Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein November 2026

 

Hier finden Sie Ausstellungen im November 2025 in Lübeck-Travemünde und Umgebung.

Dauerausstellung
„Vogelleben zwischen Fluss und Meer“

Ausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“ in der Naturwerkstatt Priwall © lpvIm August 2020 wurde in der Naturwerkstatt Priwall die Dauerausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“ eröffnet.

Diese erzählt von der abwechslungsreichen und faszinierenden Natur des Priwalls und der Geschichte, wie diese Halbinsel zu einem ganz besonderen Refugium für selten gewordene und gefährdete Küstenvögel wurde.

Durch verschiedene Ausstellungsobjekte, interaktive Medien und spielerische Stationen lädt sie Jung und Alt ein, die Natur des Priwalls zu entdecken und ihre gefiederten Bewohner näher kennenzulernen. Dabei darf selber ausprobiert und gerätselt werden:
Wo finde ich den besten Brutplatz für einen Kiebitz?
Und wie genau werden Vögel eigentlich gezählt?
Abgerundet wird die Ausstellung durch naturgetreue Dioramen, die die Vögel in ihren natürlichen Lebensräumen zeigen.

Die Naturwerkstatt Priwall ist ein Besucher- und Informationszentrum des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer e. V., gelegen am Rande des Naturschutzgebietes „Südlicher Priwall“. Regelmäßig starten von hier aus naturkundliche Führungen mit botanischem, vogelkundlichem oder naturhistorischem Schwerpunkt.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 10:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Naturwerkstatt Priwall, Fliegerweg 5-7, 23570 Travemünde-Priwall
Tel. 04502 9996465
www.naturwerkstatt-priwall.de

www.dummersdorfer-ufer.de

Foto © LPV (Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer)


noch bis 1. November 2026

8. Sandskulpturen-Ausstellung
„Zeitreise – Geschichte, Mythen & Kindheitsträume aus Sand“

20260411 Sandskulpturen-Ausstellung Travemünde 2026 © TraveMediaZum 8. Mal öffnet die Sandskulpturen Ausstellung am charmanten Travemünder Fischereihafen ihre Tore  auf einer Fläche von 3.500 qm.

Ein internationales Team aus 16 Ländern fertigt die bis zu 7 Meter hohen Meisterwerke aus etwa 10.000 Kubikmetern Spezialsand.

Die Sandskulpturen Ausstellung findet witterungsunabhängig in überdachten Bootshallen statt.

Der Gastronomiebereich und ein Kindersandkasten runden dieses Erlebnis für die ganze Familie ab.

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr, letzter Einlass um 17:30 Uhr

Eintritt (Tageskarte) 2026:
Erwachsene 13,50 €
Kinder (4 – 14 Jahre) 8,50 €
Rentner (65+), Schüler, Studenten, bei einer Schwerbehinderung 12,50 €
Familientickets:
2 Erwachsene und 2 Kinder (zwischen 4 -14 Jahre): 38,00 €
2 Erwachsene und 3 Kinder (zwischen 4 -14 Jahre): 40,50 €
2 Erwachsene und 4 Kinder (zwischen 4 -14 Jahre): 43,00 €
Ab einer Anzahl von 20 Personen, können wir Ihnen sehr gern Varianten mit einem Gruppenrabatt anbieten. Für weitere Informationen schreiben Sie uns bitte eine Email an moin@sandskulpturen-travemuende.de

Begleitheft: 2,00 €

Unsere Ausstellung ist mit dem Rollstuhl befahrbar.
Hunde dürfen an der Leine mit in die Ausstellung.

Ort: Bootshallen am Fischereihafen, Auf dem Baggersand 17/Travemünder Landstraße 306, 23570 Lübeck-Travemünde
Parkplatz „Am Fischereihafen“ ganz in der Nähe!

www.sandskulpturen-travemuende.de

www.facebook.com/sandskulpturentravemuende


noch bis 1. November 2026

ERNST BARLACH – KÄTHE KOLLWITZ: WAS IST DENN VATERLAND?

Ernst Barlach Museum in RatzeburgWas ist denn Vaterland?
Es ist doch nichts als der Fleck Land, auf dem man geboren ist, wo man aufgewachsen ist zwischen Vater und Mutter, wo man in die Sprache und Landschaft hereingewachsen ist. Des Menschen Vaterland – auch des von Deutschen abstammenden – kann überall in der Welt sein. Der Begriff von Ehre ist da noch gar nicht vorhanden, nur von Heimat. Ein Gefühl von Wärme und Liebe ist um das herum was man Heimat nennt.
Käthe Kollwitz, Tagebuch 1943

Im Dialog der Werke von Barlach und Kollwitz geht es um sehr aktuelle Fragen, die sie sich schon vor mehr als 100 Jahren gestellt haben:
Wie kommen wir zu einer gerechten Gesellschaft?
Wie übernehmen wir Verantwortung füreinander?
Wie schützen wir diese Erde?
Und wie vermeiden wir die Kriege, die immer wieder im Namen von Identität und Besitz geführt werden?

Beide sahen die Aufgabe ihrer Kunst darin, diese Welt aus einem tiefen humanistischen Verständnis heraus verändern zu wollen. Käthe

Kollwitz schuf eine Fülle sozialkritischer Werke. Ihr Augenmerk galt den ärmsten Menschen. Sie zeichnete sehr persönliche und individuelle Porträts. Ungewöhnlich für die damalige Zeit sind darunter viele Darstellungen von Frauen, Müttern und Kindern.

Ernst Barlach hingegen kann als Mystiker der Moderne beschrieben werden. Seine Menschenbilder tragen wenige individuelle Merkmale. Sie verkörpern universelle Zustände des Lebens, suchen den philosophischen Diskurs über die Welt, wie sie war, wie sie ist und wie sie werden kann.

Beiden künstlerischen Positionen ist die Wahrnehmung des Unerträglichen gemeinsam, die Empörung über unsere Handlungen und unsere Lebensweise als Menschen. Ihre Kunstwerke stammen aus jener Zeit, in der die Konzepte für Fortschritt und Wachstum entstanden sind, mit denen wir uns bis heute auseinandersetzen. Für uns hat ihre Kunst eine neue Relevanz: Menschlichkeit, sozialer Zusammenhalt, gerechte Teilhabe und die Regeneration unserer natürlichen Lebensgrundlagen werden definitiv entscheiden. In dieser Ausstellung greifen Vergangenheit und Zukunft ineinander als Erfahrung, die nachwirkt, und als Möglichkeit, die neu gedacht werden kann.

Bedeutet das Wort Vaterland Sicherheit und Zukunft?
Sollten wir nicht beginnen, von Mutterland zu sprechen, einem Ort der Fürsorge, der Verantwortung und der Nachhaltigkeit?

