bossa-Nova)
Imke Krüger – Gesang
Harald Reinecke – Gitarre

Mittwoch 19:00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
zu den jeweiligen Öffnungszeiten der Veranstaltungen im Kolosseum

Eintritt: frei, Musik: Hutkasse

Ort: Foyer Kolosseum, Kronsforder Allee 25, 23560 Lübeck

www.renate-straatmann.de


12. November 2016

Ausstellungseröffnung
Winston Churchill. Schriften. Reden. Bilder.
Ausstellung 12.11.2016 – 12.02.2017

Winston Churchill © Maciek SalamonWinston Churchill ist eine der bekanntesten und wichtigsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
Als Politiker und Staatsmann traf er bedeutsame und weitreichende Entscheidungen, seine schriftstellerischen Darstellungen zur Zeitgeschichte prägen die Wahrnehmung einer ganzen Epoche bis heute.
1953 wurde ihm der Literaturnobelpreis verliehen.

Das Günter Grass-Haus präsentiert zum ersten Mal in Deutschland in einer umfassenden Auseinandersetzung, wie das politische, literarische und bildkünstlerische Schaffen Churchills einander bedingen und kontrastieren.
Die Schau steht unter der Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

Die einmalige Ausstellung „Winston Churchill. Schriften. Reden. Bilder.“ wird am Samstag, 12. November, in der St. Aegidien-Kirche zu Lübeck durch Torsten Albig, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, eröffnet. Beginn ist um 12 Uhr.
Der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Bernd Saxe, wird eine Begrüßung sprechen. Nach einer thematischen Einführung durch Jörg-Philipp Thomsa, Museumsleiter des Günter Grass-Hauses, liest Schauspielerin Barbara Nüsse vom Thalia Theater in Hamburg ausgewählte Texte von Winston Churchill.

Das Schulorchester des Katharineums zu Lübeck begleitet die Vernissage.

Im Anschluss findet ein Empfang des Radisson Blu Senator Hotels im Günter Grass-Haus statt.
Es spielen die St. Pauli Pipes & Drums.

Samstag 12:00 – 13:30 Uhr

Jeden Sonntagnachmittag findet eine 30-minütige Kurzführung („Churchill Express“) durch die Schau statt:
Erster Termin ist am Sonntag, 20. November, 15:00 Uhr.
Teilnahme:
Erwachsene | Ermäßigte:
9 | 5,50 €

Öffnungszeiten der Ausstellung:
01.04. – 31.12. Mo – So 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03. Di – So 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene|Ermäßigte
12,- | 9,- €
Anmeldung unter Tel. 0451-122-4230 (tgl. 10 – 17 Uhr)

Veranstaltungsort: St. Aegidien-Kirche zu Lübeck, Aegidienstraße 75, 23552 Lübeck

Ort der Ausstellung: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
www.grass-haus.de

Foto © Maciek Salamon


19. November 2016 bis 08. Januar 2017

Ausstellung
Puppe, Eisenbahn und Teddybär
Weihnachten zwischen Gründerzeit und Wirtschaftswunder

Gründerzeit und Wirtschaftswunder © WeihnachtshausDer Weihnachtsabend im Spiegel alter Fotos:
Leuchtende Kinderaugen unter dem Weihnachtsbaum. Die vergilbten Fotos aus Kindertagen verraten viel mehr als die typischen Geschenke für die Kinder. Sie zeigen die Veränderungen in Mode und Raumkultur und die wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Zeit.

Auch der Hintergrund der abgelichteten Familie lässt sich erahnen, großbürgerlich oder aus einfachen Verhältnissen.

Eines verbindet aber alle: Die Freude der Kinder am Heiligen Abend und die Begeisterung, mit der die Gaben in Besitz genommen werden.

Die Ausstellung zeigt alte Familienfotos in Verbindung mit ausgewählten Spielsachen, Kleidung oder Tannenbaumschmuck, die beispielhaft für die Zeit und das schönste Fest im Jahreskreis stehen.

Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, den 18. November, um 19:00 Uhr statt.

Die Weihnachtsfotografie

1960 © WeihnachtshausDie Bescherung zum Weihnachtsfest gilt seit Beginn des 19. Jahrhunderts als Höhepunkt der Familienfeste im Jahreslauf und wird damit zu einem wichtigen Motiv in der Familienfotografie.
Zu Beginn sind es noch fast ausschließlich professionelle Fotografen, die die großbürgerlichen Familien vor dem geschmückten Tannenbaum inmitten der Geschenke dokumentieren, zunächst oft in einem nachträglichen Fototermin festgehalten.
Mit der Entwicklung der Fototechnik und der Entwicklung von Apparaten für den privaten Gebrauch wird das Weihnachtsfoto für immer mehr Familien zur Tradition.
Waren es um 1900 hauptsächlich reich ausgestattete Wohnräume, die auf Fotos festgehalten wurden, so kann man seit Mitte des Jahrhunderts Aufnahmen quer durch alle sozialen Schichten finden.
Das durchkomponierte Familienfoto mutiert zur Momentaufnahme, oft entstehen nur noch Schnappschüsse.

Technik unterm Tannenbaum

Familienfotos des Weihnachtszimmers spiegeln über die Jahre nicht nur Kleidermode und Haartracht wider, sondern geben auch ein genaues Abbild der technischen Entwicklung.
Sowohl beim Kinderspielzeug als auch bei den Erwachsenen kann man anhand der Geschenke das Jahrzehnt ablesen, in dem die Fotos aufgenommen wurden.
Für Mädchen werden aus den mit offener Flamme betriebenen Herden Elektroherde, für Jungen stehen statt der mit Pferden bespannten Kutschen Automobile und Eisenbahn auf dem Wunschzettel.
Bei den Erwachsenen werden moderne Haushaltsgeräte, wie der Staubsauger, das Radio, die Trockenhaube, und Genussmittel auf den Weihnachtstisch oder unter den Tannenbaum gestellt.

Besuch zum Fest

Die Weihnachtsfotos dokumentieren unbemerkt auch die sozial-geschichtliche Entwicklung der Familie.
Wurde um 1900 das Weihnachtsfest im großen Kreis mit Onkel, Tanten und Großeltern unter einem Dach gefeiert, so lassen die kleinen Wohnungen der Nachkriegszeit oft keine Verwandtenbesuche über die Festtage zu.
Man feiert im Kreis der engsten Familie.
Die Kleidung ist der schweren Zeit entsprechend einfach und auch die Ausstattung der Räume beschränkt sich auf das Notwendigste.
Erst mit Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs der 1960er-Jahre wird die Kleidung wieder festlich und die Weihnachtstische wieder voller.
Man genießt Südfrüchte, feine Süßwaren und auch ein guter Schluck gehören zu den Festtagen.
Ein Fahrrad für das Kind zum Fest ist nun keine Seltenheit mehr.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Kinder bis 6 Jahre frei
Kinder bis 14 Jahre 1,- €
Erwachsene 2,50 €
Familien 7,- €

Ort: Weihnachtshaus, Westerende 46, 25813 Husum
Tel. 04841-6685908 und 04841-83520
www.weihnachtshaus.info

Flyer Weihnachtshaus (pdf)

Foto © Weihnachtshaus


20. November 2016

Ausstellungseröffnung
Wenzel Hablik (1881-1934)
– Maler, Kunsthandwerker, Visionär
Ausstellung 20.11.2016 – 29.01.2017

Wenzel Hablik - Eismeer, 1910 - Öl auf LeinwandNach der Begrüßung durch Herrn Harald Werner, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums und Kreistagsabgeordneter aus Stockelsdorf, und einem Grußwort von Herrn Hans-Ingo Gerwanski als Direktor bei der Sparkasse Holstein wird Frau Katrin Maibaum in ihrer Funktion als Leiterin des Wenzel-Hablik-Museums in Itzehoe in die Ausstellung einführen.

Musikalisch begleitet wird die Eröffnung durch Fynn An Vi Schmäling von der Kreismusikschule Ostholstein.

In der Zeit vom 20. November 2016 bis 29. Januar 2017 widmet sich das Ostholstein-Museum dem reichen Schaffen des Malers, Grafikers, Innenarchitekten und Kunsthandwerkers Wenzel Hablik (1881-1934), der bis heute nicht nur zu den bedeutendsten Expressionisten in Schleswig-Holstein gehört, sondern auch deutschlandweit als wichtiger Vertreter der expressionistischen Architektur bekannt ist.

Das facettenreiche Werk Wenzel Habliks umfasst große Ölbilder von Sternenhimmeln mit Planetenbahnen, Porträts und norddeutsche Landschafts- und Meeresbilder, Zeichnungen und Aquarelle von utopischen Weltraumsiedlungen, beeindruckende Möbel und Textilien, kleine Kristallschlösser, exotische Muschelsammlungen, tierische Figuren aus Metall und vieles mehr.

Mit Ölbildern, Zeichnungen, Aquarellen, ausgewählten Möbeln und Designobjekten zeigt die Ausstellung einen repräsentativen Querschnitt aus dem beeindruckenden Schaffen dieses vielseitigen Künstlers, der viele Jahre gemeinsam mit seiner Frau, der Webmeisterin Elisabeth Lindemann, in Itzehoe lebte und arbeitete.

1881 in Böhmen geboren, studierte er in Wien und Prag und ließ sich schließlich 1907 in Itzehoe nieder. Während ihm in seiner Malerei vor allem das Meer, die Küsten, die Heide- und Hügellandschaften als Motive dienten, waren es die Berge mit ihren Kristallvorkommen, die ihn zu seinen atemberaubenden Architekturutopien inspirierten. Der Idee folgend, dass künstlerische Qualität für die Ausgestaltung aller Lebensbereiche Geltung habe, entwarf Hablik zudem extravagante Raumkonzepte für zahlreiche öffentliche und private Interieurs in Norddeutschland.

Sämtliche Exponate in der Ausstellung stammen aus dem Bestand des Wenzel-Hablik-Museums in Itzehoe, dem wir herzlich für die Unterstützung bei diesem Ausstellungsvorhaben danken.
Unser Dank gilt ebenfalls der Sparkassen-Kulturstiftung Ostholstein, die diese Ausstellung finanziell gefördert hat.

Sonntag 12:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


27. November 2016

Ausstellungseröffnung
Jahresschau der Gemeinschaft Lübecker Künstler
Ausstellung 27.11.2016 – 08.01.2017

Quallen - Ute Lübbe © die Lübecker MuseenNach der Ausschreibung im Frühsommer dieses Jahres hatten sich insgesamt 95 Künstler (61 Mitglieder, 34 externe Kunstschaffende ) mit 320 Arbeiten um die Teilnahme an der Jahresschau beworben.

Die Jury entschied sich für 44 Bewerber mit insgesamt 87 Arbeiten, 35 von ihnen gehören der Lübecker Gemeinschaft an.

Bereits zum dritten Mal präsentieren die Künstler ihre Werke im Museumsquartier in den unterschiedlichsten Formen und Ausdrucksweisen.
Zu sehen sind Malerei, bildhauerische Arbeiten, Objekte, Rauminstallationen, Collagen und Fotografie. Zahlreiche Werke reflektieren die Lebenswelt der Künstler.

Die Künstlergemeinschaft feiert in diesem Jahr ihr 70jähriges Bestehen.

Jahresschaupreisträger 2016 ist der Künstler Klaus Ammann.

Begrüßung:
Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen.
Kathrin Weiher, Kultursenatorin der Hansestadt Lübeck
Ulrike Traub, 1. Vorsitzende der Gemeinschaft Lübecker Künstler

Die Ausstellung wird zusammen mit der Ausstellung Die Kunst des Selbstporträts XI – Sammlung Leonie von Rüxleben eröffnet.

Sonntag 11:30 – 13:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Str. 15, 23552 Lübeck
www.kunsthalle-st-annen.de

Foto © die Lübecker Museen


27. November 2016

Ausstellungseröffnung
Die Kunst des Selbstporträts XI –
Sammlung Leonie von Rüxleben
Ausstellung 27.11.2016 – 08.01.2017

Udo Lindenberg - Selbstbildnis, 2000 © die Lübecker MuseenIm Untergeschoss der Kunsthalle sind bis zum 8. Januar Selbstbildnisse namhafter Künstler zu sehen.

Zusammengetragen wurden sie von der 1920 in Berlin geborenen Sammlerin Leonie Freifrau von Rüxleben.
Die Getreidemaklerin aus Hamburg hatte die Kunst des Selbstportraits für sich entdeckt. Über viele Jahre wuchs so nach und nach eine außergewöhnliche Sammlung graphischer Blätter.

Bereits zum elften Mal wird eine Porträtauswahl in der Kunsthalle gezeigt, in diesem Jahr unter anderem Werke von Alfred Kubin, Walter Kunau, Max Liebermann, Udo Lindenberg, El Lissitzky, René Magritte, Gerhard Marcks und Marwan.

Dadurch sind Repräsentanten von Stilrichtungen vertreten, die vom Realismus über den Symbolismus, Konstruktivismus und Expressionismus bis zum Surrealismus und darüber hinaus reichen.

Die Schau dokumentiert anhand des Selbstporträt-Themas die eindrucksvolle Vielfalt des künstlerischen Schaffens im 20. Jahrhundert

Begrüßung:
Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen.
Kathrin Weiher, Kultursenatorin der Hansestadt Lübeck
Ulrike Traub, 1. Vorsitzende der Gemeinschaft Lübecker Künstler

Die Ausstellung wird zusammen mit der Ausstellung  Jahresschau der Gemeinschaft Lübecker Künstler eröffnet.

Sonntag 11:30 – 13:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Str. 15, 23552 Lübeck
www.kunsthalle-st-annen.de

Foto © die Lübecker Museen


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