Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein April 2026
Seiteninhalte
- Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein April 2026
- Dauerausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“
- Shilpa Gupta: „we last met in the mirror“
- „Der Nobelpreisträger von nebenan – Grass und Lübeck”
- Hermann Reimer – durch Raum und Zeit
- Die „Urzelle“ des Bauhauses – Karl Peter Röhl und sein Freundeskreis
- Kabinett-Ausstellung „(Bilder-)Buchgärten und andere Gartenfreuden. Vom Küchengarten des Sonnenkönigs bis zu den Gärten in Jane Austens Romanen“
- „Der Lübecker Divan. Ein Reiseführer für die Seidenstraße“
- „Bis auf die Knochen“
- 8. Sandskulpturen-Ausstellung „Zeitreise – Geschichte, Mythen & Kindheitsträume aus Sand“
Hier finden Sie Ausstellungen im April 2026 in Lübeck-Travemünde und Umgebung.
Dauerausstellung
„Vogelleben zwischen Fluss und Meer“
Im August 2020 wurde in der Naturwerkstatt Priwall die Dauerausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“ eröffnet.
Diese erzählt von der abwechslungsreichen und faszinierenden Natur des Priwalls und der Geschichte, wie diese Halbinsel zu einem ganz besonderen Refugium für selten gewordene und gefährdete Küstenvögel wurde.
Durch verschiedene Ausstellungsobjekte, interaktive Medien und spielerische Stationen lädt sie Jung und Alt ein, die Natur des Priwalls zu entdecken und ihre gefiederten Bewohner näher kennenzulernen. Dabei darf selber ausprobiert und gerätselt werden:
Wo finde ich den besten Brutplatz für einen Kiebitz?
Und wie genau werden Vögel eigentlich gezählt?
Abgerundet wird die Ausstellung durch naturgetreue Dioramen, die die Vögel in ihren natürlichen Lebensräumen zeigen.
Die Naturwerkstatt Priwall ist ein Besucher- und Informationszentrum des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer e. V., gelegen am Rande des Naturschutzgebietes „Südlicher Priwall“. Regelmäßig starten von hier aus naturkundliche Führungen mit botanischem, vogelkundlichem oder naturhistorischem Schwerpunkt.
Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 10:00 – 16:00 Uhr
Eintritt: frei
Ort: Naturwerkstatt Priwall, Fliegerweg 5-7, 23570 Travemünde-Priwall
Tel. 04502 9996465
www.naturwerkstatt-priwall.de
Foto © LPV (Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer)
noch bis 5. April 2026
Shilpa Gupta:
„we last met in the mirror“
Shilpa Gupta. Preisträgerin des Possehl-Preises für Internationale Kunst.
Shilpa Gupta behandelt in ihrer künstlerischen Arbeit wichtige Fragen unserer heutigen Gesellschaft wie Zugehörigkeit, Sicherheit, Zensur, Religion, Meinungsfreiheit und Menschenrechte.
Besonders zentral ist der Themenkomplex der Grenze. Shilpa Gupta beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit seit über zwei Jahrzehnten mit den Auswirkungen von Grenzen und Grenzziehungen durch Staatsapparate auf Gesellschaften, die sich besonders in Grenzgebieten über weit mehr definieren als nationale Zugehörigkeit.
Ihre Arbeiten zeugen von einer tiefen Auseinandersetzung mit den Fragen sozialer, geographischer und psychologischer Grenzziehungen und deren Einfluss auf das öffentliche Leben, die gerade in Zeiten des erstarkenden Rechtsdrucks in Deutschland, Europa und der Welt von besonderer Relevanz sind.
Mit ihrem künstlerischen Werk thematisiert sie die stets wachsende nationale Öffentlichkeit in Indien, die von Geschlechter- und Klassenschranken, religiösen Unterschieden, anhaltender Macht repressiver Staatsapparate sowie trügerischen Vorstellungen von öffentlichem Konsens geprägt sind. Dabei bildet gerade die Sprache und die ihr innewohnende Macht einen Schwerpunkt in ihrem künstlerischen Werk.
