Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein Juni 2026

 

Hier finden Sie Ausstellungen im Juni 2026 in Lübeck-Travemünde und Umgebung.

Dauerausstellung
„Vogelleben zwischen Fluss und Meer“

Ausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“ in der Naturwerkstatt Priwall © lpvIm August 2020 wurde in der Naturwerkstatt Priwall die Dauerausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“ eröffnet.

Diese erzählt von der abwechslungsreichen und faszinierenden Natur des Priwalls und der Geschichte, wie diese Halbinsel zu einem ganz besonderen Refugium für selten gewordene und gefährdete Küstenvögel wurde.

Durch verschiedene Ausstellungsobjekte, interaktive Medien und spielerische Stationen lädt sie Jung und Alt ein, die Natur des Priwalls zu entdecken und ihre gefiederten Bewohner näher kennenzulernen. Dabei darf selber ausprobiert und gerätselt werden:
Wo finde ich den besten Brutplatz für einen Kiebitz?
Und wie genau werden Vögel eigentlich gezählt?
Abgerundet wird die Ausstellung durch naturgetreue Dioramen, die die Vögel in ihren natürlichen Lebensräumen zeigen.

Die Naturwerkstatt Priwall ist ein Besucher- und Informationszentrum des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer e. V., gelegen am Rande des Naturschutzgebietes „Südlicher Priwall“. Regelmäßig starten von hier aus naturkundliche Führungen mit botanischem, vogelkundlichem oder naturhistorischem Schwerpunkt.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 10:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Naturwerkstatt Priwall, Fliegerweg 5-7, 23570 Travemünde-Priwall
Tel. 04502 9996465
www.naturwerkstatt-priwall.de

www.dummersdorfer-ufer.de

Foto © LPV (Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer)


noch bis 14. Juni 2026

Die „Urzelle“ des Bauhauses
– Karl Peter Röhl und sein Freundeskreis

Karl Peter Röhl, o. T. (Komposition IX), 1920, Pinsel u. Tusche auf Papier © Karl Peter Röhl StiftungWalter Gropius hatte die Weimarer Kunstschulen 1919 im Sinne der Zusammenführung von Kunst und Handwerk zum heute weltweit berühmten Bauhaus zusammengeschlossen, das vor allem in den Bereichen der Architektur, der Bildenden Kunst und des Designs zukunftsweisend wurde.

An der ehemaligen Hochschule war zu jenem Zeitpunkt bei den Studierenden längst Unmut über veraltete Methoden laut geworden. Avantgardistische Strömungen wie Expressionismus und Futurismus interessierten sie weitaus mehr als Aktzeichnen und Gipsmodelle. Im Januar 1919, noch vor der Bauhaus-Gründung, etablierten Studierende der Weimarer Kunsthochschule bereits eine Freie Vereinigung und formulierten eigene Reformvorstellungen.

Der Freundeskreis des Meisterschülers Karl Peter Röhl (1890 – 1975) bildete ein Zentrum der Bauhaus-Begeisterung. Hier wurden anarchistische Ideen diskutiert und Utopien erbaut, wurde dem Dada gehuldigt, der Kosmos neu gedacht, expressionistisch gemalt und gefeiert.

Karl Peter Röhl, der in Kiel geboren wurde und nach dem Zweiten Weltkrieg dorthin zurückkehrte, erinnerte sich 1952 an die Gründung des Bauhauses mit einem kühnen Satz, in dem er behauptete: „Die Schüler der Hochschule bildeten die Urzelle des späteren Bauhauses.“ Röhl war davon überzeugt, dass die Studierenden der Großherzoglich Sächsischen Hochschule für bildende Kunst das Bauhaus entscheidend vorangebracht hatten.

Aus Anlass des 50. Todestages von Karl Peter Röhl entwickelte die Direktion Museen der Klassik Stiftung Weimar 2025 für das Bauhaus-Museum Weimar eine Ausstellung, die erstmals die Aktivitäten seines Freundeskreises ins Zentrum rückt, nach ihrer Bedeutung bei der Verwirklichung des Bauhaus-Programms fragt und nun in einer zweiten Station im Ostholstein-Museum Eutin in Schleswig-Holstein gezeigt wird.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Klassik Stiftung Weimar, Direktion Museen, und der Karl Peter Röhl Stiftung in Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Universität Weimar.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags/feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 8 €, mit Ostseecard 6 €, Jugendliche (14 – 18 Jahre), Azubis, Studierende und Schwerbehinderte 4 €, Kinder unter 14 Jahre frei

Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © Karl Peter Röhl Stiftung


noch bis 20. Juni 2026

Kabinett-Ausstellung
„(Bilder-)Buchgärten und andere Gartenfreuden. Vom Küchengarten des Sonnenkönigs bis zu den Gärten in Jane Austens Romanen“

Jean Baptiste de La QuintinieGartenbücher, Büchergärten und andere Gartenfreuden

Gärten und Bücher sind von jeher die ideale Kombination – beide sind wie nichts anderes dazu geeignet, darin einzutauchen, die Seele baumeln, sich inspirieren zu lassen.

Und das klappt in beide Richtungen: Lesende (und natürlich auch Schreibende) lassen sich von Gärten und Gärtnernde sich von Büchern inspirieren. Die Geschichte der Gartenbücher und Büchergärten erzählt diese Ausstellung anhand von Büchern aus dem Bestand der ELB.

Im Mittelpunkt steht das Handbuch des Küchengärtners des Sonnenkönigs – Jean Baptiste de La Quintinie hat zwischen 1678 und 1683 den Potager du Roi anlegen lassen, der über Jahre hinweg den Hof Louis’ XIV mit Obst und Gemüse belieferte. Er hat sein Wissen aufgeschrieben, sein Sohn Michel veröffentlichte es nach seinem Tod – und die Ausgabe von 1692 zeigt die ELB im Vergleich zum modernen Bildband über des Königs Küchengarten.

Ebenso erzählt die Ausstellung von unserem Lokalmatadoren Christian Cay Lorenz Hirschfeld, dem Gartentheoretiker aus Kirchnüchel, der zwar nie einen Garten angelegt, aber dafür die Gemälde Caspar David Friedrichs beeinflusst hat.

Pieter de La Court van der Voort war eigentlich Tuchhändler, hat aber 1737 ein Standardwerk der niederländischen Gartengestaltung geschrieben – und als Erster erfolgreich tropische Früchte in selbst gestalteten Gewächshäusern gezüchtet. Selbstredend hielt auch sein Buch „Les Agréments de la Campagne“ Einzug in der Bibliothek des Herzogs und darf in der Ausstellung nicht fehlen.

Und natürlich finden auch die Gärten von Jane Austen einen Platz – sowohl ihre eigenen in Steventon oder Chawton als auch die von Mansfield Park, Delaford oder Donwell Abbey.

Ein weiterer englischer Garten ist der Chelsea Physics Garden, dessen erster Head Gardener Ende des 17. Jahrhunderts Philip Miller war, der gleichzeitig mit dem „Englischen Gartenbuch“ ein Standardwerk des Gartenbaus verfasste – ebenso wie rund 1600 Jahre zuvor Columella, römischer Schriftsteller um 50 n. Chr., der hier ebenfalls zu Wort kommen darf.

Wer sich also Inspiration für die kommende Gartenzeit holen möchte, ist herzlich willkommen.

Öffnungszeiten:
Montag geschlossen
Dienstag 09:30 – 18:00 Uhr
Mittwoch 09:30 – 13:00 Uhr
Donnerstag 09:30 – 19:00 Uhr
Freitag 09:30 – 18:00 Uhr
Samstag 09:30 – 13:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
www.lb-eutin.de


noch bis 30. August 2026

„Der Lübecker Divan. Ein Reiseführer für die Seidenstraße“

Kleinplastik des Buddha Amitayus, Ton, vergoldet, Tibet19. Jahrhundert © Sammlung Kulturen der Welt, LübeckDie Lübecker Sammlung Kulturen der Welt nimmt eine der bekanntesten Handels- und
Reiserouten seit der Antike in den Blick: Am 6. März wird die Ausstellung „Der Lübecker Divan. Ein Reiseführer für die Seidenstraße“ im St. Annen-Museum eröffnet.

Im Fokus stehen die Beziehungen zwischen Lübeck und den Ländern Ost- und Zentralasiens bis in die Gegenwart, veranschaulicht durch 96 Exponate aus 18 Ländern, darunter die Zentralasien-Sammlung des ersten Direktors des Lübecker Völkerkundemuseums aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Der Titel der Schau wird dabei ganz wörtlich genommen, da sie auf klassische Museumstexte verzichtet, sondern den Besuchenden die Thematik mittels Infoboxen im Jargon von Reisehandbüchern vermittelt.

Zudem bietet die Sammlung Kulturen der Welt im Herbst auch erstmalig eine begleitete Reise durch Turkmenistan und Usbekistan an.

Die Ausstellung wurde vom Sammlungsdirektor Dr. Lars Frühsorge zusammen mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Olaf Günther kuratiert.

Öffnungszeiten: 
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
Geöffnet: Karfreitag , Ostersonntag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag

Eintritt: Tageskarte – Lübeck Day Pass 12 €
Freier Eintritt für folgende Personen: Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Verein der Freunde der Museen der Hansestadt Lübeck e.V. | Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. | Deutscher Museumsbund e.V. | ICOM (International Council of Museums)

Ort: St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
https://st-annen-museum.de/

https://skw.die-luebecker-museen.de/

Foto © Sammlung Kulturen der Welt, Lübeck


weiter zum Juli »


Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten.