Sie sind hier: Startseite » Archiv » Ausstellungen 2016 » Ausstellungen Travemünde und Schleswig-Holstein April 2016

Ente

Ausstellungen
April 2016

 

noch bis 10. April 2016

Christophe Loiseau.
Manipulierte Porträts | Portraits manipulés

Yael Rasooly 2013 © Christophe_LoiseauDas TheaterFigurenMuseum zeigt in seiner ersten Fotoausstellung den französischen Künstler Christophe Loiseau mit seiner Serie „Manipulierte Porträts | Portraits manipulés“.

In dieser Serie hat der Fotograf gemeinsam mit internationalen Puppenspielerinnen und Puppenspielern spannende Porträt-Geschichten inszeniert.

Es ist die erste Ausstellung von Christophe Loiseau in Deutschland.

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: TheaterFigurenMuseum Lübeck, Kolk 14, 23552 Lübeck
Tel. 0451-78626, Fax 0451-78436
www.theaterfigurenmuseum.de

www.facebook.com/theaterfigurenmuseum

Flyer TheaterFigurenMuseum (pdf)


noch bis 17. April 2016

Andrew Gilbert:
Ulundi is Jerusalem,
Andrew is Emperor,
Brocoli is Holy

Andrew Gilbert, Emperor Andrew's Vision of European Tribal War Idol, 2015, Mischtechnik auf Papier, 100 x 70cm, Courtesy Sperling, MünchenEine Ausstellung der Overbeck-Gesellschaft und des St. Petri Kuratoriums.

Seit dem 1. Januar 2016 sind die Overbeck-Gesellschaft und St. Petri Kooperationspartner in Sachen Kunst, und Dr. Oliver Zybok, Direktor der Overbeck-Gesellschaft, wurde als Kunst-Kurator ins St. Petri Kuratorium berufen.

Zwei gemeinsame Ausstellungen jährlich werden die beiden  Kulturhäuser künftig gemeinsam präsentieren und möchten viele Kunstinteressierte sowohl in den Overbeck-Pavillon als auch in die Kirche locken.

Wir freuen uns sehr, dass wir Sie nun zu einer ersten gemeinsamen Ausstellungseröffnung einladen und die Kooperation sichtbar machen können. Feiern Sie mit uns und seien Sie herzlich eingeladen zur Vernissage der Ausstellung von Andrew Gilbert – Ulundi is Jerusalem, Andrew is Emperor, Brocoli is  Holy, am 28. Februar  zunächst um 15:30 in St. Petri zu Lübeck, dann gehen wir gemeinsam um 17:00 in den Overbeck-Pavillon.

Andrew Gilbert
Der schottische Künstler Andrew Gilbert kombiniert in seinen Papierarbeiten und raumgreifenden Installationen fiktive Situationen mit historischen Fakten.

Anlass sind stets Begebenheiten aus den Zeiten des Kolonialismus, vornehmlich des Britischen Empires, die in der Art seiner Reflexion weit über den geschichtlichen Kontext hinausreichen, und deren Konsequenzen bis heute schwer wiegen. Dabei untersucht er auch die Aufarbeitung über jene Zeit in Filmen und Literatur. „Seine Methode ist die Reinkarnation. Indem er im künstlerischen Schaffen in die Rolle eines britischen Majors oder Generals schlüpft, sich fremde Identitäten einverleibt und selbst als reale oder fiktive Gestalt auftritt, gelingt es ihm, die Historie in die Gegenwart zu projizieren“ (Zdenek Felix).

Visionen der Vergangenheit und ihre Auswirkungen in der Gegenwart bleiben spürbar. In diesem Kontext setzt sich der in Berlin lebende Künstler mit den Auswirkungen der historischen Fakten in der Kunst auseinander, im Speziellen mit den Expressionisten und deren Umgang mit dem so genannten Primitivismus.

Andrew Gilbert wird mit dieser Schau erstmalig institutionell in einem größeren Rahmen präsentiert.

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

Im Kontext – Gespräche über Kunst (Overbeck-Pavillon)
So 06.03., 20.03. und 17.04. jeweils um 16:00 Uhr

OverBlick – Workshops für Kinder und Jugendliche (Overbeck-Pavillon und St. Petri)
Sa 12.03. und 16. 04. jeweils von 12:00 bis 16:00
Do 07.04. und Fr 08.04. jeweils von 11:00 bis 14:00 (Ferienworkshop)
telefonische Anmeldung unter 0451-74760

Anderswo – Workshop zur interaktiven Erkundung der Kunst (Overbeck-Pavillon und St. Petri)
Fr 18.03. bis So 20.03. jeweils 14:00 – 16:00 Uhr
Fr 08.04. bis So 10.04. jeweils 14:00 – 16:00 Uhr
telefonische Anmeldung unter 0451-74760

Einblicke – Zeitreisen (Overbeck-Pavillon)
Mi 06.04. um 11:00 Uhr
Seminar in Kooperation mit der Seniorenakademie Lübeck
telefonische Anmeldung unter 0451-76331

Grass meets Overbeck (Overbeck-Pavillon)
Uwe Timm liest aus seinem Roman „Morenga“.
Do 10.03. um 19:00 Uhr
Eintritt: 9 €, ermäßigt 7 € (auch für Mitglieder)
In Kooperation mit dem Günter Grass-Haus

Art Talks – International Day (Overbeck Pavillon):
Do 17.03. von 18:00 – 20:00 Uhr
Guided tour in English

Extraschicht – Afterwork im Pavillon (Overbeck-Pavillon)
Do 14.04., um 20:00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di – So 11:00 – 17:00 (Overbeck-Gesellschaft)
ab 1. 4.  Di – So 10:00 – 17:00 (Overbeck-Gesellschaft)
Di – So 11:00 – 16:00 (St. Petri zu Lübeck)

Eintritt:
Erwachsene 2 €
Ermäßigt 1 €
Mitglieder und Schüler unter 18 Jahren frei

Ort:
Overbeck-Gesellschaft – Verein von Kunstfreunden e. V.
Königstraße 11, Behnhausgarten, 23552 Lübeck

St. Petri zu Lübeck
Petrikirchhof 1, 23552 Lübeck

www.overbeck-gesellschaft.de

www.st-petri-luebeck.de

Flyer Ausstellung Andrew Gilbert

Flyer Jahresprogramm 2016 Overbeck-Gesellschaft

Foto © Andrew Gilbert – Courtesy Sperling, München


noch bis 27. April 2016

„Schön ist es am Meer zu sein“
Ölgemälde von ChrisTine Löwa

Travemünde-Segeln 2014 Öl auf LW 100 X 120 © ChrisTine Löwa… so ist der Titel der Ausstellung, die die Kanzlei am Hafen in Travemünde in ihren Räumen präsentiert. Es werden 45 Gemälde ausgestellt, darunter viele neue Bilder.