Ihr Gesamtoeuvre umfasst unterschiedliche neue Medien, wie Roboterarbeiten, fotografische Lichtbilder, interaktive Soundvideos, motorisierte Mechanismen, gefundene Objekte sowie computergestützte Installationen und öffentliche Performances. Dies macht Shilpa Gupta zu einer der wichtigsten Medienkünstler:innen der Gegenwart, die bis heute mehrere Künstler:innengenerationen beeinflusst.
Das Oeuvre von Shilpa Gupta stellt klare Bezüge zur westlichen Konzeptkunst der ausgehenden 1960er-Jahre her und erweitert diese um eine Perspektive, die sich außerhalb der eurozentristischen Kunstgeschichtsschreibung bewegt. Mit diesem Ansatz liefert sie maßgebliche Impulse für die Entstehung zeitgenössischer Kunst im Sinne einer globalen Kunstgeschichte.
Shilpa Gupta (*1976, Mumbai) lebt und arbeitet in Mumbai. Von 1992 – 1997 studierte sie Bildhauereri an der J. J. School of Fine Arts in Mumbai.
Guptas Arbeiten werden international ausgestellt und waren u. a. in der Tate Modern und der Serpentine Gallery in London, dem Centre Pompidou in Paris, dem Musée d’art contemporain de Lyon, dem Mori Museum in Tokio und dem Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk zu sehen.
Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
Eintritt: 12 €, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Verein der Freunde der Museen der Hansestadt Lübeck e.V. | Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. | Deutscher Museumsbund e.V. | ICOM (International Council of Museums)
Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
https://kunsthalle-st-annen.de/
noch bis 13. April 2026
„Der Nobelpreisträger von nebenan – Grass und Lübeck”
Die Ausstellung „Der Nobelpreisträger von nebenan – Grass und Lübeck” widmet sich den Themen Herkunft, Heimat und Zuhause.
Sie erzählt von Grass’ Lebenswegen, von Aufbrüchen, Fremdheit und Ankommen und ermutigt die Besucher, über ihr eigenes Empfinden nachzudenken: Was macht die Heimat zur Heimat, das Zuhause zum Zuhause?
Für Grass wurde Lübeck zu einer Art Ersatz für sein verlorenes Danzig. Die Hansestadt an der für ihn so wichtigen „baltischen Pfütze“ mit ihren Backsteinfassaden, den Kirchen und verwinkelten Gassen erinnerte ihn stark an das Danzig seiner Kindheit und Jugend. Diese Ähnlichkeiten schufen eine emotionale Bindung, die sich auch in seiner Literatur widerspiegelt.
Im Jahr 1995 verlegte Grass sein Sekretariat von Berlin in die Lübecker Altstadt, in die Glockengießerstraße 21, wo 1999 auch die Pressekonferenz anlässlich der Verkündung des Literaturnobelpreises an Günter Grass stattfand. Bis zu seinem Tod im Jahr 2015 war er hier regelmäßig anzutreffen. Häufig besuchte er seinen Freund Kurt Thater im benachbarten Wein-Castell. Durch seine Volksnähe wurde er als Nachbar wahrgenommen.
Ein „Wurzelschlaghaus“ in Behlendorf
In Behlendorf, ca. 25 km von Lübeck entfernt und quasi in der „Nachbarschaft“, fand Grass 1986 nach langer Suche, sein „Wurzelschlaghaus“. Behlendorf bot ihm eine Landschaft, die ihn an seine Heimat Kaschubien erinnerte und gab ihm die Ruhe und Inspiration für seine literarische und künstlerische Arbeit. In den 1990er Jahren entstanden hier unter anderem zahlreiche Aquarelle. Diese Werke zeigen seine tiefe Verbindung zur Natur und zur Region, die ihn umgab. Erstmals gezeigt werden Arbeiten des Künstlers Hannes Möller, der Bilder von der Bibliothek von Günter Grass angefertigt hat. Die enge Beziehung von Günter Grass zu Lübeck ist vielschichtig. Grass engagierte sich auch im kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Stadt.