Die Ausstellung ist Teil der Konzeption Museum multimedial.
Sie wird begleitet von zahlreichen interaktiven Angeboten, Kontextfilmen und einer umfangreichen digitalen Timeline, die einladen, politische, kulturelle, werk- und lebensgeschichtliche Ereignisse zu erforschen.

Für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren bieten wir ein digitales Gaming Programm an. Für Schulklassen können Jahrgangs und Fächer spezifische Führungen und Workshops gebucht werden.

Öffnungszeiten:
donnerstags – sonntags und feiertags 11:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: 10 €
ermäßigt für Schüler, Studenten und Gruppen ab 10 Personen 8 €
Angemeldete Schulklassen 3 €
Führungen für Gruppen und Workshops für Schulklassen sind außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Gebühr pro Gruppe 120 € zzgl. zum Eintrittspreis. Telefonische Anmeldung: 04103.918291, E-Mail: kontakt@ernst-barlach.de

Ort: Ernst Barlach Museum, Barlachstraße 3, 23909 Ratzeburg
www.ernst-barlach.de


noch bis 22. November 2026

„Alfred Mahlau. Festzug 1926“

Lübeck „Haupt der Hanse“ – Alfred Mahlau 1926 © Museum Behnhaus DrägerhausAlfred Mahlaus Zeichnungen zum Lübecker Festzug 1926

Im frisch sanierten Lübecker Museum Behnhaus Drägerhaus sind ab dem 6. Juni in der Ausstellung „Alfred Mahlau. Festzug 1926“ die Aquarelle zu sehen, die der Maler und Grafiker Alfred Mahlau für den Festzug zur 700-Jahrfeier der Reichsfreiheit Lübecks im Jahr 1926 geschaffen hat.

In zahlreichen Szenen führte dieser Festzug, der sich vor exakt 100 Jahren durch die übervolle Innenstadt bewegte, Lübecks wechselvolle Vergangenheit vor Augen. Die Aquarelle sind als 16 Meter lange Rolle erhalten, die seit ihrer Schenkung durch den Künstler noch im Jahr der Feier wohl nicht mehr öffentlich präsentiert wurde.

Die Ausstellung „Alfred Mahlau. Festzug 1926“ wurde durch die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck gefördert und vom Team rund um Museumsdirektor Dr. Alexander Bastek gemeinsam mit dem Historiker Dr. Jan Zimmermann kuratiert. Sie wird im Rahmen des diesjährigen Lübecker HanseKulturFestivals eröffnet und ist Teil der Veranstaltungen, die 2026 an die Verleihung der Reichsfreiheit an die Hansestadt Lübeck vor nunmehr 800 Jahren erinnern.

Vom 3. bis zum 6. Juni 1926 feierte Lübeck 700 Jahre Reichsfreiheit. Damit wurde an die Ausstellung und Übergabe des „Reichsfreiheitsbriefs“ im Jahr 1226 durch Kaiser Friedrich II. erinnert. Diese Urkunde gilt als wesentliche Voraussetzung für Lübecks weiteren Aufstieg zum Haupt der Hanse. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten fand am Abschlusstag, dem 6. Juni 1926, ein historischer Festzug statt, bei dem anhand von zahlreichen Szenen Lübecks Geschichte eindrücklich ins Leben gerufen und Hoffnung für eine an diese bedeutsame Vergangenheit anknüpfende Zukunft geweckt werden sollte.

Den Auftrag zur Gestaltung des historischen Festzugs erhielt der aufstrebende Grafiker und Künstler Alfred Mahlau (1894 – 1967), der in Lübeck bereits für die Gestaltung des Festplakats zur „Nordischen Woche“ 1921 bekannt war. Schon damals zeichnete sich seine Arbeit durch einfache, stilisierte Darstellungen und Gebäudeformen aus, wie sie von den noch heute genutzten Logos der Firma J.G. Niederegger und der Schwartauer Werke bekannt sind, die er entwarf.

Zudem hatte er sich bereits als Bühnen- und Kostümbildner in Lübeck und Breslau einen Namen gemacht. Sein Ziel war von Anfang an nicht der Anspruch, in dem Festzug eine vermeintliche historische „Echtheit“ zu vermitteln, die ihm unzeitgemäß erschien. Viel wichtiger war ihm die zeitlose, stilisierte und künstlerisch ansprechende Darstellung der Figuren und Architekturen. Darüber hinaus war Mahlau vermutlich auch mit der praktischen Umsetzung des Festumzugs wie der Regie und der Musikauswahl betraut, was jedoch aufgrund fehlender Aufzeichnungen nicht mehr genau nachvollzogen werden kann.

Bei den Zeichnungen Mahlaus zum Festzug handelt es sich um farbige Aquarelle auf 36 Papierbögen. Beginnend mit der Überbringung des Lübecker Reichsfreiheitsbriefes 1226 über Lübecks Vergangenheit als „Haupt der Hanse“, das Zeitalter der Pest, Aufstieg und Fall des Bürgermeisters Wullenwever und die napoleonische Zeit bis hin den ersten Errungenschaften der Industrialisierung wie der Eisenbahn, dem ersten Dampfschiff und der Eröffnung des Elbe-Trave-Kanals stellen sie Lübecks Stadtgeschichte dar.

Die Zeichnungen der Rolle zeigen die Fähigkeit Mahlaus, mit wenigen, schnell gesetzten Strichen und sparsamen Farbtupfern Figuren und Bewegungen ins Bild zu setzen. Notizen und Kommentare auf der Rolle geben Aufschluss über Ergänzungen und Streichungen im fortschreitenden Planungsprozess. So fügte Mahlau beispielsweise erst nachträglich auf ausdrücklichen Wunsch des Festausschusses die für das Lübecker Stadtbild charakteristischen Gebäudesilhouetten wie die des Holstentors, des Rathauses oder des Burgtors ein.

Einige Motive, die der Künstler skizziert hatte, wurden für die Umsetzung des Festzugs gestrichen, darunter zum Beispiel der Erste Weltkrieg, dessen Darstellung die Feierlichkeiten vermutlich noch zu sehr belastet hätte. Andere Szenen des Festumzugs dagegen finden sich nicht in Mahlaus Zeichnungen, so zum Beispiel das Motiv einer Werft ganz am Ende des Festzugs.

Bis kurz vor der Feier gab es noch Änderungen, weswegen sich nur anhand von Fotos und wenigen Filmaufnahmen die tatsächlich realisierten Auftritte rekonstruieren lassen.

