Sandskulpturen Ausstellung Travemünde 2019

Usedom 2017
Usedom 2017
Usedom 2017
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Usedom 2017
Usedom 2017
Usedom 2017
Usedom 2017
Usedom 2017
Usedom 2017

Eine neue Sandwelt für Travemünde

„Setzt die Segel!“ – Die Sandskulpturen Ausstellung Travemünde präsentiert „Maritime Abenteuer“

©Sebastian John
Usedom 2017

Tauchen Sie ein in eine einzigartige maritime Welt aus Sand: Vom 11. Mai bis zum 20. Oktober 2019 können Besucher täglich von 10.00 – 18.00 Uhr eine der weltweit größten überdachten Sandskulpturen Ausstellungen in Lübeck-Travemünde besuchen. Die Ausstellung befindet sich in großen Hallen auf dem Baggersand am Fischereihafen direkt neben der Travemünder Landstraße. Ein sechzig köpfiges Sandteam hat in großen Bootshallen auf 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche aus rund 10.000 Kubikmeter Spezialsand eine beeindruckende Sandwelt geschaffen. Unter dem Thema „Maritime Abenteuer“  werden rund 30 Bildszenen in über 100 Skulpturen präsentiert.

Themenschwerpunkte sind lokale und internationale Sagen und Geschichten rund um das Meer, sowie Einblicke in die griechische Mythologie und auf die Rolle des Meeres in Film und Fernsehen. Dabei darf der berüchtigte Pirat Klaus Störtebeker und seine Mannschaft natürlich nicht fehlen, ebenso wenig wie eine Horde Wikinger. Hinzu kommen Darstellungen aus der Natur wie Quallen, Kalmare, Rifffische und Seelöwen und die schaurigen Gestalten aus der Tiefe, wie ein Krake. Figuren aus der griechischen Mythologie, wie Poseidon und Neptun, tragen ihr erstes Gesicht ganz aus Sand und auf unsere kleinen Gäste warten bereits bekannte Charaktere aus Film und Fernsehen, wie Spongebob Schwammkopf, Arielle, die Meerjungfrau und der Clownfisch Nemo. Auch Jules Vernes „20.000 Meilen unter dem Meer“ und der berühmte Thriller „Das Boot“ wird in einzelnen Skulpturen dargestellt. Neben einem beeindruckenden Schiffsfrack, werden auch nautische Instrumente, Flaggen, Morsezeichnen, Seemannsknoten und die Geschichte der Ozenografie in Sand geschnitzt. Natürlich dürfen das Herz und die Seele eines Schiffes nicht fehlen, sodass eine Schiffskombüse Einblick auf das Leben an Bord gibt.

©Sebastian John
Usedom 2017

Die Skulpturen haben eine Höhe von bis zu  10 Meter und bestehen aus einem ganz besonderen Sand und Wasser. Wie ist es möglich, dass diese hohen Kunstwerke überhaupt solange stehen bleiben können? Der Sand stammt von dem Kieswerken Ohle & Lau und dabei handelt es sich um einen besonders scharfkantigen und spitz körnigen Sand mit kleinen Quarz- und Lehmanteilen. Er lässt sich gut „stapeln“ und verdichten. Als Mitte April die Boote zur See ausliefen, begann ein Aufbauteam vor Ort mit dem verdichteten der Sandmassen.  Egal, ob die Skulptur 16 Meter oder nur einen Meter hoch ist, das Prinzip ist immer dasselbe:  1.  Loser Sand wird mit einem Radlader oder Telekran in eine Holzverschalung (eine sogenannte Malle) gefüllt. In dieser wird der Sand dann durch abwechselndes Anfeuchten und Stampfen mit Rüttlern, wie man sie aus dem Straßenbau kennt, verdichtet und komprimiert. So wird eine Sandschicht nach der anderen in die Malle gefüllt und gepresst. Höhe und Breite der Mallen sind dabei beliebig variierbar. 2.  Der Zauber beginnt und die Künstler gehen ans Werk. Das „Schnitzen“ wird im englischem als „carven“ übersetzt. Die Künstler bzw. Carver müssen nun die Kunstwerke von oben nach unten herausschnitzen und dabei besonders auf Statik, Proportionen und Gewicht achten. Um die Proportionen richtig zu treffen, müssen sich die Carver noch vor dem ersten Schnitt die Skulptur in voller Größe vorstellen können. Hierzu gehört viel Erfahrung, die nur durch Übung und Training erlangt werden kann. Jeder Carver hat seine besonderen Stärken. So gelingen dem einen architektonische Bauten in höchster Perfektion, während ein anderer den Ausdruck in einem Gesicht absolut wirklichkeitstreu darstellen kann. Für die Grobarbeit werden Schaufeln verwendet, für die Details Maurerbesteck, Tonwerkzeuge, Pinsel und Strohhalme. Anschließend heißt es für die Gäste der Sandskulpturen Ausstellung Travemünde: „Herzlich willkommen! Sie dürfen nun Staunen!“.

Dass ein Sandkorn nicht dem anderen gleicht, haben wir bereits erfahren, doch welche Rolle spielt Sand eigentlich in unserem Alltag? Welche Bedeutung und Vielfalt steckt hinter dieser Ressource? Während des Rundgangs können Besucher auf Informationstafeln Antworten auf viele Fragen rund ums Korn entdecken. Hinzu kommt eine Sammlung mit über 300 Sandarten, wobei sich das Sandteam natürlich über jeden interessierten Gast und über weitere Proben freut, um die Sammlung zu erweitern.

©Sebastian John
Usedom 2017

Nach einem Rundgang gelangen die Besucher dann in eine Kinderwelt, mit einem großen Sandkasten und jeglichen Werkzeugen die man benötigt, um eine erste Sandburg mit richtigem Skulpturensand zu bauen. Weiter geht es in eine gemütliche Gastronomie mit jeder Menge Platz zum Kaffee oder Tee trinken, Kuchen essen oder Suppe löffeln. Hier können die Gäste abschalten, die letzten Eindrücke Revue passieren lassen und spannende Details zur Ausstellung bei den Mitarbeitern hinterfragen. Sobald alle wieder gestärkt sind, kann es zur zweiten oder dritten Runde in die Sandwelt gehen. Die  Gastronomie des Sandskulpturen Ausstellung Travemünde hat täglich und im Rahmen der geregelten Öffnungszeiten für Gäste der Ausstellung geöffnet. Mit der Eintrittskarte erhält zudem jeder Gast einen kleinen Rabatt auf verschiedene Kombinationen aus dem Angebot.

Die Sandskulpturen Ausstellung Travemünde ist ein Erlebnis für die gesamte Familie und ein sehenswertes Ausflugsziel für Groß und Klein!