Blick nach außen mit zeitlosen Fragestellungen
Die Ausstellung über den „Nobelpreisträger von nebenan“ vermittelt auf anschauliche und originelle Weise die tiefgreifende Verbindung von Günter Grass zu Lübeck. Zugleich richtet sich der Blick aber auch auf das Publikum selbst. Was macht ein Zuhause aus? Ist es der Geruch der Ostsee, bestimmte Geräuschwelten, ein vertrauter Gegenstand – oder die Menschen, denen man immer wieder begegnet, ohne sie wirklich zu kennen?
Die Ausstellung stellt Fragen, die uns alle betreffen, und regt dazu an, sowohl die eigene Beziehung zu Ort und Zugehörigkeit zu betrachten sowie die individuellen Wahrnehmungen anderer kennenzulernen, etwa von Gruppen der VHS-Kurse „Mama lernt Deutsch“. Highlight ist ein Wortwasserfall in der von Julia Wittmer kuratierten Schau. Die Gestaltung stammt von Matthias Kaminsky und Ben Montaser.
Vernissage am Freitag 5. Dezember 2025 19:00 Uhr:
Vernissage an unterschiedlichen Orten in der Glockengießerstraße
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag in einem besonderen Format statt, nämlich „nebenan“ in der Glockengießerstraße – dem Freibackhaus, Atelier Julender, der Goldschmiede Lachmann, der Goldstube, dem Vorsteherzimmer im Füchtingshof und dem Wein-Castell.
Dort lesen gleichzeitig die Schauspieler:innen Rebecca Indermaur, Susanne Höhne, Andreas Hutzel, Nina-Mercédes Rühl, Henning Sembritzki und Vincenz Türpe ausgewählte Texte von Günter Grass zu den Themen Heimat, Ankommen und Erinnerung. Vor den Lesungen erzählen die jeweiligen Gastgeber:innen etwas über die Geschichte der jeweiligen Orte.
Besuch der Ausstellung im Günter Grass-Haus, Empfang mit Glühwein, Punsch und Musik
Im Anschluss treffen sich alle Gäste gemeinsam im Günter Grass-Haus, um die Ausstellung zu entdecken und den Abend bei Musik, Getränken und Gesprächen ausklingen zu lassen.
Teilnahme an der Vernissage: 8 €, ermäßigt 4 €, Getränke sind im Preis inbegriffen.
Die Plätze an den jeweiligen Veranstaltungsorten sind begrenzt, daher wird eine frühzeitige Buchung unter https://grass-haus.de/ empfohlen.
Öffnungszeiten:
Montag – Sonntag
10:00 – 17:00 Uhr
Feiertage
Geschlossen am: 24.12., 25.12, 31.12 und 01.01.
Geöffnet: Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, 2. Weihnachtsfeiertag
Eintritt: 8 €
Freier Eintritt für: Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e. V. | Deutscher Museumsbund e. V. | ICOM (International Council of Museums)|Freundeskreis Günter Grass-Haus Lübeck e. V.
Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
Foto © LÜBECKER MUSEEN/Günter Grass-Haus
noch bis 31. Mai 2026
Hermann Reimer
– durch Raum und Zeit
Nach einem abgeschlossenen Physikstudium begann Hermann Reimer (*1959) 1984 seine künstlerische Ausbildung an der Hochschule der Künste Berlin und wurde 1990 Meisterschüler von Prof. Klaus Fußmann, der zu den führenden deutschen Landschaftsmalern zählt.
In seinem Werk widmet sich Hermann Reimer zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedlichen Gattungen: dem Interieur und der Landschaft.
Dabei bestechen die Interieurs durch die detailgenaue Darstellung und das ausgefeilte Spiel mit Ebenen und Perspektiven. Gleichzeitig scheinen die Figuren anhand von Mustern und Ornamentik mit dem sie umgebenden Ort zu verschmelzen, und die üblichen Grenzen von Innen- und Außenraum werden aufgelöst. Auf diese Weise entstehen zeitlose Räume zwischen scheinbar Realem und Surrealem.
Seine nahezu klassisch anmutenden, oft großformatigen Landschaften faszinieren dagegen als Naturräume mit dichtbelaubten Bäumen an Ufern und in Alleen, mit sommerlichen norddeutschen Waldwegen. Mit satten Grüntönen, starken Licht- und Schattenwirkungen sowie Helldunkel-Kontrasten erschafft Hermann Reimer hier Sinnbilder der Ruhe und Kontemplation und bildet atmosphärische Stimmungsmomente eines scheinbar geschlossenen Landschaftsausschnitts ab.