ChrisTine Löwa wurde in Pirna geboren, lebte viele Jahre in Berlin; seit mehr als 5 Jahren ist Travemünde ihre neue Wahlheimat. Schon während des Abiturs malte sie an der Kunsthochschule, studierte dann Kulturwissenschaften und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Ölmalerei.

Das weite stille und tobende Meer, der blaue oder wolkenverhangene Himmel, die vom stetig wehenden Wind speziell geformte Landschaft, die ziehenden und vielfarbigen Wolkengebilde, Segel, die sich im Wind aufblähen, die grünen Weiden, die leuchtenden Rapsfelder, so weit und gelb bis zum Horizont, die blühenden Mohnwiesen, die tosenden Wellen der Ostsee, die Sandstrände und bizarren Steilufer sind Motive, die die Malerin ChrisTine Löwa bewegen und nicht mehr loslassen.

Das Typische an ihren Arbeiten sind die intensiven, leuchtenden und meist sehr pastös aufgetragenen Farben und der kraftvolle Pinselstrich, die die Bilder in einer Dreidimensionalität erscheinen lassen und Leben verleihen.

ChrisTine Löwas Credo ist ein Ausspruch von Renoir: „Für mich muss ein Bild etwas Liebenswertes, Erfreuliches sein. Es gibt genug unerfreuliche Dinge auf der Welt, als dass wir noch weitere fabrizieren müssten.“

Und sie selbst ergänzt: „Ich möchte die Betrachter mit meinen farbenfrohen Landschaften einladen zur Besinnung, zum Genuss der Schönheiten und Harmonie der Natur, die Flüchtigkeiten, Nichtigkeiten und Widrigkeiten unseres Alltags vergessen lassen und Lebenslust auslösen. Ich male Bilder, damit sie Wände schmücken, das Leben zu Hause bereichern, an schöne Urlaubserlebnisse erinnern, Sehnsüchte erfüllen, Herz und Seele berühren, die Sinne des Betrachters ansprechen, ihn inspirieren, Träume wecken … “

Die Ausstellung der farb- und lebensfrohen Gemälde kann bis zum 27. April 2016 besucht werden – eine Sammlung für Genießer, Wellnessprogramm für Auge und Seele.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

montags – freitags 08:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kanzlei am Hafen, Torstraße 1, 23570 Lübeck-Travemünde

www.kunstnet.de/chrisartelier

Foto © ChrisTine Löwa


noch bis 01.Mai 2016

Hand/Werk

011_postkarte_florenz_heinrich_mann_foto_buddenbrookhausLiebesbriefe, Feriengrüße, Textentwürfe, Gedankenaustausch
mit Künstlern und Autoren und ein berührendes Telegramm – genau 66 Jahre nach seinem Tod gelangen jetzt 436
persönliche Schriftstücke von Heinrich Mann in die Öffentlichkeit.

Das Buddenbrookhaus erwarb sie im vergangenen Jahr von den Enkeln des Schriftstellers, Jindrich und Ludvik Mann.

Unter dem Ausstellungstitel Hand/Werk ist ab kommenden Sonntag eine Auswahl von 41
Handschriften im Buddenbrookhaus zu sehen.

Zur Eröffnung dieser Ausstellung am Samstag, 12. März, werden Jindrich Mann und seine Töchter Hannah und Lucia in der Hansestadt erwartet.
Der Filmemacher Jindrich Mann, geboren 1948 in Prag, wird ein Grußwort sprechen und an seinen berühmten Großvater erinnern.

Öffnungszeiten des Museums:
15.02. – 31.03.
Mo – So 11:00 – 17:00 Uhr

01.04. – 31.12.
Mo – So 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | ermäßigt | Schüler:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, 23552 Lübeck
www.buddenbrookhaus.de

Foto © Buddenbrookhaus Lübeck


noch bis 08. Mai 2016

hautnah – unsere Heiligen unter der Lupe
Fotografien von Maire Müller-Andrae

St. Jürgen St. Annen-Museum Lübeck © Maire Mueller-AndraeIn den Sonderausstellungsräumen im Obergeschoss des St. Annen-Museums sind bis zum 08. Mai 2016 spektakuläre Detailfotos von mittelalterlichen Heiligenbildern aus der Sicht der Diplom-Restauratorin Maire Müller-Andrae zu sehen.

Mit dieser Schau beschließt das Museum das erfolgreiche Jubiläumsjahr 500 Jahre Kloster – 100 Jahre Museum St. Annen.

Dr. Bettina Zöller-Stock, Leiterin des St. Annen-Museums, ist von der Ausstellung begeistert: „Diese Arbeitsfotos entwickeln eine wundersame eigene Wertigkeit, die mich ästhetisch vollkommen fasziniert. Zudem hat nur der Besucher dieser Fotoausstellung die Chance, diesen privilegierten Blick aus nächster Nähe nachzuvollziehen, denn ausschließlich beauftragte Restauratoren dürfen den Originalen so hautnah kommen.“

Insgesamt 46 großformatige Aufnahmen mit dem Makroobjektiv zeigen Schadensbilder und Alterungszustände von Kunstwerken aus der Sammlung des St. Annen-Museums, die Maire Müller-Andrae für die Jubiläumsausstellung Lübeck 1500 konserviert und restauriert hat.
Ihre persönliche Sicht aus nächster Nähe auf die Jahrhunderte alten Oberflächenstrukturen entwickelt in der fotografischen Umsetzung eine eigenständige, fast abstrakte Ästhetik.

Maire Müller-Andrae, geboren 1970 in Lüchow und aufgewachsen in der Lüneburger Heide, schloss ihr Studium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim – Studiengang Restaurierung für Gemälde und Skulptur – mit dem Diplom ab.
Nach mehrjähriger Mitarbeit in einer Bremer Restaurierungswerkstatt sowie Praktika im Victoria & Albert Museum und der Wallace Collection in London ist sie seit 2003 für Auftraggeber der Denkmalpflege, Museen, Kirchen und für Privatpersonen im Lübecker Restaurierungsatelier butt-restaurierungen tätig.

Maire Müller-Andrae führt am 02. April und am 24. April, jeweils 15:00 Uhr, durch die Ausstellung.

Es wird Postkarten mit Motiven aus dieser Sonderausstellung geben.

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7,- | 3,50 | 2,50 €

Ort: Museumsquartier St. Annen, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.museumsquartier-st-annen.de

www.facebook.com/museumsquartier

Foto © Maire Müller-Andrae


noch bis 29. Mai 2016

„Ken Aptekar – Nachbarn“

Aptekar - I'm Jewish But I Don't Really Buy the Whole God Thing © Ken AptekarDie Kunsthalle St. Annen zeigt ab Sonntag, 7. Februar, die Sonderausstellung „Nachbarn“ des US-Amerikaners Ken Aptekar.

Der jüdische Konzeptkünstler setzt sich mit Motiven auseinander, die den mittelalterlichen Altarbildern des St. Annen-Museums entstammen.

Aptekar war im Jahr 2006 zu Gast in Lübeck und fasziniert davon, dass das ehemalige St. Annen-Kloster von 1515 direkt an das Grundstück der im 19. Jahrhundert errichteten Synagoge angrenzt.
Diese besondere Nachbarschaft inspirierte ihn zu der aktuellen Ausstellung, die bis zum 29. Mai in Lübeck zu sehen ist.

„Die Ausstellung verbindet auf eindrucksvolle Weise die bedeutende Mittelaltersammlung des St. Annen Museum mit der Kunsthalle St. Annen. Sie schlägt damit einen Bogen von der erfolgreichen Jahrhundertausstellung ‚Lübeck 1500‘ in die Gegenwartskunst“, betont Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen.

Aptekars Werke gehören zur Kunstform der Appropriation Art, bei der Künstler bewusst Werke anderer kopieren. Aptekar wählte dazu Bildmotive von im St. Annen-Museum ausgestellten Altarretabeln, fotografierte und vergrößerte sie und bearbeitete sie mit Pinsel oder Silberstift. Anschließend wurden die Bilder mit Glasplatten abgedeckt, in die mittels Sandstrahltechnik einzelne Sätze oder ganze Erzählungen eingraviert sind.
Die Ausstellung zeigt 14 Gemälde, die aus insgesamt 32 Tafeln bestehen.

„Das Besondere an Ken Aptekars Werken ist die Tatsache, dass sie nicht allein durch verbale Botschaft wirken, sondern diese durch die mittelalterlichen Bildvorlagen zugleich auch mit Form, Schönheit und Sinnlichkeit verbinden.Es stellt sich automatisch ein Seh-Lust-Gefühl ein“, erklärt Dr. Thorsten Rodiek, Direktor der Museen für Kunst und Kulturgeschichte und Kurator der Ausstellung. Er fügt hinzu: „Aptekar sieht sich selbst als Konzeptkünstler, der seine Bilder als Objekte mit Malerei definiert. Dabei ist es ihm wichtig, dass diese stets eine fortschrittliche Haltung bzw. Beziehung zu gesellschaftspolitischen Fragen haben.“

Die Ausstellung besteht nicht nur aus den von Ken Aptekar angefertigten Gemälden und Zeichnungen, sondern bindet zugleich auch ein von ihm in Santiago de Chile gedrehtes Video-Interview und das für diese Ausstellung von der Kunsthalle Hamburg ausgeliehene Werk „Der zwölfjährige Jesus im Tempel“ von 1879 des jüdischen Malers Max Liebermann mit ein.
Eine Live-Übertragung in Echtzeit aus der Synagoge nebenan wird die zufälligen, ungeplanten Vorgänge des aktuellen Gemeindelebens mit dem Liebermann-Bild konfrontieren.

Die Beschriftungen neben den Werken Aptekars sind nicht nur in deutscher und englischer, sondern auch in türkischer und russischer Sprache verfasst. Damit möchte die Ausstellung auf die Herkunftsländer der neuen Nachbarn im von deutschen Christen geprägten Aegiedienviertel verweisen.
Ein großer Teil der jüdischen Gemeinde in Lübeck von heute stammt aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion und der überwiegende Anteil der Muslime, die in der Nähe des Museumsquartiers drei Moscheen unterhalten, stammt aus der Türkei.

Führungen durch die Ausstellung, mit Museumsdirektor Dr. Thorsten Rodiek
am 06. März, 24. April, 29. Mai
jeweils 11:30 Uhr – 13:00 Uhr
Preis für Erwachsene | Ermäßigte | Kinder
11,- | 7,50 | 6,50 €

Öffnungszeiten des Museums:
07.02.16 – 31.03.16
Di – So 11:00 – 17:00 Uhr

01.04.16 – 31.12.16
Di – So 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder
7,- | 3,50 | 2,50 €

Ort: Kunsthalle St. Annen, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck, Tel. 0451-1224137 (Kasse)
www.kunsthalle-st-annen.de

www.kenaptekar.net

Foto © Ken Aptekar


noch bis 29. Mai 2016

„Gartenjuwelen“
– Die Eutiner Staudengärtnerei Herms (1927-1973)

Firmenschild Staudengärtnerei Herms EutinIn der Zeit vom 11. März bis 29. Mai 2016 beschäftigt sich das Ostholstein-Museum mit der Geschichte der Eutiner Staudengärtnerei Herms.

Die für ihre Pflanzen und Züchtungen weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannte Staudengärtnerei, die bis in die 70er Jahre hinein in Eutin Bestand hatte, ist mit Blick auf die Landesgartenschau Thema der Frühjahrsausstellung im Dachgeschoss des Museums und lässt ein fast vergessenes Kapitel Eutiner Gartenkultur wieder aufleben.

Die Ausstellung erzählt vom Mut und vom Idealismus starker Gartenpersönlichkeiten in Ostholstein:
Hänse und Ludwig Herms gingen zu Anfang des 20. Jahrhunderts einen visionären Weg.
Ihre Pflanzenkulturen, ihre naturhaften Staudenpflanzungen, Farne und Gräser entsprachen schon früh der modernen Staudengestaltung, die der berühmte Potsdamer Gärtner und Autor Karl Foerster (1874-1970) propagierte.

Für ihre Verdienste bekam Hänse Herms große Anerkennung und wurde als „Foersterianerin“ von Karl Foerster „geadelt“. Ihm und seiner Familie, aber auch Mitgliedern des sogenannten Bornimer Kreises, blieben die Herms bis zum Ende ihres Lebens eng verbunden.

Die Herms standen schon Anfang des 20. Jahrhunderts für eine moderne Staudenphilosophie, die ihren internationalen Durchbruch jedoch erst viel später in den 1980er Jahren errang.
Ihren eigenen Weg mit einer Versandgärtnerei hatten sie hart erkämpft. Von Eutin aus gingen Gartenjuwelen in alle Welt.
Die Fachwelt hat sie dafür bis heute in bester Erinnerung behalten, während ihre Bekanntheit in Schleswig-Holstein verschüttet scheint.

Dokumente, Bücher, Medaillen, Gartengerät und erläuternde Texte in der Ausstellung zeigen die Besonderheiten der Eutiner Staudengärtnerei und geben einen Überblick über die Geschichte des Betriebes von seinen Anfängen in den 20er Jahren bis zu seinem Ende.

Ergänzt wird die Ausstellung durch botanische Aquarellzeichnungen der Enkelin des Ehepaars Herms, der Pflanzenmalerin Katrin Ullmann. Sie lebt und arbeitet heutzutage im Wallis, einer Hochgebirgsregion in der Schweiz. Ihre Großeltern, bei denen Sie in ihrer Kindheit und Jugend viel Zeit verbrachte, und die Aura der Gärtnerei in Eutin haben sie stark geprägt.
Ihre Blüten- und Pflanzenporträts bestechen durch eine naturgetreue Wiedergabe und eine hingebungsvolle Auseinandersetzung mit vermeintlich einfachen, aber auch seltenen botanischen Motiven.

Die Idee zu dieser Ausstellung entstand nach Recherchen der Autorin und Gartenhistorikerin Marion Heine aus Plön, die bereits zwei ausführliche Artikel zum Thema „Herms“ in den Jahrbüchern für Heimatkunde Eutin (Ausgaben 2010 und 2011) veröffentlicht hat.
Die gestalterische Konzeption der Informationstafeln in der Ausstellung übernahm Dr. Martin Nickol, Kustos des Botanischen Gartens der CAU Kiel, im Rahmen einer früheren Ausstellung in Kiel.

Öffnungszeiten des Museums:
11. März bis 27. April:
Dienstag bis Freitag: 11:00 – 17:00 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag: 10:00 – 17:30 Uhr

28. April bis 3. Oktober:
Montag bis Donnerstag: 11:00 – 18:00 Uhr
Freitag bis Sonntag/Feiertag: 11:00 – 19:00 Uhr

Eintritt: 8,00 €, ermäßigt 4,00 €

Gegen Vorlage einer Dauerkarte oder eines regulären Erwachsenentickets der Landesgartenschau Eutin gewähren wir vom 11. März bis 3. Oktober 2016 vergünstigten Eintritt ins Museum.
Ein in jenem Zeitraum erworbenes Museumsticket (für Erwachsene) berechtigt gegen Vorlage zum ermäßigten Eintritt in die Landesgartenschau. Besucher erhalten dafür von uns einen Wertbon.

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis 05. Juni 2016

„Im Umkreis des Hochofens“
Aquarellierte Zeichnungen von Holger Jörn

Plakatbild © Holger JörnVon dem mühevollen Leben und den harten Arbeitsbedingungen zu Beginn des vorigen Jahrhunderts ist in der Werkssiedlung rund um das ehemalige Hochofenwerk in Herrenwyk heute nicht mehr viel zu spüren.

Geblieben sind die Architektur und die Parzellenaufteilung mit Gärten und Schuppen, aus denen sich die jetzigen Bewohner eine den neuen Bedürfnissen angepasste Idylle geschaffen haben.

Umgeben von Handel, Hafenumschlag und kleineren Betrieben lebt der Künstler Holger Jörn hier seit zehn Jahren.
Er hat versucht, in seinen Zeichnungen etwas von dieser Nischenpoesie einzufangen.

Seine Ausstellung Im Umkreis des Hochofens wird am Sonntag, 06. März, in den Räumen der Geschichtswerkstatt in Herrenwyk eröffnet.

Außerdem wird das neue Hochofenmodell eingeweiht.
Es wurde von der Lübecker Modellbauwerkstatt Architektur & Konstruktionsbau Hans Eberhard Grützmacher nach dem Originalbauplan von Hochofen I des Lübecker Hochofenwerkes aus dem Jahr 1906 angefertigt.
Das Modell hat den Maßstab 1:50 und besteht hauptsächlich aus Plexiglas. Der Bau des Modells wurde durch Spenden von Dr. Christian Dräger und des Gemeinnützigen Vereins Kücknitz e. V. ermöglicht.

Die Siedlung am Hochofenwerk entstand in den Jahren 1906/1907 parallel zu den Betriebseinrichtungen des Werkes. Es wurde im wahrsten Sinne des Wortes auf der grünen Wiese am Traveufer errichtet.
Um zumindest einen Großteil seiner Beschäftigten vor Ort unterbringen zu können, baute das Werk Wohnungen – je nach der Stellung in der Hierarchie des Werkes von unterschiedlicher Größe.
Die Villa des Generaldirektors entstand im Westen des Werkes, damit der hier vorherrschende Westwind den Großteil der Abgase in die andere Richtung blies.

In der vordersten Reihe der Siedlung standen die sogenannten „Beamtenwohnhäuser“; Wohnungen von 112 qm für die leitenden Angestellten. Dahinter entstanden Meisterhäuser von 90 qm und das werkseigene Kaufhaus. Noch weiter östlich entstand dann die eigentliche Arbeiterwohnkolonie mit Reihenhäusern von 55 qm.

Nach dem Konkurs des Werkes 1981 wurden die Arbeiterwohnungen einzeln verkauft. Geblieben sind
die Architektur und die Parzellenaufteilung mit Gärten und Schuppen.

Holger Jörn zeigt in der Ausstellung insgesamt 50 Aquarelle, in denen er die Architektur der Siedlung und Details aus der Umgebung festgehalten hat. Zu seiner Technik sagt er: „Die Zeichnung gibt das Bevorzugte des Augen-Blicks wieder. Ein Versuch, das Gesehene leicht und zügig, tagebuchartig zu fixieren. Dabei bevorzuge ich die Rohrfeder, weil sie mit ihrer unregelmäßigen Strichbreite und kurzen Strichfolgen nichts Routiniertes zulässt.“

Holger Jörn wurde 1946 in Göttingen geboren. Seit 1953 lebt er in Lübeck. Er hat sich autodidaktisch ausgebildet. Seit 1983 lebt er als freischaffender Künstler. Er ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Schleswig Holstein.
Neben seiner Teilnahme an Jahres- und Landesschauen des Künstlerverbandes hat er seit 1979 Einzelausstellungen in Galerien zu unterschiedlichen Themen gezeigt.

Der Künstler bietet an den Sonntagen 20.03., 17.04., 22.05. und 05.06. jeweils um 15.00 Uhr Führungen durch die Ausstellung an.

Öffnungszeiten des Museums:
freitags 14:00 – 17.00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
3 | 1,50 | 1,50 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de

Facebook


noch bis 03. Juli 2016

„Stadt Land Seen“
– Klaus Fußmann in Holstein

Klaus Fußmann - Raps bei Lepahn - Ostholstein-MuseumIn der Zeit vom 13. März bis 3. Juli 2016 zeigt das Ostholstein-Museum rund 65 Landschafts- und Blumenbilder des in Berlin und Gelting lebenden Malers Klaus Fußmann.

Klaus Fußmann gehört zu den bekanntesten Landschaftsmalern unserer Zeit. Seit vielen Jahren kennt er Ostholstein und ist mit der hiesigen Landschaftsmalerei der vergangenen zwei Jahrhunderte vertraut. Doch das nordöstliche Holstein hatte bisher keinen Eingang in sein eigenes künstlerisches Schaffen gefunden.

Mit Blick auf die für das Jahr 2016 in Eutin geplante Landesgartenschau entstand die Idee, hier in der Holsteinischen Schweiz erstmals zu malen und diesen Landstrich künstlerisch zu entdecken. Die Ergebnisse sind nun in dieser Ausstellung zu sehen:
Rund 50 Ölbilder, Aquarelle und Pastelle zeigen, erweitert durch eine Auswahl von Garten- und Blumenbildern des Künstlers, Klaus Fußmanns Blick auf die ostholsteinische Landschaft.

Der Künstler, der seit den siebziger Jahren die Sommermonate im schleswig-holsteinischen Gelting verbringt und von 1974 bis 2005 eine Professur an der Hochschule der Künste in Berlin innehatte, gehört zu den führenden Vertretern der zeitgenössischen deutschen Malerei.

Seine Motive setzt Klaus Fußmann in einer ganz eigenen Bildsprache um. So sind seine Ölbilder beispielsweise durch einen stark pastosen Farbauftrag gekennzeichnet, der seinen Leinwandbildern nicht nur räumliche Tiefe, sondern auch eine besondere Dynamik verleiht, während seine Aquarelle und Pastelle von einer stimmungshaften Flächigkeit geprägt sind.

Klaus Fußmann malte in den vergangenen zwei Jahren direkt vor Ort Schlösser und Herrenhäuser auf dem Lande, Seen, Felder, Knicks und Strandlandschaften der Region. Seine Motive fand er dabei vornehmlich in der Gegend von Plön und Eutin, aquarellierte aber auch in Grömitz, Heiligenhafen, Cismar, Nüchel, Selent und vielen anderen Orten der Region.

Zu diesen rund 50 Landschaftsbildern stellen die Garten- und Blumenbilder von Klaus Fußmann eine reizvolle Ergänzung in der Ausstellung dar. Alle Gartenmotive sind in Schleswig-Holstein entstanden, und auch sie zeigen, wie intensiv der Künstler die Natur erlebt. Sie lenken den Blick des Betrachters vom Großen auf das Kleine und runden das landschaftliche Erleben und die Sicht Klaus Fußmanns auf die Natur eindrucksvoll ab.

Die Werke des Malers werden in der Ausstellung gemeinsam mit Texten zur holsteinischen Landschaft aus vergangener und heutiger Zeit präsentiert. Sie zeigen – gerade auch im Zusammenspiel mit der zeitgenössischen Malerei –, wie sehr sich der Blick auf die Landschaft Ostholsteins und der angrenzenden Umgebung gewandelt hat und wie verschieden diese durch die Jahrzehnte hindurch gesehen wurde.

Begleitend zur Ausstellung erscheint das Buch „Stadt Land Seen“ – Klaus Fußmann in Holstein, Edition Eichthal, Eckernförde (10,00 €).

Öffnungszeiten des Museums:
11. März bis 27. April:
Dienstag bis Freitag: 11:00 – 17:00 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag: 10:00 – 17:30 Uhr

28. April bis 3. Oktober:
Montag bis Donnerstag: 11:00 – 18:00 Uhr
Freitag bis Sonntag/Feiertag: 11:00 – 19:00 Uhr

Eintritt: 8,00 €, ermäßigt 4,00 €

Gegen Vorlage einer Dauerkarte oder eines regulären Erwachsenentickets der Landesgartenschau Eutin gewähren wir vom 11. März bis 3. Oktober 2016 vergünstigten Eintritt ins Museum.
Ein in jenem Zeitraum erworbenes Museumsticket (für Erwachsene) berechtigt gegen Vorlage zum ermäßigten Eintritt in die Landesgartenschau. Besucher erhalten dafür von uns einen Wertbon.

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis 01. August 2016

A. Paul Weber:
Glasgemälde und Glasgemäldeentwürfe

Glasfenster - A. Paul Weber-Museum RatzeburgDas A. Paul Weber-Museum in Ratzeburg zeigt vom 1. März bis zum 1. August eine neue Sonderausstellung mit Glasgemälden und Glasgemäldeentwürfen von A. Paul Weber.

Glasgemälde hatten ihre Blütezeit in der Gotik und im satirisch-kritischen Graphikwerk von A. Paul Weber würden nur Wenige eine solch umfangreiche Beschäftigung mit diesem Thema vermuten.
Tatsächlich hat Weber aber über 130 Entwürfe für Glasgemälde geschaffen, von denen mehr als 30 ausgeführt wurden und mindestens 20 sogar noch in ausgeführter Form erhalten geblieben sind, wie etwa jene aus dem Haus von Emil Stramke, welche die Weber-Gesellschaft vor kurzem für das Museum erwerben konnte.

Weitere Werke entstanden für Apotheken, Bauernhöfe, Gaststuben, Modehäuser und Hotelbars sowie für unterschiedliche private Auftraggeber.

Die motivische Bandbreite ist sehenswert und reicht von satirischen Darstellungen über Motive aus dem ländlichen Leben bis hin zu politischen Inhalten.

Der Hamburger Großkaufmann Alfred Toepfer beschäftigte Weber in den 30er Jahren als künstlerischen Gestalter, u. a. für seine Höfe (Kalkhorst, Siggen, Thansen, Brümmerhof). Auf dem Glasfenster „Deutsche Mutter Grenzen überschauend“ in Kalkhorst (Mecklenburg) sind die deutschen Landschaften von der Küste bis zu den Alpen dargestellt, was auf den politischen Aspekt der „Grenzlandarbeit“ Toepfers hinweist, welche dieser etwa durch die Stiftung von Jugendherbergen in grenznahen Gebieten betrieben hat.

Für den ländlichen Raum entstanden in der zweiten Hälfte der 30er Jahre zahlreiche Glasfensterentwürfe für die Möbeltischlerei Anton Hestermann in Wietzendorf – vielleicht für die Ausstattung eines Saales oder Stube in einer Gaststätte. Wie ein Stempel belegt, lagen sie der Glasmalereiwerkstätte John Nickelsen, Hamburg zur Ausführung vor. Die Arbeit war Weber so wichtig, dass er acht Motive davon 1944 im Deutschen Volkskalender Nordschleswig veröffentlichte.

Wahrscheinlich für das „Haus der Mode“ in Hamburg waren zahlreiche Entwürfe mit einer Art Zyklus „Historie der Mode“ gedacht. Die Herstellung und Verarbeitung von Stoff war auch Thema etlicher anderer Entwürfe. Ob alle für denselben Auftraggeber entstanden, wissen wir nicht.

Für seinen langjährigen Heilpraktiker Emil Stramke schuf Weber 1961 drei satirische Glasgemälde mit Patienten in der „Betreuung“ durch Schulmediziner (die Fenster waren in Stramkes Wohnung in Überlingen eingebaut), sowie ein zweiteiliges mit einem Urinbeschauer und einige dekorative Fenster mit homöopathischen Elementen.

Für Gerhard Willrich hatte Weber schon 1939 die gesamte Ausstattung von dessen Göttinger Löwen-Apotheke entworfen, u. a. die Ladentür: Die auf eine dicke Glasscheibe gemalte mittelalterliche Figur warb für das „Homöopathische Kabinett“, welches das erste seiner Art in Norddeutschland gewesen war (im Weber-Museum zu sehen!), sowie ein sechsteiliges Fenster in Bleiverglasung, zu dem auch die kompletten Entwürfe erhalten geblieben sind.

Für den Ratzeburger Journalisten und Fotografen Hans-Jürgen Wohlfahrt schuf Weber 1974 einen Glasfensterentwurf mit einem fotografierenden Fuchs sowie zwei Entwürfe mit dem Ratzeburger Ausrufer. Einer davon wurde ausgeführt und war früher in Wohlfahrts Wohnhaus in der Seestraße eingebaut.

Weber verstand es, sogar satirische Elemente in das Medium der Glasfenster einzubringen: So trinkt Münchhausen mit einem Admiral auf dem Meeresgrund ein Gläschen Florida-Boy Orange – ein Entwurf in der ungewöhnlichen Form eines großformatigen Ölgemäldes für die Florida-Bar des Hotels Erkenhof in Kiel aus dem Jahr 1960.

Offizielle Eröffnung ist erst zur Jahrestagung der A. Paul Weber-Gesellschaft am 23. April um 15 Uhr. Museumsleiter Dr. Klaus J. Dorsch führt dann mit einem Lichtbilder-Vortrag in die Ausstellung ein. Hierzu sind auch Nicht-Mitglieder herzlich willkommen.

Die Ausstellung ist täglich, außer montags, von 10-13 und 14-17 Uhr geöffnet.

Eintritt:
Erwachsene 3,- €
Schüler 1,- €
Familien (2 Erwachsene und Kinder) 6,- €

Hinweis:
Es besteht die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für beide Kreismuseen (A. Paul Weber-Museum und Kreismuseum) zu erwerben:
Kombikarte mit Kreismuseum:
Erwachsene 5,- €,
Schüler 1,50 €
Familien (2 Erwachsene und Kinder) 10,- €

Ort: A. Paul Weber-Museum, Domhof 5, 23909 Ratzeburg
www.weber-museum.de


noch bis 20. Oktober 2016

Don’t fence me in – Frühe Bilder von Günter Grass

Günter Grass 1951 in Italien © Akademie der Künste, Sammlung Maria Rama, BerlinIm Jahr 1948 begann Günter Grass ein Studium der Bildhauerei und Grafik an der Kunstakademie Düsseldorf.

Tiefere Einblicke in diese Lebensphase waren bisher unmöglich, denn die meisten damals von Grass geschaffenen Arbeiten galten als verschollen.

Die neue Sonderausstellung  Don’t fence me in – Frühe Bilder von Günter Grass im Günter Grass-Haus in Lübeck zeigt nun erstmals Werke, die 2013 durch Zufall entdeckt wurden.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo – So 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
7 | 3,50 | 2,50 €

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
www.grass-haus.de

www.facebook.com/grasshaus

Foto © Akademie der Künste, Sammlung Maria Rama, Berlin


14. April 2016

Eröffnung der Sonderausstellung
„Bienen – Bestäuber der Welt“
Ausstellung 15. April bis 18. September 2016

Biene © TraveMediaAm Donnerstag, 14. April, wird im Museum für Natur und Umwelt in Lübeck die Sonderausstellung Bienen – Bestäuber der Welt eröffnet.

Bienen leben in komplexen Staatsgebilden, praktizieren eine perfekte Arbeitsteilung und bauen mit geometrischer Präzision kunstvolle Waben. Wir Menschen verdanken ihnen die Blütenpracht des Sommers, sämtliches Obst, allerlei Gemüse, und manche süße Köstlichkeit.

Highlight der Schau sind Fotos der renommierten Tierfotografen Heidi und Hans-Jürgen Koch.
Das Fotografen-Paar gehört international zu den besten Tierfotografen.
Für ihre Aufnahmen haben Heidi und Hans-Jürgen Koch zahlreiche Auszeichnungen erhalten (unter anderem: Art Directors Club Deutschland und Europa, World Press Photo Award, BBC Wildlife Photographer of the Year, Deutscher Preis für Wissenschaftsfotografie).
Ihre Bilder zeichnen sich durch ungewöhnliche Blickwinkel, Witz und Perfektion aus. Bei der gestrigen Ausstellungseröffnung waren die Fotografen anwesend und stellten ihre Arbeiten vor.

Die Fotos der Ausstellung sind in fünf Themen gegliedert: „Die Bestäuber“, „Die Brüter“, „Das Personal“, „Die Architekten“ und „Die Futuristen“.
Makroaufnahmen zeigen Details der Entwicklungsstadien der Bienenlarven, der Puppen und beim Schlupf. Arbeiterinnen, Königin und Drohnen werden aus nächster Nähe vorgestellt. Thematisiert wird auch der Bau der Waben mit ihren charakteristischen sechseckigen Zellen. Für die exakte Geometrie nutzen die Bienen die physikalischen Eigenschaften ihres Baumaterials Wachs.
Zudem werden Bilder aus der modernen Bienen-Forschung zu Verhalten, Physiologie und Genetik gezeigt. Angesprochen wird auch die immense Bedeutung der Bienen für den Erhalt der Biodiversität, also den Erhalt der Fülle an Pflanzen, Tieren und ihrer Lebensräume sowie ihre Bedeutung für die Bestäubung unserer Nutzpflanzen.

Das Museum für Natur und Umwelt hat die Schau darüber hinaus um zahlreiche Objekte bereichert.
Der Gemeinnützige Imkerverein Lübeck von 1884 e.V  präsentiert Spannendes und Wissenswertes rund um Honigbienen und den neuen Trend Stadtimkerei.
Illustrationen der Grafikerin Iris Kinzelbach zeigen das Leben der Honigbienen auf amüsante und ungewohnte Weise und regen zum Schmunzeln an.

Ganz zentral in der Ausstellung ist das lebende Bienenvolk im „Gläsernen Bienenstock“ des Museums. Die Bienen können bei allen Tätigkeiten beobachtet werden. Es gibt Gelegenheit, die Bienensprache zu entschlüsseln und zu verstehen.

Auch der bunte Museums-Bienengarten ist Teil der Ausstellung. Hier gibt es  z.B. ein großes Wildbienenhaus, das heimischen Arten Nistmöglichkeiten bietet.

Die Ausstellung Bienen – Bestäuber der Welt mit dem Bienengarten des Museums ist übrigens Bestandteil von Lübecks Bewerbung zur „Bienenfreundlichsten Kommune“.

Das Fotografen-Paar ist bei der Eröffnung anwesend und wird seine Arbeiten vorstellen.

Die Ausstellung ist bis zum 18. September in Lübeck zu sehen und wird von zahlreichen Veranstaltungen begleitet.

Donnerstag 19:30 Uhr, Einlass ab 19:00 Uhr

Eintritt zur Eröffnung:
Erwachsene | Ermäßigte | Kinder:
6 | 3 | 2 €

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

Facebook


16. April 2016

Vernissage
Gabriele Kasten und Renate Straatmann
Ausstellung 16.04. – 15.07.2016

Die Galerie Wilhelminenhaus in Kiel zeigt in ihrer kommenden Ausstellung Werke der norddeutschen Malerinnen Gabriele Kasten und Renate Straatmann und lädt jeden Interessierten herzlich zur Vernissage am 16. April um 17.00 Uhr ein.

Gabriele Kasten - AfrikanerDie in Grömitz arbeitende Malerin und studierte Modedesignerin Gabriele Kasten zeigt in ihren beeindruckenden, sehr naturalistisch geformten Landschaften und den stark an Trompe-l’œil orientierten Stillleben im Stile des Quodlibet, die unterschiedlichsten Facetten ihrer Kunst.

Kasten zeigt zudem ausgewählte Werke ihrer Porträtserie „Lebensfurchen“, in denen sie ganz bewusst das Einschreiben unterschiedlicher Lebensumstände in die Gesichter der Porträtierten möglichst realitätsnah darstellt. Jedoch zeigt die Malerin nicht ausschließlich in Öl gefasste Werke, sondern auch Bilder aus ihrem Porträtzyklus „Menschen“, die in einer Mischtechnik aus Öl und Fineliner entstanden sind.

Das Besondere ihrer Malerei sind nicht nur die authentischen, naturalistischen und emotionsgeladenen Darstellungen nördlicher Landschaften, sondern auch der pointierte und sensible Umgang mit der dargestellten Oberfläche, sowie ein sanfter Einsatz der ausgewählten Farben. Dabei ist es sicherlich ihrem Modedesignstudium geschuldet, dass sie einen Faltenwurf malt, der durch seine Genauigkeit besticht.

Renate Straatmann - EggumDie Bad Schwartauer Malerin Renate Straatmann zeigt in ihren Werken hingegen zumeist abstrakte Darstellungen der von ihr wahrgenommenen Natur und Begegnungen. Jedoch wird in jedem ihrer abstrakten Arbeiten die Verbindung zum Realen deutlich. Die Künstlerin zeigt damit eine spannungsreiche Interaktion von dem Gesehenen und tatsächlich Gemalten, von haptisch Erfahrbarem und emotional Berührtem.

Die größtenteils in Mischtechnik gespachtelten und gepinselten Arbeiten verbinden dabei oft architektonisch-technische Details mit einer beeindruckenden, gewaltigen Farbführung.  Die Malerin arbeitet herausstechende Details eines Bildes so in dessen Untergrund ein, dass keines der dargestellten Elemente hervorzustechen vermag.

Straatmanns Werke zeigen damit einen in sich schlüssigen und zu keiner Zeit hierarchischen Bildaufbau, der dem Betrachter erst beim genaueren Hinsehen in seiner ganzen Bandbreite gewahr wird. Besonders die grob gespachtelten Werke der Künstlerin offenbaren bei jedem Hinsehen neue Details, die das Gesamtbild nacheinander komplettieren.

Die Künstlerinnen Gabriele Kasten und Renate Straatmann zeigen in den beiden Etagen des Wilhelminenhauses Kiel, wie gut sich ihre Werke gerade durch deren Gegensätzlichkeit ergänzen.

