Ausstellungen Travemünde und
Schleswig-Holstein Februar 2026

 

Hier finden Sie Ausstellungen im Februar 2026 in Lübeck-Travemünde und Umgebung.

Dauerausstellung
„Vogelleben zwischen Fluss und Meer“

Ausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“ in der Naturwerkstatt Priwall © lpvIm August 2020 wurde in der Naturwerkstatt Priwall die Dauerausstellung „Vogelleben zwischen Fluss und Meer“ eröffnet.

Diese erzählt von der abwechslungsreichen und faszinierenden Natur des Priwalls und der Geschichte, wie diese Halbinsel zu einem ganz besonderen Refugium für selten gewordene und gefährdete Küstenvögel wurde.

Durch verschiedene Ausstellungsobjekte, interaktive Medien und spielerische Stationen lädt sie Jung und Alt ein, die Natur des Priwalls zu entdecken und ihre gefiederten Bewohner näher kennenzulernen. Dabei darf selber ausprobiert und gerätselt werden:
Wo finde ich den besten Brutplatz für einen Kiebitz?
Und wie genau werden Vögel eigentlich gezählt?
Abgerundet wird die Ausstellung durch naturgetreue Dioramen, die die Vögel in ihren natürlichen Lebensräumen zeigen.

Die Naturwerkstatt Priwall ist ein Besucher- und Informationszentrum des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer e. V., gelegen am Rande des Naturschutzgebietes „Südlicher Priwall“. Regelmäßig starten von hier aus naturkundliche Führungen mit botanischem, vogelkundlichem oder naturhistorischem Schwerpunkt.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 10:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Naturwerkstatt Priwall, Fliegerweg 5-7, 23570 Travemünde-Priwall
Tel. 04502 9996465
www.naturwerkstatt-priwall.de

www.dummersdorfer-ufer.de

Foto © LPV (Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer)


noch bis 8. Februar 2026!

Sonderausstellung
„Fantasie und Vielfalt. Nordamerika in der Sammlung Kulturen der Welt“

Figur des Menschenfresser-Katsina Tseeveyo der Hopi-Indianer, USA, Arizona, 20. Jh. © Sammlung Kulturen der Welt LübeckFantasie und Vielfalt:
Lübecker Sammlung Kulturen der Welt hinterfragt mit neuer Ausstellung das Indianerbild der Deutschen.

Am 13. Juni 2025 eröffnet die Ausstellung „Fantasie und Vielfalt. Nordamerika in der Sammlung Kulturen der Welt“ im Lübecker Museum für Natur und Umwelt.

Darin präsentiert die Lübecker Sammlung Kulturen der Welt in Kooperation mit dem Museum für Natur und Umwelt rund 100 ihrer 950 Objekte aus Kanada und den USA aus dem 18. bis 21. Jahrhundert, von denen viele noch niemals öffentlich gezeigt wurden. Auch Exponate von im 19. Jahrhundert nach Nordamerika ausgewanderten Lübecker:innen sind zu sehen.

Damit möchte die Ausstellung einen kritischen Blick auf das verklärte „Indianerbild“ der Deutschen werfen und diese Klischeevorstellungen den realen historischen und heutigen Lebensbedingungen der Indigenen Nordamerikas gegenüberstellen.

Die Schau wurde vom Direktor der Lübecker Sammlung Kulturen der Welt Dr. Lars Frühsorge kuratiert und ist bis 4. Januar 2026 zu sehen.

Sie entstand in enger Kooperation mit dem indigenen Künstler David Seven Deers aus Kanada, Angehöriger der Halkomelem Salish First Nation, der parallel zur Ausstellung öffentlich im Domhof das Kunstwerk „The Spirit Canoe“ als Segnung für alle Lübecker:innen erschaffen wird.

Spätestens seit Karl May ist der Begriff „Indianer“ in Deutschland zum Synonym für Naturverbundenheit, Spiritualität und einem tragischen Freiheitskampf geworden. Obwohl hierzulande grundsätzlich positiv besetzt, ist das Indianerbild der Deutschen von bedenklichen Klischees und Verallgemeinerungen überfrachtet.