Die hier in der Ausstellung gezeigten Werke präsentieren spannungsreich die beiden Schwerpunkte im Werk des Künstlers und zeigen trotz aller motivischen Gegensätzlichkeit, dass sowohl Raum als auch Zeit die Leitmotive im malerischen Schaffen Hermann Reimers sind.
Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags/feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr
Eintritt: 8 €, mit Ostseecard 6 €, Jugendliche (14 – 18 Jahre), Azubis, Studierende und Schwerbehinderte 4 €, Kinder unter 14 Jahre frei
Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de
noch bis 14. Juni 2026
Die „Urzelle“ des Bauhauses
– Karl Peter Röhl und sein Freundeskreis
Walter Gropius hatte die Weimarer Kunstschulen 1919 im Sinne der Zusammenführung von Kunst und Handwerk zum heute weltweit berühmten Bauhaus zusammengeschlossen, das vor allem in den Bereichen der Architektur, der Bildenden Kunst und des Designs zukunftsweisend wurde.
An der ehemaligen Hochschule war zu jenem Zeitpunkt bei den Studierenden längst Unmut über veraltete Methoden laut geworden. Avantgardistische Strömungen wie Expressionismus und Futurismus interessierten sie weitaus mehr als Aktzeichnen und Gipsmodelle. Im Januar 1919, noch vor der Bauhaus-Gründung, etablierten Studierende der Weimarer Kunsthochschule bereits eine Freie Vereinigung und formulierten eigene Reformvorstellungen.
Der Freundeskreis des Meisterschülers Karl Peter Röhl (1890 – 1975) bildete ein Zentrum der Bauhaus-Begeisterung. Hier wurden anarchistische Ideen diskutiert und Utopien erbaut, wurde dem Dada gehuldigt, der Kosmos neu gedacht, expressionistisch gemalt und gefeiert.
Karl Peter Röhl, der in Kiel geboren wurde und nach dem Zweiten Weltkrieg dorthin zurückkehrte, erinnerte sich 1952 an die Gründung des Bauhauses mit einem kühnen Satz, in dem er behauptete: „Die Schüler der Hochschule bildeten die Urzelle des späteren Bauhauses.“ Röhl war davon überzeugt, dass die Studierenden der Großherzoglich Sächsischen Hochschule für bildende Kunst das Bauhaus entscheidend vorangebracht hatten.
Aus Anlass des 50. Todestages von Karl Peter Röhl entwickelte die Direktion Museen der Klassik Stiftung Weimar 2025 für das Bauhaus-Museum Weimar eine Ausstellung, die erstmals die Aktivitäten seines Freundeskreises ins Zentrum rückt, nach ihrer Bedeutung bei der Verwirklichung des Bauhaus-Programms fragt und nun in einer zweiten Station im Ostholstein-Museum Eutin in Schleswig-Holstein gezeigt wird.
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Klassik Stiftung Weimar, Direktion Museen, und der Karl Peter Röhl Stiftung in Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Universität Weimar.
Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags/feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr
Eintritt: 8 €, mit Ostseecard 6 €, Jugendliche (14 – 18 Jahre), Azubis, Studierende und Schwerbehinderte 4 €, Kinder unter 14 Jahre frei
Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de
Foto © Karl Peter Röhl Stiftung
noch bis 20. Juni 2026
Kabinett-Ausstellung
„(Bilder-)Buchgärten und andere Gartenfreuden. Vom Küchengarten des Sonnenkönigs bis zu den Gärten in Jane Austens Romanen“
Gartenbücher, Büchergärten und andere Gartenfreuden
Gärten und Bücher sind von jeher die ideale Kombination – beide sind wie nichts anderes dazu geeignet, darin einzutauchen, die Seele baumeln, sich inspirieren zu lassen.
Und das klappt in beide Richtungen: Lesende (und natürlich auch Schreibende) lassen sich von Gärten und Gärtnernde sich von Büchern inspirieren. Die Geschichte der Gartenbücher und Büchergärten erzählt diese Ausstellung anhand von Büchern aus dem Bestand der ELB.