Für das Museum Behnhaus Drägerhaus handelt sich bei der „wiederentdeckten“ Rolle mit den Aquarellen um einen echten Glücksfund. Alfred Mahlau selbst hatte die Rolle 1926 dem Museum geschenkt, doch nach ihrer Inventarisierung durch Museumsdirektor Carl Georg Heise blieb sie unbeachtet und wurde auch in einem vor einigen Jahren erschienenen Werkverzeichnis nicht erwähnt. Dabei fügt sie sich perfekt in die Sammlung des Hauses ein, da das vielfältige Gesamtwerk dieses bedeutenden Künstlers und Grafikers schon seit den 1920er Jahren – dem „Geburtsjahrzehnt“ des Behnhauses als Museum – eine wesentliche Rolle spielt.

Das Museum Behnhaus Drägerhaus verfügt über einen großen Bestand von Mahlaus Werken, der teils durch den Lübecker Museumsdirektor Carl Georg Heise in den 1920er Jahren erworben wurde, teils als Schenkung in die Sammlung gelangte.

In einem mehrjährigen Projekt werden diese Arbeiten, darunter Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Plakate und Fotografien, mit Förderung der Firma J. G. Niederegger und der Schwartauer Werke nun erschlossen und für Forschungsprojekte und Ausstellungen nutzbar gemacht.

Katalog
Zur Ausstellung „Alfred Mahlau. Festzug 1926“ ist ein Begleitheft erschienen, das im Shop des Museums Behnhaus Drägerhaus ab sofort für 14,90 € käuflich zu erwerben ist.

Begleitprogramm
Begleitend zur Ausstellung sind jeden zweiten Donnerstag einstündige „After Work“-Rundgänge jeweils um 16:00 Uhr geplant.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 7 €
Freier Eintritt für:
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 % GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e. V. | Deutscher Museumsbund e. V. | ICOM (International Council of Museums)
Tageskarte – Lübeck Day Pass 14 €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9 – 11, 23552 Lübeck
https://museum-behnhaus-draegerhaus.de

Foto © Museum Behnhaus Drägerhaus


noch bis 8. Dezember 2026

„Munition im Meer – Das explosive Erbe“

Museum für Regionalgeschichte © Gerda PetrichDie letztjährige Sonderausstellung „Munition im Meer – Das explosive Erbe“ im Museum für Regionalgeschichte in Pönitz wurde auf Grund der großen Resonanz und Aktualität ergänzt und aktualisiert und ist nun wieder regelmäßig geöffnet. Alle Objekte und Leihgaben werden weiterhin gezeigt.

Das Regionalmuseum thematisiert mit der Sonderausstellung „Munition im Meer“ die Bergung der Munitionsaltlasten in der Ostsee, dazu gehören die Methoden, mit denen die Munition aufgespürt und kartiert wird, die Bergungskonzepte, die Gefahren, die von den rostenden Waffen für Mensch und Tier ausgehen und die Geschichte der Munitionsverklappungen.

Das ehrenamtlich arbeitende Museumsteam erhielt Informationen zum aktuellen Stand von den Wissenschaftlern und Praktikern, die an der Meeresuntersuchung, der Pilotbergung und an der Erforschung der Gefahren, die von den Altlasten ausgehen, beteiligt sind und hat diese in die Ausstellung eingearbeitet.

Die umfangreiche Begleitbroschüre zur Ausstellung, die alle Themen enthält, ist auch weiterhin für 6 € im Museum erhältlich.

Öffnungszeiten:
dienstags 15:00 – 18:00 Uhr
samstags und sonntags 14:00 – 17:00 Uhr
Besuche und Führungen für Gruppen und Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten kann man per E-Mail unter
museum@museum-scharbeutz.de vereinbaren.

Eintritt: frei

Ort: Museum für Regionalgeschichte, Lindenstraße 23, 23684 Scharbeutz/Pönitz
https://museum-scharbeutz.de/

www.facebook.com/MuseumScharbeutz

Foto © Gerda Petrich


noch bis ? 2027

„MEER ENTDECKEN“
Neue Ausstellung zeigt die faszinierende Vielfalt der Lübecker Bucht

Ausstellung „MEER ENTDECKEN“, Frank Schweikert, Joachim Nitz, Florian Doormann, Stephanie Scheel, Nils Hopp © TSNT Stine SchöningFotografien, Mikroskopaufnahmen und Geschichten aus der Region machen sichtbar, wie eng Menschen und Meeresleben miteinander verbunden sind.

Die Lübecker Bucht ist weit mehr als Wasser, Strand und Horizont: Sie ist ein vielfältiger Lebensraum, in dem winzige Organismen, Seegras, Fische und Menschen miteinander verbunden sind. Die neue Ausstellung „MEER ENTDECKEN – Die faszinierende Vielfalt vor unserer Haustür“ lädt dazu ein, diesen Lebensraum aus neuen Perspektiven kennenzulernen.

Rund 31 Fotografien der Deutschen Meeresstiftung und des Forschungsschiffs ALDEBARAN geben Einblicke in die Meeresforschung, die verborgene Welt unter Wasser und die Arbeit mit jungen Forschenden.

Ergänzt werden sie durch Fotografien von Wolfgang Köhler, der Menschen porträtiert, die sich für das Meer engagieren. Ein Schwerpunkt zeigt Schülerinnen und Schüler des bundesweiten Meereswettbewerbs „Forschen auf See“ bei ihrer Arbeit an Bord der ALDEBARAN. Die Bilder erzählen von Forschungsprojekten zu Themen wie Seegras, PFAS und Methan – und davon, wie junge Menschen wissenschaftliche Methoden unmittelbar erleben.

Mikroskopaufnahmen machen zugleich sichtbar, welche Vielfalt sich im Kleinen verbirgt: von Kieselalgen und Ruderfußkrebsen bis zu Wasserflöhen und Meeresmilben. Viele dieser Organismen sind wichtige Bestandteile mariner Nahrungsnetze. Auch die Menschen der Region und aktuelle Fragen des Meeresschutzes kommen in der Ausstellung vor.

Ein Bild zeigt einen Niendorfer Fischer, der biologische Proben aus seinem Fang an ein Forschungsteam übergibt. Die Niendorfer Erklärung greift die Zukunft der Küstenfischerei auf: Der Fischer der Zukunft kann neben seiner Rolle als Ernährer auch Wissen vermitteln, die Forschung unterstützen, Meeresdaten erheben und sich an der Pflege mariner Lebensräume beteiligen.

Der Fall des Buckelwals „Timmy“, der im März 2026 vor Niendorf strandete, erinnert daran, wie sehr Ereignisse im Meer die Menschen bewegen – und wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zwischen Behörden, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen ist.

Mit Fotografien, wissenschaftlichen Einblicken und regionalen Geschichten verbindet „MEER ENTDECKEN“ Forschung und Alltag. Die Ausstellung macht deutlich: Jeder Teil des Ökosystems zählt – und Meeresschutz ist eine gemeinsame Aufgabe.

Öffnungszeiten: täglich

Eintritt: frei

Ort: Niendorfer Hafen, Strandstraße, 23669 Niendorf/Ostsee

www.meeresstiftung.de/

www.timmendorfer-strand.de/


noch bis 10. Januar 2027

»Helme Heine – Es war einmal …«

Helme Heine „Der Butt am Haken“ © Helme Heine ArtMit der Ausstellung „Helme Heine: Es war einmal …“ widmet sich das Günter Grass-Haus einem der be deutendsten Bilderbuchkünstler unserer Zeit.

Seine Bücher wurden über 25 Millionen Mal verkauft und in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Seine Figuren – etwa der kleine Drache „Tabaluga“ oder die „Freunde“ Johnny Mauser, Franz von Hahn und der dicke Waldemar – sind weltweit bekannt.

Im vergangenen Jahr verstarb der große Schöpfer kleiner Bildwelten in seinem neuseeländischen Zuhause am Meer. Die Ausstellung ist die erste Retrospektive seit seinem Tod.

Neben Illustrationen aus seinen Klassikern — etwa die „Freunde“ aus Mullewapp oder der kleine grüne Drache Tabaluga – zeigt die Schau vor allem neuere Arbeiten von Helme Heine. Diese illustrieren mit feinem Humor zentrale gesellschaftliche Themen unserer Zeit wie Klimawandel, Migration, Geschlechtergerechtigkeit, Frieden und Demokratie.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Angebote für Kinder. Herzstück ist ein begehbares, aus Holz gefertigtes „Mullewapp“-Dorf, das die einzigartige Phantasiewelt Helme Heines räumlich erfahrbar macht und zum Entdecken, Spielen und Staunen einlädt.

Erstmals wird eine Ausstellung des Museums auf die benachbarte Kinder- und Jugendbibliothek der Stadtbibliothek Lübeck ausgeweitet, um eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen.

Zudem werden Werke präsentiert, die der Künstler eigens für das Günter Grass-Haus geschaffen hat und die auf den Literaturnobelpreisträger und Lübeck Bezug nehmen.

Ergänzt werden diese Arbeiten durch Dokumentationen des letzten, bewegenden Besuchs der Kuratoren beim Künstler im bayerischen Prutting kurz vor seinem Tod. Eine Begegnung, die die Arbeit an der Ausstellung auf besondere Weise prägte und inspirierte.

Zur Ausstellung erscheint ein farbenfroher Katalog mit Texten von Helme Heine und seiner Frau Gisela von Radowitz im Athesia Verlag.

Die Ausstellung wurde am 26. April 2026 um 15:00 Uhr im Beisein des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther, Helme Heines Sohn Christoph von Radowitz und der weltberühmten Kinderbuchautorin Cornelia Funke eröffnet.

Öffnungszeiten:
Montag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
Feiertage:
Geschlossen am : 24.12., 25.12, 31.12 und 01.01.
Geöffnet: Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, 2. Weihnachtsfeiertag

Eintritt: 9 €
Freier Eintritt für: Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. | Deutscher Museumsbund e.V. | ICOM (International Council of Museums)
Tageskarte – Lübeck Day Pass 18 €

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
https://grass-haus.de/


noch bis 24. Januar 2027

Installation
Benedikte Bjerre
„The Birds“

Benedikte Bjerre „THE_BIRDS“ InstallationsansichtFrieze © Gabriele AbbruzzesePinguine in der Kunsthalle St. Annen

Die zeitgenössische Arbeit wird parallel zur Ausstellung „Dimensionen der Freiheit. Carl-Henning Pedersen und Else Alfelt“ gezeigt.

Für die Installation füllt Bjerre den Ausstellungsraum mit Hunderten heliumgefüllter Ballons in Form von Pinguinen. Die Figuren bewegen sich frei im Raum, reagieren sensibel auf Luftströmungen und verändern fortwährend ihre Anordnung.

Die Künstlerin thematisiert mit ihrer Arbeit aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen. Die Verwendung industriell gefertigter, massenhaft produzierter Objekte verweist auf globale Produktions- und Konsumzusammenhänge und regt zum Nachdenken über den Umgang mit Natur, Ressourcen und Umwelt im Kontext von Klimawandel und ökologischen Veränderungen an.

Der Kaiserpinguin wurde erst jüngst als stark gefährdete Art eingestuft. Grund dafür ist vor allem das schwindende Meereis als Folge der menschengemachten Erderwärmung. Dies verleiht der Arbeit eine besondere Aktualität.

THE BIRDS ermöglicht einen interaktiven und sinnlichen Zugang zur Kunst: Die Besucher:innen können sich frei im Raum bewegen und die Installation aus unterschiedlichen Perspektiven erleben. Die Installation im Foyer der Kunsthalle St. Annen kann von allen Interessierten kostenfrei besucht werden und stärkt die Kunsthalle St. Annen als offenen Ort für die Stadtgesellschaft und des Austauschs zu drängenden Themen unserer Zeit.

Benedikte Bjerre (*1987) studierte nach einem Bachelor in Soziologie Bildende Kunst an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen sowie an der Städelschule in Frankfurt am Main. Sie lebt und arbeitet in Kopenhagen.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kunsthalle St. Annen, Foyer, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
https://kunsthalle-st-annen.de

Foto © Gabriele Abbruzzese


noch bis 31. Januar 2027

„Damals war alles … anders.“
Eutin in Fotografien früher und heute

Ausstellungsplakat Damals war alles ... anders. © Ostholstein-MuseumMit dieser Ausstellung widmet sich das Ostholstein-Museum einem Thema mit besonderem Lokalkolorit: Anhand einer großen Auswahl an Fotografien und Postkarten aus den Beständen des Museums werden in dieser Ausstellung Eutin und seine Umgebung im Wandel präsentiert – eine Zeitreise, die 1870 beginnt, durch vergangene Jahrzehnte führt und bei vielen Besucherinnen und Besuchern Erinnerungen wecken wird.

Denn die historischen Fotografien geleiten durch die alten Straßen und Gassen der Stadt, vorbei an längst vergessenen, verlorenen oder auch vollkommen anders gestalteten Häusern. So manches hat sich erhalten, vieles andere jedoch ist im Laufe der Jahre im Zuge von Stadtentwicklung und steter Modernisierung nachhaltig verändert worden. So entstanden in den vergangenen Jahrzehnten neue Straßenverläufe, nicht selten wurden im Innenstadtbereich Straßen umbenannt, Häuser und Ladengeschäfte wurden mit der Zeit den fortschreitenden und sich verändernden Anforderungen baulich angepasst und oder durch neue Bebauungen ersetzt. Begleitende Texte zu den alten Aufnahmen helfen dabei, die Entwicklungen nachzuvollziehen, und liefern dazu interessante Hintergrundinformationen zu Gebäuden, Straßen und Wohnvierteln.

Der Autor und Fotograf Alexander Steenbeck hat sich in den vergangenen zwei Jahren im Auftrag des Museums auf den Weg durch Eutin gemacht, um die Veränderungen in der Stadt mit der Kamera einzufangen: Er hat die auf den historischen Aufnahmen festgehaltenen Straßen und Plätze zu den gleichen Jahres- und Tageszeiten aufgesucht und für die neuen Aufnahmen den genauen Standort des damaligen Fotografen eingenommen. Die Fotografien, die auf diese Weise entstanden, werden nun in dieser Ausstellung den historischen Aufnahmen gegenübergestellt – mit nicht selten überraschendem Ergebnis…

Die Ausstellung, die unter Mitwirkung des Autors und Fotografen Alexander Steenbeck, des Büros für Eutiner Stadtgeschichte und des Stadtarchivs Eutin stattfindet, wird durch ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm begleitet. Die Termine hierzu werden in der Tagespresse und unter www.oh-museum.de bekannt gegeben.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags/feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr
Im Februar sowie am 24., 25., 31. Dezember geschlossen

Eintritt: Erwachsene 8,00 €, mit Ostseecard 6,00 €, Jugendliche (14 – 18 Jahre), Auszubildende, Studierende, Schwerbehinderte 4,00 €
mit Ostseecard 3,00 €, Jugendliche mit Museumscard bis 15. November 2026 (bis 18 Jahre) frei, Kinder unter 14 Jahre frei, Familienkarte 2 Erwachsene mit Kindern bis einschl. 17. Lebensjahr 16,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
https://museum.kreis-oh.de/


noch bis 31. Januar 2027

„Eutin zieht blank!“
Aktdarstellungen in der Kunst aus Privatbesitz

Plakat Ausstellung „Eutin zieht blank!“ – Ostholstein-MuseumNach dem enormen Erfolg des Ausstellungsprojektes „Eutin packt aus!“ in 2024 und aufgrund des großen bestehenden Interesses waren in diesem Jahr erneut die kunstsinnigen und kunstsammelnden Bürgerinnen und Bürger aus Eutin und Umgebung gefragt, um gemeinsam mit dem Museum eine außergewöhnliche Folge-Ausstellung auf den Weg zu bringen: Unter dem Titel „Eutin zieht blank!“ zeigt das Ostholstein-Museum dieses Mal Kunstwerke aus hiesigem Privatbesitz, die sich der Gattung der Aktdarstellung widmen.

Während Museen ihre Bestände regelmäßig der Öffentlichkeit präsentieren, schlummern in vielen Haushalten kleine und große Kunstwerke, die nur selten als Leihgaben in Ausstellungen gezeigt werden können und in der Tat die eine oder andere Überraschung bereithalten.

Aus diesem Grund waren in diesem Frühjahr alle Bürgerinnen und Bürger aus Eutin und Umgebung, die bereit waren, dem Museum ein oder mehrere Exponate für eine Ausstellung leihweise zur Verfügung zu stellen, eingeladen, sich mit einem Foto ihrer Kunstwerke und Informationen dazu an das Museum zu wenden.

Und der öffentliche Aufruf war ein voller Erfolg: So wurden von rund 60 Privathaushalten mehr als 270 Vorschläge eingereicht, die die klassischen Bereiche Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie und Skulptur umfassen. In der Folge wurde unter kunsthistorischen und kuratorischen Gesichtspunkten eine Auswahl von rund 90 Exponaten getroffen, die mit Werken von Lovis Corinth, Horst Janssen, Max Liebermann und vielen mehr das beeindruckende Niveau und die Vielseitigkeit der privaten Sammlungen aus Eutin und Umgebung im Bereich der Aktdarstellung widerspiegelt.

Seien Sie gespannt und freuen Sie sich auf das Ergebnis dieses außergewöhnlichen Ausstellungsprojektes!

Die Ausstellung wird durch ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm begleitet. Die Termine hierzu werden in der Tagespresse und unter www.oh-museum.de bekannt gegeben.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags/feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr
Im Februar sowie am 24., 25., 31. Dezember geschlossen

Eintritt: Erwachsene 8,00 €, mit Ostseecard 6,00 €, Jugendliche (14 – 18 Jahre), Auszubildende, Studierende, Schwerbehinderte 4,00 €
mit Ostseecard 3,00 €, Jugendliche mit Museumscard bis 15. November 2026 (bis 18 Jahre) frei, Kinder unter 14 Jahre frei, Familienkarte 2 Erwachsene mit Kindern bis einschl. 17. Lebensjahr 16,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
https://museum.kreis-oh.de/


noch bis 17. Mai 2027

DIMENSIONEN DER FREIHEIT.
Carl-Henning Pedersen und Else Alfelt

C. H. Pedersen, Der Sternenkönig mit seinen Vögeln, 1970 © VG-Bild Kunst, Carl-Henning Pedersen & Esle Alfelts Museum, Foto Ralf Søndergaard Mit Dimensionen der Freiheit widmet sich die Kunsthalle St. Annen erstmals umfassend dem Werk von Else Alfelt und Carl-Henning Pedersen, zwei zentralen Positionen der europäischen Nachkriegsmoderne und wichtigen Vertreter:innen der CoBrA-Bewegung.

Mehr als 150 Arbeiten aus vier Jahrzehnten zeichnen die Entwicklung einer Bildsprache nach, die aus Widerstand, radikaler künstlerischer Selbstermächtigung und kollektiver Kreativität hervorging. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Dimensionen der Freiheit, von der künstlerischen Praxis über das politische und gesellschaftliche Engagement bis zu spirituellen Neuerungen.

Die Begegnung von Else Alfelt und Carl-Henning Pedersen markierte den Beginn einer intensiven künstlerischen wie persönlichen Partnerschaft. Beide wandten sich früh gegen akademische Traditionen und schlossen sich den avantgardistischen Künstler:innengruppen Høst und Helhesten an, die während der deutschen Besatzung Dänemarks aktiv Stellung gegen die nationalsozialistische Ideologie bezogen und sich mit den verfemten Positionen der sogenannten „entarteten Kunst“ solidarisierten.

1948 wurden beide Künstler:innen Teil der internationalen CoBrA-Bewegung, die nach den Traumata des Zweiten Weltkriegs eine Kunst jenseits gesellschaftlicher und akademischer Zwänge vertrat. Als Gründungsmitglied beeinflusste Pedersen mit seinem gestisch-expressiven, von nordischer Mythologie, Folklore und Kinderzeichnungen geprägten Stil die Bewegung nachhaltig. Alfelt hingegen blieb ihrer eigenen Bild- und Formensprache treu. Ihre Arbeiten übersetzen Natur, Spiritualität und kosmische Vorstellungen in reduzierte und kristalline Bildräume aus Bergen, Monden und Sonnen, die sich bewusst von der Ästhetik von CoBrA unterschieden.