Dies wird in der Ausstellung „Fantasie und Vielfalt“ schnell deutlich, da bereits die vergleichsweise kleine Anzahl der ausgestellten Objekte von rund 40 verschiedenen Ethnien Nordamerikas stammt und veranschaulicht, wie unterschiedlich die Kulturen sind.

Zu den Highlights der Ausstellung gehört zum Beispiel ein Schmuckband aus dem 18. Jahrhundert, vermutlich von den Irokesen, das zugleich das älteste Nordamerika-Objekt Lübecks darstellt. Es soll aus der Wolle einer heute bereits ausgestorbenen Waldbison-Art gewebt sein.

Ein Tipi-Modell aus dem 19. Jahrhundert, noch aus der Zeit, bevor die Indigenen in Reservate deportiert wurden, ist mit mysteriösen spirituellen Symbolen und mit Darstellungen von Pferden und Menschen dekoriert, die von kriegerischen Heldentaten zeugen. Solche Modelle wurden üblicherweise von Vätern für ihre Töchter hergestellt, damit diese spielerisch den Auf- und Abbau eines derartigen Zelts erlernen konnten.

Zudem ist eine Wolfsmaske von Vancouver Island zu sehen, die die spirituelle Bedeutung von Wölfen für die indigenen Kulturen Nordamerikas veranschaulicht.

Selbstverständlich kann und muss in diesem Kontext der Frage der Spiritualität nachgegangen werden: Wie ist mit der Tatsache umzugehen, dass einige der ausgestellten Objekte von den heutigen Indigenen als spirituell machtvoll angesehen werden? Dazu zählen in der Schau unter anderem Katchina-Figuren von den Hopi, die die Geisterwesen jener Ethnie zeigen, zum Beispiel die Mutter aller Katchinas, zuständig für die Fruchtbarkeit, oder den „Menschenfresser“ zum Erschrecken von Kindern. Exponate dieser Art werden speziell gekennzeichnet; weitere gar nicht erst gezeigt, aber aufgeführt.

Der Bestand der Lübecker Sammlung Kulturen der Welt enthält darüber hinaus einige Gegenstände von im 19. Jahrhundert nach Nordamerika ausgewanderten Lübecker:innen, die sie dem Museum schenkten. Unter ihnen finden sich erfolgreiche Unternehmer in New York, ein Naturwissenschaftler in Kalifornien, aber auch heute vergessene Personen wie der Lübecker Cowboy G. Gerlach oder der Kavallerie-Soldat A. Münzenberger, der nach dem amerikanischen Bürgerkrieg die erste Postkutschenlinie zwischen Texas und Mexiko errichtete.

Auch ist ein Perlengürtel aus der Familie des berühmten Lakota-Häuptlings Red Cloud zu sehen, den diese einer aus Schleswig-Holstein ausgewanderten Krankenschwester schenkte.

Im Zuge dessen wird der Frage nachgegangen, wie sich die Kulturen nach der Ankunft der Weißen verändert haben. Ein eindrucksvolles Beispiel ist die Gegenüberstellung einer 1.500 Jahre alten Pfeilspitze aus Stein mit einer 150 Jahre alten Pfeilspitze aus Glas, gewissermaßen die ersten Anfänge des Recyclings.

Und auch die Gegenwart findet Einzug in die Schau, beispielsweise mit einer Sammlung noch nie gezeigter Keramiken und Webarbeiten von namhaften indigenen Künstler:innen aus dem Südwesten der USA.

Sammlungsdirektor und Kurator Dr. Lars Frühsorge hat die Ausstellung so konzipiert, dass sie je nach Interessenslage auf bestimmten Pfaden abgeschritten werden kann: „Die große Faszination der Museumsarbeit ist ja, dass wir selbst über Objekte, die schon 100 oder 200 Jahre in Lübeck sind, noch immer neue Details entdecken, sie zum Teil erst heute richtig verstehen. Unsere Recherchen haben zudem gezeigt, dass ein und dasselbe Objekt je nachdem, unter welchem Blickwinkel wir es betrachten, ganz unterschiedliche Geschichten erzählt: über Kunst und Kultur, über Spiritualität, über das Verhältnis von Mensch und Natur, aber auch über die Veränderungen im Zeitalter des Kolonialismus. Wir haben ein System von Pfaden durch die Ausstellung erdacht, zum Beispiel den ‚Pfad der Natur‘, den ‚Pfad des Wandels‘ oder den ‚Pfad der Spiritualität‘. Mit entsprechenden E-Guides auf dem Handy sowie auch analog in Form von Begleitheften – können unsere Gäste also je nach dem gewählten Thema eine andere, auf ihre Interessen maßgeschneiderte Ausstellung erleben“, so Frühsorge.

Finissage:
Am Sonntag, 8. Februar, findet die Finissage der Ausstellung statt.
Um 11:00 Uhr gibt es ein Familienangebot mit der Vermittlerin für Kunst und Kultur Cornelia Nicolai.
Um 13:00 Uhr lädt Ursula Häckermann blinde und sehbehinderte Menschen ein, mit ihr das Kunstwerk „The Spirit Canoe“ buchstäblich zu „begreifen“.
Um 14:00 Uhr bietet Museumsdirektor Dr. Lars Frühsorge die letzte Führung durch die Ausstellung an.
Den Abschluss bildet um 15:00 Uhr ein Rückblick und Ausblick im Vortragssaal des Museums für Natur und Umwelt.

So hat die Ausstellung viele interessante Fragen, etwa über das Verhältnis von Wissenschaft und Spiritualität, aufgeworfen.
Tausende Gäste haben die Entstehung des Spirit Canoe verfolgt und sich zum Teil sehr persönlich mit dem Werk identifiziert.

Was für Wünsche diese Menschen für die zukünftige Nutzung des Spirit Canoe haben und welche Chancen, aber auch Herausforderungen sich dadurch in der musealen Vermittlungsarbeit ergeben, möchte Frühsorge mit allen Interessierten diskutieren.

Begleitprogramm:
Begleitend zur Ausstellung ist ein buntes Programm geplant: So findet regelmäßig mit dem bekennenden „Indianer“ David Seven Deers donnerstagabends das Format „Gespräche und Geschichten am Lagerfeuer“ im Domhof statt.

Am 22. und 23. September ist ein Workshop geplant, in dem diskutiert werden soll, inwieweit ein Museum neben der Wissenschaft auch Raum für Spiritualität bieten kann.

Außerdem ist am 1. Oktober der Wissenschaftliche Direktor des Karl May Museums in Radebeul Robin Leipold zu Gast, der über die Faszination der Deutschen für Indianer spricht und der Frage nachgeht, wie das Werk von Karl May heute zu bewerten ist.

Öffnungszeiten:
dienstags – freitags 09:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr
an Feiertagen 10:00 – 17:00 Uhr
Feiertage
geschlossen am: 1.1., 24.12., 25.12. und 31.12.
geöffnet: Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, Reformationstag und Zweiter Weihnachtsfeiertag

Eintritt: Erwachsene 6 €
Freier Eintritt für:
Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 % GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e. V. | Deutscher Museumsbund e. V. | ICOM (International Council of Museums)

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
https://museum-fuer-natur-und-umwelt.de/

Weitere Informationen unter https://skw.die-luebecker-museen.de/

Foto © Sammlung Kulturen der Welt Lübeck


noch bis 14. Februar 2026

„Bilder der Schweiz“

Cover des Spieles „Schweizer Reise“ von 1925 © Eutiner LandesbibliothekEine neue Foyerausstellung in der Eutiner Landesbibliothek zeigt anhand exemplarischer und ebenso schöner wie überwiegend seltener Stücke aus den eigenen Beständen wichtige Stationen der Entwicklung von Bild und Image der Schweiz in verschiedenen Medien bis in das 20. Jahrhundert hinein nach.

Neben wertvollen alten Drucken sind unter dem Titel „Bilder der Schweiz“ historische Landkarten, Grafiken und Spiele zu sehen.

Mit Albrecht von Hallers Gedicht „Die Alpen“ (1729) wurde die Schweiz von einer Durchgangsstation für Italienreisende zu einem Reiseziel, das ein neues Erleben von Natur verhieß. Im 18. und 19. Jahrhundert erschienen in zunehmender Zahl Reiseberichte, die maßgeblich dazu beitrugen, dass die Schweiz zu einem touristischen Sehnsuchtsort und Landschaftsmodell wurde, was sich auch in touristischen ‚Verschweizerungen‘ anderer Regionen (Holsteinische Schweiz, Mecklenburgische Schweiz, Fränkische Schweiz u. v. m.) niederschlug.

Am Mittwoch, 21. Januar 2026, wird vor dem Spielenachmittag mit historischen Reisespielen, der dieses Mal auch das Thema „Schweiz“ hat, eine kleine Führung durch die Ausstellung angeboten. Die Führung beginnt um 14:15 Uhr, der Spielenachmittag um 15 Uhr. Beide Veranstaltungen sind ebenfalls kostenlos, aber wegen der begrenzten Plätze ist eine vorherige Anmeldung unter info@lb-eutin.de oder 04521-788770 nötig.

Öffnungszeiten:
Montag geschlossen
Dienstag 09:30 – 18:00 Uhr
Mittwoch 09:30 – 13:00 Uhr
Donnerstag  09:30 – 19:00 Uhr
Freitag 9:30 – 18:00 Uhr
Samstag 09:30 – 13:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
www.lb-eutin.de

Foto © Eutiner Landesbibliothek


noch bis 22. März 2026

Kunst der Generationen –
Werke der Familie Lilo Peters in der Trinkkurhalle Timmendorf Strand

Lilo Symposium 1989 Timmendorfer Strand © VeranstalterDie Timmendorfer Künstlerin Lilo Peters (1913 – 2001) war Malerin und Bildhauerin. Ihre Werke wurden auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt und zeugen bis heute von einem beeindruckend facettenreichen Leben.

Vom 22. November 2025 bis zum 22. März 2026 zeigt die Trinkkurhalle Timmendorf Strand eine außergewöhnliche Ausstellung: Arbeiten von Lilo Peters werden gemeinsam mit Werken ihrer Töchter Uta Peters und Angela Peters, ihrer Enkelin Tatjana Claußen sowie ihrer Urenkel Friedrich Drescher und Alina Schiller präsentiert. Damit einsteht ein faszinierender Einblick in das künstlerische Schaffen über vier Generationen hinweg – eine Begegnung von Tradition, Inspiration und individueller Handschrift.

Die Ausstellung lädt dazu ein, die Entwicklung künstlerischer Ausdrucksformen innerhalb einer Familie zu entdecken und die Vielfalt der Generationen im Dialog zu erleben.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag geschlossen
Samstag und Sonntag 11:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Trinkkurhalle, Kurpromenade 3, 23669 Timmendorfer Strand

www.timmendorfer-strand.de


noch bis 29. März 2026

„Zukunft ohne Wachstum? – Wirtschaft zwischen Klimakatastrophe und sozialer Spaltung“

Ausstellung „Zukunft ohne Wachstum? - Wirtschaft zwischen Klimakatastrophe und sozialer Spaltung“ © Industriemuseum HerrenwykNeue Sonderausstellung des Industriemuseums Herrenwyk unter dem Titel „Zukunft ohne Wachstum? – Wirtschaft zwischen Klimakatastrophe und sozialer Spaltung“.

Die Ausstellung wagt einen Blick in die Zukunft, stellt dabei essenzielle Fragen an die Themen Arbeit, Industrie und Wirtschaft und tritt bewusst in den Dialog mit den Besucher:innen:
Muss Wirtschaft immerzu wachsen?
Wie können und wollen wir in Zeiten des Klimawandels in Zukunft leben?
Kann Wachstum und Wohlstand mit dem Kampf gegen den Klimawandel einhergehen?
Wie könnte eine Wirtschaftstransformation aussehen?
Steht die Wirtschaftspolitik hier vor einem unlösbaren Dilemma?

Im Spannungsfeld von Wirtschaft, Klima und Gesellschaft beschäftigt sich die Sonderausstellung mit ebendiesen und weiteren Fragen, setzt sich im Rahmen eines multiperspektivischen Ansatzes kritisch mit Überlegungen von Politik, Journalismus, Philosophie sowie Ökonomie auseinander und lädt dabei zum Mitdenken und Diskutieren ein.