Samstag 17:00 Uhr

Öffnungszeiten der Galerie:
Montag – Donnerstag: 09:00 – 18:00 Uhr
Freitag: 09:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Galerie Wilhelminenhaus, Wilhelminenstraße 43, 24103 Kiel
www.galerie-wilhelminenhaus.de

Gabriele Kasten – www.onlinemalerei.de

Renate Straatmann – www.renate-straatmann.de


21. April 2016

Ausstellungseröffnung
„Monets Gärten.
Zeitgenössische Fotografien von Darren Almond, Elger Esser, Henri Foucault, Bernard Plossu, Stephen Shore“
Ausstellung vom 22. April – 21. August 2016

Logo musée des impressionnismes GivernyAb dem 22. April 2016 präsentiert das Schloss Eutin als diesjährige Sonderausstellung Impressionen mit ungewöhnlichem Blickwinkel auf die Gärten Claude Monets:
Gezeigt werden zeitgenössische Fotografien von fünf internationalen Künstlern, die 2015 im musée des impressionnismes Giverny konzipiert und sehr erfolgreich vorgestellt wurden.

Aufgrund einer persönlichen Vermittlung von Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor der Hamburger Kunsthalle, konnte die Ausstellung für eine zweite und letzte Station für das Schloss Eutin gewonnen werden.

Die Fotografien von Darren Almond, Elger Esser, Henri Foucault, Bernard Plossu und Stephen Shore zeigen keine stereotypen Interpretationen der Gärten Monets, sondern eröffnen facettenreiche, zeitgenössische und originäre Sichtweisen auf dieses vermeintlich so bekannte Motiv.
Sie erforschen den Künstlergarten subjektiv, poetisch oder dokumentarisch.

Es sprechen:
Christian Herzog von Oldenburg  – Stiftungsratsvorsitzender
Frédéric Frank – Direktor des musée des impressionnismes Giverny
Susanne Petersen – Kuratorin der Stiftung Schloss Eutin

Musikalische Begleitung – Stephan Dettmers & Vincent Judith Duo

Die Kuratorin der Ausstellung Jeanne Fouchet-Nahas und der Künstler Henri Foucault sind anwesend.

Die Ausstellung wurde organisiert von Jeanne Fouchet-Nahas in Zusammenarbeit mit dem musée des impressionnismes Giverny.

Donnerstag 19:00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung: 
am Eröffnungswochenende: 11:00 – 17:00 Uhr
28. April – 21. August 2016: täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: 
Erwachsene 8,00 €
Gäste mit LGS-Ticket (Einzel- oder Dauerkarte) frei
Kinder (7 – 12 Jahre) 3,00 €
Kinder bis inkl. 6 Jahre frei
Familienkarte (2 Erwachsene und Kinder) 16,00 €
Ermäßigter Eintritt 5,00 €
(Gäste mit Eintrittskarte Ostholstein-Museum, Schüler ab 13 Jahre, Auszubildende und Studenten bis 28 Jahre, Schwerbehinderte, Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose)

Ort: Schloß Eutin, Schlossplatz 5, 23701 Eutin
www.schloss-eutin.de

www.facebook.com/SchlossEutin


26. April 2016

Ausstellungseröffnung – Phantastische Gärten
mit Dr. Georg Ruppelt (Hannover)
Ausstellung 26.04. bis 01.10.2016

Midworld © Thomas Thiemeyer – www.thiemeyer.deBibliotheken sind „wohlangelegte Gärten, wo uns bei jedem Schritte neu Blumen aufsprießen“ – dies hatte schon vor 250 Jahren der Pädagoge Johann Christoph Stockhausen erkannt.

Dass auch die Eutiner Bibliotheken sich mit Elan am Kulturprogramm der Landesgartenschau beteiligen, sollte daher niemand wundern.

Noch bevor die Kreisbibliothek ab 2. Mai ganz reale
Garten(t)räume präsentiert, startet die Eutiner Landesbibliothek am 26. April mit der Ausstellung Phantastische Gärten – Literarische Spaziergänge.

In der Zeit vom 27. April bis zum 1. Okober werden (während der normalen Öffnungszeiten) im Seminarraum der Landesbibliothek Bücher, Plakate und Filmausschnitte gezeigt, die die Darstellung von Natur und Gärten in der Science Fiction zum Thema haben.

Es handelt sich um eine Ausstellung der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover, die dort schon 2013 mit großem Erfolg gezeigt wurde. Konzipiert haben sie die Science Fiction-Experten Georg Ruppelt und Ulrich Blode, die auch für den in der Reihe „Lesesaal“ erschienenen kleinen Ausstellungskatalog verantwortlich zeichnen.

Da der Seminarraum der Landesbibliothek im Kavalierhaus durch die Ausstellung belegt ist, findet die Ausstellungseröffnung am 26. April in der Kreisbibliothek (Schlossplatz 2) statt, wo Dr. Georg Ruppelt einen Einführungsvortrag halten wird.

Im Anschluss besteht dann Gelegenheit, die Ausstellung nebenan in der Landesbibliothek in Augenschein zu nehmen.

Dienstag 19:30 – 21:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kreisbibliothek und Landesbibliothek, Schloßplatz 2 und 4, 23701 Eutin

Veranstalter: Eutiner Landesbibliothek und Freunde der Eutiner Landesbibliothek
www.lb-eutin.de

Foto © Thomas Thiemeyer – www.thiemeyer.de


29. April 2016

Vernissage
Immer wieder Schottland
Fotografien von
Angela Jagenow und Christopher Behrmann
Ausstellung 29.04. – 30.05.2016

Tischbein-Gartenhaus in EutinDas ist der Titel der Ausstellung im Tischbein-Gartenhaus im schönen Monat Mai.

Schottland, das ist der nördliche Teil des Vereinigten Königreichs, hier kann man menschenleere Highlands oder aber auch geschichtsträchtige Schlösser und schöne Städte, wie Edinburg erleben.

Steile Klippen, Wasserfälle, Berge, Schluchten und urwüchsige Landschaften bezaubern die Besucher.

So erging es auch Angela Jagenow und Christopher Behrmann bei ihren Urlauben im Land des Whiskys. So entstanden wundervolle Fotos von etlichen Reisen.

Im Tischbein-Gartenhaus in Eutin wird eine Auswahl dieser Fotos gezeigt und vielleicht bekommt der eine oder andere Besucher Lust auch einmal Schottland zu besuchen oder aber sie erfreuen sich an den einmaligen Landschaften.

Freitag 19:00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
samstags und sonntags 14:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Tischbein-Gartenhaus, Stolbergstrasse 8, 23701 Eutin
www.kunstkreiseutin.de


weiter zum Mai »


Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten.