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Ausstellungen Travemünde und S-H
Juni 2016

 

noch bis 04. Juni 2016

K O P F Z U S T Ä N D E
Michaela Berning-Tournier und Ursula Paul

Ausstellung Kopfzustände Michaela Berning-Tournier und Ursula PaulMichaela Berning-Tournier setzt Gesichter von Menschen in bildgewordene Metaphern um und lässt so eine Porträtgalerie entstehen, die amüsant und grotesk zugleich ist.

Ursula Paul zeigt eine Reihe von kleinformatigen abstrakten Brustbildern, die Empfindungen beschreiben. In diesen Kleinen Zuständen werden Gefühle sichtbar, die sich der Sprache entziehen.

Die Ausstellung kann bis zum 4. Juni 2016 nach Absprache besichtigt werden.

M. Berning-Tournier Tel. 04502 – 88 08 560 – www.berning-blockus.de 

Ursula Paul Tel. 04502 – 88 94 333 – www.ursula-paul.de

Eintritt: frei

Ort: Godewind 7, 23570 Travemünde

Flyer Einladung Kopfzustände


noch bis 05. Juni 2016

„Im Umkreis des Hochofens“
Aquarellierte Zeichnungen von Holger Jörn

Plakatbild © Holger JörnVon dem mühevollen Leben und den harten Arbeitsbedingungen zu Beginn des vorigen Jahrhunderts ist in der Werkssiedlung rund um das ehemalige Hochofenwerk in Herrenwyk heute nicht mehr viel zu spüren.

Geblieben sind die Architektur und die Parzellenaufteilung mit Gärten und Schuppen, aus denen sich die jetzigen Bewohner eine den neuen Bedürfnissen angepasste Idylle geschaffen haben.

Umgeben von Handel, Hafenumschlag und kleineren Betrieben lebt der Künstler Holger Jörn hier seit zehn Jahren.
Er hat versucht, in seinen Zeichnungen etwas von dieser Nischenpoesie einzufangen.

Seine Ausstellung Im Umkreis des Hochofens wird am Sonntag, 06. März, in den Räumen der Geschichtswerkstatt in Herrenwyk eröffnet.

Außerdem wird das neue Hochofenmodell eingeweiht.
Es wurde von der Lübecker Modellbauwerkstatt Architektur & Konstruktionsbau Hans Eberhard Grützmacher nach dem Originalbauplan von Hochofen I des Lübecker Hochofenwerkes aus dem Jahr 1906 angefertigt.
Das Modell hat den Maßstab 1:50 und besteht hauptsächlich aus Plexiglas. Der Bau des Modells wurde durch Spenden von Dr. Christian Dräger und des Gemeinnützigen Vereins Kücknitz e. V. ermöglicht.

Die Siedlung am Hochofenwerk entstand in den Jahren 1906/1907 parallel zu den Betriebseinrichtungen des Werkes. Es wurde im wahrsten Sinne des Wortes auf der grünen Wiese am Traveufer errichtet.
Um zumindest einen Großteil seiner Beschäftigten vor Ort unterbringen zu können, baute das Werk Wohnungen – je nach der Stellung in der Hierarchie des Werkes von unterschiedlicher Größe.
Die Villa des Generaldirektors entstand im Westen des Werkes, damit der hier vorherrschende Westwind den Großteil der Abgase in die andere Richtung blies.

In der vordersten Reihe der Siedlung standen die sogenannten „Beamtenwohnhäuser“; Wohnungen von 112 qm für die leitenden Angestellten. Dahinter entstanden Meisterhäuser von 90 qm und das werkseigene Kaufhaus. Noch weiter östlich entstand dann die eigentliche Arbeiterwohnkolonie mit Reihenhäusern von 55 qm.

Nach dem Konkurs des Werkes 1981 wurden die Arbeiterwohnungen einzeln verkauft. Geblieben sind
die Architektur und die Parzellenaufteilung mit Gärten und Schuppen.

Holger Jörn zeigt in der Ausstellung insgesamt 50 Aquarelle, in denen er die Architektur der Siedlung und Details aus der Umgebung festgehalten hat. Zu seiner Technik sagt er: „Die Zeichnung gibt das Bevorzugte des Augen-Blicks wieder. Ein Versuch, das Gesehene leicht und zügig, tagebuchartig zu fixieren. Dabei bevorzuge ich die Rohrfeder, weil sie mit ihrer unregelmäßigen Strichbreite und kurzen Strichfolgen nichts Routiniertes zulässt.“

Holger Jörn wurde 1946 in Göttingen geboren. Seit 1953 lebt er in Lübeck. Er hat sich autodidaktisch ausgebildet. Seit 1983 lebt er als freischaffender Künstler. Er ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Schleswig Holstein.
Neben seiner Teilnahme an Jahres- und Landesschauen des Künstlerverbandes hat er seit 1979 Einzelausstellungen in Galerien zu unterschiedlichen Themen gezeigt.

Der Künstler bietet an den Sonntagen 20.03., 17.04., 22.05. und 05.06. jeweils um 15:00 Uhr Führungen durch die Ausstellung an.

Öffnungszeiten des Museums:
freitags 14:00 – 17.00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
3 | 1,50 | 1,50 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de

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noch bis 26. Juni 2016

Melissa Gordon
Derivative Value

Flyer Melissa GordonIn ihrer Werkreihe „Blow Up Modernists“ untersucht die 1981 in Boston geborene Künstlerin Melissa Gordon Oberflächenstrukturen von Gemälden von Künstlern der Moderne, die aufgrund ihres lange zurückliegenden Entstehungszeitraumes unverkennbar einem Vergänglichkeitsprozess unterliegen.

In der Ausstellung Derivative Value in der Overbeck-Gesellschaft präsentiert sie acht Siebdruck-Arbeiten, die im Zuge von intensiven Untersuchungen über ein Gemälde von Piet Mondrian im Gemeentemuseum in Den Haag entstanden sind, und die seine fast einhundertjährige Geschichte zurückverfolgen.

In chronologischer Reihenfolge dokumentiert Melissa Gordon anhand von Katalogabbildungen des Gemäldes von den 1930er Jahren bis heute den schleichenden Auflösungsprozess der Oberfläche durch Krakelee-Bildung.

Im mittleren Raum der Overbeck-Gesellschaft hat Melissa Gordon aus Frottagen der alten Leinentapete ein neues Wanddekor geschaffen.
Diese Frottagen agieren als Dokument des Raumes und bieten gleichzeitig einen Hintergrund für eine Serie von Gemälden, die sich ebenfalls mit Urheberschaft und dem Gestus des Originären auseinandersetzen.

Unter dem Titel „Material Evidence“ werden vergrößerte Ausschnitte von zufälligen Spuren im Atelier der Künstlerin malerisch nachempfunden: Spuren von Wänden, Tischen, Böden und Paletten. Diese werden so gruppiert, dass fotografische Beziehungen untereinander zutage treten.

Begrüßung: Dieter Witasik, 1. Vorsitzender der Overbeck-Gesellschaft – Kunstverein Lübeck

Einführung: Dr. Oliver Zybok, Direktor der Overbeck-Gesellschaft – Kunstverein Lübeck

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

Im Kontext – Gespräche über Kunst
So, 22.05., 5.06. und 26.06., jeweils 16:00 Uhr

OverBlick – Workshops für Kinder und Jugendliche
Sa, 21.05. und 25. 06., jeweils 12:00 – 16:00 Uhr
telefonische Anmeldung unter 0451-74760

Art Talks – International Day
Do, 02.06., 17:00 – 19:00 Uhr
Guided tour in English

Einblicke – Über das Originäre
Mi, 15.06., 11:00 Uhr
Seminar in Kooperation mit der Seniorenakademie Lübeck
telefonische Anmeldung unter 0451-76331

Over and Above
So, 12.06., 19:30 Uhr
Eine Konzertreihe mit Neuer Musik in Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck
Eintrittskarten erhältlich unter 0451-74760

Klang im Blick – Workshop zum Thema Kunst und Musik
Sa, 18.06., 12:00 – 16:00 Uhr
telefonische Anmeldung unter 0451-74760

Extraschicht – Afterwork im Pavillon
Mi, 22.06., 20:00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di – So 11:00 – 17:00 Uhr

Ort: Overbeck-Pavillon (Zugang durch die Bürgergärten)
Overbeck-Gesellschaft – Verein von Kunstfreunden e. V.
Königstraße 11, Behnhausgarten, 23552 Lübeck
www.overbeck-gesellschaft.de

Flyer Jahresprogramm 2016 Overbeck-Gesellschaft


noch bis 03. Juli 2016

„Stadt Land Seen“
– Klaus Fußmann in Holstein

Klaus Fußmann - Raps bei Lepahn - Ostholstein-MuseumIn der Zeit vom 13. März bis 3. Juli 2016 zeigt das Ostholstein-Museum rund 65 Landschafts- und Blumenbilder des in Berlin und Gelting lebenden Malers Klaus Fußmann.

Klaus Fußmann gehört zu den bekanntesten Landschaftsmalern unserer Zeit. Seit vielen Jahren kennt er Ostholstein und ist mit der hiesigen Landschaftsmalerei der vergangenen zwei Jahrhunderte vertraut. Doch das nordöstliche Holstein hatte bisher keinen Eingang in sein eigenes künstlerisches Schaffen gefunden.

Mit Blick auf die für das Jahr 2016 in Eutin geplante Landesgartenschau entstand die Idee, hier in der Holsteinischen Schweiz erstmals zu malen und diesen Landstrich künstlerisch zu entdecken. Die Ergebnisse sind nun in dieser Ausstellung zu sehen:
Rund 50 Ölbilder, Aquarelle und Pastelle zeigen, erweitert durch eine Auswahl von Garten- und Blumenbildern des Künstlers, Klaus Fußmanns Blick auf die ostholsteinische Landschaft.

Der Künstler, der seit den siebziger Jahren die Sommermonate im schleswig-holsteinischen Gelting verbringt und von 1974 bis 2005 eine Professur an der Hochschule der Künste in Berlin innehatte, gehört zu den führenden Vertretern der zeitgenössischen deutschen Malerei.

Seine Motive setzt Klaus Fußmann in einer ganz eigenen Bildsprache um. So sind seine Ölbilder beispielsweise durch einen stark pastosen Farbauftrag gekennzeichnet, der seinen Leinwandbildern nicht nur räumliche Tiefe, sondern auch eine besondere Dynamik verleiht, während seine Aquarelle und Pastelle von einer stimmungshaften Flächigkeit geprägt sind.

Klaus Fußmann malte in den vergangenen zwei Jahren direkt vor Ort Schlösser und Herrenhäuser auf dem Lande, Seen, Felder, Knicks und Strandlandschaften der Region. Seine Motive fand er dabei vornehmlich in der Gegend von Plön und Eutin, aquarellierte aber auch in Grömitz, Heiligenhafen, Cismar, Nüchel, Selent und vielen anderen Orten der Region.

Zu diesen rund 50 Landschaftsbildern stellen die Garten- und Blumenbilder von Klaus Fußmann eine reizvolle Ergänzung in der Ausstellung dar. Alle Gartenmotive sind in Schleswig-Holstein entstanden, und auch sie zeigen, wie intensiv der Künstler die Natur erlebt. Sie lenken den Blick des Betrachters vom Großen auf das Kleine und runden das landschaftliche Erleben und die Sicht Klaus Fußmanns auf die Natur eindrucksvoll ab.

Die Werke des Malers werden in der Ausstellung gemeinsam mit Texten zur holsteinischen Landschaft aus vergangener und heutiger Zeit präsentiert. Sie zeigen – gerade auch im Zusammenspiel mit der zeitgenössischen Malerei –, wie sehr sich der Blick auf die Landschaft Ostholsteins und der angrenzenden Umgebung gewandelt hat und wie verschieden diese durch die Jahrzehnte hindurch gesehen wurde.

Begleitend zur Ausstellung erscheint das Buch „Stadt Land Seen“ – Klaus Fußmann in Holstein, Edition Eichthal, Eckernförde (10,00 €).

Öffnungszeiten des Museums:
11. März bis 27. April:
Dienstag bis Freitag: 11:00 – 17:00 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag: 10:00 – 17:30 Uhr

28. April bis 3. Oktober:
Montag bis Donnerstag: 11:00 – 18:00 Uhr
Freitag bis Sonntag/Feiertag: 11:00 – 19:00 Uhr

Eintritt: 8,00 €, ermäßigt 4,00 €

Gegen Vorlage einer Dauerkarte oder eines regulären Erwachsenentickets der Landesgartenschau Eutin gewähren wir vom 11. März bis 3. Oktober 2016 vergünstigten Eintritt ins Museum.
Ein in jenem Zeitraum erworbenes Museumsticket (für Erwachsene) berechtigt gegen Vorlage zum ermäßigten Eintritt in die Landesgartenschau. Besucher erhalten dafür von uns einen Wertbon.

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis 15. Juli 2016

Gabriele Kasten und Renate Straatmann

Die Galerie Wilhelminenhaus in Kiel zeigt in ihrer kommenden Ausstellung Werke der norddeutschen Malerinnen Gabriele Kasten und Renate Straatmann.

Gabriele Kasten - AfrikanerDie in Grömitz arbeitende Malerin und studierte Modedesignerin Gabriele Kastenzeigt in ihren beeindruckenden, sehr naturalistisch geformten Landschaften und den stark an Trompe-l’œil orientierten Stillleben im Stile des Quodlibet, die unterschiedlichsten Facetten ihrer Kunst.

Kasten zeigt zudem ausgewählte Werke ihrer Porträtserie „Lebensfurchen“, in denen sie ganz bewusst das Einschreiben unterschiedlicher Lebensumstände in die Gesichter der Porträtierten möglichst realitätsnah darstellt. Jedoch zeigt die Malerin nicht ausschließlich in Öl gefasste Werke, sondern auch Bilder aus ihrem Porträtzyklus „Menschen“, die in einer Mischtechnik aus Öl und Fineliner entstanden sind.

Das Besondere ihrer Malerei sind nicht nur die authentischen, naturalistischen und emotionsgeladenen Darstellungen nördlicher Landschaften, sondern auch der pointierte und sensible Umgang mit der dargestellten Oberfläche, sowie ein sanfter Einsatz der ausgewählten Farben. Dabei ist es sicherlich ihrem Modedesignstudium geschuldet, dass sie einen Faltenwurf malt, der durch seine Genauigkeit besticht.

Renate Straatmann - EggumDie Bad Schwartauer Malerin Renate Straatmann zeigt in ihren Werken hingegen zumeist abstrakte Darstellungen der von ihr wahrgenommenen Natur und Begegnungen. Jedoch wird in jedem ihrer abstrakten Arbeiten die Verbindung zum Realen deutlich. Die Künstlerin zeigt damit eine spannungsreiche Interaktion von dem Gesehenen und tatsächlich Gemalten, von haptisch Erfahrbarem und emotional Berührtem.

Die größtenteils in Mischtechnik gespachtelten und gepinselten Arbeiten verbinden dabei oft architektonisch-technische Details mit einer beeindruckenden, gewaltigen Farbführung.  Die Malerin arbeitet herausstechende Details eines Bildes so in dessen Untergrund ein, dass keines der dargestellten Elemente hervorzustechen vermag.

Straatmanns Werke zeigen damit einen in sich schlüssigen und zu keiner Zeit hierarchischen Bildaufbau, der dem Betrachter erst beim genaueren Hinsehen in seiner ganzen Bandbreite gewahr wird. Besonders die grob gespachtelten Werke der Künstlerin offenbaren bei jedem Hinsehen neue Details, die das Gesamtbild nacheinander komplettieren.

Die Künstlerinnen Gabriele Kasten und Renate Straatmann zeigen in den beiden Etagen des Wilhelminenhauses Kiel, wie gut sich ihre Werke gerade durch deren Gegensätzlichkeit ergänzen.

Öffnungszeiten der Galerie:
Montag – Donnerstag: 09:00 – 18:00 Uhr
Freitag: 09:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Galerie Wilhelminenhaus, Wilhelminenstraße 43, 24103 Kiel
www.galerie-wilhelminenhaus.de

Gabriele Kasten – www.onlinemalerei.de

Renate Straatmann – www.renate-straatmann.de


noch bis 29. Juli 2016

Bilderausstellung von Malschülern
der Malschule Lilo Müller

Lilo MüllerLilo Müller
1940 in Potsdam geboren, studiert sie in Düsseldorf Design.
Sie ist Schülerin von Otto Piene, deutscher Maler des Lichts und Skyart.
1992 gründet Lilo Müller die Malschule in der Galerie „Keller 12“ in Eutin.

Sie hat seit Jahren mit Erfolg Malbegeisterten den Weg zu eigenständiger Kunst gewiesen.
In Kursen werden die Techniken Acrylmalerei Anfängern wie Fortgeschrittenen nahegebracht.
Die leichte Handhabe der Acrylfarbe und die Verbindung verschiedener Techniken macht nach Auffassung der Malerin eine große Bandbreite von Ausdrucksformen möglich.
Der Malakt wird zu einem lebendigen Prozess. Dabei entsteht eine Malerei, die dynamisch und expressiv Farben, Formen und Materialien zu Kompositionen in sich vereint.

Lilo Müller bietet in ihrem Atelier Samstagskurse von 10.00 – 17.00 Uhr an. Es sind Kurse in denen das Experimentieren groß geschrieben wird.

Die Wochenendkurse am Klingberg Samstag und Sonntag von 09.00 – 17.00 Uhr sind Kurse für das große Format.

In beiden Kursen arbeiten Anfänger und Fortgeschrittene gemeinsam.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass beide Seiten davon profitieren.

Öffnungszeiten: täglich 09:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Asklepios Klinik am Kurpark Bad Schwartau, Am Kurpark 6 – 12, 23611 Bad Schwartau

www.lilo-mueller.de


noch bis 01. August 2016

A. Paul Weber:
Glasgemälde und Glasgemäldeentwürfe

Glasfenster - A. Paul Weber-Museum RatzeburgDas A. Paul Weber-Museum in Ratzeburg zeigt vom 1. März bis zum 1. August eine neue Sonderausstellung mit Glasgemälden und Glasgemäldeentwürfen von A. Paul Weber.

Glasgemälde hatten ihre Blütezeit in der Gotik und im satirisch-kritischen Graphikwerk von A. Paul Weber würden nur Wenige eine solch umfangreiche Beschäftigung mit diesem Thema vermuten.
Tatsächlich hat Weber aber über 130 Entwürfe für Glasgemälde geschaffen, von denen mehr als 30 ausgeführt wurden und mindestens 20 sogar noch in ausgeführter Form erhalten geblieben sind, wie etwa jene aus dem Haus von Emil Stramke, welche die Weber-Gesellschaft vor kurzem für das Museum erwerben konnte.

Weitere Werke entstanden für Apotheken, Bauernhöfe, Gaststuben, Modehäuser und Hotelbars sowie für unterschiedliche private Auftraggeber.

Die motivische Bandbreite ist sehenswert und reicht von satirischen Darstellungen über Motive aus dem ländlichen Leben bis hin zu politischen Inhalten.

Der Hamburger Großkaufmann Alfred Toepfer beschäftigte Weber in den 30er Jahren als künstlerischen Gestalter, u. a. für seine Höfe (Kalkhorst, Siggen, Thansen, Brümmerhof). Auf dem Glasfenster „Deutsche Mutter Grenzen überschauend“ in Kalkhorst (Mecklenburg) sind die deutschen Landschaften von der Küste bis zu den Alpen dargestellt, was auf den politischen Aspekt der „Grenzlandarbeit“ Toepfers hinweist, welche dieser etwa durch die Stiftung von Jugendherbergen in grenznahen Gebieten betrieben hat.

Für den ländlichen Raum entstanden in der zweiten Hälfte der 30er Jahre zahlreiche Glasfensterentwürfe für die Möbeltischlerei Anton Hestermann in Wietzendorf – vielleicht für die Ausstattung eines Saales oder Stube in einer Gaststätte. Wie ein Stempel belegt, lagen sie der Glasmalereiwerkstätte John Nickelsen, Hamburg zur Ausführung vor. Die Arbeit war Weber so wichtig, dass er acht Motive davon 1944 im Deutschen Volkskalender Nordschleswig veröffentlichte.

Wahrscheinlich für das „Haus der Mode“ in Hamburg waren zahlreiche Entwürfe mit einer Art Zyklus „Historie der Mode“ gedacht. Die Herstellung und Verarbeitung von Stoff war auch Thema etlicher anderer Entwürfe. Ob alle für denselben Auftraggeber entstanden, wissen wir nicht.

Für seinen langjährigen Heilpraktiker Emil Stramke schuf Weber 1961 drei satirische Glasgemälde mit Patienten in der „Betreuung“ durch Schulmediziner (die Fenster waren in Stramkes Wohnung in Überlingen eingebaut), sowie ein zweiteiliges mit einem Urinbeschauer und einige dekorative Fenster mit homöopathischen Elementen.

Für Gerhard Willrich hatte Weber schon 1939 die gesamte Ausstattung von dessen Göttinger Löwen-Apotheke entworfen, u. a. die Ladentür: Die auf eine dicke Glasscheibe gemalte mittelalterliche Figur warb für das „Homöopathische Kabinett“, welches das erste seiner Art in Norddeutschland gewesen war (im Weber-Museum zu sehen!), sowie ein sechsteiliges Fenster in Bleiverglasung, zu dem auch die kompletten Entwürfe erhalten geblieben sind.

Für den Ratzeburger Journalisten und Fotografen Hans-Jürgen Wohlfahrt schuf Weber 1974 einen Glasfensterentwurf mit einem fotografierenden Fuchs sowie zwei Entwürfe mit dem Ratzeburger Ausrufer. Einer davon wurde ausgeführt und war früher in Wohlfahrts Wohnhaus in der Seestraße eingebaut.

Weber verstand es, sogar satirische Elemente in das Medium der Glasfenster einzubringen: So trinkt Münchhausen mit einem Admiral auf dem Meeresgrund ein Gläschen Florida-Boy Orange – ein Entwurf in der ungewöhnlichen Form eines großformatigen Ölgemäldes für die Florida-Bar des Hotels Erkenhof in Kiel aus dem Jahr 1960.

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 13:00 und 14:00 – 17:00 Uhr
außer montags

Eintritt:
Erwachsene 3,- €
Schüler 1,- €
Familien (2 Erwachsene und Kinder) 6,- €

Hinweis:
Es besteht die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für beide Kreismuseen (A. Paul Weber-Museum und Kreismuseum) zu erwerben:
Kombikarte mit Kreismuseum:
Erwachsene 5,- €,
Schüler 1,50 €
Familien (2 Erwachsene und Kinder) 10,- €

Ort: A. Paul Weber-Museum, Domhof 5, 23909 Ratzeburg
www.weber-museum.de


noch bis 21. August 2016

„Monets Gärten.
Zeitgenössische Fotografien von Darren Almond, Elger Esser, Henri Foucault, Bernard Plossu, Stephen Shore“

Logo musée des impressionnismes GivernyAb dem 22. April 2016 präsentiert das Schloss Eutin als diesjährige Sonderausstellung Impressionen mit ungewöhnlichem Blickwinkel auf die Gärten Claude Monets:
Gezeigt werden zeitgenössische Fotografien von fünf internationalen Künstlern, die 2015 im musée des impressionnismes Giverny konzipiert und sehr erfolgreich vorgestellt wurden.

Aufgrund einer persönlichen Vermittlung von Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor der Hamburger Kunsthalle, konnte die Ausstellung für eine zweite und letzte Station für das Schloss Eutin gewonnen werden.

Die Fotografien von Darren Almond, Elger Esser, Henri Foucault, Bernard Plossu und Stephen Shore zeigen keine stereotypen Interpretationen der Gärten Monets, sondern eröffnen facettenreiche, zeitgenössische und originäre Sichtweisen auf dieses vermeintlich so bekannte Motiv.
Sie erforschen den Künstlergarten subjektiv, poetisch oder dokumentarisch.

Die Ausstellung wurde organisiert von Jeanne Fouchet-Nahas in Zusammenarbeit mit dem musée des impressionnismes Giverny.

Öffnungszeiten der Ausstellung: 
täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: 
Erwachsene 8,00 €
Gäste mit LGS-Ticket (Einzel- oder Dauerkarte) frei
Kinder (7 – 12 Jahre) 3,00 €
Kinder bis inkl. 6 Jahre frei
Familienkarte (2 Erwachsene und Kinder) 16,00 €
Ermäßigter Eintritt 5,00 €
(Gäste mit Eintrittskarte Ostholstein-Museum, Schüler ab 13 Jahre, Auszubildende und Studenten bis 28 Jahre, Schwerbehinderte, Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose)

Ort: Schloß Eutin, Schlossplatz 5, 23701 Eutin
www.schloss-eutin.de

www.facebook.com/SchlossEutin


noch bis 25. August 2016

Edeltraud Wörner – Impressionen

Ans Wasser! © Edeltraut WörnerNur Motive, die sie mit eigenen Augen gesehen hat, kann die Künstlerin Edeltraud Wörner auch mit Farbe auf die Leinwand bzw. aufs Papier bringen.

Gefühle, Empfindungen und Erinnerungen werden mit eingebracht und beeinflussen somit auch die Sichtweise des Betrachters. Wenn sie dies bewirkt, ist sie dankbar und zufrieden.

Zumeist sind es marime Motive, denn ihr ganzes bisheriges Leben hat Edeltraud Wörner an der Küste gelebt, die Farbe „blau“ in allen ihren Nuancen dominiert ihre Bilder.

Die Altenholzer Künstlerin zeigt die Vielfalt ihres künstlerischen Schaffens. Es sind realistische, farbstarke Werke in Acryl, Gouache und Aquarelltechnik zu sehen.

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag:
08:30 – 13:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
Mittwoch und Freitag:
08:30 – 14:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Praxis mkg-Bad Schwartau , Kieferchirurgie, Eutiner Ring 7, 23611 Bad Schwartau

www.edeltraud-woerner.de

Foto © Edeltraut Wörner


noch bis 28. August 2016

Fotografie in Lübeck 1840-1945

Holstenstrasse um 1887 © unbekanntDie Lübecker Museen verfügen über einen umfangreichen und qualitativ hochwertigen Bestand an historischen Fotografien: frühe Daguerreotypien und Salzpapieraufnahmen, Atelier- und Architekturfotografie des 19. Jahrhunderts, Kunstfotografie der 1920er Jahre,
Pressefotografie seit 1900.

Bis August präsentiert das Museum Behnhaus Drägerhaus nun die erste fundierte Ausstellung zur Geschichte der Fotografie in Lübeck.
Zu sehen sind insgesamt 450 Aufnahmen von rund 80 Fotografen und Fotografinnen. Sie zeigen
Typisches und Besonderes aus 100 Jahren Foto- und Stadtgeschichte.

Einer der renommiertesten Fotografen seiner Zeit war Joseph Wilhelm Pero, der sowohl Porträtaufnahmen als auch Architekturansichten aufgenommen hat – eine Kombination, die bei frühen Fotografen selten war. Seine Porträtaufnahme von Adolf und Betty Wehrmann aus dem Jahr 1845 ist eines von zwei Plakatmotiven der Sonderausstellung.

Mit mehreren Werken vertreten sind die Brüder Hermann und Carl Linde. Ihre Porträts und
Architekturaufnahmen werden ergänzt durch Aufnahmen aus dem familiären Umfeld. Ein Highlight der Ausstellung ist ein Foto der vier Söhne des Dr. Max Linde, um 1900 aufgenommen. Es trifft im Museum auf das berühmte Gemälde von Edvard Munch, das im Jahr 1903 entstand und eben diese vier Kinder zeigt.

Als sehr vielseitig galt Julius Appel, der über 50 Jahre als Fotograf in Lübeck tätig war. In der Ausstellung sind seine Aufnahmen besonderer geschichtlicher Ereignisse zu sehen, unter anderem Fotografien vom Beginn des Ersten Weltkriegs und von der brennenden Marienkirche im Jahr 1942.

Von Robert Mohrmann sind Teile seines bemerkenswerten Porträtwerks zu sehen. Die Sammlung der Lübecker Museen enthält 1300 Aufnahmen aus den 1910er bis 1930er Jahren. Eine so umfangreiche Dokumentation einer städtischen Gesellschaft durch einen Fotografen gilt als absolut außergewöhnlich. 30 dieser Bilder werden in der Schau präsentiert.

Insgesamt werden alle wichtigen Fotografieverfahren des 19. Jahrhunderts dokumentiert:
Daguerreotypien (1843 bis ca. 1855), Abzüge auf Salzpapier (um 1855 bis 1860), Abzüge auf Albuminpapier (um 1860 bis 1880), Abzüge auf Kollodiumpapier (um1870 bis 1900), Abzüge auf Silbergelatinepapier ab 1900.

Zu den bemerkenswertesten Ausstellungsstücken gehören bislang nie publizierte Aufnahmen von Restaurierungsarbeiten am Holstentor (1864/65) und am Lübecker Dom (1866).

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildeter Katalog (Imhof-Verlag), der für 29,95€ im
Museum erhältlich ist.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 -17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de


noch bis 18. September 2016

„Bienen – Bestäuber der Welt“

Biene © TraveMediaBienen leben in komplexen Staatsgebilden, praktizieren eine perfekte Arbeitsteilung und bauen mit geometrischer Präzision kunstvolle Waben. Wir Menschen verdanken ihnen die Blütenpracht des Sommers, sämtliches Obst, allerlei Gemüse, und manche süße Köstlichkeit.

Highlight der Schau sind Fotos der renommierten Tierfotografen Heidi und Hans-Jürgen Koch.
Das Fotografen-Paar gehört international zu den besten Tierfotografen.
Für ihre Aufnahmen haben Heidi und Hans-Jürgen Koch zahlreiche Auszeichnungen erhalten (unter anderem: Art Directors Club Deutschland und Europa, World Press Photo Award, BBC Wildlife Photographer of the Year, Deutscher Preis für Wissenschaftsfotografie).
Ihre Bilder zeichnen sich durch ungewöhnliche Blickwinkel, Witz und Perfektion aus. Bei der gestrigen Ausstellungseröffnung waren die Fotografen anwesend und stellten ihre Arbeiten vor.

Die Fotos der Ausstellung sind in fünf Themen gegliedert: „Die Bestäuber“, „Die Brüter“, „Das Personal“, „Die Architekten“ und „Die Futuristen“.
Makroaufnahmen zeigen Details der Entwicklungsstadien der Bienenlarven, der Puppen und beim Schlupf. Arbeiterinnen, Königin und Drohnen werden aus nächster Nähe vorgestellt. Thematisiert wird auch der Bau der Waben mit ihren charakteristischen sechseckigen Zellen. Für die exakte Geometrie nutzen die Bienen die physikalischen Eigenschaften ihres Baumaterials Wachs.
Zudem werden Bilder aus der modernen Bienen-Forschung zu Verhalten, Physiologie und Genetik gezeigt. Angesprochen wird auch die immense Bedeutung der Bienen für den Erhalt der Biodiversität, also den Erhalt der Fülle an Pflanzen, Tieren und ihrer Lebensräume sowie ihre Bedeutung für die Bestäubung unserer Nutzpflanzen.

Das Museum für Natur und Umwelt hat die Schau darüber hinaus um zahlreiche Objekte bereichert.
Der Gemeinnützige Imkerverein Lübeck von 1884 e.V  präsentiert Spannendes und Wissenswertes rund um Honigbienen und den neuen Trend Stadtimkerei.
Illustrationen der Grafikerin Iris Kinzelbach zeigen das Leben der Honigbienen auf amüsante und ungewohnte Weise und regen zum Schmunzeln an.

Ganz zentral in der Ausstellung ist das lebende Bienenvolk im „Gläsernen Bienenstock“ des Museums. Die Bienen können bei allen Tätigkeiten beobachtet werden. Es gibt Gelegenheit, die Bienensprache zu entschlüsseln und zu verstehen.

Auch der bunte Museums-Bienengarten ist Teil der Ausstellung. Hier gibt es  z.B. ein großes Wildbienenhaus, das heimischen Arten Nistmöglichkeiten bietet.

Die Ausstellung Bienen – Bestäuber der Welt mit dem Bienengarten des Museums ist übrigens Bestandteil von Lübecks Bewerbung zur „Bienenfreundlichsten Kommune“.

Öffnungszeiten:
Di – Fr  09:00 – 17:00 Uhr und  Sa – So 10:00 – 17:00 Uhr
montags geschlossen

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
6 | 3 | 2 €

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

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noch bis 18. September 2016

„Wildnis in Schleswig-Holstein“
Fotoausstellung von Dr. Henning Thiessen

Ausstellung "Wildnis in Schleswig-Holstein"Am Donnerstag 05. Mai 2016 wurde die Ausstellung „Wildnis in Schleswig-Holstein“ im Rahmen des Museumsfestes des Schleswig-Holsteinischen Eiszeitmuseum eröffnet.

Öffnungszeiten des Museums:
Mai – September:
Montag – Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 4 €, Kinder 2 €

Ort: Schleswig-Holsteinisches Eiszeitmuseum, Nienthal 7, 24321 Lütjenburg
www.eiszeitmuseum.de


noch bis 01. Oktober 2016

Phantastische Gärten

Midworld © Thomas Thiemeyer – www.thiemeyer.deBibliotheken sind „wohlangelegte Gärten, wo uns bei jedem Schritte neu Blumen aufsprießen“ – dies hatte schon vor 250 Jahren der Pädagoge Johann Christoph Stockhausen erkannt.

Dass auch die Eutiner Bibliotheken sich mit Elan am Kulturprogramm der Landesgartenschau beteiligen, sollte daher niemand wundern.

In der Zeit vom 27. April bis zum 1. Okober werden im Seminarraum der Landesbibliothek Bücher, Plakate und Filmausschnitte gezeigt, die die Darstellung von Natur und Gärten in der Science Fiction zum Thema haben.

Es handelt sich um eine Ausstellung der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover, die dort schon 2013 mit großem Erfolg gezeigt wurde. Konzipiert haben sie die Science Fiction-Experten Georg Ruppelt und Ulrich Blode, die auch für den in der Reihe „Lesesaal“ erschienenen kleinen Ausstellungskatalog verantwortlich zeichnen.

Öffnungszeiten: 

Montag geschlossen
Dienstag 09:30 – 18:00 Uhr
Mittwoch 09:30 – 13:00 Uhr
Donnerstag 09:30 – 19:00 Uhr
Freitag 09:30 – 18:00 Uhr
Samstag 09:30 – 13:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schloßplatz 2 und 4, 23701 Eutin

Veranstalter: Eutiner Landesbibliothek und Freunde der Eutiner Landesbibliothek
www.lb-eutin.de

Foto © Thomas Thiemeyer – www.thiemeyer.de


noch bis 20. Oktober 2016

Don’t fence me in – Frühe Bilder von Günter Grass

Günter Grass 1951 in Italien © Akademie der Künste, Sammlung Maria Rama, BerlinIm Jahr 1948 begann Günter Grass ein Studium der Bildhauerei und Grafik an der Kunstakademie Düsseldorf.

Tiefere Einblicke in diese Lebensphase waren bisher unmöglich, denn die meisten damals von Grass geschaffenen Arbeiten galten als verschollen.

Die neue Sonderausstellung  Don’t fence me in – Frühe Bilder von Günter Grass im Günter Grass-Haus in Lübeck zeigt nun erstmals Werke, die 2013 durch Zufall entdeckt wurden.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo – So 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
www.grass-haus.de

www.facebook.com/grasshaus

Foto © Akademie der Künste, Sammlung Maria Rama, Berlin


01. – 30. Juni 2016

Sonderausstellung
Emil Ackert (1878 – 1946)

August Emil Ackert - SchuleDas Kreismuseum Herzogtum Lauenburg in Ratzeburg zeigt in der Zeit vom 1. Juni bis zum 30. Juni eine neue Sonderausstellung mit Werken des Ratzeburgers Emil Ackert.

August Emil Ackert war Lehrer an der Lauenburgischen Gelehrtenschule in Ratzeburg, als diese sich noch im heutigen Rathaus befand.

Das Kreismuseum verwahrt seinen gesamten künstlerischen Nachlass von 140 Werken: Ölskizzen, Bleistiftzeichnungen, Holzschnitte, Radierungen, Linolschnitte, Kupferstiche, Scherenschnitte, Kreidezeichnungen, Aquarelle und Gouachen – er beherrschte alle Techniken virtuos.

Neben qualitätvollen Stillleben mit wunderbar subtiler Farbgebung und eindringlich-naturalistischen, weißgehöhten Porträt-Studien auf blauen Papieren, die in der Ausstellung mit einer umfangreichen Serie von 21 bäuerlichen Charakter-Köpfen aus dem Umland vertreten sind, hat Ackert auch viele Ansichten von Ratzeburg gestaltet.

Von gelegentlichen Versuchen mit der Stilrichtung des Symbolismus zeichnete und malte er in der traditionellen, akademischen Art des späten 19. Jahrhunderts – die modernen Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts hat er nie mitgemacht.

Die künstlerische Qualität seiner Werke ist oft sehr beeindruckend und steht im Gegensatz zu dem Wenigen, was wir über ihn wissen:
Der in Velbert geborene Rheinländer, der seinen rheinische Dialekt auch im Lauenburgischen beibehielt, unterrichtete von 1907-1945 Zeichnen, Kunsterziehung und Kunstgeschichte in allen neun Klassen an der Lauenburgischen Gelehrtenschule.
Er galt als originell und freundlich, aber auch launisch. Er wurde als klein und rundlich, mit Stirnglatze und schütterem Haar, Künstlerhut und kleiner, runder Brille sowie einem buschigem Schnurrbart beschrieben und ehemalige Schüler konstatierten ihm eine Ähnlichkeit mit Lehrer „Bömmel“ aus der Feuerzangenbowle.

Öffnungszeiten:
täglich, außer montags, von 10:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 3,00 €, Schüler: 1,00 €, Familienkarte (2 Erwachsene und Kinder): 6,00 €

Es besteht die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für beide Kreismuseen (Kreismuseum und A. Paul Weber-Museum) zu erwerben:
Kombikarten:
Erwachsene: 5,00 €, Schüler: 1,50 €, Familienkarte (2 Erwachsene und Kinder): 10,00 €

Ort: Kreismuseum Herzogtum Lauenburg, Domhof 12, 23909 Ratzeburg
www.kmrz.de


05. Juni 2016

Vernissage
Pinocchio und seine Brüder
Ein widerspenstiges Stück Holz wird lebendig.
Ausstellung 05.06. – 04.09.2016

Pinocchio © Olaf MalzahnDie Ausstellung Pinocchio und seine Brüder setzt mit internationalen Leihgaben die Serie der erfolgreichen Sonderausstellungen am TheaterFigurenMuseum Lübeck fort.

Das widerspenstige Stück Holz wird lebendig – Carlo Collodi gestaltete in seinem Roman „Pinocchio“ den Ursprung des Figurentheaters: die Erschaffung und Verlebendigung der Puppe.

Die Ausstellung zeigt Pinocchio als Romanfigur, als Marionette und Handpuppe sowie als Held von Trickfilmen.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Werk des DDR-Puppenspielers Carl Schröder, der sich intensiv mit Pinocchio auseinandersetzte und auch einen DEFA-Film drehte. Schröders Figuren (aus den Sammlungen Dresden und Bad Kreuznach) sowie Ausschnitte des Films werden zu sehen sein.

Collodis Roman inspirierte den russischen Schriftsteller Alexej Tolstoj zu der Geschichte „Das goldene Schlüsselchen“.  In Russland gibt es deshalb einen „eigenen“ Pinocchio namens Burattino. Die Verfilmung mit Figuren des berühmten sowjetischen Filmregisseurs Alexander Ptuschko wird in der Ausstellung präsentiert. Die einzigen vier noch erhaltenen Figuren des Films kommen aus Moskau (Museum Sergej Obraszow) als Leihgaben nach Lübeck.

Daneben zeigen wir Ausschnitte aus der Pinocchio-Serie der japanischen Studios Nippon Animation von 1976.

Die Figur des Pinocchio leitet sich aus der Tradition der frechen Figuren im Theater her: in Italien ist es Pulcinella, in Frankreich Polichinelle/Guignol, in Deutschland der Kasper, in England Mr. Punch. Diese Vorläufer sind in der Dauerausstellung zu sehen.

Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Programm für Familien mit Kindern begleitet.

Im Anschluss an die Vernissage gibt es im benachbarten Figurentheater um 15 Uhr das Stück „Ristorante Pinocchio“. Kartenreservierung für das Theaterstück bitte unter 0451 70060.

Sonntag 11:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: TheaterFigurenMuseum Lübeck, Kolk 14, 23552 Lübeck
Tel. 0451-78626, Fax 0451-78436
www.theaterfigurenmuseum.de

www.facebook.com/theaterfigurenmuseum

www.twitter.com/TFM_Luebeck

Flyer TheaterFigurenMuseum (pdf)

Foto © Olaf Malzahn


05. Juni 2016

Eröffnung der Sonderausstellung
Aklama – Hilfsgeister der Ewe und Dangme
aus der Studiensammlung Horst Antes
Ausstellung 05.06. – 04.09.2016

Hilfsgeister Ghana Sammlung Antes © Rémi BazanDer Künstler Horst Antes ist ein leidenschaftlicher Sammler.

Nach der berühmten Katsinam-Sammlung, die im Jahr 2000 in der Völkerkundesammlung in Lübeck gezeigt wurde, ist ab dem 05. Juni unter dem Ausstellungstitel Aklama – Hilfsgeister der Ewe und Dangme seine weltweit umfangreichste Aklama-Sammlung im St. Annen-Museum zu sehen.
Es handelt sich dabei um handgroße, holzgeschnitzte Figuren und Tiere, die den im südöstlichen Ghana lebenden Ethnien Ewe und Dangme als Hilfsgeister dienen.

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, 5. Juni, wird neben Dr. Brigitte Templin, Leiterin der Völkerkundesammlung, der Lyriker und langjährige Freund des Künstlers, Prof. Dr. Joachim Sartorius, in der Hansestadt erwartet.

Der Abend wird musikalisch begleitet von Seorim Lee und Terumi Oishibashi, Studierende der Musikhochschule Lübeck.

Sonntag 17:00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di – So 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: St. Annen-Museum/Museumsquartier, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.museumsquartier-st-annen.de


10. Juni 2016

Eröffnung
Kunst im Dialog
Ausstellung 10.6. – 28.8.2016

Museum Behnhaus Drägerhaus in LübeckZeitgenössische Kunst trifft auf Werke des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne:
Die neue Sonderausstellung Kunst im Dialog, die ab 10. Juni im Museum Behnhaus Drägerhaus in Lübeck zu sehen ist, zeigt Arbeiten von Mitgliedern der Gemeinschaft Lübecker Künstler, die seit über 70 Jahren Maler, Fotografen, Bildhauer und Objektkünstler vereint.

Präsentiert werden 15 Kunstwerke, die sich auf Exponate des Museums beziehen und neue Perspektiven eröffnen, Kunst wahrzunehmen und in einen Dialog zu kommen.

Die Ausstellung wird Arbeiten folgender Künstler zeigen:
Eva Ammermann, Claudia Bormann, Christian Egelhaaf, Sabine Egelhaaf, Barbara Engel, Janine Gerber, Angela Hartig, Stephan Jäschke, Germa Ohlhaver, Stephan Schlippe, Angela Siegmund, Gesche Stiebeling, Siobhan Tarr, Vivien Thiessen und Matthias Wichert.

Die Ausstellung wird am Freitag, 10. Juni, um 19 Uhr im Museum Behnhaus Drägerhaus durch Museumsleiter Dr. Alexander Bastek und Ulrike Traub von der Gemeinschaft Lübecker Künstler eröffnet.

Der Abend wird musikalisch mit Harfe, Gesang und Percussion begleitet.

Freitag 19:00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di – So 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de


11. Juni 2016

Ausstellungseröffnung
Bernstein
Die Vielfalt eines fossilen Harzes
Ausstellung 11.06. – 11. 09.2016

Plakat Bernstein-Ausstellung im Schleswig-Holsteinisches Eiszeitmuseum in LütjenburgVor rund 45 Mio. Jahren bedeckte vermutlich ein riesiger Wald das Gebiet, in dem sich heute Skandinavien befindet.

Aus diesem sogenannten „Bernsteinwald“ stammen die Bernsteine, die wir heute – mit etwas Glück – an unseren Stränden finden.

Entdecken Sie die verschiedenen Farb- und Formvarianten des baltischen Bernsteins, sowie spannende Stücke ausgewählter Fundorte weltweit.

In manchen, besonderen Stücken befinden sich sogar Insekten oder Pflanzenteile, die sich im klebrigen Harz verfangen haben und uns somit einen kleinen Einblick in das Leben von vor vielen Millionen Jahren gewähren.

Neben dem Bernstein in seiner Naturform werden auch besondere Schnitzereien, Schmuck und andere Verarbeitungsmöglichkeiten des Bernsteins ausgestellt, zu denen interessante historische Hintergründe erläutert werden.

Samstag 11:00 – 13:00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei
andere Tage Museumseintritt:
Erwachsene 4 €, Kinder 2 €

Ort: Schleswig-Holsteinisches Eiszeitmuseum, Nienthal 7, 24321 Lütjenburg
www.eiszeitmuseum.de


11. Juni 2016

Vernissage
„Fremde Heimat. Die Manns, das Exil und die deutsche Kultur“
Ausstellung 12.06.2016 bis 08.01.2017

Buddenbrookhaus in LübeckDie Sonderausstellung „Fremde Heimat. Flucht und Exil der Familie Mann“, die ab 12. Juni im Buddenbrookhaus in Lübeck zu sehen ist, geht der Frage nach, was die Flucht aus Deutschland für die Mitglieder der Familie Mann bedeutete.

Sie wird am Samstag, 11. Juni, um 18 Uhr im Audienzsaal des Lübecker Rathauses durch Stefan Schmidt, Beauftragter des Landes Schleswig-Holstein für Flüchtlingsfragen, eröffnet.

Nach einer thematischen Einführung durch Dr. Birte Lipinski, Leiterin des Buddenbrookhauses, und Kuratorin Anna-Lena Markus wird der Abend mit einer Lesung der Schriftsteller Najet Adouani und Erik Arellana Bautista vom Writers-in-Exile-Programm des PEN-Club (Poets, Essayists, Novelists-Club) und durch Musiker der Tontalente von FLOW musikalisch begleitet.

Anschließend gibt es die Möglichkeit, die Sonderausstellung im Buddenbrookhaus zu besuchen.

Samstag 18:00 Uhr

Eintritt: 7 €, ermäßigt 3,50 €

Ort:
Audienzsaal Lübecker Rathauses, Breite Str. 62, 23552 Lübeck
Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, 23552 Lübeck
www.buddenbrookhaus.de


19. Juni 2016

Ausstellungseröffnung
Atif Gülücü – „Literarische Blumenwiese“
Ausstellung 19.06. – 28.08.2016

Atif Gülücü - Literarische Blumenwiese © Bernd Perlbach2016 ist das Jahr der Landesgartenschau in Eutin – ein schöner Anlass für das Ostholstein-Museum, als Kooperationspartner und Institution in direkter Nachbarschaft der Landesgartenschau mit ausgewählten Ausstellungen und Veranstaltungen das botanische Leitthema dieses Jahres kulturell aufzunehmen.

Die große Installation von Atif Gülücü, die erstmals hier im Museum präsentiert wird, stellt dabei eine besondere Form der „Gartenkunst“ dar …

Die Installation selbst besteht lediglich aus Styropor, Papier, Draht und getrockneten, gebrauchten Kaffeefiltern – doch das Ergebnis dieses Zusammenspiels einfachster Elemente ist überraschend und gleichzeitig faszinierend: Denn am Ende ist im gesamten Dachgeschoss auf knapp 150 qm ein „Blumenmeer“ aus rund 1.500 Draht-Filter-Blumen entstanden, das der Betrachter – einem Labyrinth gleich – durchstreifen und erleben kann.

Bereits 2008 stellte der seit den neunziger Jahren in Preetz lebende türkische Künstler Atif Gülücü eine große Installation unter dem Titel „Geburt der Idee“ im Ostholstein-Museum aus.

Wie so häufig in seinem Werk gehören auch bei der „Literarischen Blumenwiese“ Wort und Bild bzw. Wort und Objekt zusammen: Die Kaffeefilter-Blüten wecken beim Betrachter Assoziationen an das Kaffeetrinken, an ein geselliges Beisammensein, weshalb der Künstler das gesprochene Wort, aber auch die stummen Gedanken in seine Installation eingebunden hat.
Sie liegen als einzelne Worte und Satzfetzen unter den Kaffeefilterblüten – gleichsam als übrig gebliebene Zeugen vergangener Gesprächssituationen.

Der Gedanke, während der in diesem Jahr stattfindenden Landesgartenschau in Eutin nicht nur auf dem dortigen, in direkter Nachbarschaft zum Ostholstein-Museum gelegenen Gelände die Blumen- und Pflanzenwelt in all ihrer Pracht präsentiert zu wissen, sondern mit dieser Ausstellung mittels einer Adaption des Naturraumes das Draußen nach drinnen zu holen, war bei der Konzeption der Ausstellung besonders reizvoll.

Dass sie in diesem Sommer im Ostholstein-Museum in dieser Form und mit einem begleitenden Katalog zur Ausführung kommen konnte, ist nicht nur dem unermüdlichen Engagement des Künstlers zu verdanken, sondern auch vielen Förderern, die das Ausstellungsprojekt finanziell unterstützt haben: Zu nennen sind hier allen voran die Deutsch-Türkische Gesellschaft Kiel & Umgebung e. V., die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein.

Nach der Begrüßung werden Herr Sahabettin Atlý als Vorsitzender der Deutsch-Türkischen Gesellschaft zu Kiel und der Hamburger Generalkonsul der Republik Türkei, Herr Mehmet Fatih Ak, ein Grußwort sprechen.
Im Anschluss wird die Kunsthistorikerin Frau Dr. Ellen Markgraf aus Kassel in die Ausstellung einführen.

Musikalisch begleitet wird die Eröffnung von Frau Judit Simandi (Viola) und Frau Angelika Remlinger (Gesang).

Der Künstler ist bei der Eröffnung anwesend.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Sonntag 11:30 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo – Do 11:00 – 18:00 Uhr
Fr – So, feiertags 11:00 – 19:00 Uhr

Eintritt: 8,00 €, ermäßigt 4,00 €

Gegen Vorlage einer Dauerkarte oder eines regulären Erwachsenentickets der Landesgartenschau Eutin gewähren wir vom 11. März bis 3. Oktober 2016 vergünstigten Eintritt ins Museum.
Ein in jenem Zeitraum erworbenes Museumsticket (für Erwachsene) berechtigt gegen Vorlage zum ermäßigten Eintritt in die Landesgartenschau. Besucher erhalten dafür von uns einen Wertbon.

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

www.gülücü.de

Foto © Bernd Perlbach


19. Juni 2016

Ausstellungseröffnung
Sehnsuchtfels Mallorca
Fotografien von Anja Doehring – Texte von Charlotte Kerner
Ausstellung 19.06. – 18.09.2016

Mallorca © Anja DoehringMallorca: Der Deutschen liebste Insel liegt für Ostsee-Touristen und Daheimgebliebene in diesem Sommer mitten in Lübeck.

Vom 19. Juni bis zum 18. September werden in der Kunsthalle St. Annen im Museumsquartier brillante Mallorca-Aufnahmen der Fotografin Anja Doehring gezeigt.
Die Fotografien – überwiegend Schwarz-Weiß-Bilder – werden begleitet durch einen Text der Autorin Charlotte Kerner.

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Dialogs zwischen der Fotografin Anja Doehring und der Autorin Charlotte Kerner, die beide seit vielen Jahren die beliebte Ferieninsel bereisen.
Seit 2011 – mit Unterbrechungen – haben die Künstlerinnen an dem gemeinsamen Projekt gearbeitet. Entstanden sind die im Museum ausgestellten faszinierenden Bildaufnahmen und ein gleichnamiges Buch (Buchpräsentation am 5. Juli in der Kunsthalle St. Annen). Eine Textversion des Buches begleitet die Bilder in der Ausstellung.
Für den Betrachter entsteht so ein ungewöhnliches und vielschichtiges, sehr persönliches Porträt der scheinbar allzu bekannten Insel.

Zu entdecken sind neue Blicke auf die Landschaft und die Geschichte der Insel, auf Philosophie und Künste, Klöster und Architektur, auf Heilige wie Ramon Llull und auf lokale Künstler.

„Meine Fotografien sind Porträts: Sie zeigen das Gesicht einer Insel, die mich durch ihre Ausdruckskraft und Lebendigkeit, ihre Schönheit und Falten immer wieder von neuem beeindruckt“, erklärte die Fotografin Anja Doehring.

Ihr Begleitbuch zur Ausstellung versteht Charlotte Kerner als „eine Art Biografie, die die Insel begreiflicher machen soll und dabei nicht das gängige Klischee vom paradiesischen Eiland bedient“.

In Liegestühlen können sich die Besucher in die Bilder und Texte vertiefen und ihre Gedanken schweifen lassen. Außerdem liegt jede Woche neu die „Mallorca Zeitung“ aus.

Die sommerlichen Museumsgärten – Kreuzhof und Puppenhof – laden zudem bei gutem Wetter dazu ein, mitten in der Stadt erholsame Ruhe an verborgenen Orten zu genießen.

„Wir haben es bei dieser Ausstellung mit gewissen Doppelungen zu tun, nämlich der Verbindung von Wort und Bild oder umgekehrt, sowie mit zwei Lübeckerinnen und zwei Künstlerinnen“, bemerkte der Leiter der Kunsthalle St. Annen, Dr. Thorsten Rodiek und fügte hinzu: „Diese Ausstellung gewährt einen vollkommen anderen Blick auf die beliebte Insel. Die vorwiegend schwarz-weißen Aufnahmen ermöglichen ein Entdecken jenseits aller quietschbunten Postkartenklischees.“

Neben den Fotografien von Anja Doehring werden einige Bilder des Berliner Malers Albrecht Demitz präsentiert, der seit vielen Jahren sein Atelier in Pollenca auf Mallorca hat und den größten Teil des Jahres dort verbringt.

Sonntag 11:30 – 13:00 Uhr

Sonntagsführungen:
Während der Laufzeit der Ausstellung bieten Anja Doehring und / oder Charlotte Kerner immer sonntags von 12 bis 13 Uhr Führungen durch die Sonderausstellung an, am 26. Juni zusätzlich auch um 15 Uhr.
Teilnahme:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
11 | 7,50 | 6,50 €

Eintritt: 
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck

Foto © Anja Doehring


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