Dr. Bettina Braunmüller, Museumsdirektorin und Kuratorin der Ausstellung, betont den Stellenwert des Themas im Kontext eines Industriemuseums und die Relevanz des Dialogs für das Themas: „Ich habe keinen missionarischen Gedanken bei der Ausstellung, mir ist es wichtig, dass ein Diskurs geführt wird zwischen Menschen unterschiedlichster Meinungen. Es gibt kein Richtig und kein Falsch und keine einfachen Antworten. Kommen Sie in die Ausstellung, bringen Sie einen Nachbarn, einen Freund oder jemand anderes mit und trauen sie sich zu streiten und zu diskutieren!“

Öffnungszeiten: 
freitags 14:00 –17:00 Uhr
samstags und sonntags: 10:00 – 17:00 Uhr
Feiertage:
geschlossen am : 24.12., 25.12, 31.12 und 01.01.

Eintritt:
Erwachsene 4 €
Eintritt: frei (gilt nur für den normalen Museumsbesuch bzw. mit entsprechendem Nachweis) für Kinder, Schülerinnen/Schüler, Studierende, Ehrenamtliche, Schwerbehinderte, Schwerbehinderte mit Ausweis B und deren Begleitpersonen, LübeckCard-Inhaber, Bufdies, Auszubildende, Berufsschülerinnen/Berufsschüler, FSJ-Mitarbeitende

Ort: Industriemuseum Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
https://industriemuseum-herrenwyk.de/

Foto © Industriemuseum Herrenwyk


noch bis 31. März 2026

„Reise in die Urzeit – 540 Millionen Jahre Erdgeschichte mit Fossilien und Geschieben aus Norddeutschland“

Plakat Sonderausstellung „Reise in die Urzeit – 540 Millionen Jahre Erdgeschichte mit Fossilien und Geschieben aus Norddeutschland“Neue Sonderausstellung zeigt faszinierende Fossilien und einen ganz besonderen Erstfund aus Norddeutschland

Die Ausstellung zeigt eine einzigartige Auswahl an Fossilien aus der umfangreichen Geschiebesammlung des verstorbenen Hobbypaläontologen Hans-Jürgen Sterley, der über Jahrzehnte mit Leidenschaft und Fachwissen die Spuren urzeitlichen Lebens in norddeutschen Geschieben erforscht hat.

Ein ganz besonderes Highlight ist der Erstfund des Trilobiten „Hoplolichas sterleyi“, der nach seinem Entdecker benannt ist.

Neben diesem bedeutsamen Exponat werden zahlreiche weitere Fossilien ausgestellt, darunter beeindruckende Trilobiten, Ammoniten, Muscheln und Krebse, die einst die Urmeere bevölkerten und heute Zeugnis einer längst vergangenen Welt sind.

Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher jeden Alters ein, die Vielfalt und Schönheit fossiler Lebensformen zu entdecken, und ihre ganz eigene Reise in die Urzeit zu unternehmen!

Öffnungszeiten:
Mai – September: täglich 10:00 – 18:00 Uhr
März – April und Oktober: Di – So 11:00 – 17:00 Uhr
November – Februar: Di – So 11:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: Kinder 3,- €, Erwachsene 6,- €, Hunde 0 €

Ort: Schleswig-Holsteinisches Eiszeitmuseum, Nienthal 7, 24321 Lütjenburg
www.eiszeitmuseum.de

Foto © Schleswig-Holsteinisches Eiszeitmuseum


noch bis 5. April 2026

Shilpa Gupta:
„we last met in the mirror“

Shilpa Gupta © 54°, Felix KönigShilpa Gupta. Preisträgerin des Possehl-Preises für Internationale Kunst.

Shilpa Gupta behandelt in ihrer künstlerischen Arbeit wichtige Fragen unserer heutigen Gesellschaft wie Zugehörigkeit, Sicherheit, Zensur, Religion, Meinungsfreiheit und Menschenrechte.

Besonders zentral ist der Themenkomplex der Grenze. Shilpa Gupta beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit seit über zwei Jahrzehnten mit den Auswirkungen von Grenzen und Grenzziehungen durch Staatsapparate auf Gesellschaften, die sich besonders in Grenzgebieten über weit mehr definieren als nationale Zugehörigkeit.

Ihre Arbeiten zeugen von einer tiefen Auseinandersetzung mit den Fragen sozialer, geographischer und psychologischer Grenzziehungen und deren Einfluss auf das öffentliche Leben, die gerade in Zeiten des erstarkenden Rechtsdrucks in Deutschland, Europa und der Welt von besonderer Relevanz sind.

Mit ihrem künstlerischen Werk thematisiert sie die stets wachsende nationale Öffentlichkeit in Indien, die von Geschlechter- und Klassenschranken, religiösen Unterschieden, anhaltender Macht repressiver Staatsapparate sowie trügerischen Vorstellungen von öffentlichem Konsens geprägt sind. Dabei bildet gerade die Sprache und die ihr innewohnende Macht einen Schwerpunkt in ihrem künstlerischen Werk.

Ihr Gesamtoeuvre umfasst unterschiedliche neue Medien, wie Roboterarbeiten, fotografische Lichtbilder, interaktive Soundvideos, motorisierte Mechanismen, gefundene Objekte sowie computergestützte Installationen und öffentliche Performances. Dies macht Shilpa Gupta zu einer der wichtigsten Medienkünstler:innen der Gegenwart, die bis heute mehrere Künstler:innengenerationen beeinflusst.

Das Oeuvre von Shilpa Gupta stellt klare Bezüge zur westlichen Konzeptkunst der ausgehenden 1960er-Jahre her und erweitert diese um eine Perspektive, die sich außerhalb der eurozentristischen Kunstgeschichtsschreibung bewegt. Mit diesem Ansatz liefert sie maßgebliche Impulse für die Entstehung zeitgenössischer Kunst im Sinne einer globalen Kunstgeschichte.

Shilpa Gupta (*1976, Mumbai) lebt und arbeitet in Mumbai. Von 1992 – 1997 studierte sie Bildhauereri an der J. J. School of Fine Arts in Mumbai.

Guptas Arbeiten werden international ausgestellt und waren u. a. in der Tate Modern und der Serpentine Gallery in London, dem Centre Pompidou in Paris, dem Musée d’art contemporain de Lyon, dem Mori Museum in Tokio und dem Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk zu sehen.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 12 €, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Verein der Freunde der Museen der Hansestadt Lübeck e.V. | Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. | Deutscher Museumsbund e.V. | ICOM (International Council of Museums)

Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
https://kunsthalle-st-annen.de/


noch bis 13. April 2026

„Der Nobelpreisträger von nebenan – Grass und Lübeck”

Plakat Vernissage „Der Nobelpreisträger von nebenan – Grass und Lübeck” im Günter Grass-Haus © LÜBECKER MUSEEN/Günter Grass-HausDie Ausstellung „Der Nobelpreisträger von nebenan – Grass und Lübeck” widmet sich den Themen Herkunft, Heimat und Zuhause.

Sie erzählt von Grass’ Lebenswegen, von Aufbrüchen, Fremdheit und Ankommen und ermutigt die Besucher, über ihr eigenes Empfinden nachzudenken: Was macht die Heimat zur Heimat, das Zuhause zum Zuhause?

Für Grass wurde Lübeck zu einer Art Ersatz für sein verlorenes Danzig. Die Hansestadt an der für ihn so wichtigen „baltischen Pfütze“ mit ihren Backsteinfassaden, den Kirchen und verwinkelten Gassen erinnerte ihn stark an das Danzig seiner Kindheit und Jugend. Diese Ähnlichkeiten schufen eine emotionale Bindung, die sich auch in seiner Literatur widerspiegelt.

Im Jahr 1995 verlegte Grass sein Sekretariat von Berlin in die Lübecker Altstadt, in die Glockengießerstraße 21, wo 1999 auch die Pressekonferenz anlässlich der Verkündung des Literaturnobelpreises an Günter Grass stattfand. Bis zu seinem Tod im Jahr 2015 war er hier regelmäßig anzutreffen. Häufig besuchte er seinen Freund Kurt Thater im benachbarten Wein-Castell. Durch seine Volksnähe wurde er als Nachbar wahrgenommen.

Ein „Wurzelschlaghaus“ in Behlendorf
In Behlendorf, ca. 25 km von Lübeck entfernt und quasi in der „Nachbarschaft“, fand Grass 1986 nach langer Suche, sein „Wurzelschlaghaus“. Behlendorf bot ihm eine Landschaft, die ihn an seine Heimat Kaschubien erinnerte und gab ihm die Ruhe und Inspiration für seine literarische und künstlerische Arbeit. In den 1990er Jahren entstanden hier unter anderem zahlreiche Aquarelle. Diese Werke zeigen seine tiefe Verbindung zur Natur und zur Region, die ihn umgab. Erstmals gezeigt werden Arbeiten des Künstlers Hannes Möller, der Bilder von der Bibliothek von Günter Grass angefertigt hat. Die enge Beziehung von Günter Grass zu Lübeck ist vielschichtig. Grass engagierte sich auch im kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Stadt.

Blick nach außen mit zeitlosen Fragestellungen
Die Ausstellung über den „Nobelpreisträger von nebenan“ vermittelt auf anschauliche und originelle Weise die tiefgreifende Verbindung von Günter Grass zu Lübeck. Zugleich richtet sich der Blick aber auch auf das Publikum selbst. Was macht ein Zuhause aus? Ist es der Geruch der Ostsee, bestimmte Geräuschwelten, ein vertrauter Gegenstand – oder die Menschen, denen man immer wieder begegnet, ohne sie wirklich zu kennen?

Die Ausstellung stellt Fragen, die uns alle betreffen, und regt dazu an, sowohl die eigene Beziehung zu Ort und Zugehörigkeit zu betrachten sowie die individuellen Wahrnehmungen anderer kennenzulernen, etwa von Gruppen der VHS-Kurse „Mama lernt Deutsch“. Highlight ist ein Wortwasserfall in der von Julia Wittmer kuratierten Schau. Die Gestaltung stammt von Matthias Kaminsky und Ben Montaser.

Vernissage am Freitag 5. Dezember 2025 19:00 Uhr:
Vernissage an unterschiedlichen Orten in der Glockengießerstraße
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag in einem besonderen Format statt, nämlich „nebenan“ in der Glockengießerstraße – dem Freibackhaus, Atelier Julender, der Goldschmiede Lachmann, der Goldstube, dem Vorsteherzimmer im Füchtingshof und dem Wein-Castell.

Dort lesen gleichzeitig die Schauspieler:innen Rebecca Indermaur, Susanne Höhne, Andreas Hutzel, Nina-Mercédes Rühl, Henning Sembritzki und Vincenz Türpe ausgewählte Texte von Günter Grass zu den Themen Heimat, Ankommen und Erinnerung. Vor den Lesungen erzählen die jeweiligen Gastgeber:innen etwas über die Geschichte der jeweiligen Orte.

Besuch der Ausstellung im Günter Grass-Haus, Empfang mit Glühwein, Punsch und Musik
Im Anschluss treffen sich alle Gäste gemeinsam im Günter Grass-Haus, um die Ausstellung zu entdecken und den Abend bei Musik, Getränken und Gesprächen ausklingen zu lassen.

Teilnahme an der Vernissage: 8 €, ermäßigt 4 €, Getränke sind im Preis inbegriffen.
Die Plätze an den jeweiligen Veranstaltungsorten sind begrenzt, daher wird eine frühzeitige Buchung unter https://grass-haus.de/ empfohlen.

Öffnungszeiten:
Montag – Sonntag
10:00 – 17:00 Uhr

Feiertage
Geschlossen am: 24.12., 25.12, 31.12 und 01.01.

Geöffnet: Karfreitag, Ostersonntag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, 2. Weihnachtsfeiertag

Eintritt: 8 €
Freier Eintritt für: Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren | Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende | FSJler:innen (Freiwilliges Soziales Jahr) | Inhaber:innen der LübeckCard und der Ehrenamtskarte | Schwerbehinderte mit mind. 50 GdB und ihre Begleitperson (B) | Mitglieder folgender Verbände: Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e. V. | Deutscher Museumsbund e. V. | ICOM (International Council of Museums)|Freundeskreis Günter Grass-Haus Lübeck e. V.

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck

https://grass-haus.de/

Foto © LÜBECKER MUSEEN/Günter Grass-Haus


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