Im Mittelpunkt steht das Handbuch des Küchengärtners des Sonnenkönigs – Jean Baptiste de La Quintinie hat zwischen 1678 und 1683 den Potager du Roi anlegen lassen, der über Jahre hinweg den Hof Louis’ XIV mit Obst und Gemüse belieferte. Er hat sein Wissen aufgeschrieben, sein Sohn Michel veröffentlichte es nach seinem Tod – und die Ausgabe von 1692 zeigt die ELB im Vergleich zum modernen Bildband über des Königs Küchengarten.
Ebenso erzählt die Ausstellung von unserem Lokalmatadoren Christian Cay Lorenz Hirschfeld, dem Gartentheoretiker aus Kirchnüchel, der zwar nie einen Garten angelegt, aber dafür die Gemälde Caspar David Friedrichs beeinflusst hat.
Pieter de La Court van der Voort war eigentlich Tuchhändler, hat aber 1737 ein Standardwerk der niederländischen Gartengestaltung geschrieben – und als Erster erfolgreich tropische Früchte in selbst gestalteten Gewächshäusern gezüchtet. Selbstredend hielt auch sein Buch „Les Agréments de la Campagne“ Einzug in der Bibliothek des Herzogs und darf in der Ausstellung nicht fehlen.
Und natürlich finden auch die Gärten von Jane Austen einen Platz – sowohl ihre eigenen in Steventon oder Chawton als auch die von Mansfield Park, Delaford oder Donwell Abbey.
Ein weiterer englischer Garten ist der Chelsea Physics Garden, dessen erster Head Gardener Ende des 17. Jahrhunderts Philip Miller war, der gleichzeitig mit dem „Englischen Gartenbuch“ ein Standardwerk des Gartenbaus verfasste – ebenso wie rund 1600 Jahre zuvor Columella, römischer Schriftsteller um 50 n. Chr., der hier ebenfalls zu Wort kommen darf.
Wer sich also Inspiration für die kommende Gartenzeit holen möchte, ist herzlich willkommen.
Öffnungszeiten:
Montag geschlossen
Dienstag 09:30 – 18:00 Uhr
Mittwoch 09:30 – 13:00 Uhr
Donnerstag 09:30 – 19:00 Uhr
Freitag 09:30 – 18:00 Uhr
Samstag 09:30 – 13:00 Uhr
Eintritt: frei
Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
www.lb-eutin.de
noch bis 30. August 2026
„Der Lübecker Divan. Ein Reiseführer für die Seidenstraße“
Die Lübecker Sammlung Kulturen der Welt nimmt eine der bekanntesten Handels- und
Reiserouten seit der Antike in den Blick: Am 6. März wird die Ausstellung „Der Lübecker Divan. Ein Reiseführer für die Seidenstraße“ im St. Annen-Museum eröffnet.
Im Fokus stehen die Beziehungen zwischen Lübeck und den Ländern Ost- und Zentralasiens bis in die Gegenwart, veranschaulicht durch 96 Exponate aus 18 Ländern, darunter die Zentralasien-Sammlung des ersten Direktors des Lübecker Völkerkundemuseums aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Der Titel der Schau wird dabei ganz wörtlich genommen, da sie auf klassische Museumstexte verzichtet, sondern den Besuchenden die Thematik mittels Infoboxen im Jargon von Reisehandbüchern vermittelt.
Zudem bietet die Sammlung Kulturen der Welt im Herbst auch erstmalig eine begleitete Reise durch Turkmenistan und Usbekistan an.
Die Ausstellung wurde vom Sammlungsdirektor Dr. Lars Frühsorge zusammen mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Olaf Günther kuratiert.
Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
Geöffnet: Karfreitag , Ostersonntag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag
Eintritt: Tageskarte – Lübeck Day Pass 12 €
Freier Eintritt für folgende Personen: Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Verein der Freunde der Museen der Hansestadt Lübeck e.V. | Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. | Deutscher Museumsbund e.V. | ICOM (International Council of Museums)
Ort: St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
https://st-annen-museum.de/
https://skw.die-luebecker-museen.de/
Foto © Sammlung Kulturen der Welt, Lübeck
noch bis 13. September 2026
„Bis auf die Knochen“
Knochen faszinieren mit ihren biologischen Funktionen und Leistungen sowie als Material.
Die neue Sonderausstellung „Bis auf die Knochen“ des Lübecker Museums für Natur und Umwelt
lädt dazu ein, Knochen und Skelette aus verschiedenen Perspektiven zu entdecken. Sie gibt Einblicke in Evolution, Anatomie, Physiologie sowie in die Prozesse beim „Versteinern“ von Knochen.
Zu sehen sind über 100 Objekte vom Jura bis in die Gegenwart; das älteste unter ihnen ist etwa 150 Millionen Jahre alt. Es werden Knochen verschiedenster Tierarten gezeigt, vom Hai über ein Krokodil bis hin zum Flusspferd.
Die Exponate stammen größtenteils aus den naturwissenschaftlichen Sammlungen des Hauses, viele Objekte werden zum ersten Mal im Museum präsentiert. Sie kommen aus aller Welt und der Region.
Darüber hinaus gibt es auch ausgewählte Gegenstände aus der Lübecker Sammlung Kulturen der Welt sowie lokale Funde der städtischen Archäologie und Denkmalpflege.
Ein besonderes Highlight ist das Knochenwesen „Leviathan“ der Künstlerin Käthe Wenzel.
Die Ausstellung wurde von der wissenschaftlichen Volontärin Kira Hinrichs zusammen mit der Direktorin des Museums für Natur und Umwelt Dr. Susanne Füting kuratiert.
Öffnungszeiten:
Di – Fr 09:00 – 17:00 Uhr
Sa und So 10:00 – 17:00 Uhr
an Feiertagen 10:00 – 17:00 Uhr
Feiertage:
geöffnet: Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag,
Eintritt:
Erwachsene 6 €
Freier Eintritt für: Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. | Deutscher Museumsbund e.V. | ICOM (International Council of Museums)
Tageskarte – Lübeck Day Pass 12 €
Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
https://museum-fuer-natur-und-umwelt.de
noch bis 1. November 2026
8. Sandskulpturen-Ausstellung
„Zeitreise – Geschichte, Mythen & Kindheitsträume aus Sand“
Zum 8. Mal öffnet die Sandskulpturen Ausstellung am charmanten Travemünder Fischereihafen ihre Tore auf einer Fläche von 3.500 qm.
Ein internationales Team aus 16 Ländern fertigt die bis zu 7 Meter hohen Meisterwerke aus etwa 10.000 Kubikmetern Spezialsand.
Die Sandskulpturen Ausstellung findet witterungsunabhängig in überdachten Bootshallen statt.
Der Gastronomiebereich und ein Kindersandkasten runden dieses Erlebnis für die ganze Familie ab.
Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr, letzter Einlass um 17:30 Uhr
Eintritt (Tageskarte) 2026:
Erwachsene 13,50 €
Kinder (4 – 14 Jahre) 8,50 €
Rentner (65+), Schüler, Studenten, bei einer Schwerbehinderung 12,50 €
Familientickets:
2 Erwachsene und 2 Kinder (zwischen 4 -14 Jahre): 38,00 €
2 Erwachsene und 3 Kinder (zwischen 4 -14 Jahre): 40,50 €
2 Erwachsene und 4 Kinder (zwischen 4 -14 Jahre): 43,00 €
Ab einer Anzahl von 20 Personen, können wir Ihnen sehr gern Varianten mit einem Gruppenrabatt anbieten. Für weitere Informationen schreiben Sie uns bitte eine Email an moin@sandskulpturen-travemuende.de
Begleitheft: 2,00 €
Unsere Ausstellung ist mit dem Rollstuhl befahrbar.
Hunde dürfen an der Leine mit in die Ausstellung.
Ort: Bootshallen am Fischereihafen, Auf dem Baggersand 17/Travemünder Landstraße 306, 23570 Lübeck-Travemünde
Parkplatz „Am Fischereihafen“ ganz in der Nähe!
www.sandskulpturen-travemuende.de
www.facebook.com/sandskulpturentravemuende
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