Über Jahrzehnte trat Alfelts Werk hinter dem ihrer männlichen Kollegen zurück. Wiederkehrende sexistische Zuschreibungen und strukturelle Ausgrenzung führen exemplarisch die prekäre Position von Künstlerinnen innerhalb der eigentlich progressiven und avantgardistischen Netzwerke der Nachkriegsmoderne vor Augen.

Umso bedeutender erscheint heute die künstlerische Beziehung des Paares, die von gegenseitiger Einflussnahme und Unterstützung geprägt war. Pedersen betonte wiederholt die grundlegende Rolle Alfelts für seine eigene Hinwendung zur Bildenden Kunst. Internationale Aufenthalte unter anderem in Island, Italien, Indien und Japan erweiterten ihre Motivwelten und führten zu kontinuierlichen formalen und thematischen Transformationen.

Die Ausstellung schließt mit Pedersens Spätwerk, das nach Alfelts Tod noch über drei Jahrzehnte aus dieser künstlerischen Verbindung schöpfte und sie zugleich reflektierte.

Für die Kunsthalle St. Annen besitzt die Ausstellung eine besondere sammlungshistorische und kulturpolitische Bedeutung. Mit ihren Schwerpunkten auf deutscher und skandinavischer Nachkriegskunst sowie ihrer geografischen Lage im deutsch-dänischen Grenzraum versteht sich die Präsentation zugleich als Ausdruck historischer und kultureller Verflechtung beider Länder. Damit wird die Ausstellung auch zu einem Statement für grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit, ein Gedanke, der tief im Werk beider Künstler:innen verankert ist.

Die erste großangelegte internationale Retrospektive wurde in Zusammenarbeit mit der Carl-Henning Pedersen Foundation, dem Vorsitzenden Finn Poulsen, dem ehemaligen Direktor des ARKEN Museums Christian Gether und dem Institut für Kulturaustausch entwickelt.

Begleitend entsteht ein vielschichtiges Vermittlungsprogramm, das die Ausstellung als offenen Denk- und Erfahrungsraum versteht. Mehrsprachige Rundgänge, Workshops und partizipative Formate in der Ausstellung sollen Hemmschwellen abbauen und neue Perspektiven auf Fragen von Freiheit, Kreativität und kollektiver Praxis eröffnen.

Öffnungszeiten:
Di – So 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 9,- €
Tageskarte – Lübeck Day Pass 14 €
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren und Ermäßigte frei

Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
https://kunsthalle-st-annen.de/

Foto © VG-Bild Kunst, Carl-Henning Pedersen & Esle Alfelts Museum, Foto Ralf Søndergaard


noch bis 30. Mai 2027

„Kristallmagie – Verborgener Zauber dunkler Turmaline“

Kristallmagie © Dr. Paul RustemeyerAb Freitag, den 2. Oktober 2026, lädt die neue Sonderausstellung „Kristallmagie – Verborgener Zauber dunkler Turmaline“ des Lübecker Museums für Natur und Umwelt dazu ein, in die Welt der Kristalle einzutauchen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die verborgenen Strukturen im Inneren dunkler Turmalinkristalle. Dünnschliffe und Mikrofotografien machen sichtbar, was sonst verborgen bleibt: leuchtende Farben, faszinierende Muster und komplexe Strukturen, die an Landschaften oder abstrakte Bilder erinnern. Zu sehen sind über 400 Kristalle sowie mehr als 1.000 farbenprächtig hinterleuchtete Turmalindünnschliffe und großformatige, mikrofotografisch erzeugte Kristallbilder, die den Besucher:innen ungewöhnliche Einblicke in die „Kristalllandschaften“ dieser Mineralien bieten.

Dabei verbindet die Ausstellung ästhetische Eindrücke mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie zeigt, wie Turmalinkristalle wachsen und dabei unterschiedliche Farben, Formen und Strukturen entstehen. Ein Fokus liegt auf den sogenannten dunklen Turmalinen: Diese auf den ersten Blick unscheinbaren und pechschwarzen Kristalle offenbaren farbige Strukturen im Inneren, wenn sie hauchdünn geschliffen werden.

Die verschiedenen Farbzonen sind nicht nur ästhetisch beeindruckend, sondern geben zugleich Aufschluss über die Entstehungs- und Wachstumsgeschichte der Kristalle. Die verschiedenen Prozesse, die zur Ausbildung dieser Farbstrukturen führen, werden anhand der ausgestellten Kristalle und Mikrofotografien für die Besucher:innen sichtbar gemacht.

Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist eine mehr als zwei Meter große Lichtskulptur eines Kristallmodells. Die gezeigten Objekte stammen aus unterschiedlichsten Regionen und Gebirgsgebieten der Welt – von Europa über Nord- und Südamerika bis nach Asien und Afrika, aber zugleich zeigt die Ausstellung auch Fundstücke aus verschiedenen Regionen Deutschlands.

Medien- und Mitmachstationen laden darüber hinaus dazu ein, die Ausstellungsthemen selbstständig zu erkunden und zu vertiefen.

Kuratiert wurde die Ausstellung von dem Chemiker, Mineraliensammler und -fotografen Dr. Paul Rustemeyer.

Begleitprogramm
Begleitend zur Ausstellung finden zahlreiche Veranstaltungen wie öffentliche Führungen und Vorträge statt, darunter auch Workshops, bei denen eigene Kristallscheiben hergestellt werden können. Diese sind tagesaktuell der Homepage des Museums für Natur und Umwelt zu entnehmen. Führungen sowie Workshops für Gruppen und Schulklassen können telefonisch unter 0451 122 2296 gebucht werden.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag 09:00 – 17:00 Uhr
Samstag  und Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
an Feiertagen 10:00 – 17:00 Uhr
Feiertage:
geschlossen am: 1.1., 24.12., 25.12. und 31.12.
geöffnet: Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, Reformationstag und Zweiter Weihnachtsfeiertag

Eintritt: 7 €
Freier Eintritt für: Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. | Deutscher Museumsbund e.V. | ICOM (International Council of Museums)

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
https://museum-fuer-natur-und-umwelt.de/

Infos unter https://museum-fuer-natur-und-umwelt.de/kristallmagie

Foto © Dr. Paul Rustemeyer


noch bis 06. Juni 2027

„Family Affairs. 125 Jahre Buddenbrooks“

Family Affairs – Glieder einer Kette © John GarveZum 125-jährigen Jubiläum von Thomas Manns „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ schlägt das Lübecker Buddenbrookhaus eine Brücke in die Gegenwart und fragt nach der Aktualität des Jahrhundertromans: Was hält Familien zusammen und woran zerbrechen sie? Die große Sonderausstellung „Family Affairs. 125 Jahre Buddenbrooks“ im St. Annen-Museum liest Thomas Manns Roman als überraschend aktuelle Erzählung über Herkunft, Erwartungsdruck, soziale Rollen und den Wunsch nach individueller Freiheit.

„Die Ausstellung versteht ‚Buddenbrooks‘ als zeitlose Erzählung über Familie, Erwartungen und individuelle Freiheit. Dass uns ein Roman von 1901 bis heute unmittelbar berührt, liegt an Thomas Manns präzisem Blick auf innerfamiliäre Konflikte, die Menschen grundsätzlich prägen“, sagt Dr. Caren Heuer, Direktorin des Buddenbrookhauses.

In einer innovativen Szenografie wird das Sprachkunstwerk räumlich erfahrbar und mit Fragen verbunden, die bis in die Gegenwart reichen.

Flankiert wird die Jubiläumsausstellung von einem ganzjährigen Kulturprogramm.

Thomas Mann ist erst 25 Jahre alt, als er seinen Debütroman Buddenbrooks. Verfall einer Familie 1901 veröffentlicht. Mit seinem Erstlingswerk gelang ihm ein literarischer Welterfolg, der den Grundstein für seine internationale Karriere legte. 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur gekrönt, viermal verfilmt und in über vierzig Sprachen übersetzt, gehört das Werk bis heute zu den einflussreichsten und meistgelesenen Büchern deutscher Sprache.

Spektakulärer Ankauf: Thomas Manns Briefwechsel mit Ida Boy-Ed
Zum 125. Jubiläum von Buddenbrooks ist dem Buddenbrookhaus ein besonderer Ankauf gelungen: Im September 2026 konnte ein umfangreiches Briefkonvolut mit 29 Briefen, 13 Briefkarten und 17 Postkarten von Thomas Mann an seine Lübecker Mäzenin Ida Boy-Ed erworben werden.

Das Konvolut beleuchtet eine prägende Beziehung Thomas Manns und zugleich sein schwieriges Verhältnis zu Lübeck. Bei seinem Erscheinen wurde Buddenbrooks in der Hansestadt zum Skandal. Ida Boy-Ed erkannte früh sein schriftstellerisches Talent, stand über Jahrzehnte mit dem 23 Jahre jüngeren Autor im intellektuellen Austausch und wurde für ihn zur Seismografin der Stimmung in Lübeck.

Familie zwischen Bindung und Freiheit
Die Ausstellung nähert sich dem Roman nicht als historischem Dokument, sondern stellt das zeitlose und bis heute aktuelle Konzept der Familie in den Mittelpunkt. Der über vier Generationen hinweg erzählte Niedergang der Kaufmannsfamilie Buddenbrook handelt von den Spannungen zwischen individueller Selbstverwirklichung und familiären Erwartungen, zwischen gesellschaftlicher Rolle und persönlichem Lebensentwurf.

Als konzeptioneller Fluchtpunkt dient die berühmte Formel des Konsuls Buddenbrook, der die Familie als „Glieder in einer Kette“ beschreibt. Die Ausstellung stellt die Frage: Ist diese Kette Halt und Rettung oder eine beengende Fessel? Dieses Bild wird in sechs thematische Stationen überführt, die veranschaulichen, was Familien zusammenhält bzw. welche Konflikte familiäre Bande zum Zerreißen bringen können. Dabei geht die Ausstellung vom Roman und seinen handelnden Figuren aus und möchte zugleich einen aktuellen Beitrag zur Familie als sozialer Größe leisten.

Aus unterschiedlichen Perspektiven fragt der Text nach dem Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft. Verstrickt in Traditionen und Erwartungen des Umfelds agieren die Figuren in sozialen Mustern, die ihnen kaum oder keine Handlungsfreiheit lassen. Der Mangel an persönlicher Freiheit, das eigene Leben nach eigenen Talenten und Interessen zu gestalten, führt im Roman zu Konflikten und Krisen bis hin zum Absturz.

Szenografie: Wenn Literatur zum Raum wird
Da das historische Buddenbrookhaus in der Mengstraße 4 – das als Stammsitz der Kaufmannsfamilie Mann dem Autor als Vorbild für das literarische Wohnhaus im Roman diente – wegen umfassender Baumaßnahmen derzeit geschlossen ist, findet die Jubiläumsausstellung im St. Annen-Museum statt. Gezeigt wird sie in jenen Museumsräumen, die der Lübecker Wohnkultur und Lebensart des 19. Jahrhunderts gewidmet sind. So tritt Thomas Manns literarische Welt unmittelbar in Dialog mit der realen Kulturgeschichte ihrer Entstehungszeit.

Die Ausstellungsszenografie macht Thomas Manns Buddenbrooks als Sprachkunstwerk im Raum physisch erfahrbar: Wiederkehrende Bildmotive, Textfragmente und atmosphärische Verdichtungen übertragen Thomas Manns literarische Erzählweise der Leitmotivtechnik in eine zeitgenössische Raumgestaltung.

Der niederländische Künstler Frank Ritmeester entwickelte eigens für die Ausstellung zu dem berühmten ersten Satz des Romans „Was ist das.“ eine elfteilige Grafikserie, die der Kapitelanzahl des Buches entspricht. Seine Aquarelle und Textfragmente spiegeln die inneren Bilder beim Lesen wider – von Lübecker Architektur über Landschaften bis hin zur visuellen Dekonstruktion von Absturz und Verfall.

Interaktive Module verbinden die Romanfiguren mit Fragen der Gegenwart und binden die Besucher:innen aktiv ein. Mit Tony Buddenbrook wird über Herkunft und Erbe nachgedacht, Christian Buddenbrook steht für die Suche nach Work-Life-Balance, während Thomas Buddenbrook zur Reflexion über die eigene Risikobereitschaft bei Finanzgeschäften anregt. Hanno Buddenbrook schließlich lenkt den Blick auf persönliche Erinnerungen an familiäre Rituale und Familienfeste.

Partizipative Ausstellungsmodule verbinden „Family Affairs“ mit der Stadt und der jungen Generation. Lübecker Schüler:innen überführen im Kontext des Kunstunterrichts einzelne Ausstellungsabschnitte und deren Themen in eigene Kunstwerke. Fünf dieser Installationen und Plastiken wurde ausgewählt und in die Ausstellung integriert.

Publikationen
Zur Ausstellungseröffnung am 29. Oktober erscheint bei Königshausen & Neumann der Katalog „Family Affairs. 125 Jahre Buddenbrooks“, der die Ausstellung um Beiträge aus Literatur-, Musik- und Geschichtswissenschaft erweitert. Zu den Autor:innen zählen unter anderem Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft, die Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Christiane Tewinkel, die Literaturwissenschaftlerinnen PD Dr. Irmtraud Hnilica und Dr. Veronika Schuchter sowie die Autorinnen Susanne Fritz und Marie-Louise Monrad Møller.

Mit dem Titel „Huch, alle tot? 101 Fragen und Antworten zu Buddenbrooks“ (2026 bei Vandehoek & Ruprecht) veröffentlicht das Buddenbrookhaus zudem einen ebenso kenntnisreichen wie unterhaltsamen Band zu Thomas Manns Klassiker.

Ein umfangreiches Begleitprogramm erweitert die Ausstellung um Lesungen, wissenschaftliche Debatten, Konzerte und Filmreihen.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags 10:00 – 17:00 Uhr
Feiertage:
geschlossen: 24.12. | 25.12. | 31.12. | 01.01.
geöffnet: Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, Reformationstag, 2. Weihnachtsfeiertag

Eintritt:
Tageskarte – Lübeck Day Pass 14 €
Der Lübeck Day Pass ist die Tageskarte für alle im Verbund der Lübecker Museen zusammengeschlossenen Museen. Gültig für beliebig viele Besuche am gebuchten Tag. Das Ticket ist nicht übertragbar. Der Pass gilt für folgende Museen: Buddenbrookhaus | Günter Grass-Haus | Industriemuseum Herrenwyk | Katharinenkirche | Museum Behnhaus Drägerhaus | Museum für Natur und Umwelt | Museum Holstentor | Museumsquartier St. Annen | Kunsthalle St. Annen und St. Annen-Museum | Sammlung Kulturen der Welt

Freier Eintritt
frei für folgende Personen: Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Verein der Freunde der Museen der Hansestadt Lübeck e.V. | Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. | Deutscher Museumsbund e.V. | ICOM (International Council of Museums)

Ort: St. Annen Museum, St. Annen Strasse 15, 23552 Lübeck
https://st-annen-museum.de/

https://buddenbrookhaus.de/

Foto © John Garve


noch bis 31. Oktober 2027

»Let‘s play Mittelalter:
Wie Games Geschichte erzählen«

Ausstellung EHM „Lets play Mittelalter“ 2026 © EHM/LIQUIDIn der Sonderausstellung »Let’s play Mittelalter« verwandeln sich Räume des historischen Burgklosters in eine begehbare Spielwelt, in der die Besucher:innen selbst Teil des Abenteuers werden.

Jeder Schritt führt sie tiefer in die Frage, wie Games unser Geschichtsbild prägen. Denn Games gehören heute zu den einflussreichsten Kulturformen unserer Zeit. Mittelalterliche Spielwelten und epische Fantasy-Ästhetiken prägen historische Vorstellungen. Gleichzeitig wächst das Interesse daran, wie zuverlässig, wahr oder verzerrt diese Bilder sind.

Was ist das Mittelalter? Eine Welt der Burgen, Ritter und prächtigen Bankette? Eine Zeit von Pest, Gewalt und Entbehrung? Oder ein historischer Gegenstand, den es wissenschaftlich zu betrachten gilt? Einen erheblichen Einfluss auf unsere heutigen Vorstellungen haben längst auch Computerspiele, Brettspiele und digitale Bildwelten.

Das Europäische Hansemuseum (EHM) nimmt diese Entwicklung zum Anlass für ein ungewöhnliches Ausstellungsexperiment: Ab dem 9. Oktober 2026 verwandelt sich mit »Let’s play Mittelalter« ein Teil des historischen Burgklosters in eine begehbare mittelalterliche Spielwelt.

»Let’s play Mittelalter« ist kein Rundgang, sondern ein Abenteuer. Die Gäste erstellen einen eigenen Avatar, lösen Aufgaben, sammeln Erfahrungspunkte und entscheiden selbst, welchen Weg sie durch die mittelalterliche Welt einschlagen.

Ein Turnierplatz, ein festliches Bankett im Grünen und eine geheimnisvolle Drachenhöhle werden zu Stationen dieser Heldenreise. »Wir zeigen, wie Games Geschichte erzählen und machen das Spiel selbst zum Vermittlungsprinzip. Wer spielt, muss entscheiden, handeln und ausprobieren. Und erlebt, dass Geschichte immer auch von Perspektiven und Erzählweisen geprägt ist«, sagt Franziska Evers, die Kuratorin der Ausstellung. So treffen historische Forschung, Popkultur und zeitgenössische Spielwelten aufeinander.

Die Ausstellung fragt, welche Bilder vom Mittelalter Games erzeugen, was sie sichtbar machen und was sie ausblenden. Geschichte erscheint dabei als offene Erzählung, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven immer wieder neu erschließt.

Ergänzt wird das Ausstellungserlebnis durch ein eigenes Gaming-Lab, eine Taverne zum Verweilen und besondere Leihgaben aus anderen Museen. Darunter der Hörnerhelm aus dem Richard-Wagner-Museum in Bayreuth und die Ritter-Aquamanile, eine Leihgabe der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf in Schleswig. Kooperationen mit Content-Creator:innen aus der Gaming-Community tragen den Diskurs in digitale Öffentlichkeiten.

Für die Umsetzung arbeitet das Europäische Hansemuseum mit Expertinnen und Experten aus Game Design, Szenografie und Medienkunst zusammen. Die vielfach ausgezeichnete Agentur Liquid gestaltet die visuellen Erlebnisräume. Für die Agentur war es »wahnsinnig spannend«, Gaming im Kontext des Museums zu denken. »Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, Gamerinnen und Gamer durch Insider-Wissen, zahlreiche Referenzen und Easter Eggs abzuholen und gleichermaßen Museumsbesuchende ohne große Gaming-Erfahrung mit auf die Reise zu nehmen und so vielleicht einen Zugang in die Welt des Computerspielens zu ermöglichen«, sagt die Agentur Liquid.

Ergänzend zur Sonderausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm, das unter anderem Workshops für verschiedene Altersgruppen anbietet, die sich kreativ und spielerisch mit Medienbildung und Geschichtsbildern auseinandersetzen.

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr (außer 24. Dezember)

Eintritt nur Burgkloster:
Erwachsene: 8 €
Ermäßigt: 5 € (Lübecker Stadtführer, Lübeck Card Inhaber:innen, Begleitperson einer schwerbehinderten Person)
Freier Eintritt: Kinder unter 18 Jahren, Auszubildende, Studierende, Inhabende einer Ehrenamtskarte, schwerbehinderte ab 50 %

Ort: Europäisches Hansemuseum, Burgkloster, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck
https://hansemuseum.eu

Foto © EHM/LIQUID


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